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Autor Thema: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin  (Gelesen 1779 mal)

creative

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Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« am: 20. August 2006, 08:26:59 »

Klappentext

Hoffmann und Campe
1.Auflage 2006
ISBN 978-3-455-03165-2
Originaltitel: La joueuse d’échecs


Im Leben von Eleni ist eigentlich alles in schönster Ordnung: Sie führt eine gute Ehe mit Panos, dem Besitzer der Autowerkstatt, hat zwei wohl geratene Kinder und liebt ihren Beruf als Zimmermädchen im Hotel Dionysos auf Naxos.
Doch dann stößt Eleni eines Morgens bei der Arbeit die Figur einer unbeendeten Schachpartie um. Wohin gehört die kleine Holzfigur? Eleni versteht nichts vom Schach und stellt sie verlegen neben das Brett. In den Tagen darauf wird sie den Gedanken an das geheimnisvolle Spiel nicht mehr los, das für sie eine neue, fremde, aufregende Welt verkörpert. Aber gehört es sich für ein einfaches Zimmermädchen, das vielleicht älteste und schwierigste Spiel der Welt zu lernen? Darf sich eine gewöhnliche Frau auf Naxos einen ungewöhnlichen Traum erfüllen?
Als Eleni ein Trick einfällt, um das Schachspielen zu lernen, beginnt für sie ein Abenteuer mit unabsehbaren Folgen ….

Bertina Henrichs

Wurde 1966 in Frankfurt/Main geboren. Sie studierte Literatur- und Filmwissenschaft und lebt seit 18 Jahren in Paris, wo sie als Filmemacherin arbeitet. „Die Schachspielerin“ ist ihr erster Roman. Sie hat ihn auf Französisch geschrieben, damit ihre Familie in Paris ihn ohne Übersetzung lesen kann.

Meine Meinung

Dieses nette Büchlein mit dem so ansprechenden Cover ist genau das Richtige für einen lauen Sommernachmittag. Mit seinen 143 Seiten und dem angenehmen Lesefluss kann man das Buch ohne Weiteres in einem Zug lesen.

Besonders gut gefallen haben mir die Schilderungen, wie Eleni langsam der Sucht des Schachspieles verfällt. Wie sie sich Zeit freischaufelt, jede freie Minute nützt, ein bisschen ihre Arbeit und den Haushalt vernachlässigt (aber im Rahmen), nur um das Spiel zu erlernen. Dabei wird sie auch mit gesellschaftlichen Konventionen konfrontiert und der der Druck auferlegt, dass möglichst niemand von ihrer Freizeitaktivität erfährt, denn sie würde nur auf Unverständnis stoßen. Negative Folgen im Privatleben und auch im gesellschaftlichen Ansehen nehmen ihren Anlauf ….

Wie schon erwähnt eine nette, unkitschige  Geschichte über die Verwirklichung eins Traumes, Abzüge gibt’s eigentlich nur dafür, dass nichts wirklich Neues erzählt wird und auch mit Gemeinplätzen nicht gespart wird (weiser alter Professor als Mentor, naiver, eifersüchtiger Ehemann, …).

4ratten

« Letzte Änderung: 20. August 2006, 10:09:24 von creative »
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creative

Tirah

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #1 am: 20. August 2006, 12:10:39 »

Um dieses Buch bin ich auch schon herumgeschlichen, jetzt ist es doch auf meinem Wunschzettel gelandet. Danke für die Rezi!  :smile:
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viele Grüße
Tirah

qed

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #2 am: 25. August 2006, 14:41:27 »

Danke für die Rezi, das Cover hat mir schon gefallen und die Geschichte klingt auch nett. Werd ich mir mal genauer unter die Lupe nehmen.
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Tirah

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #3 am: 02. September 2007, 11:31:01 »

Jetzt gibt es das Buch als Taschenbuch und ich kann es nur empfehlen.  :smile:


Eleni ist Anfang 40, nicht mehr jung und noch nicht alt. Sie ist übergewichtig und gefangen im Alltagstrott und einer schal gewordenen Ehe. Als sie beginnt, sich für das Schachspiel zu interessieren, ist es, als würde sie eine völlig neue Welt betreten. Da sie ahnt, daß niemand ihre Leidenschaft nachvollziehen kann, macht sie ein Geheimnis daraus - was natürlich im Endeffekt alles verschlimmert. In dem kleinen Dorf stößt sie bei den Einheimischen auf völliges Unverständnis, so etwas hochgestochenes wie Schach ist schließlich nur etwas für die Touristen. Und ihr Ehemann Panos spürt, daß Eleni ihm entgleitet, daß sie eine Welt ganz für sich allein entdeckt, zu der er keinen Zugang hat. Entsprechend eifersüchtig reagiert er. Einzig der alte Lehrer Kouros steht ihr bei…

Die Geschichte ist kurz und liest sich sehr schnell, die Sprache ist einfach gehalten. Für mich paßte das jedoch gut zu der Geschichte, denn schließlich ist Eleni eine "einfache" Frau. Zwar werden viele Figuren nur angerissen, aber mehr muß man auch gar nicht wissen. Die Geschichte an sich wird nämlich gut und spannend erzählt: Eleni entdeckt zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Eigenständigkeit und lernt, daß Träume keine Träume bleiben müssen, sondern sich auch verwirklichen lassen.
Es ist einfach ein durch und durch sympathisches kleines Buch!

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Tirah

Cuddles

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #4 am: 20. Februar 2008, 10:06:38 »

Ich hab das Buch gestern zu Ende gelesen und finde, es ist eine sehr schöne Geschichte. Die Sprache ist einfach, aber anschaulich. Ich hatte Eleni und die Insel Naxos sofort vor meinem inneren Auge (obwohl ich noch nie dort war...). Sehr schön ist beschrieben, was das Schachspielen für Eleni bedeutet bzw. wie es sich für sie darstellt. Ich hab auch mal Schach gespielt, das letzte Mal ist aber schon lange her. An die meisten Regeln konnte ich mich aber noch erinnern.

Einziger Kritikpunkt wäre, wie schon erwähnt wurde, dass manche Charaktere zu klischeehaft oder zu einfach gezeichnet sind, aber dies scheint bei nur ca. 170 Seiten unvermeidbar zu sein. Mir hat es nicht wirklich was ausgemacht, der "Star" des Buches ist die Handlung bzw. die Geschichte.

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Valentine

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #5 am: 20. Februar 2008, 10:19:25 »

Leider habe ich es verschlafen, gleich nach dem Lesen eine Rezi zu verfassen, aber ich kann mich Eurer Meinung anschließen - ein schönes kleines Büchlein "für zwischendurch". Mir gefiel die Entwicklung, die Eleni durchläuft, wie sie sich entschließt, ihr eigenes "Ding"  zu machen und es auch wirklich durchzieht.
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Muertia

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #6 am: 22. März 2008, 14:07:47 »

Nach dem Beenden gestern, hier nun auch meine Meinung zu dem Buch:

Um ehrlich zu sein, hat mich dieses kleine Büchlein traurig gemacht. Es war bedrückend für mich, davon zu lesen, wie eintönig, ergeben und einfach doch das Leben sein kann. Eine Frau, die jeden Tag hart arbeitet und dies als Ihre Freiheit betrachtet, nur um abends das Essen pünktlich für Ihren Mann auf dem Tisch zu haben. Ein wenig hat mich der Alltag von Eleni an meine Großeltern erinnert, eben sehr traditionell. Als Eleni dann völlig überraschend ihre zukünftige Passion entdeckt, das Schachspielen, wird sie zunehmend selbstbewusster. Ihre persönliche Entwicklung während des Erlernens des Spiels zu verfolgen, war ein Lichtblick des Buchs.
Trotz der, wie ich finde, guten Grundgeschichte, konnte mich "Die Schachspielerin" leider nicht wirklich überzeugen. Es ging mir alles ein wenig schnell. Nach nur 143 Seiten war alles schon wieder vorbei. Gefühle wurden beschrieben, ohne dass sie mich als Leser erreichten. Die Worte waren schön gewählt, aber die Wirkung auf mich blieb oftmals aus. Ich hätte mir also insgesamt mehr Tiefe gewünscht.

Fazit: Ein leises, kleines Büchlein, für einen Nachmittag, das man trotz seiner Schwächen durchaus lesen sollte.


