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  • Christoph Marzi - Lycidas: 05. September 2006

Autor Thema: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)  (Gelesen 3183 mal)

fairy

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Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« am: 05. September 2006, 01:24:31 »

Hallo!



Inhalt:

Als die kleine Emily eines Nachts Besuch von einer sprechenden Ratte erhält, weiß sie, dass nichts in ihrem Leben so bleiben wird, wie es einmal war. Nicht, dass sie ein gutes Leben in dem kleinen Waisenhaus in einem Armenviertel Londons führen würde. Doch dass sie auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft eine phantastische Stadt unter den Straßen Londons entdecken würde und schon bald von den seltsamsten Wesen verfolgt wird – das hätte sich Emily selbst in ihren kühnsten Träumen nicht ausgedacht.

Teilnehmer:

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Sternenstauner
zauberin
diddy

Eine kurze Bitte: Damit das ein bisschen angenehmer zu lesen ist, postet erst, wenn ihr angefangen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das ganze immer so sehr in die Länge.

Interessant für Leserunden-Neulinge ist sicherlich die Leserunden-FAQ. Dort findet ihr auch Informationen z.B. zu Spoilern etc.

Viel Spaß!
« Letzte Änderung: 05. September 2006, 15:04:19 von nimue »
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Belle Daaé

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Re: Christoph Marzi - Lycidas
« Antwort #1 am: 05. September 2006, 02:12:25 »

Hallo an alle Leserunden-Teilnehmer! :winken:

Ich befinde mich auf Seite 112 und habe bisher insgesamt eine sehr spannende Stunde mit diesem Roman verbracht.
Die Einführung in Emilys Leben bzw. ihrem düsteren Alltag finde ich sehr gelungen. Mir gefallen auch die zahlreichen literarischen Anspielungen, außerdem finde ich die Erzählperspektive (Mortimer Wittgenstein) bisher sehr angenehm zu lesen.

Emilys Schicksal - der Verlust ihres linken Auges - ist wirklich schrecklich! Sie scheint sich aber davon nicht behindern zu lassen, was sie mir sehr sympathisch macht.

Wittgenstein war mir anfangs ein bisschen suspekt, aber mittlerweile habe ich ihn auch ins Herz geschlossen.
Seine Unterhaltungen mit Emily sind ja zum Schießen ("Dieses Kind!" oder "Fragen Sie nicht!")! Genial finde ich auch, dass er sie siezt; es trägt meiner Meinung nach sehr viel zur Atmosphäre bei.
Ich muss gestehen, dass ich bisher alle Romane, die in der Ich-Perspektive geschrieben wurden, nicht ausstehen konnte. Aber hier passt es hervorragend!

Die Arachniden tun mir ja irgendwie Leid. :schulterzuck:
Ich fand den Abstieg in die uralte Metropole sehr verwirrend; ich fand mich da irgendwie überhaupt nicht zurecht.

Wirklich schade, dass diese Leserunde nicht vom Autor begleitet wird, denn es würde mich interessieren, ob sich Wittgensteins Persönlichkeit auf die des Philosophen Ludwig Wittgenstein stützt.

Edit: Spoiler-Markierung wurde entfernt.
« Letzte Änderung: 07. September 2006, 01:28:07 von Belle Daaé »
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yanni

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Re: Christoph Marzi - Lycidas
« Antwort #2 am: 05. September 2006, 08:53:40 »

Hallo!

Ich habe inzwischen Kapitel 4 beendet.
Was mich noch immer verwirrt, ist dass der Ich-Erzähler M. Wittgenstein ist. Mit "Ich" identifiziere ich ständig Emily! Daher bin ich oft etwas verwirrt, wenn "Ich" etwas sage oder mache.  :rollen:

Zitat
Die Geschichte beginnt im London der Neuzeit. Wenn man aber die Beschreibungen über die Zustände im Waisenhaus liest, könnte es sich auch 200 Jahre früher zutragen.
Müssen diese Kinder nicht zur Schule? Es wird nur von Arbeit erzählt.
Emily kommt mit ihrem Glasauge gut zurecht, was wohl daran liegt, dass sie es sehr früh bekam.
Dass sie und auch Aurora gesiezt werden, hat mich doch verwundert. Die Gespräche werden dadurch förmlicher und irgendwie passt es richtig gut zur Geschichte.
Was ich nun von M. Wittgenstein halten soll, weiß ich noch nicht so recht. Ich bin "Mir" nicht so ganz sympathisch.  :breitgrins:
Ständig verbiete "Ich" jemanden Fragen zu stellen.
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Wendy

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Re: Christoph Marzi - Lycidas
« Antwort #3 am: 05. September 2006, 10:32:07 »

Hallo allerseits!

