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Autor Thema: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.  (Gelesen 1639 mal)

Kringel

  • Gast
Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #15 am: 19. Juli 2006, 11:30:39 »

War es bei dir nicht so, daß die Bibiel für dich in erster Hinsicht eine negative "Prägung" war, aber du daraus bestimmte allgemeine Regeln für dich abgeleitet hast?
Ich wurde von früher Kindheit an sehr religiös erzogen (Beten mit Muttern, entsprechende Prinzipien in der Erziehung, Kindergottesdienst, religiöse Freizeiten mit regelmäßigen Andachten usw., "Bibelstunden" und ähnliches, gar Bibel-Comics), dementsprechend habe ich die Texte aus der Bibel, mit denen ich in Berührung gekommen bin, in einer kindlichen Weise wahrgenommen. D.h. das, was die Eltern einem erzählen, wird erst einmal geglaubt. Ich wurde aber nicht von der Bibel selbst geprägt, sondern von der elterlichen Interpretation der Bibel.

Von dieser Erziehung ist natürlich durchaus was haften geblieben, aber den Bibeltext nehme ich nicht für bare Münze. Habe als Erwachsener den größten Teil des neuen Testaments und große Teile des alten Testaments erneut gelesen - allerdings eher in der Art, wie ich einen Roman lesen würde.

Wenn ich irgendwelche allgemeinen oder sonstigen Regeln für mich aus etwas ableite, dann nicht aus der Bibel. Die Bibel wurde schließlich nicht von Gott geschrieben, sondern von Menschen. Meine religiöse Überzeugung hat nicht unbedingt viel von diesem Menschenwerk zu tun.
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