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Umfrage

Wer hat am besten geschrieben?

Erendis
- 3 (37.5%)
HoldenCaulfield
- 3 (37.5%)
Saltanah
- 2 (25%)

Stimmen insgesamt: 5

Umfrage geschlossen: 14. August 2006, 04:14:24


Verlinkte Ereignisse

  • Speed Crime - Voting 12-13.08: 12. August 2006

Autor Thema: Urlaubs-Leseinsel 2006: Speed Crime oder *Die Kuh und der Maserati*  (Gelesen 9970 mal)

Nymphetamine

  • Gast
Re: Speed Crime
« Antwort #30 am: 12. August 2006, 05:14:57 »

"Sala´zar?"
"Ja, wer den sonst?" Frank sah mich entgeistert an.
"Und ich dachte immer Tina steckt hinter all dem. Warum flüchten wir dann eigentlich vor ihm? Wir könnten uns nun genauso gut an den Straßenrand stellen und warten bis er mit seiner GTI-Kutsche vorbei kommt."
Frank trat auf die Bremsen so das ein Ruck mich nach vorne schleuderte.
"Denn Sala´zar wird uns leidlich wenig über den Verbleib von Celine erzählen können, wenn es die ist um die es dir geht? Warum jagt er uns dann anstatt sich zurückzulehnen und Celine als Druckmittel zu benutzen? Also bleibt nur noch Tina übrig. Oder?"
"Aber die eine Pflaume meinte... ."
"A wa, Pflaumen, Birnen, Äpfel, der Hampelmann gehörte zu Tina, schon vergessen? Die beiden Typen im weißen Peugot? Klingelt´s?
Wenn dann weis nur Tina oder einer ihrer Knaben WO?, in diesem riesig großen England Celine abgeblieben ist."
Frank war blas geworden, doch fand recht schnell wieder die Fassung.
"Was hältst du von dem da?", fragte er mich währen er mit dem Kinn nach links, zu einem geparkten, schwarzen, Masaratie zeigte.
"Klar, warum nicht der ist so gut wie jeder andere, sofern er aufgesperrt und vollgetankt ist..."
Wir beide samt Gebäck raus aus dem Mercedes und rein in die 60 000 Euro teure Luxuskarosse. Der Wagen war zwar nicht offen besaß aber jetzt ein zusätzliches Luftloch und netten Glaszierrat auf dem Rücksitz.
Der Anlasser war schnell kurzgeschlossen, und wir hetzten auch schon wieder auf der Straße dahin.
Wir haben uns entschlossen uns nun unverzüglich nach Norden aufzumachen und erst von unterwegs Tina zu Kontaktieren. Denn mittlerweile waren es nur noch Stunden bis zur Deadline und rechnete man alleine die Zeit die wir brauchten um alleine nur mit dem Auto von hier nach London zu kommen...
45 Minuten später
Ich zückte jetzt schon zum dritten mal das Mobiltelefon und wählte Tinas Nummern. Privat, nichts. Büro, nichts.
"Die ist nicht da."
"Versuch es weiter."
"Und was ist wenn sie gestorben ist und Celine in ein Loch gesperrt hat und nur sie wusste wo der Schlüssel dazu ist?"
"Hör auf herumzuspinnen"
Ich drückte die Wahlwiederholung und gelangte wieder an den Büroanschluss. Ein Knacken, und ein "Hallo?"
"Hallo, hier Spricht ein Freund von Tina. Ist Tina vielleicht selbst zu sprechen?"
"Hach, ein Freund von ihr. Dann wissen sie das noch gar nicht?"
"Was?"
"Also *hihi* Tina, das musst du dir vorstellen, also Tina *hihi* also..."
Eine Hand an der Stirn, Zwei Augen gen Himmel und alle Zehennägel aufgeringelt, und das nur wegen dieser Stimme und diesem *hihi*.
"...ja? Und dann kam mit einem mal dieser gutaussehende Dominic, stellt sich einfach hin und meinte, Tina im Namen- du weist schon blablablabla- usw, usf, also im Namen des usw. - und jetzt kommt´s- Verhafte ich sie wegen usw.blablabla. du weist schon. Ist das nicht *hihi*..."
"Verzeihung. WAS!? Wollen sie mir etwa sagen das Tina verhaftet wurde?"
Ein scharfes Bremsmanöver seitens Frank zeigte mir das auch er durchaus überrascht war.
"*hihi* Ja"
"Und ist sie vielleicht irgendwo zu erreichen? Ich meine..."
"Ne die wurde ein-ge-buchtetet *hihi*"
"Und wann wird sie wieder aus-ge-buchtetet?"
Sorry die Frage konnte ich mir nicht verkneifen.
"Öhm...."
"Danke", ich legte auf.
"Und jetzt?"
Frank zog die Handbremse an lies Motor und Räder aufheulen, lenkte dagegen und legte praktisch aus dem stand eine 180° Wende hin. 100, 110, 120 bei 130 wagte ich es zu fragen was er denn nun vor hatte.
"Wir gehen auf Jagt."
"Du willst doch nicht hinter diesen beiden Schwachmaten her, die die an uns vorbeigewetzt sind anstatt anzuhalten auszusteigen uns zu erschießen und die Phiolen an sich zu nehmen um sie Tina zu bringen?"
"Jup."
"Ok."
"Überleg doch mal. An Tina ist kein Rankommen, oder? Und war es nicht der große dünne der davon sprach des er Celine in London entführt hat? Und da sich Celine bis jetzt nie gemeldet hat müssen wir davon ausgehen das der Lulatsch wirklich die Wahrheit gesagt hat. Also ist dieser Spacke im Moment der einzige der uns weiterhelfen kann. Richtig?"
"So gesehen...aber..."
"Was, es macht keinen Unterschied. Sie werden uns im Norden vermuten und wie der Zufall es so will werden wir ebenfalls nach Norden fahren. Ist für uns kein Umweg und für ein kleines Verhör haben wir noch locker Zeit."
"Aber was ist mit...", nervös drehte ich mich um.
"Was denn noch? Wir fangen die beiden ab, ich meine Peugot?", er verdrehte die Augen", kitzeln die Info aus ihnen raus, setzen nach England über, befreien Celine und bringen die Box nach was weis ich wo hin."
"Aber da hinter uns."
"Alle sind glücklich, alle sind zufr.... .Was?", er warf einen Blick in den Rückspiegel.
"Ist das nicht die limettengrüne Kutsche eines sehr, sehr ärgerlichen Typen?"
"Wenn deine Wohnung, samt Kühlschrank, Großbildfernseher und ansehnlicher Pornosammlung mit einem lauten Knall in die Umlaufbahn befördert worden währe, glaube ich das du auch nicht gut gelaunt währst?"
"Und was jetzt? Salaz´ar wird uns ganz schön zusetzen?"
"Es müssten jetzt noch knapp 10 Minuten bis auf die Autobahn sein, ab da haben wir dann freies Feld. Heute ist Samstag und um diese Zeit ist kaum Verkehr. Das Schätzchen macht 220 auf der Geraden. Da bräuchte er dann schon einen Hubschrauber damit er uns erwischt."
"Sag niemals nie."

