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Autor Thema: Diana Wynne Jones - Howl's Moving Castle (Sophie im Schloss des Zauberers)  (Gelesen 2121 mal)

Wendy

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Inhalt:
Die Hutmacherin Sophie hätte es wissen müssen: Als älteste von drei Schwestern hat man immer Pech, wenn man auszieht, um das Glück zu suchen. Das weiß in Ingari schließlich jedes Kind. Und so wird Sophie auch alsbald von einer eifersüchtigen Hexe in eine alte Frau verwandelt. Was tun? Sophie heuert als Hausdame bei dem gefürchteten Zauberer und Herzensbrecher Howl an. In seinem fliegenden Schloss hat sie alle Hände voll damit zu tun, 1. den Feuerdämon Calcifer bei Laune zu halten, 2. dem Lehrling Michael bei dessen kläglichen Zaubereiversuchen zu helfen und 3. Howl daran zu hindern, ihrer Schwester Lettie das Herz zu brechen. Dabei wollte sie doch eigentlich nur ihre eigene Gestalt zurückerlangen...

Meine Meinung:
Was für ein lustiges, kleines Buch. Von Diana Wynne Jones hatte ich bisher nur gehört, aber nichts gelesen. Und da mir "Howl's moving castle" durch den Trickfilm zu Ohren gekommen ist, musste ich dieses Buch natürlich haben.
An dieser Geschichte ist fast alles anders, als ich es mir erwartet hätte. Sophie lebt in einer Welt, in der man als älteste Schwester gar nicht erst auszuziehen braucht, um sein Glück zu suchen, weil da sowieso nichts dabei rauskommen kann, und der böse Zauberer Howl ist in Wirklichkeit weniger böse als eitel und melodramatisch.
Zuerst denkt man noch, es erwartet einen eine einfache Geschichte, in der die verzauberte Sophie ihre Gestalt wiedererlangen möchte und dafür das ein oder andere Abenteuer erlebt, aber schon bald wird man eines besseren belehrt. Oft musste ich lächeln über die witzigen Ideen und einige Wendungen waren so überraschend, dass mir beim Lesen der Mund offen stand (gut, dass ich das Buch zuhause gelesen habe  :breitgrins:).
Howl, so viele Fehler er auch hat, ist ein sehr liebenswerter Charakter, ebenso wie Sophie, die weniger Probleme damit zu haben scheint, in eine alte Frau verwandelt worden zu sein, als ich gedacht hätte. Und Calcifer, der Feuerdämon, hat mich alleine schon durch seinen tollen Namen überzeugt.
Das Ende kam vielleicht etwas kurz, war aber trotzdem sehr schön - ich hab mich jedenfalls gut amüsiert. Von Diana Wynne Jones werde ich bestimmt noch mehr lesen, denn eine so unterhaltsame Fantasygeschichten, die sich gegen fast jedes Fantasy-Klischee stellt, habe ich schon lange nicht mehr genossen. Daumen hoch!

5ratten

@ Saltanah: Du bist ja, glaube ich, ziemilcher DWJ Spezialist. Welches Buch würdest du mir denn als nächstes empfehlen? Die Auswahl ist ja riesig. :heybaby:

Liebe Grüße,
Wendy
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Saltanah

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Re: Diana Wynne Jones - Howl's Moving Castle (Sophie im Schloss des Zauberers)
« Antwort #1 am: 02. September 2006, 13:46:14 »

Tja, Wendys Rezension habe ich nichts hinzuzufügen. Das Buch ist genauso gut, wie sie es beschrieben hat (und viel besser als der gleichnamige Zeichentrickfilm, der notgedrungen sehr viel vereinfachen oder ganz weglassen musste; schöne Bilder hat er aber.)

Als nächstes würde ich A Castle in the Air (Ziemlich viele Prinzessinnen) empfehlen. Auch dieses Buch ist recht märchenhaft, hat aber einen Touch (und mehr) von 1001 Nacht - Sultane, fliegende Teppiche, Wüste und so weiter sorgen für eine arabische Atmosphäre.

