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Autor Thema: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.  (Gelesen 1639 mal)

K.May

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"Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« am: 18. Juli 2006, 10:08:53 »

Man kann mit Wörtern schneiden oder betäuben."-Anatole France

Hallo!

Wie man an der Überschrift schon unschwer erkennen kann, geht es in diesem Thread, um das, was Bücher bei euch/den Menschen bewirken.
Bewirken sie überhaupt etwas ( Gedanken, Taten etc.)? Sollen sie den was bewirken? Muss hinter jedem Buch eine erzieherische Wirkung stecken oder genügen die "Träume"?

Als Schwerter würden mir jetzt spontan bestimme Werke der Aufklärung einfallen, die auch eine "breite" Massenwirkung hatten. Aber in unserer heutigen Zeit...?
Bei religösen Werken, wie bspw. dem Koran, würde ich von Träumen sprechen, die zu Schwertern umfunktioniert wurden/werden können.

Aber ich denke mal, mit dem Schwert sind nicht nur physische Verletzungen gemeint, die aus bestimmten Werken und deren Folgen resultieren, sondern  "einschneidende" (Achtung: Wortspiel! :breitgrins:) Veränderungen, die manchmal auch im geistigen Sinne sehr wehtuen können, bei jedem Menschen selbst. ( toller Schachtelsatz; mein Stil ist so herrlich schlecht)
"Träume" hingegen lenken wohl eher vom Alltagsgeschehen ab, regen aber auch zu bestimmten Gedanken an, sind aber letzten Endes nicht so schmerzlich.

 In diesem Fall wären die Bücher von K. May meine "Träume" und Werke von Alain meine "Schwerter".
Die einen haben mich zum Nachdenken angeregt, die anderen haben in mir bestimmte, schmerzhafte Veränderungen hervorgerufen.

Wie würdet ihr das Zitat den interpretieren? :smile:
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sandhofer

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #1 am: 18. Juli 2006, 10:12:16 »

Hallo zusammen!

Muss hinter jedem Buch eine erzieherische Wirkung stecken oder genügen die "Träume"?

Ach ... ich halte diese ganze Fragestellung für so herrlich germanisch ...  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer
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CarolJ

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #2 am: 18. Juli 2006, 10:20:52 »

Oh Mann... Da muss ich ja jetzt richtig nachdenken.
Ich gehe erst mal auf den ersten Absatz ein (das erscheint mir am einfachsten :breitgrins:) Was also bewirken Bücher bei mir. Natürlich kommt es erst einmal darauf an, was für ein Buch ich lese. Eine Biografie "verursacht" ein anderes Gefühl, als ein Roman. Zunächst einmal glaube ich nicht, dass hinter jedem Buch eine erzieherische Wirkung stecken soll/muss. Wenn ich einen Krimi/Thriller lese, dann erhoffe ich mir (und der Auto wohl auch nicht) davon keine erziehrische Wirkung (außerdem bin ich gut erzogen :zwinker:). Wenn es dann um Verbrechen geht, könnte höchstens der moralische Aspekt etwas durchleuchtet werden, schließlich sind Verbrechen Tabu. Aber nur, weil ich gelesen habe, dass gerade eine Frau ermordet wurde, bewirkt das ja nicht gleich etwas bei mir. Ich denke vielleicht kurz darüber nach (gesetz den Fall mir gefällt das Buch) und dann hat sich das damit auch.
Bei Sach- oder Lehrbüchern oder Biografien ist das schon etwas anderes. Hier erfährt man etwas, was einen weiterbringen kann. Tatsachen. Ein gewisser Lerneffekt kann schon dahinter stecken, wobei ich da bei den erzieherischen Maßnahmen auch etwas skeptisch bin. Aber das ist wie vieles Auslegungssache.

So, was jetzt die Schwerter angeht - das ist mir irgendwie zu hoch... :rollen:  
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K.May

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #3 am: 18. Juli 2006, 10:30:11 »

Hallo zusammen!

Muss hinter jedem Buch eine erzieherische Wirkung stecken oder genügen die "Träume"?

Ach ... ich halte diese ganze Fragestellung für so herrlich germanisch ...  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer

Da würde ja eigentlich "BARBARUS HIC ERGO SUM, QUIA NON INTELLEGOR ULLI" herrlich passen, aber da du es verstanden hast und jetzt deine Aussage sicher noch dem armen, dummen K. May erklären wirst, bin ich zufrieden. :breitgrins: :zwinker:
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sandhofer

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #4 am: 18. Juli 2006, 11:00:51 »

Hallo zusammen!

