
Elizabeth George- Wo kein Zeuge istOkay, hier mal wieder eins meiner SuB-W-Bücher.
Schon mal voraus, ich habe noch nie ein Buch dieser Reihe oder der Autorin gelesen und hoffe ich trete jetzt keinem Fan auf die Füße oder so was...

Ich frage mich jetzt schon seit ich das Buch zu Ende gelesen habe woher genau der Titel kommt, ich habe zwar so eine Idee wie der Titel gemeint sein könnte bin mir aber nicht sicher und das stört mich gerade irgendwie. Wo kein Zeuge ist , also ein Verbrechen wo man erst mal nach Beweisen etc. suchen muss weil es eben niemand gesehen hat aber das ist eigentlich schon so etwas banales, was man über die meisten Verbrechen sagen kann… Weiß wirklich nicht woher der Einfall kam…
Dann mal zum Buch an sich. Man kann es nicht besonders gut an einem Stück lesen, ich habe ungefähr am Tag 100-200 Seiten gelesen, mehr ist aber kaum möglich, der Schreibstil eignet sich dafür irgendwie nicht so wirklich. (Und das von mir, wenn ich das mal so sagen darf, die ein gutes Buch an einem Tag durchhat solange es mir taugt….)
Auch hat die Geschichte ewig gebraucht um mal ins Laufen zu kommen, ja mir ist klar dass es nicht immer Action bei Polizeiermittlungen geben kann und das die Routinearbeit überwiegt aber das hat George wirklich etwas zu lang zu ausführlich zu langatmig gemacht. Auch fand ich manche Dinge die sie geschrieben hat unglaublich unnütz, vor allem zu Beginn des Buches wo es eh schon so langsam vorwärts ging wollte ich dann wirklich nicht jede doofe Malzeit der Hauptfigur erzählt bekommen, dass hat dann einfach nur genervt, es war zu ausführlich. Als die Geschichte dann endlich ins Laufen kam waren diese Details nicht mehr so nervend und ich habe mich größtenteils daran gewöhnt.
Ein weiterer Punkt der mich fast das ganze Buch über genervt hat, waren die Straßen- und Platznamen. Für jemanden der nicht in London wohnt sind all diese Namen einfach nur verwirrend, irritierend, störend… Wenn man in London lebt oder die Stadt super gut kennt mag das ganz schön sein im Sinne: „Oh da war ich doch erst, und ja dieser Platz ist ja soundso..“ aber mich hat es fast in den Wahnsinn getrieben, weil ich dann immer dieses Verlangen hatte eine Stadtkarte von London zu suchen und die Orte zu suchen, und der Hauptfigur die Straßen lang von einem Ort zum anderem zu folgen, was mich einfach …*grrr*
Ansonsten war der Schreibstil ganz passable und gut lesbar.
Zur Story an sich. Obwohl ich die vorherigen Bücher nicht gelesen hatte gab es fast keine Probleme mit der Storyline, bis auf einige wenige Male wo ich aufgestutzt habe, aber das konnte man „überlesen“.
Die „Krimi-Story“ an sich war ganz gut durchdacht und interessant.
Was die Charaktere betrifft, konnte ich mir die Hauptpersonen leider nie wirklich vorstellen, sie blieben mir irgendwie fremd und unpersönlich. Figuren die in diesem Buch neu vorgestellt wurde gaben irgendwie ein besseres Bild ab, so kann ich mir nur vorstellen, dass George die Hauptcharaktere schon in so vielen Bücher beschrieben und vorgestellt hat, dass sie davon ausgeht jeder kenne sie bis jetzt.
Gegen Ende hin wurde ich dann doch noch von der Story und dem Geschehen gepackt. Aber ich fand es doch verwirrend, obwohl es schien dass George Einblick in das „normale Polizeigeschehen“ geben wollte, so war das Ende dann doch nur wieder Action und, na ja, irgendwie wie einer dieser typischen Tv-Krimis zu ende gekommen.
Für mich ein Zwang-Buch, dass ich nicht zweimal lesen werde und was mich auch nicht wirklich hungrig auf mehr gemacht hat, wenn ich überhaupt noch was aus der Reihe „lesen“ werde dann über ein Hörbuch, da es wirklich schwer war die ersten paar Seiten hinter mich zu bringen ohne vor Langeweile wegzunicken.
Bei mir gibt es da nur:

bis