So, da ist er nun mein zweiter Anlauf. Ich habe gestern in der Nacht ein paar Seiten gelesen und fand diese eigentlich doch wieder recht spannend.

Zu Wittgenstein als Ich-Erzähler kann ich nur sagen, dass ich seinen nüchternen Erzählstil anfangs sehr schön fand, aber mit der Zeit wird es nervig, dass er auch Dinge weiß, die er gar nicht wissen kann, zB wie sich jede Person in einer bestimmten Situation, in der er gar nicht dabei war, fühlt, etc. etc. :rollen:
Die kleine Emily muss man aber mögen und darum bin ich auch gespannt, ob ich das Buch diesmal fertig lesen kann.

Liebe Grüße,
Wendy
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fairy

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Re: Christoph Marzi - Lycidas
« Antwort #4 am: 05. September 2006, 10:53:48 »

Wirklich schade, dass diese Leserunde nicht vom Autor begleitet wird, denn es würde mich interessieren, ob sich Wittgensteins Persönlichkeit auf die des Philosophen Ludwig Wittgenstein stützt.

Die Frage kannst du ja in der Lumen-Leserunde nochmal stellen! :zwinker:

Hach, ich beneide euch so, dass ihr das Buch jetzt noch lesen könnt! Ich will euch ja nicht antreiben :redface: - aber lest ganz schnell, damit wir mit dem 2. Teil weitermachen können! :breitgrins:
« Letzte Änderung: 05. September 2006, 11:04:55 von fairy »
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zauberin

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Re: Christoph Marzi - Lycidas
« Antwort #5 am: 05. September 2006, 11:35:05 »

Ich hab gerade mal das 1. Kapitel gelesen.  :rollen: Nicht sehr viel, aber naja...

Ich fand das 1. Kapitel als Einstieg richtig gut und was mir noch gefallen hat, war dass sofort viel geschah, zumal gegen Ende des Kapitels. Die kleine Emily habe ich sofort ins Herz geschlossen! Als die Ratte (der Name ist mir schon wieder entfallen) mit ihr sprach, fand ich es auch ziemlich lustig, wie die Ratte das für selbstverständlich hält, dass Emily ihn versteht. Ich weiß ja nicht wies euch geht, aber das Gepiepse von Ratten vermöge ich nicht zu entziffern. :breitgrins: Der Teil über die Träume von Emily und den anderen Waisenkindern hat mich etwas traurig gemacht, die tun mir alle so Leid! Was Emilys und Auroras Freundschaft angeht, das finde ich süß.  :smile: Wie sie zusammen in Emilys Bett lagen und den Plan ausgeheckt haben. *g* Aber ich finde, auf der Flucht hätte Emily Aurora mitnehmen sollen, auf jeden Fall. Schließlich ist Aurora der einzige Mensch, der ihr wirklich etwas bedeutet! Die Szene mit dem Werwolf war spannend und auch erschreckend, sodass ich mir Fragen über Fragen stelle: Wo kommt der Werwolf her? Was will er mit der Entführung der kleinen Mara bezwecken? Und vor allem: was hat dies alles mit Emily zu tun? Ich freue mich schon sehr auf die Antworten dieser Fragen und natürlich auch aufs 2. Kapitel!

Der Schreibstil gefällt mir auch sehr gut. Es ist halt mal was Neues und ist gar nicht mal so übel zu Lesen!