Kapitel 38
Lacroix hob ganz bedächtig die Hände und wie ein kleines Kind meinte sie zaghaft:
"Jaaaa? Und jetzt? Was soll der Zirkus?"
"Wir, wir haaben hieb uund stichfeste Bewweise dass sie, dddass siie", stammelte der kleine Beamte der nicht wusste wie ihm geschah. Jemanden so mit Waffe und Handschellen festzunehmen war schon fast besser als mit seiner Freundin zu schlafen...aber nur fast.
"Beruhigen sie sich guter Mann", Lacroix war schon fast mütterlich, "den ich werde jetzt wieder ganz vorsichtig die Hände herunternehmen ok? OK?! Gut.
Und jetzt der Reihe nach, welchen ausgemachten Humbug setzt man mir jetzt schon wieder vor?"
"Es ist nnur ddas, ess."
Dominic brachte den jungen Beamten mit einem Blick zum schweigen, aber auch er selbst kam nicht zum sprechen denn in dem Moment als er anheben wollte schob sich eine kleine verhutzelte Gestallt durch die Bürotür und hinter dem Rücken des Jungen Beamten hervor.
Lacroix erbleichte, es war...
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 06:08:01 von Nymphetamine »
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Saltanah

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Re: Speed Crime
« Antwort #31 am: 12. August 2006, 07:49:05 »

Lacroix erbleichte, es war...
"M-Mutter! Was m-machst du hier?", stammelte sie.

Dominic riss die Arme in die Luft und schrei "Yeahhh!", natürlich nur innerlich. Äußerlich ließ er sich nur die der Situation angemessene Verblüffung anmerken. Lange genug hatte er ja die Alte bearbeitet, viel zu lange hatte sie sich dagegen gewehrt, eine Aussage zu machen, aber endlich, endlich!
Endlich war sein Weg frei, sein Weg nach oben, den ihm Lacroix immer versperrt hatte. In einer schwachen Stunde hatte sie ihm mal erzählt, wie sie als Kind zusammen mit ihrer Mutter über die französische Grenze geschmuggelt worden war, und wie schwierig das Leben als Illegale gewesen war, bis es ihnen gelungen war, mit einer gefälschten Geburtsurkunde wenigstens sie selbst, Denise, zu einer Französin zu machen. Das war die Information, die er benötigte, nur an Beweisen mangelte es ihm leider. Doch schließlich hatte er Denises - für ihn war und blieb sie Denise - Mutter kennen gelernt, und die mochte ihn, den "netten jungen Mann" sehr gern. Auch nach der leider notwendigen Trennung - mit einer Illegalen durfte man nicht zusammen sein, nicht wenn man weitere Karrierepläne hatte - die er so geschickt eingefädelt hatte, dass Denise glaubte, sie gehe von ihr aus, hatte er die Mutter weiter fleißig besucht und ihr erzählt, wie furchtbar es wäre, wenn die Wahrheit plötzlich rauskäme; die Abschiebung wäre ihr sicher. Nein, es wäre viel besser, wenn sie sich freiwillig stellen würde, dann würde sie als Belohnung für ihre Ehrlichkeit... Und die alte Schrulle hatte es ihm natürlich geglaubt, halb gaga wie sie mittlerweile war.
Also Ende gut, alles gut! Seine Karriere war ihm jetzt, wo Lacroix ausgeschaltet war, so gut wie sicher. Jetzt noch eine erfolgreich geklärte Entführung, und ein raketengleicher Aufstieg in der Polizeihierarchie war gebongt.
"Tina, mit wem hast du da eben telefoniert?"
"Als ob ich dir das auf die Nase binden würde. Wer ist hier der geniale Detektiv? Finde das mal schön selbst raus - ich sage nichts mehr, bis mein Anwalt hier ist."
"Abführen."
"Hier Dominic. Verfolgen sie den Anruf, der vor einer Viertelstunde von diesem Apparat aus getätigt wurde. Ja, ich warte...
Ja, ich habe einen Stift... in der Nähe von Amiens (er erbleichte, als er diesen Namen hörte, an seinen letzten Aufenthalt in Amiens wollte er lieber nicht denken)... aha ja, also auf dem Land, 15 km südlich von A... ein abseits gelegener Bauernhof... Vielen Dank."
Und sofort machte er sich in Begleitung von 2 Mannschaftswagen auf den Weg gen Norden, zu dem Hof, wo Tina dem belauschten Gespräch zufolge ihr Entführungsopfer versteckt hielt. Polizeipräsident, ich komme!

Kapitel 39
Wir rasten über die Autobahn, vor uns ein weißer Peugeot, hinter uns ein limettengrüner GTI, Richtung Amiens. Der Maserati hielt leider nicht, was er versprach. 220 Stundenkilometer? Vergiss es, gerade mal 180 machte er mit Müh und Not. Nicht einmal auf Maserati war heutzutage mehr Verlass. Verspricht viel, aber hält wenig. Nur merkt das, bei dem heutigen Verkehr mit mehr Staus als fließendem Verkehr, niemand, denn wann kann man schon mal, so wie wir gerade jetzt, wirklich alles aus einem Sportwagen herausholen? Aber der samstagnachmittägliche Verkehr ist ja schon fast sprichwörtlich geworden für seine freien Straßen. Aber das nur so ganz nebenbei.
Nicht nur gelang es uns nicht, den Peugeot einzuholen. Ebenso wenig konnten wir den GTI abhängen. Mit geradezu vorbildlichem Sicherheitsabstand zwischen den Wagen bretterte unser Konvoi auf der Überholspur die Autobahn entlang.
Oh, der Rausch der Geschwindigkeit! Was gibt es schöneres, als in einem schnellen Wagen zu sitzen, und die Landschaft an sich vorbeifliegen zu sehen?
Viel zu schnell aber bog der Peugeot ab, kurz bevor wir Amiens erreichten. Wir hinterher, und auch Sala´zar hatte offenbar unseren Kurswechsel bemerkt. Es ging erst über National- , dann über Kommunalstraßen und schließlich über einen Schotterweg immer langsamer voran. Was hatten die beiden Typen bloß vor?
"Häh, ein Bauernhof? Was wollen die denn bei einem Bauernhof? Frische Milch vom Bauern holen, oder was?"
Meinen unqualifizierten Kommentar ignorierend fuhr Frank geistesgegenwärtig an der Einfahrt vorbei und parkte sichtgeschützt hinter einer kleinen Baumgruppe. 15 Sekunden später sahen wir Sala´zar an uns vorbeifahren. Offensichtlich hatte er unseren Stopp auf der kurvigen Straße nicht bemerkt.
Wir stiegen aus, Frank schulterte seine Sporttasche, "Ist wohl besser, für alle Eventualitäten gerüstet zu sein", und wir begaben uns Richtung Bauernhof.
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 12:38:38 von Saltanah »
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Nymphetamine

  • Gast
Re: Speed Crime
« Antwort #32 am: 12. August 2006, 09:48:30 »

"...nein wissen wir nicht.
Wir haben die beiden Typen seit knapp einer Stunde verfolgt...ja...bis zu diesem Bauernhof.
Mhm...ja...
Wir wissen nicht ob sie die Phiolen haben oder nicht, wir sind nur hier wegen Celine. Wir glauben das sie hier gefangen gehalten wird...
Wissen die was davon?
Nein...hatte keine Möglichkeit mehr mit ihnen zu telefonieren?
Dann werden sie sie wohl in Ruhe lassen.
Na ja, dumm rumsitzen werden wir sicher nicht...
...mhm...20 Minuten...
Ok...dann haben wir einen Deal?
Gut...mhm...beeil dich Dominic"

