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Autor Thema: Eiji Yoshikawa - Taiko  (Gelesen 3309 mal)

Thomas_R

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Eiji Yoshikawa - Taiko
« am: 08. Juli 2006, 22:37:01 »

Ein in Japan sehr bekanntes Gedicht steht im Vorwort zu diesem Buch:

Was tun wenn der Vogel nicht singen will?

Nobunaga antwortete: "Töte ihn!"
Hideyoschi antwortete:
"Erwecke in ihm den Wunsch zu singen"
Ieyasu antwortete: "Warte ab"

Inhalt:

Eiji Yoshikawa beschreibt den Aufstieg des Dorfjungen Hiyoshi zum mächtigsten Mann im Japan des ausgehenden 16. Jahrhunderts.
Japan versinkt im Chaos, der Kaiser ist nur noch eine Marionette, und die Lokalfürsten und Familienclans verbreiten im Land Angst und Schrecken.
Drei Heerführer treten an, das Land zu einigen. Fürst Nobunaga, ein hitzköpfiger und rücksichtsloser Führer, Fürst Ieyasu (Vorbild für Fürst Toranaga in Clavells Shogun),
ein bewährter Stratege, aber auch hinterlistig, und schliesslich Fürst Hideyoschi.
Hideyoschi steigt auf vom Taugenichts, der mehrere Lehren abbricht und durch das Land wandert, zum General von Fürst Nobunaga.
Als dieser getötet wird, schafft es Hideyoschi sich zum Oberbefehlshaber aufzuschwingen.
Sein Kampf um die Einigung Japans geht weiter.

Autor:

Eiji Yoshikawa wurde am 11.08.1892 in Japan geboren. Er zählt zu den meistgelesenen Autoren Japans.
Er schrieb über 70 Romane, sein bekanntestes Werk im Westen ist Mushasi.
Er starb am 7. September 1962.

Meine Meinung:

Taiko beschreibt die Verhältnisse im mittelalterlichen Japan. Im Gegensatz zu Shogun lernt man Japan in seinen vielen Facetten kennen.
Hier merkt man deutlich, das ein Japaner dieses Buch geschrieben hat.
Die Taktiken, die Mentalität sowie Sitten und Gebräuche der Japaner und die Kultur, nicht nur der Samurai, sind hervoragend beschrieben.
Ich muss zugeben, beim ersten Lesen hatte ich Probleme, bei den vielen beteiligten Personen den Überblick zu behalten.
Aber beim zweiten Lesen ging es dann schon besser.
Für jeden, der das mittelalterliche Japan kennenlernen will, ist diese Buch ein Muss.
Auch das bekannteste Buch von Yoshikawa, Mushasi, sollte man lesen.

Meine Wertung:
 5ratten
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Thomas

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Saltanah

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #1 am: 08. Juli 2006, 22:46:38 »

Ach, der Yoshikawa hat noch mehr geschrieben :zwinker: ?
Ich kenne von ihm nur Musashi, mit Ausnahme der letzten Seiten. Das hatte ich nämlich vor vielen Jahren bei einem Urlaub in Schweden aus der Bib ausgeliehen, und dann ging mein Urlaub 50 Seiten zu früh zu Ende :sauer: . Ich fand's spannend, obwohl es naturgemäß ziemlich fremd war, und das scheint mir auch bei Taiko der Fall zu sein.

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Thomas_R

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #2 am: 09. Juli 2006, 18:51:59 »

Hallo Saltanah

ja, die Denkart der Japaner ist einem doch ziemlich fremd. Vor allem in Musashi, Taiko ist hier doch ein wenig nachvollziehbarer.
Wenn Du die Gelegenheit hast, dann lies  auch noch die letzten 50 Seiten. Es lohnt sich wirklich.

Diese beiden Bücher geben den besten Einblick in die Denkart der Japaner. Shogun, Gai-Jin und Taipan von Clavell sind hier nur ein müder Abklatsch.

Gruß
Thomas

P.S. Ist es hier üblich, die Buchtitel in grün zu schreiben? Habe mich einfach mal Dir angepasst.
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Saltanah

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #3 am: 09. Juli 2006, 20:53:33 »

Ja, die letzten 50 Seiten... Das Problem dabei ist nur, dass meine Lektüre der vorangehenden 750 Seiten 12-15 Jahre her ist. Die Erinnerung daran ist dementsprechend etwas trübe. Ich müsste eigentlich das gesamte Buch noch einmal lesen.

Ist es hier üblich, die Buchtitel in grün zu schreiben? Habe mich einfach mal Dir angepasst.
Nein, es ist nur eine Marotte von mir, die Titel andersfarbig zu schreiben, um sie etwas hervorzuheben. Das gefällt mir besser als "Gänsefüßchen". In diesem Fall habe ich grün gewählt, weil das die vorherrschende Farbe in dem verlinkten Cover ist.
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Nymphetamine

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #4 am: 09. Juli 2006, 22:21:00 »

Zu Musashi wollte ich fragen ob die TB-Ausgabe von Knaur nicht gekürzt ist oder ist eine neue (ungekürzte) Ausgabe erschienen??
Vor einigen Jahren wurde das Buch nämlich auch in einer Fachzeitschrift für Japanische Unterhaltungskultur vorgestellt und es wurde bemängelt das es, gegenüber dem Japanischen Original, gekürzt sei.

Denn im Gegensatz zur deutschen ist die japanische/englische Fassung (siehe unten) von Kodansha um fast satte 200 Seiten dicker.