Ach ja, an der Spontan-LR zu Lilith würde ich mich auch gerne anschließen, sofern ich bis dahin Lycidas fertig habe. Könntet ihr mir dann auch bitte Bescheid geben? Sonst läufe ich nämlich Gefahr den Thread zu übersehen  :zwinker:
« Letzte Änderung: 05. September 2006, 18:31:10 von zauberin »
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Belle Daaé

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Re: Christoph Marzi - Lycidas
« Antwort #6 am: 05. September 2006, 13:56:59 »

Was mich noch immer verwirrt, ist dass der Ich-Erzähler M. Wittgenstein ist. Mit "Ich" identifiziere ich ständig Emily! Daher bin ich oft etwas verwirrt, wenn "Ich" etwas sage oder mache.  :rollen:
Das hat mich anfangs auch ein bisschen verwirrt, aber nach wenigen Seiten hatte ich mich schon daran gewöhnt. Eigentlich wollte ich das Buch wegen der Erzähl-Perspektive weglegen, aber dann hats mir doch sehr gut gefallen. :schulterzuck:


Wirklich schade, dass diese Leserunde nicht vom Autor begleitet wird, denn es würde mich interessieren, ob sich Wittgensteins Persönlichkeit auf die des Philosophen Ludwig Wittgenstein stützt.

Die Frage kannst du ja in der Lumen-Leserunde nochmal stellen! :zwinker:
Stimmt! Habe gar nicht an diese Möglichkeit gedacht. :redface:


Was die Leserunde zu Lilith angeht: *Sternenstauner* und ich haben uns mal darüber unterhalten und sind uns einig, dass es am besten wäre, wenn derjenige, der fast fertig ist, einen entsprechenden Thread unter "Buchvorschläge" erstellt.
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zauberin

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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #7 am: 05. September 2006, 22:03:48 »

Das mit Wittgenstein als Ich-Erzähler fand ich anfangs ebenfalls etwas verwirrend, aber nun störts mich eigentlich gar nicht mehr.

@Wendy: Das mit Wittgenstein, der auch von den Gefühlen, Erlebnisse usw. der anderen Personen erzählt, empfinde ich genauso wie du. Ich finde es etwas unrealistisch, dass er ALLES wissen kann.

So, ich bin nun bei Kapitel 3 angelangt.

Was ich noch ein wenig unrealistisch fand, war wie Emily so einfach den Zug oder die U-Bahn nahm; kostet das etwa gar nichts? Schließlich hat sie gewiss kein Geld bei sich und es wird ja normalerweise auch regelmäßig nach Tickets kontrolliert, oder etwa nicht?
Naja, es ist zwar ein Fantasy-Roman, aber einige wenige Sachen müssen halt etwas realistisch sein, dass mit Zug/U-Bahn ist mir halt aufgefallen...
Die Szene mit dem Werwolf fand ich spannend! Zudem ich Wölfe auch mag! Naja, Werwölfe... gruselig, schon, aber sie stehen ja doch in arger Verbindung mit den Wölfen (sie sind ja selbst welche), weshalb ich nicht nur Abscheu für sie empfinden kann.
Das war doch auch der gleiche Werwolf der Mara entführt hat, oder? Aber wo hat er sie dann bloß gelassen? ... Ob's wirklich der Gleiche war?
Noch etwas ist mir aufgefallen, naja, es ist zwar wirklich SEHR doof aber dennoch: Wie hat Maurice Micklewhite sich eigentlich seine blonden Locken machen lassen? Ein/e Frisör/in hätte seine spitzen Ohren doch bemerken müssen. Hat er sie etwa selbst frisiert oder sind sie gar natürlich? Aber darüber spekulier ich mal lieber nicht.  :breitgrins: Maurice fand ich zwar von Anfang an in Ordnung, aber seit er Aurora aus dem Waisenhaus geholt hat, ist er mir noch sehr viel sympathischer. Überhaupt tat mir Aurora sehr Leid, als sie geprügelt wurde und allein in der Finsternis saß. Und ihr Wiedersehen mit Emily fand ich rührend und sehr erfreulich! Meiner Meinung nach sind die beiden ein perfektes Team und gehören zusammen. Ich finde es gut, dass Christoph Marzi Emily nicht als "verhasste Missgeburt ohne eine einzige Freundin/einen einzigen Freund" dastehen lassen hat, das gibts doch schon sooft!
Und dass der Reverend Dombey zwei Schützlinge verloren hat und zudem noch von Emily Ungehorsam erntete war genial, ich empfand aufrichtige Genugtuung!
Das Verschwinden der vielen Kinder in London zu glänzlich verschiedenen Zeiten macht mich stutzig: Was ist da wohl nur passiert???
Ach ja, was Wittgenstein betrifft: Er kommt mir ziemlich kühl mit Kindern vor, aber ich denke dass er und Emily gute Freunde werden könnten. Im Grunde ist er bestimmt sehr nett, aber er ist halt irgendiwe "anders", anders kann ich es nicht ausdrücken.
Und nach London würde ich gerne mal reisen, ich fand diese Stadt schon immer faszinierend, aber jetzt, wird mein Wunsch einmal dorthin zu gehen immer größer...