Wir müssen ihm ja nicht gleich auf die Nase binden das wir die Phiolen haben... dacht ich so bei mir.
Frank sah mich fragend an, und ich nickte nur.
Er sah durchs Zielfernrohr und schoss.
Der Dicke sackte mit einem lauten Schmerzensschrei auf die Knie, Frank hatte ihn in das selbige erwischt.
Der Große warf sich auf den Boden und versuchte sich möglichst flach zu machen. Er konnte seinem Kumpanen nicht wirklich helfen ohne befürchten zu müssen selbst einige Kugeln abzufangen. Bis zur Tür waren es für ihn jetzt noch knapp 50 Meter...lange 50 Meter.
"Der dürfte fürs erste mal ruhig gestellt sein. Ich gebe dir Deckung."
Geduckt, und mit einer 9mm in der Hand, sprang ich aus dem Gebüsch in dem wir uns verschanzt hatten. Frank konnte die gesamte Front der alten Baracke einsehen und würde sofort auf alles und jeden schissen der auch nur versuchte nach Luft zu schnappen.
Ich weis, es ist töricht, ich stehe in voller Schusslinie und ein zurückhuschender Vorhang an einem der Fenster hat mir verraten das wir bereits bemerkt wurden. Ungeachtet des Stöhnens und der Schmerzensschreie seitens des am Boden liegenden Dicken packte ich den großen Dünnen, einige Schritte weiter, am Schlafittchen und zog ihn in einem Steilen Winkel zum Haus ins nächste Gebüsch.
Überrascht sah er mich an und meinte:
"Aber, du bist doch, du, du bist doch der Typ aus der U-Bahn?"
"Freut mich auch dich wieder zu sehen aber jetzt erzähl mir mal was was ich noch nicht weis."
Ängstlich sah er in den Lauf der kleinen 9 mm.
"Ist Celine in diesem Gebäude?"
Er nickte nur.
"Wie viele Personen befinden sich bei der Geisel?"
"7..."
In dem Moment, vernahm ich ein dumpfes plop verursacht durch den Schalldämpfer an Frank´s Gewehr, und das klirren einer Scheibe gefolgt von einem Schmerzensschrei eines Mannes der durch eines der oberen Fenster kippte und auf den Boden aufschlug.
"Also gut 6 Personen. Wird Celine separat in einem Raum verwahrt?"
"Das weis ich nicht...ich habe sie nur aus London hier...hier hergebracht..."
Ich wusste nun nicht was tun, spärliche Informationen, noch 6 Aggressoren, ein Gebäude von dem ich nicht weis wie es von innen aussieht...keine guten Karten Jean, nein keine guten Karten."
"Hast du ne Knarre?"
"Ja, hier." Er gab sie mir bereitwillig.
"Und ein Messer?" Auch das händigte er mir mit Handkuss aus.
"Jetzt mach mal kurz die Augen zu und denk an was schönes", meinte ich zu meinem kleinen Schützling.
"Was?"
"Das wächst wieder zusammen."
?
Bumm!

Kapitel 40
"Ne Kuh"
"Ja Boss, eine Kuh..."
"Hilf mir das ganze bitte noch einmal zu rekapitulieren..."
"?"
"Ich habe gerade eine Kugel an eine Kuh verschwendet, die DU umgefahren hast, nach dem wir sicher 100 mal falsch abgebogen sind, und jetzt stehen wir da ohne Auto, Toxin, Papiere usw...
Das wird aber der Großen, allmächtigen Göttin nimue aber überhaupt nicht gefallen.
Aber vergessen wir das ganze nun denn ich bin ja gesegnet, und wisst ihr warum?"
"Ne, warum Boss?"
"Weil mir das Liebste ja noch geblieben ist. Und könnt ihr euch vorstellen was?"
"Nein Boss."
"Nämlich ihr beide, ihr hirnlosen Schafsköpfe."
Sala´zar war kurz davor seine Pistole noch mal zu heben, aber für heute hatte er genug Rindviecher umgelegt. Obwohl es ihm, im Gegensatz zu seinen beiden Hampelmännern, um die Kuh wirklich leid tat. Wie mochte sie geheißen haben. Else, Renate oder auch Fleckie?? Schade, war eben nur zur falschen Zeit am falschen Ort, sonst währe sie nicht mit dem GTI kollidiert.
Während der Boss um die arme Kuh trauerte vernahm er nicht das konstante tuftuftuf eines sich nähernden Traktors.
Als der Lenker des landwirtschaftlichen Gerätes in Blickweite kam hörte man ihn schon von seinem Sitz aus schelten:
"Jo wos zum Deibl mocht denn ihr do?"
Sala´zar sah seine beiden Gefährten mal fragend an ob jemand dieses Kauderwelsch entwirren konnte.
Und dann sah der Bauer die beiden Toten...die Kuh und den GTI.
"Jo huns sakra hitten no amui, wos hobts dann do gmocht."
Er warf sich auf die Knie und fing an zu weinen:
"Zenzie, na Zenzie mei liabste Kua, des kon doch net sei, na net biiiiet Herr im Himml des konst ma do net o doa!"

Es kam eine leichte Brise auf und die Wolken die schon den ganzen Vormittag so schwer am Himmel hangen begannen nun ihre Last Tropfen für Tropfen fallen zu lassen.
Zuerst nur einer, dann zwei und dann immer mehr Tropfen wahren es die die Landstraße nässten. Jene und den am Boden kauernden Bauern der um seine Kuh weinte als ob es seine einzige große Liebe gewesen wäre die er je im Leben besessen hätte.
Der leise Donner kündete davon dass noch mehr kommen würde, aber davon nahm der Bauer nichts war, für ihn war eine Welt zusammengebrochen. Zwar klein aber dennoch seine eigene...
"Dürfen wir uns vielleicht den Traktor leihen!?"
Meinte einer der Männer die bei ihm standen.
Nur der Bauer hatte jetzt andere Sorgen...
"Wir nehmen in uns dann."
Keine Reaktion außer dem Schluchzen des Bauern.
"Wir bringen ihn auch ganz sicher wieder zurück..."
Sala´zar brachte seinen Verbalidioten zum schweigen und bedeutete ihm mit einer Kopfbewegung dass er sich auf den Sitz des Gefährts setzen solle und schon mal starten konnte.
Sala´zar und sein zweiter Gehilfe suchten sich eine mehr oder weniger gemütliche Sitzgelegenheit auf den Kotflügeln des Treckers.
Und mit lautem tuftuftuf zuckelten sie, begleitet vom stetig stärker werdenden Regen, schwankend und bockend davon... 
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 10:59:26 von Nymphetamine »
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Erendis

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Re: Speed Crime
« Antwort #33 am: 12. August 2006, 12:09:08 »