NtM
« Letzte Änderung: 09. Juli 2006, 22:24:48 von Nymphetamine »
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HoldenCaulfield

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #5 am: 10. Juli 2006, 08:45:48 »

@Nymhetamine
Der grund weshalb ich das Buch noch nicht gelesen habe. Es würde mich nämlich wahnsinnig interessieren aber nicht in einer gekürzten Fassung  :grmpf:

@Thomas_R
Weißt du ob Taiko ebenfalls im Deutschen gekürzt wurde?
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Ragle

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #6 am: 10. Juli 2006, 09:37:37 »

Wusste nicht das außer Musashi noch andere Bücher von Yoshikawa auf Deutsch käuflich zu erwerben sind. Ich hab Musashi vor ein paar Wochen gelesen und war begeistert  :klatschen:. Bis auf einige wenige Kitschszenen - die mich aber kaum bis gar nicht gestört haben - durchgehend ein sehr gutes Buch. Ich hab aus dem Vorwort entnommern, dass er ein ziemlich riesiges Gesamtwerk vorweisen kann. Ich kann mich nicht genau erinnern wie riesig, irgendwas in der Größenordnung von fünfzig Bänden oder so, aber ich schau lieber noch mal nach...

@Nymphetmine: Also soweit ich weiß ist die Ausgabe nach wie vor gekürzt, aber der Buchhändler hat mir damals gesagt, dass es auch eine gebunde, ungekürzte, deutsche Fassung gibt. Die konnte ich mir aber wirklich nicht leisten, bis jetzt zumindest...

Taiko werd' ich mir jetzt auf jedenfall auch besorgen.

Ragle
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HoldenCaulfield

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #7 am: 10. Juli 2006, 09:54:58 »

@Ragle Oh es gibt auch eine Ungekürzte Fassung? Muss ich mal suchen gehen.Das  hab ich jetzt gemacht und die von dir genannte Ausgabe gibt es wohl nur von Antiquariatisch zu erwerben Hier hab ich das mal gesucht und gefunden
« Letzte Änderung: 10. Juli 2006, 10:03:26 von HoldenCaulfield »
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Saltanah

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #8 am: 10. Juli 2006, 10:07:05 »

Ja, die letzten 50 Seiten... Das Problem dabei ist nur, dass meine Lektüre der vorangehenden 750 Seiten 12-15 Jahre her ist.

Ich korrigiere mich: Die Lektüre der vorangehenden 1050 Seiten ist schon etwas länger her.
Die einzige schwedische Übersetzung, die ich mir also damals ausgeliehen hatte, umfasst nämlich 1115 Seiten, und dürfte damit vollständig sein. Sie ist übrigens eine Übersetzung der englischen Übersetzung, die ca 1000 Seiten lang ist.
Das mit den Kürzungen ist schon ein Leid :traurig: .
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Thomas_R

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #9 am: 10. Juli 2006, 17:25:39 »


@Thomas_R
Weißt du ob Taiko ebenfalls im Deutschen gekürzt wurde?
Hallo

Ich bin jetzt etwas verwirrt. auf Deine Frage hin habe ich mal nachgesehen.
Da steht:
Ungekürzte Ausgabe
und darunter:
Die deutsche Ausgabe ist eine gekürzte Fassung der japanischen Originalausgabe. ...
Als Grundlage für die deutsche Übersetzung diente die amerikansiche Ausgabe ....

Ah ja, ein ungekürzte Ausgabe der gekürzten Fassung, übersetzt aus der amerikanischen Übersetzung.  :spinnen:
Alles klar?

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Thomas
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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #10 am: 10. Juli 2006, 18:58:45 »

@Thomas_R
Lach wirklich kompliziert.
Tja schade das sie die Ausgaben hier wohl nur gekürzt rausbringen... Danke für die Info!  :smile:
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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #11 am: 11. Juli 2006, 23:47:09 »

Eigentlich schade, für dieses Buch hätte ich auch den Preis für ne gebundene Ausgabe hingeblättert. :sauer:
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illy

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #12 am: 12. Juli 2006, 07:54:52 »

Hi,

wenn ich das mal irgendwann richtig gelesen habe, ist das Original 6bändig...., da versteh ich schon, dass sie lieber nur eine gekürzte Variante übersetzen  :breitgrins:

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HoldenCaulfield

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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #13 am: 12. Juli 2006, 09:08:41 »

@illy
Ganz ehrlich? Wenn ich schon ein Buch das zur wichtigen Japanischen Literatur gehört dann möchte ich auch eine vollständige Übersetzung lesen und nicht irgendwas zusammen gestückeltes. Mir würden die 6 Bände nicht s ausmachen.
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Re: Eiji Yoshikawa - Taiko
« Antwort #14 am: 12. Juli 2006, 10:45:38 »

wenn ich das mal irgendwann richtig gelesen habe, ist das Original 6bändig...., da versteh ich schon, dass sie lieber nur eine gekürzte Variante übersetzen  :breitgrins:

Ich glaube, dass man gerade japanische Bücher von der Seiten- bzw. Bandanzahl nicht mit ihren europäischen Übersetzungen vergleichen kann. Ich habe eben im Katalog der Stockholmer Stadtbibliothek festgestellt, dass Haruki Muramakis "Naokos Lächeln" im Original 2-bändig und sein "Mr Aufziehvogel" sogar 3-bändig ist. Ich nehme nicht an, dass auch diese Bücher gekürzt, sondern vermute, dass es eine grundsätzliche Eigenschaft japanischer Bücher ist, dicker als ihre Übersetzungen zu sein.
Allerdings ist das nur eine Vermutung. Ich würde gern mehr/genaueres darüber wissen. Wenn also jemand da besser informiert sein sollte, bitte melden!
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