Nö - ich bin wirklich ein Barbar und verstehe den Sinn der Frage nicht. Genauer gesagt: Ich verstehe nicht, warum der Germane aus allem und jedem eine Sinnfrage herausdestilliert und eine pädagogische Nutzanwendung. Wenn's nicht gerade Fachliteratur ist: warum lesen wir nicht aus Spass an der Freud?

Selbst die halbgermanischen Cousins in Grossbritannien und USA können das. Die Franzosen machen aus allem eine politische Grundsatzdiskussion zwischen Aristokraten und Sans-Culotten, Linken und Rechten - und ich nehme an, in diesen Zusammenhang gehört auch die Aussage von Anatole. Ich halte es da - wenn es denn sein muss - mit den Franzosen und reisse rasend gerne Grundsatzdiskussionen vom Zaun ...  (gell, nimue?) :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:

Grüsse

Sandhofer
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qantaqa

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #5 am: 18. Juli 2006, 11:01:48 »

Barbarus hic ergo sum" verstehe ich ja noch obwohl (noch) Nichtlateiner. Kannst Du mir den Rest übersetzen?

Vielleicht meint Sandhofer, dass für Deutsche immer alles einen ernsten Hintergrund haben muss, einfach nur Freude zu schenken ist als "Existenzberechtigung" offenbar nicht ausreichend.
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K.May

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #6 am: 18. Juli 2006, 11:34:01 »

Hallo zusammen!

Nö - ich bin wirklich ein Barbar und verstehe den Sinn der Frage nicht. Genauer gesagt: Ich verstehe nicht, warum der Germane aus allem und jedem eine Sinnfrage herausdestilliert und eine pädagogische Nutzanwendung. Wenn's nicht gerade Fachliteratur ist: warum lesen wir nicht aus Spass an der Freud?

Selbst die halbgermanischen Cousins in Grossbritannien und USA können das. Die Franzosen machen aus allem eine politische Grundsatzdiskussion zwischen Aristokraten und Sans-Culotten, Linken und Rechten - und ich nehme an, in diesen Zusammenhang gehört auch die Aussage von Anatole. Ich halte es da - wenn es denn sein muss - mit den Franzosen und reisse rasend gerne Grundsatzdiskussionen vom Zaun ...  (gell, nimue?) :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:

Grüsse

Sandhofer

Deshalb ja auch die Frage, ob Bücher überhaupt so einen Nutzen haben sollten.
Und manche werden ihn sicher in der einen oder anderen Form haben oder willst du mir sagen, daß die Literatur spurlos an dir vorüber gezogen ist und du dadurch nicht ein wenig geprägt wurdest?

Das Zitat war eigentlich eher auf mich bezogen (als Antwort auf die "Germanen"), aber gut. :zwinker:

@qantaga: Sinngemäß cirka "Barbar bin ich hier, der ich von keinem verstanden werde".
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Elchkusel

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #7 am: 18. Juli 2006, 14:20:43 »

Wenn´s nicht gerade Fachliteratur ist: warum lesen wir nicht aus Spass an der Freud?
Grüsse

Sandhofer

Hallo zusammen!

Warum lesen wir nicht, wie Sandhofer bereits sagte, nicht aus Spass an der Freud?
Müssen wir uns jetzt wirklich ernsthaft Gedanken darüber machen, ob mich dieses Buch etwas "lehren" kann oder ob es mich nur unterhält?
Ich denke, dass wir in erster Linie Spass an den Büchern haben sollten!
Dass das ein oder andere Buch in uns Gefühle und Gedanken hervorrufen, die uns dazubringen, etwas zu überdenken, um seine Meinung zu ändern oder Sachen nachvollziehen zu können, um daraus dann vielleicht seine Prinzipien oder seine Aufassung von Ethik und Moral zu ändern, ist dann für mich ein wundervoller Nebeneffekt (komischer Satz, ich weiß).
Vielleicht habe ich bis jetzt zu wenig gelesen, um sagen zu können, welche Bücher mich richtig geprägt haben (wobei es bereits Bücher -wie z.B. die "Traumnovelle" von Schnitzler- gab, die mich zum Nachdenken brachten).
In erster Linie sollte somit wirklich der Spaß an unseren Bücher im Vordergrund stehen und erst dann der belehrende.
Es sei denn es handelt sich um Fachliteratur, denn die wird ja gelesen, damit man etwas dabei lernt.