Und mit lautem tuftuftuf zuckelten sie, begleitet vom stetig stärker werdenden Regen, schwankend und bockend davon, in Richtung des Bauernhofes.
„Wir kaufen Ihnen eine neue Kuh, okay?“, rief einer seiner Männer dem schluchzenden Farmer noch zu, doch dieser reagierte nicht.
„Halt bloß die Klappe, du Trottel!“, raunte Sala’zar, „Das fehlt gerade noch, dass ich dieser Heulsuse noch ne neue Kuh kaufen kann. Was denkst du, was die Viecher kosten?! Und dabei stecke ich sowieso in finanziellen Schwierigkeiten. Meine Wohnung ist nämlich gerade in die Luft geflogen, falls du das noch nicht mitgekriegt haben solltest, du Volltrottel. Wenn ich die Phiolen erstmal habe, dann, ja dann kaufe ich vielleicht sogar eine neue Kuh. Aber solange das nicht der Fall ist, hältst du die Klappe! Kannst ihm ja selber eine Kuh kaufen. Ich hab ja keinen blassen Schimmer, wo diese verdammten Phiolen jetzt sind. Ich denke, dass sie im Besitz ihrer beiden Gefolgsmänner sind, aber andererseits…“
Keiner von Sala’zars Männern vermochte zu sagen, ob er noch zu ihnen sprach oder mittlerweile nur mehr zu sich selbst. Dem immer leiser werdenden Murmeln zufolge schien Letzteres wahrscheinlicher.
Stürmischer Wind tobte über die Felder, der Regen prasselte immer heftiger herab und kein Ende des Unwetters war in Sicht. Im Gegenteil, es wurde immer düsterer, die Wolkenberge verdichteten sich immer stärker und ließen schließlich keinen Fleck blauen Himmels mehr durchscheinen. Die Kleidung der drei Männer triefte bereits vor Nässe, die Haare fielen ihnen nass und strähnig ins Gesicht und dem Fahrer war es kaum noch möglich, die Augen offen zu halten geschweige denn, sich auf den engen Feldweg zu konzentrieren, der zum Bauernhof führte.
„Da, ein weißer Peugeot!“, rief der Gehilfe, der auf einem der Kotflügel saß, plötzlich aus.
„Wo?“, wollte der andere wissen.
„Na, da vorne. Mitten auf dem Weg. Mach die Augen auf!“
Nun erblickte auch Sala’zar den zurückgelassenen Wagen. Die Beifahrertür stand offen. In dem Matsch, der sich durch den heftigen Regen gebildet hatte, waren zwei verschiedene Fußspuren zu sehen, die zum Bauernhof führten. Die großen Abstände zwischen den Fußspuren ließen darauf schließen, dass deren Erzeuger gerannt waren. Sala’zar überlegte nicht lange und befahl seinem Gehilfen, ihr Gefährt zum Stehen zu bringen. Die Männer stiegen ab und begaben sich langsam zu dem verlassenen Wagen. Zur Sicherheit nahm Sala’zar seine Handfeuerwaffe zur Hand und sah sich zuerst einmal gründlich im Innenraum des Autos um, während er die Waffe in Schussbereitschaft hielt.
„Die Luft ist rein, wir können die Karre durchsuchen.“, befahl er dann seinen Männern. Sie suchten im Kofferraum, im Handschuhfach, im gesamten Innenraum und unter den Sitzen, doch von Phiolen und Papieren fehlte jede Spur.
„Verdammt! Verflucht! Das darf doch nicht wahr sein!“, fluchte Sala’zar verzweifelt.
“Was ist denn los, Boss?“
Der Mann, der diese Frage gestellt hatte, bereute dies gleich darauf wieder, als er Sala’zars Blick gewahrte.
„Du hirnloses Stück Schweinekot! Hast du es denn noch nicht begriffen? Das hier ist die Karre der Marinelli, gesteuert von ihren beiden Handlangern. Und die haben die Phiolen offensichtlich mitgenommen und sind gerade im Begriff, diese zu ihr zu bringen. Und wenn die Marinelli das Toxin in die Finger kommt – wisst ihr, was dann geschieht? Nein, dass wisst ihr natürlich nicht, ihr nichtsnutzigen Esel, ihr… Verdammt, wir müssen den Spuren folgen!“
---
Der Fahrer des Peugeot hatte Sala’zar einige Mühe erspart, indem er den Schlüssel einfach stecken ließ. Sala’zar hatte darauf bestanden, selbst zu fahren und mangels Übung fuhr er mehr neben als auf der schmalen Landstraße – und das abwechselnd links und rechts von ihr. Plötzlich schrie einer seiner Männer auf.
„Da – da liegt jemand! Er scheint erschossen worden zu sein!“
Der Mann wurde bleich. Sala’zar legte eine filmreife Vollbremsung hin. Der Mann, der ihn auf die Leiche hingewiesen hatte, riss leichenblass die Tür auf und übergab sich lautstark. Der Anblick war wohl zu viel für ihn gewesen.
Sala’zar, dessen Magen weniger empfindlich war als der seines Gehilfen, der noch relativ neu im Geschäft war, beugte sich über die übel zugerichtete Leiche. Sein Gehirn lag als breiige Masse über und auf seinem Kopf und Gesicht und Haare waren blutüberströmt.
„Das ist einer von Marinellis Männern, eindeutig!“, rief er erstaunt aus.

Kapitel 41


Nachdem er zweimal an der versteckten Einfahrt vorbeigedüst war, immer dicht gefolgt von den beiden Mannschaftswagen, die ihm bei der Befreiungsaktion hoffentlich behilflich sein würden, hatten sie sich schließlich doch erfolgreich durchgefragt und die drei Fahrzeuge holperten nun nacheinander den unebenen Feldweg entlang, der zu dem Bauernhof führte.
„’Versteckter Bauernhof’, das kann man wohl sagen. Wollen die ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse nicht verkaufen, weil sie sich so sehr verstecken, dass es fast unmöglich ist, sie zu finden?!“, murrte Dominic, als der Hof langsam näher kam. Wo war nur dieser Jean? Da sie sich gerade in einem hoffnungslosen Funkloch befanden, konnte er ihn per Handy nicht erreichen.
Plötzlich bemerkte er…
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 13:09:42 von Erendis »
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Saltanah

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Re: Speed Crime
« Antwort #34 am: 12. August 2006, 14:35:12 »

Plötzlich bemerkte er einen Traktor, der mitten auf dem Weg stand. Oder nicht eigentlich mitten auf dem Weg, sondern auf dem Weg, den er, die Büsche rechts streifend und mit dem linken Kotflügel beinahe in den Graben rutschend, der den Weg vom benachbarten Maisfeld trennte, vollkommen versperrte.
"Verd...", fluchte Dominic, mit den Autos war hier kein Weiterkommen möglich.
"Alle aussteigen. Wir teilen uns. Pierre, du folgst mit deiner Gruppe vorsichtig dem Weg. Sehr weit kann es bis zum Hof nicht mehr sein.
Ihr anderen kommt mit mir. Wir werden uns von links durch das Maisfeld her anpirschen. Aber leise bitte, meine Herren... und meine Dame", mit irritiertem Blick auf das einzige weibliche Mitglied der Gruppe, "und seien Sie auf alles bereit. Der Gegner könnte bewaffnet sein."
Er erachtete es nicht für nötig, den anderen von seinem "Verbündeten" Jean zu erzählen, wenn der mit draufging, umso besser. Ein Zeuge weniger, der ihn, Dominic, belasten könnte.
"Auf geht's."