 
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Wendy

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Re: Diana Wynne Jones - Howl's Moving Castle (Sophie im Schloss des Zauberers)
« Antwort #2 am: 02. September 2006, 13:58:38 »

Danke für den Tipp - das Buch ist schon in den virtuellen Einkaufswagen geflogen.  :zwinker:

Ich habe übrigens gehört, dass der Film auf englisch sehr viel besser sein soll als auf Deutsch (?) - drum hab ich mir gedacht, ich sehe, ob ich die DVD auf englisch kriege. Bin nämlich trotzdem neugierig auf die Umsetzung, auch wenn ich die Witch of the Waste in der Vorschau ganz schaurig fand. :entsetzt:
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Saltanah

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Re: Diana Wynne Jones - Howl's Moving Castle (Sophie im Schloss des Zauberers)
« Antwort #3 am: 02. September 2006, 14:16:57 »

Also _eigentlich_ ist der Film ja auf japanisch. Ob es auch eine englisch synchronisierte Fassung gibt, weiß ich nicht. Ich habe ihn auf deutsch gesehen, und mich die ersten 20 Minuten die ganze Zeit gefragt, wieso der Zauberer nun ausgerechnet Ha-uru heißt, bis mir die Erleuchtung kam: "Howl" auf japanisch wird zu "Ha-uru" transkribiert und auch so ausgesprochen. Name und Aussprache sind dann auch in der deutschen Synchronisation erhalten geblieben.
Die Witch of the Waste war im Film wirklich gar nicht mehr wiederzuerkennen. Sie hat dort völlig den Charakter gewechselt. Zur Verteidigung muss ich allerdings sagen, dass mein 11-jähriger Neffe, mit dem zusammen ich den Film gesehen hatte, gerade von dieser Gestalt sehr begeistert war. Beim Abendessen erzählte er besonders viel von ihr. (Allerdings kennt er das Buch auch nicht.)
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Wendy

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Re: Diana Wynne Jones - Howl's Moving Castle (Sophie im Schloss des Zauberers)
« Antwort #4 am: 02. September 2006, 14:40:00 »

Ja, sicher ist der Film auf japanisch - nur da verstehe ich nur Bahnhof.  :breitgrins: Die Rezis im Internet sagen alle, dass auf englisch eben Howl nicht umgetauft wurde und dass die amerikanischen Schauspieler (Christian Bale für Howl und Billy Christal, hab ich gelesen) ihre Sache besser machen als die deutschen Synchronsprecher. Wie gesagt, ich hab ja noch gar keine Version gesehen - fände es super, wenn's mal eine DVD mit mehr als zwei Sprachspuren gäbe.  :rollen:
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Seychella

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Ha, gefunden!  :breitgrins:

Ich habe den Film gesehen, den ich richtig klasse fand - mir geisterte aber noch dieses Buch durch den Kopf, weil ich irgendwann die Rezi gelesen hatte. Nun habe ich zwei Fragen dazu:

1. Ist die Geschichte so ähnlich wie im Film, oder doch recht anders (ich hatte glaube ich bei amazon etwas in der Richtung gelesen)?
2. Da ich mit Jugendbüchern oft ein Problem habe: Ist die Sprache eher jugendlich oder können das auch Erwachsene gut lesen?
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Saltanah

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1. Wie ich weiter oben schon geschrieben hatte, ist die Hexe im Buch gaanz anders, und auch sonst ist einiges verändert/weggelassen. Aber immerhin sind die Grundzüge der Geschichte noch zu erkennen.
2. Das Buch ist für Erwachsene sehr gut zu lesen, finde ich als großer DWJones-Fan natürlich. Allerdings lese ich relativ viel Jugendliteratur. Die Sprache ist jedenfalls nicht künstlich vereinfacht (was mir auch in Kinderbüchern ein Gräuel ist), sondern hat einen schönen Wortwitz.
« Letzte Änderung: 10. Januar 2008, 19:24:39 von Saltanah »
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Lucidique

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Als nächstes würde ich A Castle in the Air (Ziemlich viele Prinzessinnen) empfehlen. Auch dieses Buch ist recht märchenhaft, hat aber einen Touch (und mehr) von 1001 Nacht - Sultane, fliegende Teppiche, Wüste und so weiter sorgen für eine arabische Atmosphäre.

 

Um unsere Fragen aus dem "Was lest ihr gerade"-Thread aufzugreifen: Was hat der zweite Teil mit dem ersten zu tun? Und: Kann man den ersten auch lesen und es dann beruhigt dabei belassen oder fehlt dann was?
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Wendy

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Um unsere Fragen aus dem "Was lest ihr gerade"-Thread aufzugreifen: Was hat der zweite Teil mit dem ersten zu tun? Und: Kann man den ersten auch lesen und es dann beruhigt dabei belassen oder fehlt dann was?

Zu Frage 1: Keine Ahnung. Leider.

Zu Frage 2: Ich habe nur Teil 1 gelesen und war in allem sehr befriedigt.  :breitgrins: Ich glaube auch gehört zu haben, dass die beiden Teile nur sehr, sehr wenig miteinander zu tun haben (ein Charakter, der nebensächlich mal wieder auftritt oder Ähnliches). Hoffe, das hilft ein bisschen oder es meldet sich noch jemand, der beide gelesen hat.
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Saltanah

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Um unsere Fragen aus dem "Was lest ihr gerade"-Thread aufzugreifen: Was hat der zweite Teil mit dem ersten zu tun?