Leider kann ich dennoch nicht mehr als folgende Rattenzahl vergeben:

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Bine1970

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #7 am: 05. Mai 2008, 13:05:29 »

so nun kann ich mich euren positiven Meinungen anschliessen.
Habe das Buch letzte woche angefangen und am Samstag beendet.
Für 142 Seiten, brauchte ich fast eine ganze Woche :grmpf:.
Was verwunderlich ist, denn das Buch ist so schön und einfach vom Schreibstil, das ich es locker an einem Tag hätte lesen können.
Naja egal.
Nachdem hier einige das Buch schon gelesen hatten, freute ich mich, als eine liebe Kundin es mir auslieh.
Die Entwicklung von Eleni und wie die Leidenschaft für das Spiel in ihr erwachte, ist sehr gut beschrieben und selbst wenn man nichts mit Schach am Hut hat, so wie ich, kann man doch sehr gut mit ihr fühlen.
Anfangs ärgerte ich mich über Elenis Mann, das er so stur war und sich so von den Dorfbewohnern verspotten ließ, aber es wendete sich ja dann doch noch alles zum Guten.

Für mich eine nette kleine Lektüre für zwischendurch, sehr schöner Schreibstil, angenehme Protagonisten und auch von der Mentalität der Griechen bekommt man einen kleinen Eindruck.

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SLW 2012   Coverliste 1/10   

Da ich eher selten hier bin wünsche ich allen Geburtstagkinder alles liebe und gute

flower

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #8 am: 09. Dezember 2008, 21:18:21 »

Für mich ist "Die Schachspielerin"  eine kleine,zarte Geschichte  über den Mut,  über das Träumen,
über das Ausbrechen aus dem Alltag, über Veränderungen  und  über Wünsche und wie man sie wahrmachen kann.
Das Buch von der Schachspielerin  ist ein sehr schmales Buch und ich hatte es sehr schnell
durchgelesen. Aber in Gedanken bin ich noch lange bei der Schachspielerin geblieben.
Fasziniert hat mich an diesem Buch die Idee, dass sich durch eine umgekippte Schachfigur ein Leben so
grundlegend ändern kann.
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cori

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #9 am: 10. Dezember 2008, 07:58:11 »

Zitat
Gefühle wurden beschrieben, ohne dass sie mich als Leser erreichten
Ich schließe mich an. Die Story wäre enorm. Man könnte soviel herausholen und doch bleibt es die ganze Zeit auf dem gleichen Level. Die griechische Faulheit, sprich Langsamkeit machte sich nach der Lektüre in meinem Kopf breit. Was nicht gut ist. Wie gesagt, der Einfall war extrem gut, aber die Umsetzung wankt.
Daher:


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illy

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Antw:Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #10 am: 31. Dezember 2009, 14:36:28 »

Eleni ist geradeheraus, eine einfache Frau, mit einfachen Bedürfnissen und als Leser gönnt man ihr gerne das Glück, welches sie beim Schachspielen empfindet und ist eher geneigt mit ihr zu schimpfen, dass sie sich mit so wenig zufrieden gibt, als sie - so wie ihre Umgebung es tut - zu verdammen, weil sie sich weiterentwickelt hat und nicht mehr genau das gleiche tun will, wie all die Jahrzehnte zuvor. „Was für eine armselige Existenz, mit so wenig glücklich zu sein“, denkt man und übersieht dabei, dass sie vollkommen zufrieden war, bis das Schachspiel in ihr Leben trat. Eleni wollte nicht bemitleidet werden, denn sie ruhte völlig in ihrer Existenz.

Als Frage aus dem Buch ergibt sich, ob Glück als Gegensatz zu Zufriedenheit es wert ist, dass man darum kämpft und letztlich die Zufriedenheit aufs Spiel setzt,  um Glück zu erlangen. Eleni hat sich (wohl eher unbewusst) dafür entschieden. Der Lehrer hat damals anscheinend den einfachen Weg gewählt, wie man aus einigen Andeutungen erfährt und sich mit dem begnügt, was er sicher hat. Er bleibt der Mentor im Hintergrund, der Wandel zum Freund kann ihm nicht mehr gelingen, dazu hat er sich zu sehr zurückgezogen aus Furcht vor Verletzungen. Über ihn hätte ich gerne noch mehr erfahren.