Kapitel 42
Schniefend erhob sich Antoine ohne den Regen wahrzunehmen. Das einzige, was er verspürte, war unsägliche Trauer über den Verlust seiner preisgekrönten Milchkuh Zenzie - Zenzie, um den ihn alle Bauern des Distrikts beneideten - und zunehmende Verwunderung darüber, dass sein Traktor nicht da stand, wo er ihn geparkt hatte. Nur ein kotzgrünes Städterauto war zu sehen, aber auch das hatte seine besten Tage hinter sich.
Abwechselnd fluchend und weinend machte sich Antoine auf den Weg nach Hause. Wie sollte er bloß Marie diese Ereignisse erklären? Nach anderthalb Kilometern, kurz vor der Einfahrt zu dem ehemaligen Hof seines Großonkels, blieb er verblüfft stehen. Nanu, da stand doch noch so einer von diesen affigen Flitzern, wie man sie sonst nur in amerikanischen Krimis sah, mit offenen Türen und offensichtlich verlassen!
"Hallo!"
Nichts.
"Halloooo!"
Immer noch nichts.
"Hallo?"
Antoine bekam eine Idee. Zenzie und der Traktor waren weg, aber hier stand... Ersatz. Nun ja, kein wirklicher Ersatz, Zenzie war einmalig, aber finanziell... Diese Autos kosteten eine Menge Geld, hatte er gehört. Völlig unbrauchbar auf dem Land natürlich, aber die Städter waren ja bekannterweise bereit, für alles Nutzlose erstaunliche Mengen blechen. Kurzentschlossen sprang Antoine in den Wagen, und fuhr langsam davon.

"Antoine? Antoine, bist du das tatsächlich?"
"Du wirst nicht glauben, was mir heute passiert ist, Marie."
Das erwies sich als die Wahrheit des Tages. Marie schüttelte immer wieder verblüfft den Kopf, war sich aber sofort darüber im Klaren, dass ein Bauernpaar im 21. Jahrhundert nicht zimperlich sein durfte. Um einen Hof halten zu können, mussten alle Ressourcen genutzt werden, und dies könnte sich als eine wahre Goldgrube erweisen.
"Moment, ich räume das Auto gerade mal aus, dann kannst du ihn zu meinem Neffen nach amiens bringen. Der verscherbelt doch heiße Autos." Naiv war sie nicht. "Aber lass dich nicht von ihm übers Ohr hauen! Diese italienischen Wagen", Marie verstand einiges mehr von Autos als ihr auf Traktoren fixierter Mann, "sind teurer als ein Massey-Ferguson 6490."
"Teurer als..." Antoine blieb die Spucke weg, während Marie...
"Fass mal mit an, Antoine. Eine Kühlbox! Genau so eine könnte ich im Haus sehr gut gebrauchen. Ob da wohl was drin ist? Stell sie hier auf den Tisch, dann mache ich sie auf."
Und mit enttäuschter Stimme, insgeheim hatte sie weitere Kostbarkeiten erwartet, "Nö, nichts, nur ein paar Glasröhrchen", die sie promt in den Mülleimer beförderte.

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Erendis

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Re: Speed Crime
« Antwort #35 am: 12. August 2006, 15:30:25 »

Kapitel 43

Ich kauerte zusammen mit Frank hinter einem Busch, nicht weit vom Eingang des von außen trügerisch idyllisch und friedlich wirkenden Bauernhauses entfernt. Der Schreck saß mir noch immer in den Gliedern. Ich hatte dem Mann mit meiner Waffe eigentlich nur die Kniescheibe zerschießen wollen, um ihn wie seinen Kumpanen für den Moment auszuschalten. Doch der Mann war in Panik geraten und hatte seine Stichwaffe gezückt und wollte damit auf mich losgehen. Leider wurde ich durch diesen unvermittelten Angriff derart überrascht, dass ich auf den Auslöser drückte – und einen Kopfschuss auslöste. Der Kumpane des Mannes hatte vor Wut gebrüllt und ich konnte nur an das Eine denken: Flucht! Ich war wie von Sinnen auf das Bauernhaus zugerannt und schließlich von Frank hinter diesen Busch gezogen worden, hinter dem ich noch immer zitternd und mit furchtgeweiteten Augen saß.
Und dabei hatte ich mir doch geschworen, in meiner gesamten Laufbahn nie zu töten…
Mitten in meine verzweifelten Gedanken hinein gellte plötzlich ein lauter Schrei…
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 15:50:33 von Erendis »
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:lesen: Tad Williams - Der Blumenkrieg

HoldenCaulfield

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Re: Speed Crime
« Antwort #36 am: 12. August 2006, 16:12:52 »

Kapitel 44

Dr. Keller griff zum Handy. " Ja Keller hier was gibts?" Edmond beobachtete sie. Irgendwie kam sie ihm wirklich seltsam vor. Aber sie gefiel ihm - sehr sogar. Dr. Keller nickte ein paar mal hektisch und packte Edmond am Arm. "Los ich muss da noch was erledigen. Sie fuhr wie ein Engländer -zumindest fand Edmond das die genauso schrecklich fuhren wie seine hübsche Begleiterin. Unauffällig suchte er an ihren Händen nach einem Ring oder spuren davon. Keiner zu sehen. Wunderbar!! Mal sehen vielleicht ergab sie da ja noch was wenn die ganze Sache erstmal vorbei war. Aber halt wo fuhren sie jetzt eigentlich hin? Vor ihnen war ein Auto zu sehen. Männer standen herum und einer winkte ihnen kurz zu. Dr. Keller hielt sofort an. "Kommen sie!" Edmond stieg verwirrt aus... Das hätte er wohl lieber lassen sollen.
"Cherie da bist du ja endlich! Na was hast du uns denn da mitgebracht?" Sala’zar lächelte ungerührt und hob seine Pistole. Edmond schluckte nervös. Er hätte es gleich wissen müssen. Dr. Keller war einfach zu perfekt gewesen. War das Sala`zar? Er war sich ziemlich sicher. Diese Stimme hatte er schließlich schon am Telefon gehört. Was sie jetzt wohl mir ihm tun würden? Sicher hatten sie auch den Mann dort am Boden getötet und er würde ihm nun folgen...

Kapitel  45

ein lauter Schrei…„Da – da liegt jemand! Er scheint erschossen worden zu sein!“
Wer waren sie nun wieder? Ich lugte um den Busch herum. In einiger entfernung sah ich ein paar Männer um die Leiche herumstehen. Nach ein paar Minuten gesellte sich ein weiterer Wagen dazu. Das gab es doch nicht, war das Edmond?? Einer der Männer zielte mit einer Pistole auf ihn. Tatsächlich das war Edmond!!! Was sollte wir jetzt tun?
"Frank sie haben Edmond! Wir müssen ihn da irgendwie rausholen...
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Seltsam im Nebel zu wandern.... H.Hesse

"[...] wir sind hier alle verrückt. Ich bin verrückt, du bist verrückt" *L.Carroll*

Mein Interview mit Gail Carriger :elch:
Sonnenschirm

Erendis

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Re: Speed Crime
« Antwort #37 am: 12. August 2006, 16:16:33 »