(So gut wie) nichts. Ich würde das Buch auch nicht als zweiten Teil bezeichnen. Es ist völlig freistehend auch wenn es einige Berührungspunkte mit dem anderen Buch gibt.

Und: Kann man den ersten auch lesen und es dann beruhigt dabei belassen oder fehlt dann was?

Das hat Wendy ja schon beantwortet. Man kann man auch gut die "Prinzessinnen" lesen, ohne "Sophie" zu kennen.
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kathchen

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Danke für die Antworten, Saltanah. "Howl's moving Castle" habe ich jetzt erstmal bestellt, ich bin gespannt  :smile:
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Lucidique

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Danke ihr beiden!

Dann kann ich Sophie ja beruhigt lesen, denn ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust schon wieder eine Reihe zu lesen  :zwinker:
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Meine Meinung:

    “Sie wollte etwas erleben, sie wusste nicht so recht was – aber etwas Interessanteres als immer nur Hüte zu verzieren.” (Seite 23)

Sophie Hatter übernahm als Älteste von drei Schwestern gemeinsam mit ihrer Stiefmutter den Hutladen ihres Vaters. Da sie wunderbare Hüte dekoriert versinkt sie in Arbeit und legt sich schon als junges Mädchen einige Eigenheiten zu. Sie spricht mit den Hüten, die sie verziert und herrichtet, traut sich nicht mehr recht vor die Tür und meidet andere Menschen. Da das Geschäft sehr gut läuft, ist Sophie sowieso rund um die Uhr mit Hüten beschäftigt – ohne zu ahnen, dass sie damit den Zorn der Hexe der Wüste auf sich ziehen würde. Eben diese steht nämlich plötzlich in der Tür und verwandelt Sophie in eine alte Frau. Fest davon überzeugt in diesem Körper ihrer Familie nicht unter die Augen treten zu können geht Sophie los und gerät in das fliegende Schloss des Zauberers Howl. In der Hoffnung dort würde sie früher oder später jemand von ihrem Fluch befreien, heuert sie dort als Haushälterin an und lebt von Stund an in einer magischen Welt.
Die Grundidee des fantastischen Romans von Diana Wynne Jones ist einfach grandios: Was passiert wenn man als junger Mensch plötzlich im Körper einer alten Frau steckt?! Sophie durchlebt Höhen und Tiefen in ihrer neuen Gestalt und hat in Zauberer Howl und seinen Mitbewohnern quasi eine neue -verrückte- Familie gefunden. Feuerdämon Calcifer und Zauberer-Azubi Michael haben so ihre liebe Not mit der ewig putzenden, neugierigen Haushälterin, doch je länger alle zusammen sind, umso mehr erfahren sie übereinander und lernen sich zu schätzen und einzuschätzen.
Insgesamt eine zauberhafte Geschichte rund um Zauber, Hexen, Magie und den Glauben an sich selbst, die überzeugt. Allerdings habe ich bei der durchaus nachdenklichen Sophie ein wenig vermisst, dass sie wieder ihre ursprüngliche Gestalt zurück erlangen will. Ein junges Mädchen hätte da meiner Meinung nach etwas mehr Enthusiasmus zeigen können.

Lieblingszitat:

    “Hast du je von einem Land namens Wales gehört?”
    “Nein. Liegt das unter dem Meer?”
    “Im Moment nicht.” (Seite 222)


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Diana Wynne Jones – Howl’s Moving Castle



Inhalt:

Nach dem Tod ihres Vaters bleibt Sophie Hatter als älteste von drei Geschwistern nicht viel anderes übrig, als den Hutladen ihres Vaters zu übernehmen. Ist sie doch überzeugt davon, dass man als älteste Schwester verdammt dazu ist, immer von Pech verfolgt zu sein und alles falsch zu machen. So wird sie zur Einzelgängerin, die nicht gerne aus dem Haus geht und sich einige Eigenheiten angewöhnt – so spricht sie zum Beispiel mit den von ihr gefertigten Hüten.
Eines Tages jedoch kommt die „Witch of the Waste“ in den Laden und verwandelt sie kurzerhand in eine alte Frau. Verzweifelt flüchtet sie von zu Hause und landet schließlich im wandelnden Schloss des „bösen“ Zauberers Howl, von dem behauptet wird, dass er die Herzen junger Mädchen stiehlt…

Meinung zum Buch:

Ganz zufällig ist dieses bezaubernde Buch (durch diesen Thread hier) auf meiner Wunschliste und schließlich auf meinen SUB gelandet, ohne dass ich vorher jemals etwas von der Autorin gehört oder gelesen hätte. Im Rahmen des SLW  2010 habe ich das Buch jetzt verschlungen.
Es handelt sich um eine sehr kurzweilige, fantasievolle Geschichte, die mit ihren witzigen Einfällen und ihren wunderbaren Charakteren glänzt.