Die Geschichte ist nun verfilmt worden, was mich ja endlich dazu animiert hat, das Buch zu lesen, welches schon so lange in meinem Regal vor sich hin staubte. Der Film gefällt mir allerdings schon aus den Vorberichten nicht, den Wechsel der Örtlichkeit von Naxos nach Korsika kann ich ja noch akzeptieren, aber die Alltäglichkeit und Einfachheit Elenis ist zugunsten von Zuschauertauglichkeit aufgegeben worden und das macht die Geschichte vermutlich um einiges flacher und langweiliger. „Die Schachspielerin“ ist ein kleines Buch, gut für zwischendurch geeignet, aber durchaus auch in der Lage einem Anregungen zum weiteren Nachdenken zu geben.

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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

HoldenCaulfield

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Antw:Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #11 am: 01. Januar 2010, 18:54:54 »

Ich muss sagen das ich das Buch nach nur wenigen Seiten wieder weggelegt habe. Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen und hatte dann kein Interesse mehr weiter zu lesen.
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Muertia

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Antw:Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #12 am: 01. Januar 2010, 22:40:56 »

Ich muss sagen das ich das Buch nach nur wenigen Seiten wieder weggelegt habe. Ich konnte damit überhaupt nichts anfangen und hatte dann kein Interesse mehr weiter zu lesen.

Ich hatte das gleiche Verlangen damals. Aber ich versuche jedes Buch zu Ende zu lesen, egal wie schlecht. Hinzu kam, dass es ja gar nicht dick ist, also habe ich durchgehalten und habe dann doch noch ein paar lohnenswerte Stellen gefunden, die dann doch 2 Ratten wert waren.

 :winken:

Viele Grüße,
Muertia
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HoldenCaulfield

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Antw:Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #13 am: 01. Januar 2010, 22:43:50 »

Ich hab mir abgewöhnt mich durch ein Buch zu quälen das mir nicht gefällt.^^(Ein paar Ausnahmen gibt es, ich schreibe gerne auch Verisse^^ siehe meine Reiz zur Päpstin)
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Jari

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Re: Bertina Henrichs - Die Schachspielerin
« Antwort #14 am: 08. April 2010, 11:54:10 »

Das Zimmermädchen Eleni lebt ein ruhiges und unaufgeregtes Leben auf einer griechischen Insel. Sie kümmert sich um ihre Familie, ihren Job und ihre Freunde. Beim Arbeiten träumt sie nebenher von Paris und beobachtet die Hotelgäste.
Als Eleni eines Tages im Zimmer eines französischen Pärchens beim Saubermachen eine Schachfigur umstösst, verändert sich ihr Leben.
Das Spiel der Könige fasziniert sie und schon bald hat sie in ihrem alten Lehrer Kouros einen Gehilfen gefunden, der ihr das Schachspiel beibringt.
Doch als Elenis geheime Passion ans Tageslicht kommt, ist das Dorf entsetzt. Eleni wird zur Aussenseiterin. Kouros, der seine unscheinbare Schülerin ins Herz geschlossen hat, will ihr helfen. Wird ein Turnier in Athen Elenis Leben wieder in Ordnung bringen können?
 
Bertina Henrichs "Die Schachspielerin" ist nur ein kurzes Büchlein, das man gut an einem verregneten Nachmittag durchlesen kann. Und das sollte man auch tun - denn dieses Buch bringt einem Sonne ins Herz!
Schon auf den ersten Seiten fühlt man sich ins warme Griechenland versetzt und schmeckt den Ouzo förmlich im Mund.
Auch Eleni schliesst man in ihrer einfachen Art sofort ins Herz. Ihr Selbstvertrauen ist nicht gerade gross, dennoch kämpft sie für das, was ihr wichtig ist und stellt die Gepflogenheiten eines ganzen Dorfes auf den Kopf.

Henrichs Buch macht Mut, sich gegen die "Das-macht-man-nichts" und gegen die Alltagsroutine zu wehren und einfach mal das zu tun, was man schon immer mal tun wollte.
Hinzu kommt, dass "Die Schachspielerin" ein wundervolles Wohlfühlbuch ist. Also ein Buch für alle, die die Sonne mögen und von Schach nicht viel verstehen. Und natürlich auch für diejenigen, die selber Schach spielen.



4ratten
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//Grösser ist doof//