Das aber auch Schriften in vergangenen Epochen wie in der Aufklärung oder in der Klassik verfasst wurden, um uns zu belehren sei mal außer Acht gelassen.

Liebe Grüße,
Rebecca
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K.May

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #8 am: 18. Juli 2006, 15:23:15 »

Wenn´s nicht gerade Fachliteratur ist: warum lesen wir nicht aus Spass an der Freud?
Grüsse

Sandhofer

Hallo zusammen!

Warum lesen wir nicht, wie Sandhofer bereits sagte, nicht aus Spass an der Freud?
Müssen wir uns jetzt wirklich ernsthaft Gedanken darüber machen, ob mich dieses Buch etwas "lehren" kann oder ob es mich nur unterhält?
Ich denke, dass wir in erster Linie Spass an den Büchern haben sollten!
Dass das ein oder andere Buch in uns Gefühle und Gedanken hervorrufen, die uns dazubringen, etwas zu überdenken, um seine Meinung zu ändern oder Sachen nachvollziehen zu können, um daraus dann vielleicht seine Prinzipien oder seine Aufassung von Ethik und Moral zu ändern, ist dann für mich ein wundervoller Nebeneffekt (komischer Satz, ich weiß).
Vielleicht habe ich bis jetzt zu wenig gelesen, um sagen zu können, welche Bücher mich richtig geprägt haben (wobei es bereits Bücher -wie z.B. die "Traumnovelle" von Schnitzler- gab, die mich zum Nachdenken brachten).
In erster Linie sollte somit wirklich der Spaß an unseren Bücher im Vordergrund stehen und erst dann der belehrende.
Es sei denn es handelt sich um Fachliteratur, denn die wird ja gelesen, damit man etwas dabei lernt.

Das aber auch Schriften in vergangenen Epochen wie in der Aufklärung oder in der Klassik verfasst wurden, um uns zu belehren sei mal außer Acht gelassen.

Liebe Grüße,
Rebecca

Wer sagt den, daß wir nicht aus Spaß an der Freude lesen sollen?
Aber warum sollen Bücher, die es wert sind zu lesen (d.h. die Spaß machen), nicht auch bestimmte Gedankengänge bewirken oder Verhaltensmuter ändern können, also entweder kleine Träume oder Schwerter sein?
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Kringel

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #9 am: 18. Juli 2006, 15:55:05 »

Also, ich hab's gerade mal ausprobiert. Habe einfach mal versucht, mit einem Buch ein Toffifee zu zerschneiden. Siehe da: Es geht nicht. Das Buch ist also kein Schwert. Das Toffifee war hinterher Matsch, also wird das Buch wohl eher ein Hammer gewesen sein.

Allerdings kommt es immer auf die Wirkung an, die ein Buch hat, ob beabsichtigt oder nicht. Natürlich können Bücher oder Texte zu Waffen werden oder auch nur zu Instrumenten der Trennung. Man nehme nur Luthers Thesen, die zur Aufspaltung des Christentums in zwei (mindestens) eigenständige Religionen geführt haben. Oder die Bibel - IMO eine einzige Ansammlung von Fieber- und Drogenträumen (  :smile: ) - die ja nun mehr Gewalt ausgelöst hat als irgend etwas anderes in der Geschichte der Menschheit.
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dumbler

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #10 am: 19. Juli 2006, 06:55:04 »

Diese Frage stell' ich mir nun schon seit einigen Tagen. Auslöser war eine Bekannte (eine Nichtleserin) die behauptete, Bücher bringen nichts fürs Leben. Tja, und nun war K.May schneller um sie ins Forum zu setzen.  :winken:

Mal abgesehen vom Lesespaß, der doch eher zeitlich begrenzt ist, besitzt das Lesen keine nachhaltigen Eindrücke, meinetwegen auch "Lektionen", die für einen leichteren Umgang mit der Umwelt sorgen? Kann es sein, daß durch das Lesen eines oder mehrerer bestimmter Bücher unser Verhalten beeinflusst wird? Womöglich auch unterbewusst? Die Toleranz fördern, Handlung der anderen nachvollziehen, Menschenkenntnis verbessern, Wissen sammeln, Phantasie anregen, ...
Unter etlichen Rezensionen in diesem Forum steht sinngemäß: "Ich kann mich an das Buch nicht mehr erinnern, weiß aber noch, daß es mir gut gefallen hat". Bleibt einem nach der Lektüre nicht mehr, als eine positive/negative Erinnerung?

dumbler
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sandhofer

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #11 am: 19. Juli 2006, 07:17:55 »

Hallo!