Bisher ist es auf jeden Fall ein sehr spannender und gut geschriebener Roman!
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Wendy

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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #8 am: 05. September 2006, 22:07:29 »

Ach ja, was Wittgenstein betrifft: Er kommt mir ziemlich kühl mit Kindern vor, aber ich denke dass er und Emily gute Freunde werden könnten. Im Grunde ist er bestimmt sehr nett, aber er ist halt irgendiwe "anders", anders kann ich

Genau das ist wiederum einer der Punkte, die mir immer sehr gefallen. Wittgenstein mit Emily, da kriegt man so das Gefühl, dass unter seiner harten Schale doch ein sehr weicher Kern steckt. Solche Charaktere mag ich total gerne. :herz:
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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #9 am: 05. September 2006, 22:11:25 »

@Wendy: ja, sowas mag ich auch! (bei Heathcliff aus Die Sturmhöhe verspürte ich auch mal ganz kurz sowas) 
Man merkt eben dass Wittgenstein Emily eben doch nicht sooooo schrecklich abgeneigt ist.
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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #10 am: 06. September 2006, 00:02:24 »

Huhu, :winken:

Mensch, da habe ich mich wie verrückt auf diese Leserunde gefreut und nun bin ich heute kaum zum Lesen gekommen und gerade mal beim 3. Kapitel angelangt. :sauer:
Allzu viel kann ich bislang also nicht sagen, außer dass mir gefallen hat was ich bis jetzt gelesen habe. Die Atmosphäre im Waisenhaus war (wie man es schon aus einigen anderen Waisenhäusern kennt) ziemlich erschreckend und traurig. Und als die kleine Emily ihr Auge verloren hat, musste ich doch erstmal schlucken. Und was wohl mit den Kindern passiert, wenn sie von dieser mysteriösen Madame Snowhitepink abgeholt werden? Hm....

Wittgenstein scheint ein sehr interessanter Charakter zu sein. Ich bin neugierig, welche Rolle er in dem Ganzen spielt und welche Aufgabe Emily zugedacht ist. Seine Gespräche mit ihr und der Umgang miteinander sind wirklich ulkig. Auch, dass er sie siezt.
Dass er die Geschichte erzählt, fand ich zunächst auch ein bisschen überraschend, weil ich davon ausgegangen war, dass Emily der Hauptcharakter ist und die Dinge daher aus ihrer Sicht schildert. Dass das nun aber gerade nicht so ist, finde ich - jetzt wo ich ein paar Seiten gelesen habe - eigentlich ziemlich interessant, weil es mal etwas anderes ist. Dass er zuviel weiß ist mir bis jetzt noch nicht (negativ) aufgefallen. Vielleicht kommt das noch. Mal schauen.

@ Wendy
Bis wohin hattest du denn bei deinem ersten Versuch gelesen?

Was ich noch ein wenig unrealistisch fand, war wie Emily so einfach den Zug oder die U-Bahn nahm; kostet das etwa gar nichts? Schließlich hat sie gewiss kein Geld bei sich und es wird ja normalerweise auch regelmäßig nach Tickets kontrolliert, oder etwa nicht?
Naja, es ist zwar ein Fantasy-Roman, aber einige wenige Sachen müssen halt etwas realistisch sein, dass mit Zug/U-Bahn ist mir halt aufgefallen...
Vielleicht sind so früh morgens noch keine Kontrolleure unterwegs. ;) Wobei, sind in der Tube überhaupt Kontrolleure? Da kommt man doch ohne Ticket sowieso nicht zu den Stationen solange man sich nicht unter den Drehkreuzen durchmogelt. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
 
