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Autor Thema: Herbstgedichte  (Gelesen 1854 mal)

Bine1970

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Herbstgedichte
« am: 25. September 2006, 16:42:05 »

 :winken:


Heute mittag übte ich mit meiner Tochter Diktat und sie suchte ein Buch dafür aus 

 

da sah ich ein sehr schönes Gedicht,welches zur jetztigen Jahreszeit...dem wunderschönen Herbst , welchen ich sehr liebe... wunderbar passt


Der Schnupfen
Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,
auf dass er sich ein Opfer fasse -
und stürzt alsbald mit grossem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.
Paul schrimm erwidert Prompt: ,, Pitschü!.''
und hat ihn drauf bis Montag früh


Habt ihr auch ein schönes Herbstgedicht???

Dann her damit

LG
Bine


Freu mich schon auf eure Beiträge  :klatschen:

« Letzte Änderung: 25. September 2006, 16:44:15 von Bine1970 »
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Da ich eher selten hier bin wünsche ich allen Geburtstagkinder alles liebe und gute

sandhofer

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #1 am: 25. September 2006, 17:29:57 »

Christian Morgenstern, wenn ich mich nicht irre ...
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

sandhofer

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #2 am: 25. September 2006, 17:49:53 »

Hallo zusammen!

Ich hätte da schon noch eins, bin mir aber nicht sicher, ob es einfach so veröffentlicht werden darf, da der Autor erst 1979 verstorben ist:

Überlistet von Heinz Ehrhardt - allerdings hier zu finden.

Grüsse

Sandhofer

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Bine1970

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #3 am: 25. September 2006, 18:36:18 »

 :winken:  @Sandhofer

Ja richtig....es ist von Christian Morgenstern

Das von Ehrhardt ist auch gut :breitgrins:
« Letzte Änderung: 25. September 2006, 18:38:02 von Bine1970 »
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Jona77

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #4 am: 25. September 2006, 22:53:04 »

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel
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melu

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #5 am: 28. September 2006, 08:53:38 »

"Herbstaugen" von Hilde Domin mag ich sehr - das fällt mir spontan dazu ein.
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Wer zu lange in sich geht, kommt auf der anderen Seite wieder heraus.

Bine1970

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #6 am: 28. September 2006, 09:08:19 »

"Herbstaugen" von Hilde Domin mag ich sehr - das fällt mir spontan dazu ein.

Hallo Melu

Kannst du es denn auch ganz aufschreiben? Ich kenn es nicht. :zwinker:
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Callista

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #7 am: 28. September 2006, 09:29:41 »

Hast du das hier gemeint?

Presse dich eng
an den Boden.
Die Erde riecht noch nach Sommer,
und der Körper
riecht noch nach Liebe.
Aber das Gras
ist schon gelb über dir.
Der Wind ist kalt und voll Distelsamen.

Und der Traum, der dir nachstellt,
schattenfüßig,
dein Traum
hat Herbstaugen.
(Hilde Domin)


gefällt mir nämlich auch sehr gut!
Vor 2 Jahren haben wir in Deutsch Gedichte zum Herbst geschrieben...aber ich finde die Hefte aus der 6. Klasse jetzt leider nicht...macht nichts, vielleicht später.
lg, Callista
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:leser: Lenz: Der Hofmeister
:leser: Bronte: Sturmhöhe

Deckel

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #8 am: 28. September 2006, 11:12:42 »

Oh! Die sind alle schön...

Aber mein absolutes Lieblingsgedicht ist das hier:

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke




Und noch eins:

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke
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Valentine

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #9 am: 28. September 2006, 11:29:37 »

Die beiden Rilkes liebe ich auch sehr :winken:
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melu

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #10 am: 28. September 2006, 14:24:09 »

Hi Bine,

ich hab mich nicht getraut, weil ich nicht sicher war, wie das mit dem Zitieren ganzer Texte ist... hatte gedacht, so kann man das ja leicht googlen - aber jetzt hat mir meine Nachschreiberin das Problem abgenommen, umso besser  :zwinker:

das Gedicht hatte ich gemeint!

lieben Gruß
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Bine1970

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #11 am: 28. September 2006, 19:54:34 »


Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke


Dsa habe ich auch in meinem Ewigen Brunnen, aber ich fand es ziemlich deprimierend,deshalb habe ich es nicht gelistet
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dumbler

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #12 am: 29. September 2006, 06:32:19 »

Dsa habe ich auch in meinem Ewigen Brunnen, aber ich fand es ziemlich deprimierend,deshalb habe ich es nicht gelistet
Na, aber der Herbst soll doch zu etwas gut sein  :zwinker:

LG,
dumbler
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Valentine

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #13 am: 29. September 2006, 10:16:52 »

Interessant, wie unterschiedlich die Wahrnehmung bei sowas ist. Gerade durch den letzten Satz finde ich das Gedicht unheimlich tröstlich.
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Deckel

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Re: Herbstgedichte
« Antwort #14 am: 29. September 2006, 10:51:40 »

geht mir auch so...
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