Gleich zu Beginn des Buches lernt der Leser Sophie kennen, eine etwas einzelgängerische, verschrobene junge Frau, die davon überzeugt ist, dass es für die älteste von drei Geschwistern keinen Sinn hat, in die Welt hinauszuziehen und ihr Glück zu suchen. Deshalb fügt sie sich in ihr Schicksal und verbringt ihre Tage damit, Hüte zu verzieren und beginnt vor Einsamkeit, mit diesen zu sprechen. Schon von Beginn an hegte ich große Sympathien für Sophie, fühlte mich ihr gewissermaßen auch verbunden. 

Schon die Grundidee des Buches ist wunderbar außergewöhnlich: Howl, sein Zauberlehrling Michael und der geheimnisvolle Feuerdämon Calcifer leben in einem sich bewegenden Schloss, dass allerdings 4 Ausgänge besitzt – an 4 verschiedenen Orten. Einer der Ausgänge öffnet sich zu Howls Geburtsort in Wales, einer führt nach Porthaven, wo Howl seine Zauberer-Ausbildung genossen hat, einer befindet sich in der Residenz des Königs und der vierte schließlich ist der Ausgang des wandelnden Schlosses, das sich in der Nähe von Sophies Heimatstadt Market Chipping befindet.

Sophie ergibt sich überraschend schnell in ihr Schicksal – ist sie doch der Ansicht, dass sie von ihrem Lebensstil her ohnehin schon eher einer alten Dame gleicht. Doch ist sie als ältere Dame energisch genug, um in das wandelnde Schloss Einlass zu begehren und dort als unermüdliche Haushaltshilfe anzuheuern. Es hat mir großen Spaß gemacht, zu verfolgen, wie Sophie zunächst alle im Schloss mit ihrer Neugier und ihrem Putzwahn in den Wahnsinn treibt und wie sie die ältere Frau schließlich doch allmählich lieb gewinnen. Vom Feuerdämon Calcifer bekommt Sophie die Aufgabe gestellt, herauszufinden, was die Bedingungen des Vertrages sind, den er mit Howl abgeschlossen hat. Nur auf diese Weise kann der Vertrag, der für die beiden Beteiligten nicht gut ist, gelöst werden. Calcifer darf Sophie aber lediglich versteckte Hinweise auf den Inhalt des Vertrages geben. Bis zum Schluss rätselte ich, was es mit diesem Vertrag wohl auf sich hat.

Wie auch Sophie gelang es mir schnell, mein Herz für die Schlossbewohner zu erweichen. Insbesondere Howl gefiel mir sehr gut, der in der Tat die Herzen junger Mädchen stiehlt – nur auf andere Weise, als Sophie zunächst vermutet. Auch für den Zauberlehrling Michael, mit dem Sophie sich schnell anfreundet  und den Feuerdämon Calcifer konnte ich mich schnell erwärmen, da sie sehr gelungen und lebendig ausgearbeitet sind und so vor meinem geistigen Auge zum Leben erwachen.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus herzerfrischendem Humor, einem Feuerwerk phantastischer Ideen und auch einigen nachdenklichen Passagen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, so dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen mochte. Das Ende kam mir zwar fast etwas zu plötzlich und schnell um die Ecke, hat mich aber trotzdem mit einem zufriedenen Gefühl zurückgelassen.
Fest steht, dass „Howl’s Moving Castle“ auf keinen Fall mein letztes Buch von Diana Wynne Jones gewesen ist.

Alles in allem ein wunderbar fantasievolles Leseerlebnis, das mich immer wieder zum Schmunzeln brachte und das ich jedem Liebhaber phantastischer Geschichten mit gutem Gewissen ans Herz legen kann.

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LG,
Erendis

:lesen: Tad Williams - Der Blumenkrieg / Christa Wolf - Der geteilte Himmel

Pandora

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Ich habe gerade gelesen, dass Diana Wynne Jones an Krebs erkrankt ist und wohl nur noch wenige Monate zu leben hat. (Quelle: http://www.tor.com/index.php?option=com_content&view=blog&id=59445)
Das macht mich gerade sehr traurig, weil sie für mich als Kind eine meiner liebsten Autorinnen war. Vielleicht mag ja einer von euch dem Aufruf in dem Artikel folgen und ihr noch eine E-mail zukommen lassen.
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