Das war doch auch der gleiche Werwolf der Mara entführt hat, oder? Aber wo hat er sie dann bloß gelassen? ... Ob's wirklich der Gleiche war?
Ich weiß nicht, ob es der gleiche Wolf war. Einerseits wird auf Seite 38 ja von Larry dem Lykantrophen berichtet, dass er sich einer Bande angeschlossen hat und so weiter und dass er vermutlich der Entführer ist. Aber der Wolf, der Emily verfolgt, spricht von Larry in der dritten Person. Ich hatte deswegen (und weil der Wolf noch ein Junge ist und ich mir Larry älter vorgestellt hatte) gedacht, dass es ein anderer Wolf ist, der aber zu Larry's Bande gehört. Kann aber auch sein, dass ich da falsch liege. Immerhin hat der Wolf Emily aufgespürt, was wiederum dafür spricht, dass es derselbe war. Und in der 3. Person redet er vielleicht, weil er eh Dialekt spricht. Ich glaube, ich lese einfach weiter und hoffe, dass sich das im Laufe der Zeit aufklärt. ;)

Ich bin jedenfalls ganz gespannt, was jetzt alles passiert, welche Figuren noch auftauchen und überhaupt. Das Buch gefällt mir. :breitgrins:

EDIT: Ganz vergessen. Eine Sache fand ich doch komisch. Warum muss der olle Hausmeister im Waisenhaus einen Kater haben? Kommt uns HP-Fans das nicht bekannt vor? ;)
« Letzte Änderung: 06. September 2006, 00:18:37 von *Sternenstauner* »
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Wendy

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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #11 am: 06. September 2006, 21:03:15 »

@ Wendy
Bis wohin hattest du denn bei deinem ersten Versuch gelesen?

Ich habe den ersten Teil (also bis Seite 281) gelesen, obwohl das am Ende für mich nur noch eine Qual war. Momentan hab ich erst ein Kapitel gelesen - ich will ja warten, bis ich jemanden zum Reden habe, hab ja nix davon, wenn alle noch woanders sind - und das hat mir ganz gut gefallen. Mal sehen.  :smile:
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yanni

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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #12 am: 06. September 2006, 21:10:39 »

Man kommt gar nicht zu Atem!
Inzwischen hab ich mich auch mit Wittgenstein ausgesöhnt.  :smile: Maurice Micklewhite finde ich sympathischer.
Ich finde es richtig nett von den beiden Aurora aus dem Waisenhaus zu holen. Und sie hat sogar an den Teddy gedacht.

Die Gatemen mit Düften zu Ehren hat mir gut gefallen. Das ist sicher eine der wenigen Abwechslungen, die sie dort unten haben.

Winston Dinsdale finde ich witzig. Aber ich würde zu gerne wissen, was Wyrmer sind - ob wir das noch erfahren?

Oh, die arme Emily, das mit den Visionen scheint ja ganz schön unangenehm zu sein. :entsetzt: Hoffentlich widerfahren ihr nicht mehr solche Erlebnisse, wie die mit dem sterbenden Wolf. Und gleich anschließend all diese Spinnen. :wegrenn: Ich hab ja nichts gegen ein oder zwei dieser Tiere, aber das!
An welcher seltsamen Vergiftung sie wohl leiden? Und weshalb wurden sie vergiftet?
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diddy

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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #13 am: 06. September 2006, 21:24:04 »

Anfangs hatte ich Probleme zuzuordnen, wer jetzt "Ich" ist. Erst dachte ich die Ratte sei "Ich". Dann wiederum Emely. Aber als sich Wittgenstein dann selbst vorgestellt hat, hatte ich, nach kurzer Überraschung, keine Schwierigkeiten mehr.
Die Atmosphere im Waisenhaus finde ich furchtbar. Leider aber nicht unrealistisch.
Ich bin gespannt, was die Werwölfe mit der ganzen Sache zu tun haben. Ob die für irgendwen arbeiten oder von sich aus die Kinder entführen. Und ob sie damals auch für das Verschwinden der Kinder verantwortlich waren.