"Frank sie haben Edmond! Wir müssen ihn da irgendwie rausholen!“
Frank zog die Stirn in Falten und blickte angespannt zum Ort des Geschehens. Schließlich befahl er mir mit fester Stimme, an Ort und Stelle zu bleiben.
„Wo willst du hin?“, flüsterte ich ängstlich.
Der Mut hatte mich seit dem Vorfall mit dem Toten völlig verlassen. Ich saß nur da wie ein Bündel Elend und hoffte, dass Frank wusste, was er da tat.
Frank schwieg und schlich sich in der schützenden Deckung der Bäume und Büsche, die zahlreich neben dem linken Straßenrand wucherten, zu der Menschenansammlung.
Was daraufhin geschah, vermochte ich nicht genau zu erkennen. Ich hörte lediglich, dass sich Geschrei erhob und kurz hintereinander drei Schüsse ertönten. Meine Augen hingegen nahmen aufgrund des nun sehr heftig gewordenen Regens, der nahezu sintflutartige Ausmaße annahm, nichts wahr bis auf eine Masse dunkler Gestalten und eine Fülle hektischer Bewegungen.
Doch das, was ich wahrnahm, verhieß nichts Gutes. Ich spürte kaum den Regen, der unbarmherzig auf mich herabprasselte, als wolle er mich für meine grausame Tat erschlagen. Mein Haar klebte mir im Gesicht, meine Kleidung klebte an meinem Körper und das Blut des Mannes klebte an meinen Händen. Letzteres entsprach zwar nicht der Realität, aber durchaus meinem Gefühl.
Ich begriff, dass ich verloren war, wenn Frank nicht zurückkommen würde, denn in meinem augenblicklichen Zustand war ich auf gar keinen Fall in der Lage, Entscheidungen zu treffen, geschweige denn, diese auszuführen. Nun wusste ich endlich, wie es sich anfühlte, unter Schock zu stehen.
Und wo zum Teufel blieb Frank?

Kapitel 46

Edmond geriet in Panik. Schließlich war er unbewaffnet, was auf Sala’zar und seine Kumpanen ganz sicher nicht zutreffen würde. Sala’zar hielt noch immer seine Pistole auf ihn gerichtet und sein schadenfrohes Grinsen brachte Edmond fast zur Weißglut. Er schien den Augenblick in vollen Zügen zu genießen, die Anspannung, Edmonds Angst und sein wild pochendes Herz, das nach seiner Überzeugung sicherlich für seine Umwelt deutlich zu hören war. Plötzlich schien Sala’zars Lächeln in seinem Gesicht zu gefrieren…

Kapitel 47


Dr. Keller war verzweifelt. Ihr Herz klopfte ihr bis zum Hals und sie vermutete, dass dies weithin zu hören war. Ja, sie war wirklich verliebt in diesen Mann. Er war so anders, so besonders. Sie konnte nicht zulassen, dass er jetzt starb. So viele Männer hatte sie schon gehabt, doch nie konnte sie einem von ihnen richtige Gefühle entgegenbringen. Sie hatte schon an der Existenz eines Gefühles wie wahrer Liebe gezweifelt, doch dann – war plötzlich dieser geheimnisvolle Unbekannte in ihr Leben getreten. In Filmen hatte sie schon öfter solche Männer gesehen, sich unsterblich in sie verliebt – bis zum Ende des Films. Dann war sie wieder einsam gewesen. Nur nächtliche Vergnügungen ohne Gefühle. Sie war es so leid – und jetzt war ihr Traum Wirklichkeit geworden.
Und Sala’zar, den sie bisher für einen treuen Freund gehalten hatte, der sie außerdem auch immer gut bezahlt hatte, wollte ihn ihr wegnehmen!
Nein, im Zweifelsfall würde sie die Liebe der Loyalität vorziehen. Und außerdem: in der Liebe und im Krieg war alles erlaubt…
Sie trat einen Schritt zurück und schenkte Sala’zar ihr süßestes Lächeln. Er achtete jedoch im Moment nicht auf sie, denn das Töten versetzte ihn in einen noch größeren Rausch als schöne Frauen.
Aha, er achtete also nicht auf sie. Die Blicke der anderen waren allesamt auf die Waffe Sala’zars und auf den ängstlichen Edmond gerichtet. Keiner beachtete sie. Gut.
Sie griff langsam nach unten und gab vor, sich am Knöchel Kratzen zu müssen. Ein flüchtiger Blick von einem von Sala’zars Männern war alles, was diese Geste an Aufmerksamkeit erregte. Die süße Blonde würde sie doch niemals verraten… Denkste!
PENG! Plötzlich stand die „süße Blonde“ mit einer Glock-Pistole in der Hand vor dem taumelnden Sala’zar, während seine beiden Untergebenen ohne Befehle auf die Schnelle nicht wussten, wie sie zu reagieren hatten. Sala’zar ging langsam, fast wie in Zeitlupe, zu Boden und wollte noch einen Befehl brüllen, doch nur ein dünnes Gurgeln drang noch aus seiner Kehle, bevor er mit starren Augen liegen blieb.
„Aha, so ist das also, wir haben eine Verräterin.“, stellte schließlich einer der beiden Männer fest und zückte nun seinerseits seine Waffe. Der andere tat es ihm gleich. Doch keiner wagte es, abzudrücken. Plötzlich kam von hinten eine Gestalt aus dem Gebüsch geschossen und gab zwei wohlplatzierte Schüsse in die Hinterköpfe der beiden ab.
„Nun hat sich die Mitgliedschaft im Schützenverein doch bezahlt gemacht.“, meinte der Mann, der so unvermittelt aus dem Gebüsch aufgetaucht war, trocken.

Kapitel 48

Eine kurze Zeit lang herrschte völlige Stille. Fast konnte ich die Spannung nicht mehr ertragen, die sich nun breit gemacht hatte. Doch plötzlich ertönten laute Stimmen direkt in meiner Nähe. Befehle wurden gerufen, Menschen rannten umher. Ein Polizeieinsatz. Die Polizei! Oh, Mist! Ganz großer Mist! Ich kauerte mich noch tiefer ins Gebüsch. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner linken Schulter…
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 17:09:22 von Erendis »
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Nymphetamine

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Re: Speed Crime
« Antwort #38 am: 12. August 2006, 17:14:08 »

Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner linken Schulter…
Es war der kleine Dicke, der den Frank die Kniescheibe zerschossen hat. Er fuchtelte, mehr liegend als stehend, mit einem nicht geraden kleinem Messer vor meinem Gesicht herum und meinte so nebenbei, "aufstehen", das er mit einer entsprechenden Geste seines Werkzeuges unterstrich.
"Schneller...wirds...bald." Der Knabe war schon recht angeschlagen, aber nichts desto trotz war er nicht zu unterschätzen, selbst wenn er nur versehentlich ausrutschen würde hätte ich schon ein Luftloch in der Kehle dessen Größe nicht einfach so wegzudiskutieren gewesen währe.
Ich wurde nervös. Frank, dachte ich bei mir, wo zum Kuckuck warst du nur?
Ich wusste zwar nicht was der Dicke nun wirklich wollte aber er schien mich immer weiter Richtung Haustür ziehen zu wollen. Langsam aber doch humpelte er neben mir her und versuchte mich in Schach zu halten. Und dann geschah etwas mit dem keiner gerechnet hätte.
Wohl abgelenkt durch die Schüsse weiter hinten und mit einem gewissen Mut dahingehend beseelt dass der Typ, also Ich, nun unter Kontrolle gebracht worden ist, flog mit einem lauten Knall die Haustür auf und heraus stolperten zwei Männer deren Dimensionen selbst meinen Kleiderschrank den Holzwurm in die Seitenteile getrieben hätte, und zwischen ihnen, mit Handschellen und einer Augenbinde versehen, zerrten sie Celine mit sich.
Alles ging so schnell das ich gar nicht wusste was jetzt abging.
Sie zogen meine Chefin zur Rückseite des Hauses wo jetzt ein fetter PikUp zum Vorschein kam den ich anfänglich gar nicht bemerkt hatte.
Während einer der Kleiderschränke auf dem Fahrersitz Platz nahm verzog sich der andere auf die Rückbank und zerrte Celine mit sich und versuchte sie, weil sie sich wehrte, mit drohenden Worten und einer vorgehaltenen Pistole ruhig zu stellen.

