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Autor Thema: Diana L. Paxson/ Marion Zimmer Bradley - Die Ahnen von Avalon  (Gelesen 3434 mal)

Yklamyley

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Antw:Diana L. Paxson/ Marion Zimmer Bradley - Die Ahnen von Avalon
« Antwort #30 am: 05. März 2010, 22:15:06 »

"Diana L. Paxson/ Marion Zimmer Bradley - Ancestors of Avalon"



Warum habe ich mir das Buch gekauft?

Weil mir die Avalon Bände von Marion Zimmer Bradley relativ gut gefallen haben, und ich dachte, dass es sich bei dem Schnäppchen, dass ich da in Händen halte, wohl um einen weiteren Teil handeln könnte, scheinbar in Zusammenarbeit mit Diana L. Paxson geschrieben.
Erst nach dem Lesen wurde mir durch das Nachwort klar, dass es sich wohl um ein reines Machwerk der Diana L. Paxson handelt, zu dem Marion Zimmer Bradley wohl nur Unterlagen, quasi ein Grundgerüst, beigesteuert hat.

Nun gut, grundsätzlich muss ich sagen, dass mich das alles nicht gestört hätte, wäre es irgendwo sichtbar am Buch dargelegt worden, dass MZB keine einzige Zeile geschrieben hat. Keiner der Peritexte machte darauf aufmerksam, meiner Ansicht nach ist das doch eine Verschleierung, ein Versuch den uninformierten Leser hinters Licht zu führen.

Außerdem ist anzumerken, dass ich den Zyklus über Jahre verteilt gelesen habe und dieses Buch so nur in geringem Maße einordnen konnte. Die Parallelen waren für mich verloren, etwaige Anspielungen für mich verschwendet, da ich sie ohnehin nicht zuordnen konnte.

Grundsätzlich macht Paxson ihre Sache wohl gar nicht so schlecht: Von Anfang an haben mich all die Dinge wieder gestört, die mich immer schon dazu bewegen, MZB nur in Maßen und mit großem zeitlichen Abstand zu lesen; die Religiosität, die Frauenfiguren, die scheinbar unabhängig und doch immer in Traditionen festgefahren sind, die seltsamen Gesellschaften, die entstehen, all das also scheinbar, das für MZB so typisch ist.

Und dann kommt ein Element, das, sofern mich meine Erinnerung nicht trügt, relativ untypisch für die anderen Bände rund um Avalon ist: Die Figuren sind blass und unmotiviert, sie tummeln sich in großer Anzahl im Geschehen, und während einige überhaupt nur lieblos in die Landschaft geklatscht werden, werden auch scheinbaren Nebenfiguren lange Szenen eingeräumt, während die Protagonisten und ihre Motivationen immer etwas nebulös bleiben.

Das Gesamtkunstrukt wirkt ebenso unausgegoren, Themen und Aktionen werden angerissen, aber nie in einem ausreichenden Maß dargestellt, selbst eventuelle Höhepunkte sind gleichgültig geschildert, das Geschehen entwickelt zwar eine gewisse Dynamik, leider bleiben aber viele Fragezeichen.

Und so muss ich leider sagen: Für mich war es nichts! Aus oben genannten Gründen hatte ich mit MZB schon oft Probleme, aber bei ihr kann man sich wenigstens auf eine gut ausgedachte, gut konstruierte, spannend erzählte und kurzweilige Unterhaltung freuen.

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