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Autor Thema: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)  (Gelesen 8216 mal)

Tetr4

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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #45 am: 27. Mai 2009, 13:42:05 »

Ich hab jetzt 130 Seiten gelesen und irgendwie blicke ich immer noch nicht so recht durch  :rollen:
Ich befinde mich in einer Welt unterhalb von London, klar. Aber wer ist Door, was hat es mit Hunter auf sich, wer sind die zwei Jäger und wo soll die Reise hingehen?

Mag sein, dass ich etwas ungeduldig bin, aber nach 130 Seiten so im Dunkeln zu tappen bin ich irgendwie nicht mehr gewohnt  :breitgrins:
Meine Fragen werden hoffentlich noch alle geklärt, oder?

 
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Wendy

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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #46 am: 27. Mai 2009, 18:10:30 »

Mag sein, dass ich etwas ungeduldig bin, aber nach 130 Seiten so im Dunkeln zu tappen bin ich irgendwie nicht mehr gewohnt  :breitgrins:
Meine Fragen werden hoffentlich noch alle geklärt, oder?

Alles zu seiner Zeit, aber ja, werden sie.  :breitgrins: Bloß nicht aufgeben, das Ende ist toll!
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Tetr4

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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #47 am: 27. Mai 2009, 18:13:44 »

Mag sein, dass ich etwas ungeduldig bin, aber nach 130 Seiten so im Dunkeln zu tappen bin ich irgendwie nicht mehr gewohnt  :breitgrins:
Meine Fragen werden hoffentlich noch alle geklärt, oder?

Alles zu seiner Zeit, aber ja, werden sie.  :breitgrins: Bloß nicht aufgeben, das Ende ist toll!

Vielen Dank  :tanzen:
Und ich dachte schon, dass ich so einiges nicht mitbekommen habe, weil ich gerade das englische Original lese. 
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Ingroscha

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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #48 am: 27. Mai 2009, 20:37:06 »

So weit bin ich noch nicht, habe leider erst ganz wenige Seiten gelesen. Ich kann mir bisher aber nicht vorstellen, dass Neil Gaiman mich jemals enttäuschen könnte.
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LG Ingroscha 
*Mantra murmelt*: "Bücher sind zum Lesen da, nicht zum Rumstehen."
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mulle1979

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Antw:Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #49 am: 02. September 2009, 16:38:27 »

So, gestern bin ich fertig geworden mit dem Buch - ging sehr flott, was schonmal soviel heisst wie:
* es ging leicht und flüssig zu lesen, schön zum Immer-weiter-schmökern
* es hat mich schon ziemlich gefesselt, ich hab's zwischendurch nicht lang weglegen können.

Für mich eine wirklich schöne Geschichte, die Grundstimmung manchmal sehr beklemmend und bissl eklig manchmal, aber schön skurril, viele viele Ideen und unterschiedliche Szenarien, die - da kommt mein kleiner Kritikpunkt - meines Empfindens nach gern noch mehr hätten ausgearbeitet werden können.

Ich hätte mich einfach ins eine oder andere Szenario gern länger "entführen" lassen, aber die Protagonisten ziehen hopp hopp immer schnell weiter bzw. man wird sehr schnell von Ereignis zu Ereignis geführt (und hört dann von den bereits "erledigten" Ereignissen nichts mehr).

Aber alles in allem fand ich es ein tolles Buch, eine sehr interessante "Parallelwelt" zu London und die Figuren waren mir auch (fast) alle sehr sympathisch  :klatschen:

Jetzt habe ich ein anderes von Neil Gaiman angefangen : Anansi-Boys.
Bin mal gespannt, wie das so ist - sonst kenne ich nur den Sternwanderer von ihm.
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Aldawen

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Antw:Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #50 am: 28. Januar 2010, 17:11:55 »

Inhaltsangaben gibt es in diesem Thread nun schon genug, daher spare ich mir eine weitere.