War es Mut, war es Dummheit...ich lies mich einfach nach hinten fallen um dem Messer zu entkommen und während ich so vor mich hinfiel trat ich nach dem kaputten Knie des Dicken, der das ganze mit einem Fluch und anschließenden Katzenkonzert in den höchsten, schmerzverzerrtesten Tönen goutierte.
"Frank! Frank!", versuchte ich durch den strömenden regen zu schreien, in der Hoffnung dass mich zumindest irgendjemand hören würde. Aber nichts tat sich.
Was waren das für komische Spritzer?
Da, jetzt schon wieder, und das knallen...
"FRANK FRANK FRANK! DIE SCHIESSEN DIE SCHIESSEN AU...", ich viel der ganzen Länge nach in den Matsch. Rappelte mich wieder auf und sah mich um. An mindestens zwei Fenstern waren solch finstere Typen zu sehen die mir nichts gutes wollten.
Ich stolperte so vor mich hin, halb laufend, halb duckend und halb hoffend nicht getroffen zu werden. Ich brachte einen Busch nach dem andern hinter mir...zum denken war keine Zeit.
Mit einem mal wurde ich unsanft zu Boden gerissen und ich sah das ich über Frank´s Sporttasche gestolpert war. Ich riss sie auf aber zum staunen blieb keine Zeit.
Während ich mich erhob zückte ich die geladene Schrotflinte aus der Tasche und gab auch schon den ersten Schuss auf einen der bösen Buben im Haus ab...

Was soll ich sagen?
Während ich da so breitbeinig im strömenden Regen stand, durchlud und mit meinem zweiten Schuss einem dieser Finsterlinge frontal die Bauchdecke perforierte, fühlte ich mich für einen Moment lang als der coolste Schweinebraten im Universum...

"Jean! Hey Jean!"
Aus dem Augenwinkel nahm ich Frank war der geduckt zu mir spurtete und gleichzeitig mit seiner ausgestreckten Hand auf den langsam anfahrenden PikUp zeigte.
Im Laufen warf er sein leergeschossenes Gewehr weck.
Ich wusste sofort was er wollte.
Ich hatte erst 4 Schüsse aus meiner Flinte abgegeben, die ich ihm jetzt, ohne das er innehielt zuwarf.
"Ne Granate, eine Granate, in der Außentasche!", rief er mir zu.
Schnell langte ich nach dem Reißverschluss an der Kopfseite der Tasche den ich öffnete und aus dem mich 3 Handgranaten anglotzten.
Ich warf ihm eine zu die er sich in die linke Tasche seins Anzuges steckte.
Der PikUp war gerade mit hohen Tempo an mir vorbei als auch schon Frank versuchte auf die Ladefläche aufzuspringen.
Er schaffte es zwar die Flinte, die ihn sonst beim aufsteigen behindert hätte, auf den hinteren Teil des Geländewagens zu werfen aber er selbst schien mit der Geschwindigkeit nicht Schritthalten zu können.
Aber das Glück, und die engen Straßen, kamen ihm zu Hilfe denn...
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 18:04:22 von Nymphetamine »
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Erendis

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Re: Speed Crime
« Antwort #39 am: 12. August 2006, 18:29:43 »

Aber das Glück, und die engen Straßen, kamen ihm zu Hilfe denn
der Pick-Up musste nach einigen Metern wohl oder übel eine Vollbremsung hinlegen, um eine ältere Dame, die ihren widerspenstigen Dackel über die Straße führte, nicht über den Haufen zu fahren.
Ein gefahrloses Vorbeifahren war nicht möglich und so unmenschlich, die Frau einfach über den Haufen zu fahren, war der Fahrer des Wagens offensichtlich auch nicht. Jedenfalls legte Frank einen filmreifen Hechtsprung auf den hinteren Teil des Pick-Ups hin und schwang sich auf die Ladefläche.
Als er den Lauf der Flinte durch das halb geöffnete Fenster auf der Fahrerseite des Pick-Ups schob, verlor dieser schnell an Geschwindigkeit. Die Beifahrertür wurde geöffnet, einer der bulligen Männer stieg aus und – kam nicht mehr dazu, seine Pistole zu zücken, da Frank ihm vorher seinerseits eine Kugel durch die Brust jagte.
Die Tür wurde ein zweites Mal geöffnet und Celine stürzte schreiend aus dem Pick-Up. Frank hob die zierliche Frau ohne große Mühe zu sich auf die Ladefläche. Nun ging alles ganz schnell. Frank zündete die Handgranate, warf sie ins Führerhaus und sprang mit Celine von der Ladefläche. Die beiden rannten um ihr Leben, entkamen aber zum Glück den Schüssen des aufgebrachten Fahrers unverletzt.
Dann geschahen zwei Dinge auf einmal: der Fahrer verlor die Kontrolle über den Wagen und krachte gegen eine Hauswand – und keine Sekunde später wurde er durch eine gewaltige Explosion in Fetzen gerissen.
Frank rannte noch immer mit Celine im Schlepptau auf mich zu, doch plötzlich versperrten ihnen mindestens zehn Polizisten den Weg, allen voran Dominic…
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 18:51:54 von Erendis »
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HoldenCaulfield

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Re: Speed Crime
« Antwort #40 am: 12. August 2006, 19:05:52 »

mit einem Siegesicheren Lächeln auf den Lippen. Edmond und diese hübsche Blonde kamen auch um die Ecke. Gottseidannk ihm ging es gut.
 "Na da haben wir ja nun alle beisammen!" Dominic grinste immernoch. Tja da war es wohl Zeit doch noch das ein oder andere Aufzuklären oder? Auch ich grinste nun. "Was wäre wenn ich deinen Kollegen ein paar interessante Einzelheiten erzählen würde? Zum Beispiel deiner Rolle in der ganzen Sache?" Dominic entglitt das Lächeln wenn auch nur für einen winzigen Augenblick. Ich überlegte immernoch fieberhaft wie wir nun entkommen sollten. Und wie konnte ich Edmond auch noch rausholen? Ein Hubschrauber tauchte auf. Er flog verdächtig tief wie mir schien... Celine lächelte so komisch. Dann war mir klar warum. Der Hubschrauber ließ eine Strickleiter direkt über Celine und Frank fallen. Schnell sprangen die beiden auf und flogen immer schneller und schneller in die Höhe. Wie erstarrt sahen die Polizisten ihm nach. Alles war so schnell gegangen das keiner so recht wusste wie er reagieren sollte. Ich löste mich als erster aus meiner Erstarrung und tratt aufs Gas. Und dann ging das Chaos los. Überall Schüsse und Edmond der plötzlich neben mir auf dem Beifahrersitz saß (ich weiß bisheute nicht wie er dahin kam) und dann...
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 19:09:29 von HoldenCaulfield »
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Re: Speed Crime
« Antwort #41 am: 12. August 2006, 19:18:22 »