Ich werde jetzt mal noch Kapitel 4 und 5 lesen (und ein wenig weiter in Sanctum) und mich dann wieder zu Wort melden.
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Re: Lycidas: Buch I - Kapitel 1 bis 5 (bis Seite 97)
« Antwort #14 am: 06. September 2006, 22:45:37 »

Hallo ihr Lieben,

ich habe jetzt ein wenig weitergelesen und glaube mittlerweile, dass es doch derselbe Werwolf war. ;) Aber so ganz aufgeklärt wird das wohl erst später.

@Wendy: Das mit Wittgenstein, der auch von den Gefühlen, Erlebnisse usw. der anderen Personen erzählt, empfinde ich genauso wie du. Ich finde es etwas unrealistisch, dass er ALLES wissen kann.
Das habe ich inzwischen auch bemerkt, allerdings empfinde ich es nicht als störend. Ich denke, Wittgenstein weiß einfach so viel, weil er vermutlich ebenfalls das zweite Gesicht hat und deswegen spüren kann, was Emily empfindet. Vielleicht ist er auch ein bisschen besser in Übung als Emily, so dass er damit besser umgehen kann. Ich vermute ja sowieso, dass er mehr ist als ein 'einfacher' Alchimist. Warum sollte er sonst die ganzen Kinder retten wollen? Nur, weil er auf die Ratten hört? Aber das sind natürlich mal wieder nur reine Spekulationen. ;)

Das Wiedersehen von Emily und Aurora im 3. Kapitel war wirklich rührend, v.a. nach dem, was Aurora nach Emily's Flucht erleiden musste. :sauer:
@ zauberin
Ich finde auch, dass die beiden ein tolles Team sind.

Den Abstieg in die uralte Metropole in Kapitel 4 fand ich sehr interessant, zumal wir auch zum ersten Mal von (Master) Lycidas lesen. Außerdem gefällt mir die Vorstellung, dass sich unter jeder Metropole eine uralte befindet. Besonders wenn ich das nächste Mal nach London komme und mit der Tube fahre, werde ich ganz sicher an die Gatemen denken. ;)

Oh, die arme Emily, das mit den Visionen scheint ja ganz schön unangenehm zu sein. :entsetzt: Hoffentlich widerfahren ihr nicht mehr solche Erlebnisse, wie die mit dem sterbenden Wolf.
Das dachte ich mir auch. Wenn ich das nicht steuern kann und dann solche Visionen habe... :entsetzt:. Da bleibe ich lieber in meinem eigenen Kopf. ;) Vielleicht lernt sie ja aber mit der Zeit auch, damit umzugehen.

Eigentlich sind mir Spinnen ja alles andere als sympathisch, aber irgendwie können einem die Arachniden schon leid tun. Werden einfach so vergiftet.
Was mir in diesem 5. Kapitel noch besonders aufgefallen ist, ist folgendes Zitat: "Namen können große Macht besitzen, und wer sich vor Namen fürchtet, der wird von ihnen beherrscht." Irgendwoher meine ich diesen Satz zu kennen. :schulterzuck:

@ diddy
Ja, die Atmosphäre im Waisenhaus war furchtbar. Ich hoffe aber mal, dass sie für die heutige Zeit nicht realistisch ist. Es stimmt zwar, dass die jüngeren und 'hübscheren' Kinder lieber adoptiert werden, aber ich hoffe doch, dass die Zustände von 'Dombey & Son' nicht typisch sind. ;) Mich hat das Waisenhaus eher an Dickens erinnert.

@ Belle Daaé
Die literarischen Anspielungen sind wirklich schön.
Auch die Namen der Figuren finde ich sehr einfallsreich.

Ich habe den ersten Teil (also bis Seite 281) gelesen, obwohl das am Ende für mich nur noch eine Qual war. Momentan hab ich erst ein Kapitel gelesen - ich will ja warten, bis ich jemanden zum Reden habe, hab ja nix davon, wenn alle noch woanders sind - und das hat mir ganz gut gefallen. Mal sehen.  :smile:
Wenn sich das Buch weiter so schnell liest, hast du bestimmt bald jemanden zum Reden. Mich bestimmt. ;)
« Letzte Änderung: 06. September 2006, 22:48:51 von *Sternenstauner* »
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