Also, ich hab's gerade mal ausprobiert. Habe einfach mal versucht, mit einem Buch ein Toffifee zu zerschneiden. Siehe da: Es geht nicht. Das Buch ist also kein Schwert. Das Toffifee war hinterher Matsch, also wird das Buch wohl eher ein Hammer gewesen sein.

Hast Du dasselbe schon mal mit einem Schwert versucht? Ich vermute - ausser Du hättest Übung im Führen einer solchen Waffe - dass das Resultat in 9 von 10 Fällen ... ebenfalls Matsch wäre.  :zwinker:

Grüsse

Sandhofer
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K.May

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #12 am: 19. Juli 2006, 08:51:32 »

Also, ich hab's gerade mal ausprobiert. Habe einfach mal versucht, mit einem Buch ein Toffifee zu zerschneiden. Siehe da: Es geht nicht. Das Buch ist also kein Schwert. Das Toffifee war hinterher Matsch, also wird das Buch wohl eher ein Hammer gewesen sein.

Allerdings kommt es immer auf die Wirkung an, die ein Buch hat, ob beabsichtigt oder nicht. Natürlich können Bücher oder Texte zu Waffen werden oder auch nur zu Instrumenten der Trennung. Man nehme nur Luthers Thesen, die zur Aufspaltung des Christentums in zwei (mindestens) eigenständige Religionen geführt haben. Oder die Bibel - IMO eine einzige Ansammlung von Fieber- und Drogenträumen (  :smile: ) - die ja nun mehr Gewalt ausgelöst hat als irgend etwas anderes in der Geschichte der Menschheit.

Und ich habe schon an ein bekanntes Schweizer-Allzweck-Buch gedacht, so mit allem drum und dran.
 :breitgrins:

War es bei dir nicht so, daß die Bibiel für dich in erster Hinsicht eine negative "Prägung" war, aber du daraus bestimmte allgemeine Regeln für dich abgeleitet hast?
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sandhofer

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #13 am: 19. Juli 2006, 09:13:49 »

Hallo zusammen!

Anatole France' Zitat ist - wie alle solchen aphorismenartigen Gestalten - immer zu untersuchen, genau zu lesen. Wer führt das Schwert, bzw. Wort? Ist es ein guter Kämpfer mit Übung (was France durchaus war!) oder ein Anfänger oder gar ein Bürolist, der eigentlich gar keine kämpferischen Ambitionen hegt und fast aus Versehen zum ersten Mal eine Waffe in der Hand bzw. eine Rede vor Publikum hält?

Und was haben wir auf der andern Seite? Ein Toffifee, das beim ersten Hieb zu Matsch wird? Einen Kämpfer mit ebenbürtigem Geschick? Einen Stein, an dem wir unser Schwert stumpf hauen? Das Meer, das wir einen Moment lang teilen, und das hinter der Klinge sofort wieder zusammenfliesst? Ein armes Schwein von einer Laborratte, die als Versuchskaninchen dient, und der wir bald den Kopf abgehauen haben?

So viel zum schneidenden Teil von Anatole France' Satz. Den betäubenden lassen wir für heute weg ...  :breitgrins:

Grüsse

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zauberin

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Re: "Alle Bücher sind entweder Träume oder Schwerter.
« Antwort #14 am: 19. Juli 2006, 10:29:49 »

Was Bücher bei mir bewirken? Hmm... Gar nicht so einfach... Zum Ersten macht mir das Bücherlesen Spaß, das müsste ja bei jedem von euch so sein, ne?  :zwinker: Und Fantasy-Romane lassen mich Träumen, nehmen mich in andere Welten mit und lassen mich für einen Moment die Realität vergessen. Andere Bücher beinhalten viel Moral, das bewirkt natürlich auch immer was, zum Beispiel kann das manchmal bei mir helfen, schlechte Gewohnheiten aufzugeben. In diesem Sinne bewirken Bücher eine ganze Menge bei mir und auch nur Positives.  :smile:
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"Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir. Das Leben ist nur eine Reise in die Fremde." - Walter Moers - Die Stadt der Träumenden Bücher