Überall Schüsse und Edmond der plötzlich neben mir auf dem Beifahrersitz saß (ich weiß bisheute nicht wie er dahin kam) und dann...
zog dieser die hübsche, blonde Frau auf seinen Schoß, die Edmond Olivia nannte. Der weiße Peugot, das einzige Auto, das noch zu finden gewesen war, hatte im Laufe des Tages schon sehr gelitten und kam trotz aller Anstrengungen nicht mehr über die 120 Sachen hinaus, als ich, ohne auch nur einen einzigen Polizisten verletzt zu haben, mit Vollgas die Straße hinabheizte. Ja, auf einen weiteren Mord, der auf mein Konto ginge, konnte ich getrost verzichten. Sie ballerten uns zwar ein paar ansehnliche Löcher in die Heckscheibe, aber die Reifen erwischten sie zum Glück nicht.
Ein paar Meilen vom Bauernhof entfernt bog ich in eine kleine Gasse ein, die durch Bäume und eine versetzte Mauer vor Blicken geschützt war. Die Gasse durfte normalerweise nur von Anwohnern befahren werden und ich war mir ziemlich sicher, dass die Polizisten nie im Leben auf die Idee kommen würden, dort hineinzufahren. Da fiel mir plötzlich etwas ein. Ich gab einen Schrei des Entsetzens von mir und meine beiden Begleiter starrten mich erschrocken an.
„Die… die Phiolen! Sie sind weg! Das darf doch einfach nicht wahr sein! Sie sind weg! Sie waren im Kofferraum des Maserati.“
Ich war den Tränen nahe.
„Sag bloß, ihr hattet…“, fing Edmond an.
„JA! Die Phiolen. Sie waren bei uns im Kofferraum. In einer Kühlbox. Bald sind sie sowieso wertlos. Verdammt! Und die Papiere sind ja bereits in Sala’zars Wohnung verbrannt. Jetzt war die ganze Aufregung und die ganze Mühe umsonst. Stell dir das vor!“
Edmond blickte mich entgeistert an, doch gleich darauf hellte sich seine Miene wieder auf.
„Für mich war das Unternehmen nicht umsonst, denn ich habe dabei die Liebe kennengelernt.“, sagte er mit ungewohnt sanfter Stimme.
„Tut mir leid für alles, was ich euch angetan habe. Ich war das mit dem Telefonanruf, Jean. Ich arbeitete im Auftrag Tinas. Aber die Liebe hat mich schließlich dazu gebracht, auf die richtige Seite zu wechseln.“, sagte die junge Frau namens Olivia mit ihrer tiefen und rauhen Stimme.
Ich kann nicht abstreiten, dass mich diese Worte ein klein wenig rührten. Als ich mir gerade verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel wischte, erhielt ich einen Anruf von Dominic:
„Ich habe meiner Einheit befohlen, den Einsatz abzublasen. Eine Hand wäscht die andere, du verrätst nichts, wir verraten nichts und alles wird gut. Ich bin mir sicher, dass meine Kollegen gegen eine angemessene Summe schweigen werden. Denise und Tina werden sicherlich nichts aussagen, da sie sich dabei selbst noch mehr belasten müssen, die haben beide schon genug um die Ohren. Der Bauer wird ebenfalls kein Wort verlieren – das Geld für euren Maserati wird ihn zum Schweigen bringen und er kann sich eine neue Kuh, eine neue Einrichtung und noch einiges mehr davon kaufen. Sala’zar und Kumpanen wird eh keiner vermissen, hab ich recht? Und ansonsten – vergessen wir’s. Die Phiolen sind wertlos, die Papiere verschwunden und die Forschungen gehen ganz normal weiter. Du fliegst schön nach London und keiner wird dir mehr etwas anhaben können. Edmond und seine Herzensdame werden sich wohl wieder einmal eine neue Identität und ein neues Aussehen zulegen müssen. Und Frank und Celine… die sind sicherlich schon auf dem Weg nach Hawaii.“ Dominic lachte. Ich musste auch lachen.
„Nun denn, wir werden uns dann mal auf den Weg machen. Wir brauchen beide einen neuen Haarschnitt. Da fällt mir ein – uns als Friseur selbstständig machen, das wär’s doch, oder?“
„Hmm, ich hätte viel lieber einen Schmuckladen.“, meinte Olivia.
„Mach’s gut, Jean. Viel Glück! Und mach keinen Mist mehr in London.“, rief mir Edmond noch zu und grinste. Ich winkte, ebenfalls grinsend, zurück.
So zogen die beiden händchenhaltend den Gehsteig entlang, auf den Weg in ein glückliches neues Leben.
Nun stand ich ganz alleine vor dem demolierten Wagen, der Regen strömte noch immer auf mich herab.
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 19:50:24 von Erendis »
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Re: Speed Crime
« Antwort #42 am: 12. August 2006, 19:53:37 »

Kapitel 49
Tja, was soll ich Ihnen mehr erzählen? Ich watete völlig durchnässt durch den Schlamm mit nur einem Gedanken im Kopf: Weg von hier! Weg aus diesem verfl… Land! Wenn’s sein muss zu Fuß bis zum Kanal und dann nach England geschwommen, das war mein Plan. Den französischen Staub wollte ich mir so schnell wie möglich von den Schuhen schütteln, oder eher den Schlamm abkratzen.
Stellen Sie sich meine Überraschung vor, als plötzlich ein Auto neben mir anhielt, und eine Stimme sagte: ”Spring’ rein, Jungchen. In diesem Regen spazieren gehen ist ungesund.”
Zum Glück sind Bauern mit ihren Autos nicht so pingelig wie gewisse Leute, von denen ich erzählen könnte, sonst hätte er mich in meinem Zustand nicht mitgenommen.
”Wo willste denn hin?”
”Flughafen, gibt es hier in der Nähe vielleicht einen Flughafen?”
Und eh’ ich mich’s versah, stand ich vor dem Terminal. Da zeigte sich mal wieder, wie vorausschauend ich manchmal handeln kann, zu meiner eigenen Verblüffung, denn… zwar lag mein Jackett irgendwo im Schlamm, aber meine Brieftasche beulte meine Hosentasche aus, wohlgefüllt mit Geld und Papieren, ich spazierte also seelenruhig zum Schalter und erstand einen einfachen Flug nach London.
Nie wieder, ich schwöre Ihnen, so wie ich es mir selbst schwor, werde ich nach Frankreich zurückkehren. Eine solche Woche wie die verflossene würden meine Nerven nicht noch einmal überstehen. Nein, selten war ich so froh gewesen, wie in dem Moment, als ich das Flugzeug verließ. Beschwingt hüpfte ich die Treppe hinunter, und mit einem wahren Freudensprung landete ich auf englischem Boden.
Hart ist er, der englische Boden, glauben Sie mir, wie ich zu meinem Leidwesen erfahren durfte. Der Aufprall bescherte mir eine komplizierte Beinfraktur, und so finden Sie mich hier, auf der Ortopädie-Station des Greater London Hospital wieder.
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Nymphetamine

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Re: Speed Crime
« Antwort #43 am: 12. August 2006, 19:55:57 »

Es klingelte einmal.
Es klingelte zweimal.
Es klingelte dreimal.
Mobiltelefone hier?
Jeder der mich kennt weis das ich nicht widerstehen kann...
"Ja hallo"
"Spreche ich mit Jean, Jean DuMont?"
"Ja. Wer ist da?"
"Hallo Jean, hier ist der innerste Kreis. Ihr Land braucht sie...
« Letzte Änderung: 12. August 2006, 20:00:03 von Nymphetamine »
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