Interessant wären auch Romane, in denen jemand aus der Vergangenheit in die Zukunft reist.
Folgende Romane behandeln diese Thematik(Inhaltsangabe findest du bei dem hier bereits angegebenen Link zu scifinet):
Dean R. Koontz
"Schutzengel"(Lightning)
R.A. Lafferty
"Asterobe, der goldene Planet"(Past Master)
John Brunner
"Die Zeitsonde"(Timescoop)
Stuart Gordon
"Feuer in der Tiefe"(Fire in the Abyss)
Besonders empfehlenswert ist in dieser Hinsicht die Novelle "Hausfreund von vorgestern"(A Two-Timer) in der Sammlung "An den Grenzen der Zeit"(The Caltraps of Time) von David I. Masson.
Darin schildert ein Gentleman der Restaurationszeit(der die Ankunft einer Zeitmaschine aus der Zukunft heimlich beobachtet hat und bei deren versehentlicher Aktivierung in der Gegenwart landet) seine erschröcklichen Erlebnisse, u.a. folgendes:
"Zugleich mit Speise und Trank, so muß ich berichten, pflegen ihrer viele, vor allen anderen die Jüngren und ganz besonders die Dirnen, ein übles Brauchtum, namentlich das
Tobacco-Schmauchen; darzu ist der
Tobacco in kleine, weiße
Papiern eingerollt, welchen sie den Namen
Ziehgarotten verliehn haben, und das fürwahr sehr trefflich, denn am Ende werden gar viele dieser
Tobacco-Schmaucher darvon erwürget, dieweil ihnen, obzwar erst manches Jahr später, vom
Tobacco die Lungen
caput gehn. Sie schmauchen obgemeldete
Ziehgarotten im obern Stock ihrer
Busse, sogar in den Speise-häusern, auch darheim, wann sie mit Freunden beim Umtrunk satzen, ja selbst wann sie ihre Arbeit verrichten. Auch in ihren
Bildnis-Theatern(von denen noch zu reden sein wird) ist die Luft verpestet von ihrem
Ziehgarotten-Rauch.
...
Das Dasein dieser Menschen ist so mühelos geworden, daß ihrer etliche, die kühneren Herzens seind, darob gar Mißmut empfinden, wann immer sie nicht durch derlei Zeit-Vertreib ihre Gliedmaßen aufs Spiel satzen oder mindestens ihre Leiber vollkommen ermüden können. Verschiedenerlei Arten solcher und anderer Leibes-Übungen haben sie für sich ersonnen. Manche nehmen Stöcke mit flachen Stücken Metall am Ende, benannt
Golf-Schläger(fürwahr!), und darmit hauen sie in einem ausgedehnten Garten eine kleine Kugel von der einen zur nächsten Stelle, immerzu hin und zurück. Andere schließen sich zu zwei Mannschaften
resp. Tiehms zusammen, die widereinander wettstreiten sollen, und sie befassen sich darmit, einen Ball, so groß wie eines Menschen Kopf, im Felde der jeweils andren Mannschaft zwischen zwei Pfosten zu stoßen; Tausende von Männern und Purschen satzen rundherum auf Bänken darbei, um des Ausgangs dieser Sache zu harren, und allesamt gebärden sie sich wie Pöbel im Wahnwitz, fortgeloffen aus dem Tollhaus. All diese (jene andren dargegen beginnen sich erst nach des Sommers Ablauf umzutun) senden Mannschaften von Land zu Land, auf daß sie sich mit andren im Wett-Streit messen und man sehe, wer daraus als Best-meister hervorgehet; und alle Welt und sämtliche
Kurirn reden ohnablässig von nichts andrem außer ihren
Progressen.
Ihr größte Menge hat nämlich kein würklich Anteil an diesen Darbietungen, vielmehr schauet sie sich all diese Plackerei blos vor ihren
Fern-Sehern an und begaffet, was der Rest treibt; oder sie lauschen einer Art von
Music(aus kleinen
Radjohs), die zum Erbarmen ist und bei deren Tönen man sich allzu gerne die Ohren bedecken möcht, wargegen sie sich, wär`s nur müglich, den ganzen lieben langen Tag hindurch darvon täten umdröhnen lassen; oder sie gehn, wann ihr Leben ihnen zu geruhsam dünkt, in eine Einrichtung, die ähnlich ist wie ein
Theater, nur ohne Schauspieler, um sich dort (in
Heroen-Stücken) Marterungen, Schändungen, Hexerei und Mord-Taten anzusehn, vermenget (zur Erheitrung) mit dieser oder jenen tollen Narretei, das alles vorgeführet in riesenhaften, ganz lebensechten, bewegten Bildnissen, vergleichbar mit jenen im
Fern-Seher."