Bin gestern auch fertig geworden. Endlich.
@Saltanah
In deinem Buch fehlt der 2. Epilogteil? Sei froh. In meiner Ausgabe ist er leider drin und ich habe ihn nur durchgeblättert. Der 1. Teil reichte mir an sich schon, da ging es wenigstens noch ein bißchen um unsere Helden, im 2. Teil philosophiert der Autor nur noch. Furchtbar.
Im großen Ganzen bin ich froh, diesen Roman gelesen zu haben, auch wenn ich ihn jetzt ganz weit weg legen werde, um ihn nie wieder zu lesen.
Wie Saltanah schon schrieb, Tolstoi hätte lieber bei der Gesellschaft bleiben sollen; die Kriegserzählungen zogen sich unendlich in die Länge, die Überlegungen was wann wozu und warum geführt hatte sind, wohl außer für Möchtegernhistoriker, uninteressant.
Es gab manche Stellen, die ich sehr gern gelesen habe, manchmal war ich richtig hingerissen. Tolstoi hatte eine Art zu schreiben, die einen mitreißt. Warum hat er das nicht auf das ganze Buch angewandt?
Ich konnte mit keiner der Personen im Buch warm werden. Ok, mit Marja hatte ich ein wenig Mitleid, das war dann aber im Epilog wieder futsch, dort war sie nur noch gewöhnlich.
Pierre war mir von Anfang zu trottelig. Ich bin sicher, der Mann ist geistig ein wenig zurückgeblieben, ich konnte mir manche seiner Handlungen nicht anders erklären. Allerdings fand ich seine Liebe zu Natascha romantisch; im Kapitel, in dem er Marja seine Gefühle für Natascha gesteht, war er mir sogar weniger unsympathisch als sonst. Hier hatte seine Trotteligkeit wenigstens einen entschuldbaren Grund - die Verliebtheit.
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Aeria