Ernest Hemingway – Wem die Stunde schlägtInhaltsangabe:Robert Jordan, amerikanischer Sprengstoffexperte und Kämpfer im spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Volksfront, erhält einen wichtigen Auftrag: Er soll zu einem vorgegebenen Zeitpunkt eine Brücke sprengen und damit eine bedeutende Zugverbindung unterbrechen. Dazu braucht er die Unterstützung der Guerillagruppe um Pablo, die dieser auch gewährt – wenn auch nicht so begeistert, wie Robert sich das wünscht. Als Robert sich in Maria, eine Mitkämperin Pablos, verliebt, wachsen die Spannungen in der Gruppe an ...
Der Roman spielt über einen Zeitraum von vier Tagen im spanischen Bürgerkrieg.
Der erste Satz:„Er lag der Länge nach auf dem braunen, nadelbedeckten Boden des Waldes, das Kinn auf die verschränkten Arme gestützt, und hoch über ihm wehte der Wind durch die Wipfel der Kiefern.“
Meine Meinung zum Buch:Dass dieses Buch schwierig ist, erkennt man schon daran, dass in diesem Thread seit 2006 nichts mehr geschrieben wurde.
Hemingways kurzen, lapidaren Stil habe ich in seinem Roman „Fiesta“ kennen und lieben gelernt, und auch in diesem Buch konnte ich ihn wieder finden.
„Fiesta“ habe ich mit Begeisterung verschlungen, aber dieses Buch war für mich sehr mühselig. Ich musste mich richtig durchkämpfen und immer wieder Pausen einlegen – was ich nicht gern mache, denn ich komme nach einer Lesepause oft nicht mehr so richtig in die Geschichte hinein (wenn das bei dieser Geschichte überhaupt für mich möglich war).
Hauptsächlich lag das daran, dass ich mit der Hauptfigur Robert Jordan nicht allzu viel anfangen konnte. Ähnlich ging es mir mit Maria, lediglich Pablo und seine Gefährtin Pilar, aus deren Sicht ein Teil des Romans erzählt wird, erschienen mir lebendig und echt. Außerdem gibt es noch eine Menge Nebenfiguren, die mir sehr viel näher kamen als Robert bzw. Maria.
Deutlich wird in dem Buch, dass in einem Krieg keine Seite „unschuldig“ bleiben kann und dass es für begangene Grausamkeiten keine Entschuldigungen gibt – egal mit welcher Rechtfertigung sie ausgetragen werden. Das ist für mich die Hauptaussage dieses Buches.
Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt für mich, dieses Buch zu lesen. Aber ich kann nur die heutige Beurteilung abgeben – vielleicht lese ich das Buch in ein paar Jahren noch einmal und sehe es ganz anders?
Meine heutige Bewertung:

Viele Grüße von Annabas