Meine Meinung: Die Grundidee fand ich und finde sie auch immer noch interessant und witzig, denn mit so einer Parallelstadt, die sich immer wieder mal mit der realen Stadt überlappt, kann man eine ganze Menge anstellen. Eigentlich. Gaiman hat hier nur meines Erachtens zu viel Potential verschenkt, indem letztlich doch nur eine klassische Queste die Grundlage der Story bildet. Das etwas makabere Ambiente deckt das nicht zu. Auch die Personenkonstellation ist eigentlich gut gewählt, aber da kann ich nur Phistomephel zustimmen: die meisten wirkten auf mich doch eher blutleer, jeder Tote entlockte mir nur ein müdes Achselzucken, und hätte es andere getroffen, so wäre es mir auch egal gewesen. Croup und Vandemar waren dafür dann so böse, daß ich sie auch schon wieder nicht mehr richtig ernst nehmen konnte.

Was den Roman einigermaßen rettet, sind – neben dem Untergrundambiente, das zwar gerne auch ausführlicher hätte sein dürfen (und wie man so etwas wirklich bildhaft macht, durfte ich kürzlich erst bei Olga Tokarczuks AnnaIn in den Katakomben lesen) – die teilweise doch ganz witzigen Dialoge, für die nun im größten Umfang ausgerechnet die Bösewichter Croup und Vandemar sorgen, letzterer vor allem, wenn auch unfreiwillig. Das Ende war mir ungefähr beim letzten Drittel klar und das ist für so ein Buch einfach entschieden zu früh. Es war ganz nette Unterhaltung und schnell runterzulesen, aber bleibenden Eindruck wird es nicht hinterlassen.

 3ratten

Schönen Gruß,
Aldawen
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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #51 am: 23. Juni 2010, 17:03:08 »

Ich bin mal wieder hin- und hergerissen von dem, was Herr Gaiman hier geschrieben hat. Die Idee fand ich auch super, eine Welt unterhalb von London zu schaffen, die wie ein gruseliges Abbild der Realität erscheint und ihre eigenen Regeln und Gesetze kennt. Ich freue mich jetzt sogar noch mehr auf meinen ersten London-Besuch nächsten Monat und dann werde ich sicherlich an manchen U-Bahn-Stationen an das Buch und die Charaktere denken müssen. Und irgendetwas an der Geschichte scheint mich auch gefesselt zu haben, da ich es kaum erwarten konnte weiterzulesen. Aber ich kann gar nicht sagen, was es war. Denn wenn ich mal so darüber nachdenke, war mir die Geschichte irgendwie zu simpel. Ich hatte auf Wendungen gehofft, die nicht total vorhersehbar waren, aber so konnte ich mir eigentlich schnell denken, was als nächstes passieren wird und wie es dann ausgehen wird. Liegt wahrscheinlich auch einfach an diesem "Quest"-Aufbau,.. Aber auch die Charaktere waren mir irgendwie alle zu flach und total unsympathisch.
Das Ende wiederum hat mir richtig gut gefallen, dass Richard
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Wie gut, dass wir auch halbe Punkte vergeben können. Einen solchen brauche ich nämlich hier  :breitgrins:
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Aurian

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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #52 am: 29. Juli 2010, 22:50:32 »

Meine Eindrücke:
Nachdem ich schon öfters gelesen habe, dass Christoph Marzi sich bei Lycidas stark von Gaimans Buch hat inspirieren lassen, war ich sehr neugierig darauf. Die Ähnlichkeiten sind teilweise so groß, dass froh bin, dass ich Lycidas zuerst gelesen habe, denn sonst hätte ich beim Lesen sicher Frust geschoben.
 
Niemalsland ist eine spannende, fantasievolle und düstere Geschichte, in welcher der Autor nicht zimperlich mit den handelnden Personen umgeht. Besonders gruselig sind die Figuren Mr. Croup und Mr. Vandemar, die als Auftragsmörder und Folterknechte mit bösem Humor durch die Handlung flanieren.
Doch es gibt noch mehr markante Figuren, welche die Geschichte beleben und bereichern. Mir hat es vor allem der Maquis de Carabas angetan, ein windiger und aalglatter Typ, der davon lebt anderen einen Gefallen zu tun und der sich wiederum mit einem Gefallen bezahlen lässt.

Die Welt unter London ist eine gefährliche, aber auch fantastische Welt, die oft so düster und beklemmend beschrieben wird, dass ich sie zwar faszinierend finde, aber dort auf keinen Fall leben möchte.

Leider gibt es einige Dinge und Fragen, die bis zum Ende nicht zufriedenstellend aufgelöst werden, oder sogar offen bleiben. Man muss nach eigenen Erklärungen suchen, was ich teilweise etwas unbefriedigend fand.

