Haaaaach, ich habe es endlich geschafft, das Buch zu beenden.
Als ich in der Bahn die Überschrift des letzten Kapitels gelesen hatte, habe ich das Buch direkt zugeklappt. Mir war sofort klar, dass ich den Rest in einem Rutsch lesen muss, was ich gestern Abend auch getan habe.
So im Nachhinein, wenn ich darüber nachdenke, war es eigentlich ganz klar und ich war bei meinem letzten Post recht naiv. Eigentlich hätte es tatsächlich gar kein anderes Ende für dieses Buch geben können
(wie tragisch es auch sein mag)
, und das hätte man auch förmlich riechen können. Da mich dieses Buch aber immer und immer wieder so dermaßen überrascht hat, habe ich es mir direkt gespart, über ein mögliches Ende nachzudenken. Der "Epilog" hat mir dann noch einmal besonders gefallen. Besonders Helens, Robertas, Duncans und auch John Wolfs Geschichte haben mich sehr beeindruckt. Dieser Epilog ist es auch, der das Buch noch einmal komplett abrundet. Er bringt alles Aufgewühlte wieder in geregelte Bahnen. Genial!
Obwohl es den Charakteren teilweise an Plastizität fehlt, sie sind ja doch recht eindimensional und geradlinig in ihrer Handlungsweise zuweilen, habe ich sie dem Autor abgekauft. Ich habe irgendwann auch einfach alles so akzeptiert, wie Irving es mir präsentiert hat. Das lag vor allem daran, dass alles einfach auch stimmig war in Garps Welt (so skurril es auch zu sein scheint).
Das Buch war nicht so leicht zu lesen. Das lag zum einen an dem bereits beschrieben, episodenhaften Erzählstil und zum anderen auch daran, dass man das Geschehene erst einmal sacken lassen musste. Dennoch hat es mir sehr, sehr gut gefallen, das war zwar mein erster, aber ganz sicher nicht der letzte Irving. Ich bin fasziniert!

(Eine halbe Ratte ziehe ich ab, für den streckenweise episodenhaften Erzählstil)