Ungläubig starrte Dr. Keller ihre Geschlechtsgenossin an, als... die Erde zu beben schien.
Die beiden Frauen starrten sich noch immer an, jede versuchte in der Mimik der anderen zu erraten ob die jeweils gegenüberstehende es auch gespürt hatte.
Da schon wieder.
Aus dem Wohnhaus wo Sala´zar eine Wohnung bezogen hat stürmte einer der Bombenköpfe mit brennender "Rüstung" heraus und schrie aus Leibeskräften.
...und in diesem Moment geschahen 3 Dinge zur gleichen Zeit...
-1. Für einige Sekunden war jegliche Aufmerksamkeit voll und ganz auf den verletzten Bombenspezialisten gerichtet, was sich Jean zu nutze machte um wieder in den Wagen zurückzuhechten und Frank aus seiner Starre zu reißen und ihn dazu zu bewegen den Wagen wieder anzulassen und so schnell wie möglich hier zu verschwinden...
-2. Lacroix registrierte zwar die Bewegung von Jean war aber hin und hergerissen zwischen Verfolgung und Selbsterhaltungstrieb. Sie entschloss sich dann für das letztere und leget sich so schnell wie möglich flach auf den Boden. Denn tot konnte sie Jean nicht mehr einbuchten...
-3. Kaum das Jean die Wagentür hinter sich zugeschlagen hat und Frank den Motor startete, kaum das Lacroix´ Kinn den Boden berührt und sich schützend die Hände über ihren Kopf gelegt hatte, gab es eine dritte Erschütterung...die letzte vor der Hauptzündung...
Ein Blitz ein Knall und der Zeitungsstand der volle 100 Meter weiter die Straße runter stand wurde im wahrsten Wortsinn in der Luft zerrissen. Eine Gewaltige Explosion lies die gesamte Fassade des zweistöckigen Wohngebäudes nach außen streben. Passanten, Fahrräder, Autos die an der Polizeisperre zu warten hatten, alles wurde mit solch einer Wucht erfasst das in unmittelbarer Nähe der Detonation nichts mehr auf seinem Platz blieb.
Tina: Ja?
Bertoldo: Hier ist Bertoldo
Tina: Ja und?
Bertoldo: Auftrag ausgeführt. Selbst wenn sie Sala´za lebend schnappen sollten wird er für ewig und noch länger sitzen müssen.
Tina: Gut...
Kapitel. 29
Obwohl Frank samt seiner Fracht schon einiges an Meter gut gemacht hatte wurden sie dennoch von der Druckwelle erfasst und der Fahrer hatte alle Mühe nicht in die Nächste Hausmauer zu krachen. Kurzzeitig überfordert sah er aber den parkenden Wagen vor ihm nicht den er im Übereifer frontal rammte. Ein Ruck ging durch den Wagen und dank deutscher Sicherheitstechnik wie Gurt und Airbag konnten sie nach einem Moment der Benommenheit aus dem geschroteten Wagen steigen.
"Der Kofferraum!", rief Frank Jean zu.
Der rannte schnell um das Wrack und machte den Deckel auf. Er schnappte sich die Kühlbox währen Frank sich eine schwarze, sehr schwer aussehende, Sporttasche schulterte.
"Was ist da drinn?", fragte Jean weil er kaum glauben konnte das Frank sich nun in solch einer Situation auch noch so viel Ballast aufhalsen wollte.
"Etwas was uns im Notfall die Haut retten könnte", meinte er nur lapidar und richtete einen nervösen Blick auf die gigantische Staubwolke unter der sich, die mittlerweile wieder stehende und Befehle schreiende, Lacroix wieder zu erholen schien.
"Frank! Der hier...", rief Jean und zeigte mit gezückter Waffe auf einen braunen Mercedes.
"Hast du nicht was in schwarz?", rief im Frank zurück während er sich schon Richtung wagen aufmachte.