Außerdem hält sich der Autor, wie schon bei Sternenwanderer, nicht mit ausführlichen Beschreibungen auf. Wenn Richard durch diese versteckte Welt stolpert, werden die einzelnen Stationen zwar beschrieben, aber für meinen Geschmack hätte das ruhig ausführlicher sein können.

Insgesamt ist das Buch ein kurzweiliges und spannendes Leseabenteuer mit einem Hauch Grusel.

 4ratten

LG, Aurian
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Morwen

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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #53 am: 12. Januar 2012, 11:18:56 »

So, bin heuet morgen so gegen 0:20 noch mit dem Buch fertig geworden, hier jetzt ein paar Gedanken dazu.

Zum Inhalt muß ich - denke ich - nichts mehr sagen, der ist bereits ausführlich beschrieben worden, daher gleich weiter zu Meiner Meinung:

Mir geht es auch ähnlich wie Phistomefel. Kurz gesagt: die Idee ist sehr vielversprechend, die Durchführung hält das Versprechen aber nicht ganz. Ich habe mich über weite Strecken gut unterhalten gefühlt, hatte aber insgesamt ein bischen das Gefühl von einer Nummern-Revue: der Autor hatte eine Reihe wirklich origineller Ideen (die verschiedenen Schauplätze unterhalb Londons, sehr originell und stimmungsvoll beschrieben, auch die Figuren sind oft von der Idee sehr phantasievoll beschrieben, werden dann aber nur ein-zweimal über die Bühne gehetzt und dürfen dann wieder abtreten), die verbindende Handlung wirkt aber bisweilen etwas dünn und konstruiert.

Auch die Hauptfiguren haben mehr Potential, als sie dann tatsächlich verwirklichen. Richtig geärgert habe ich öfter über Richard, der hat sich mehrmals so dämlich angestellt, dass ich micht richtig fremdschämen musste - nicht wirklich überzeugend.

Stilistisch ist das Buch gut, wo der Autor die Stadt und ihre Schauplätze beschreibt, den Humor in den Dialogen finde ich oft etwas aufgesetzt bis plump (gegen Ende in dem Aufzug: “Now would be a very bad time to discover that one was claustrophobic, wouldn’t it?” “Yes,” said Door. “Then I won’t,” said Richard." - oh Mann, wie witzig).

Fazit
Zur kurzweiligen Untehaltung ganz geeignet, aber ohne bleibenden Eindruck, erreicht gerade so
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Morwen
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tári

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Re: Neil Gaiman - Niemalsland (Neverwhere)
« Antwort #54 am: 12. Januar 2012, 11:38:11 »

Ich habe Neverwhere vor ein paar Jahren gelesen. Das Buch hat mir gefallen, aber ich finde auch nicht, dass es Gaimans bestes war.
Wie andere auch, habe auch ich zuerst die Lycidas-Trilogie gelesen und wusste, dass diese sehr stark beeinflusst ist von Neverwhere (allerdings habe ich das erst nach dem Lesen von Marzis Büchern erfahren). Insofern kann ich eigentlich gar nicht sagen, wie ich das Buch bewerten würde, hätte ich es zuerst gelesen. Immerhin war mir zu dem Zeitpunkt die Grundidee, das London unter dem eigentlichen London, ja schon gut bekannt und erschien mir dadurch nicht mehr ganz so neu.
Zudem hat es mich rückwirkend schon gestört, dass manche Figuren aus Marzis Buch eins zu eins aus Neverwhere übernommen wurden (Mr. Coup & Mr. Vandemar, die als wölfisch und füchsisch beschrieben werden versus Mr. Fox & Mr. Wolf). Dafür kann der werte Herr Gaiman natürlich nichts, denn chronologisch gesehen war seine Idee ganz klar zuerst da, aber es hat mein Lesevergnügen doch getrübt, da mir alles irgendwie schon bekannt erschien.
Im Nachhinein würde ich wohl die umgekehrte Lesereihenfolge wählen.

Gut gefallen hat mir übrigens die Beschreibung von Door, insbesondere ihre Augen. Ich habe sie mir immer als sehr schöne Frau vorgestellt.

Da ich das Buch mochte, mir andere Bücher von Neil Gaiman aber besser gefallen haben gibts von mir:

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