"Das teil hat alles was wir brauchen", Jean trat auf die Beifahrertür zu, klopfte am Fenster das ihm bereitwillig aufgemacht wurde, "...und darüber hinaus wird uns der Besitzer dieses kleine Schmuckstück sicher überlassen."
Es war angenehm dass versierte Städter wussten dass ein Besitzwechsel anstand wenn sie mit einer Waffe bedroht wurden. Das sparte langwierige Erklärungen...
Frank warf die Sporttasche mit seinem Handwerkszeug auf den Rücksitz und zog den lahmen Fahrer aus dem Fond des Wagens.
Er startete die 180 PS Maschine und setzte mit quietschenden Reifen davon. Jean blickte kurz in den Rückspiegel und stellte zufrieden fest dass Lacroix noch damit zu tun hatte einen Wagen samt Fahrer zu finden mit dem sie erst über diesen Trümmerhaufen rumpeln musste. Hoffentlich entdeckte sie die kleine Seitenstraße nicht so schnell die eine Parallelverbindung zu der ihrigen herstellen würde und eine Verfolgung durchaus möglich währe.
Was war das?
Jean wartete bis sie den nächsten Häuserblock passiert hatten...
Und hier noch mal?
Es schien als ob jemand die Idee mit der Parallelstraße bereits aufgegriffen hätte. Ein weißer Peugot raste im selben Tempo wie sie durch die dünner werdenden Häuserschluchten.
Jean gab Frank einen Wink das sie verfolgt wurden aber jener konnte unter Schulterzucken nur sagen:
"Die einzige Möglichkeit auszuweichen ist die nächste größere Kreuzung. Mit diesem Höllentempo in eine der kleinen, meist zugeparkten, Gassen einbiegen zu wollen war mehr als dumm. Das könnte uns das Leben kosten."
Somit konnte Jean nur hoffen und bangen das der weise Peugot nicht schneller als sie wahren und das keine Rentnerin mit Dackel versuchen würde die nächsten paar Minuten über die Straße zu humpeln.
Kapitel 30.
Das Funkgerät gab Knack- und Rauschsignale von sich:
"JA! Lacroix, sagte ich doch!"
"Ihre Dienstnummer bitte?"
Sie griff sich ans Hirn.
"Die habe ich ihnen schon gegeben!", schrie sie in das kleine Kästchen, " alle Straßen, und ich meine auch noch das kleinste Gässchen, sollen im Umkreis von 3 Kilometern abgeriegelt werden!"
"Auf welchen Befehl hin?"
"MEINEN!!"
"Warten sie bitte kurz...
ja lacroix, alle straßen im umkreis, ja...gut...mhm..."
Der Frau schien schön langsam aber doch der Geduldsfaden zu reißen während sie mit ansehen musste wie Jean und sein Fahrer in einen braunen Mercedes stiegen und davon fuhren. Sie wusste dass es im Moment keinen Sinn machen würde durch diesen Schutthaufen zu laufen und auf sie wie eine Wilde zu schießen, man würde sie für...
"Ja. Der Inspekteur ist informiert und hat die Straßensperren genehmigt. Die Departements 22, 16 und 25 werden hinzugezogen. Wird ein bestimmtes Objekt...", ihr viel ein kleiner Stein vom Herzen das zumindest das klappen würde. Der Bezirk war nicht so groß wie die anderen und die angrenzenden Dienststellen würden rasch handeln können.
"...oder sonstige Personen zu sondieren?"
"Wie ich ihnen schon sagte. Ein Brauner Mercedes 300. Insassen 2 Männer mittleren alters, unterwegs mit überhöhter Geschwindigkeit. Mit dem Kennzeichen
HH 38..."
"
HH 38 - 992, ist dies das korrekte Kennzeichen? Denn wenn, dann wird es uns leider nicht möglich sein sie zu fassen?"
Ungläubig starrte die Polizistin auf das kleine schwarze Kästchen.
"Warum das nicht!?"
"Weil dieser Wagen..."