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Autor Thema: Bram Stoker - Dracula  (Gelesen 6523 mal)

Anyu

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Re: Bram Stoker - Dracula
« Antwort #60 am: 29. März 2011, 15:53:30 »

 2ratten

Das Buch ist wirklich nicht mit modernen Horrorbüchern zu vergleichen.
An sich ist der Stil flüssig, vor allem im ersten Teil des Buches. Der zweite Teil unterscheidet sich nicht wesentlich im Stil vom ersten, jedoch bemerkt man hier die männliche Perspektive des Schreibers in den Briefen und Tagebucheinträgen.

Dass mich das Buch lange hat fesseln können kann ich leider nicht behaupten. Meist habe ich ein Kapitel gelesen (und das vorm Einschlafen) und es dann auch problemlos beiseite gelegt. Noch einmal lesen würde ich es auch nicht - aber es ist gut, es einmal getan zu haben.

Allen die es noch lesen werden wünsche ich viel Spass dabei !!!  :smile:
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tina

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Re: Bram Stoker - Dracula
« Antwort #61 am: 25. April 2011, 12:38:00 »

Bram Stoker - Dracula


OT: Dracula
OA: 1897
512 Seiten
ISBN: 978-3596901081

Inhalt:

Fritz Murnaus Nosferatu , Roman Polanskis Tanz der Vampire neben Frankenstein zählt der Fürst der Finsternis zu den klassischen Helden des Horrorfilms. Grundlage aller Adaptionen und Varianten ist der berühmteste Vampirroman der Weltliteratur: Bram Stokers Dracula . Vom düsteren Karpatenschloss über den Pfahl, der dem Opfer ins Herz gerammt werden muss, bis hin zu Draculas Gegner, dem genialen Professor van Helsing: Stokers effektvoller Gruselroman, der hier in der Erstübersetzung vorgelegt wird, hat die Weichen für das gesamte Vampir-Genre gestellt.
(Quelle: Amazon)

Eigene Meinung:

Die Geschichte des Vaters aller Vampire ist ein spannendes, gruseliges und sehr gut geschriebenes Lesevergnügen, liest man es vor allem nach Sonnenuntergang. Bram Stoker beschreibt nicht nur ausgezeichnet seine Protagonisten sondern auch sehr detailreich die Umgebung der Handlung, so dass man unwillkürlich das gelesene auch vor sich sieht. Da das Buch in Form von Tagebuchaufzeichnungen der einzelnen Personen geschrieben wurde, gewinnt es sehr an Nähe zum Charakter und den Gefühlen der Protagonisten. Sie sind allesamt sehr sympathisch, aber dennoch keine allmächtigen Superhelden. Sie sind mutig, aber sie machen Fehler, sie zweifeln und verzweifeln, haben Ängste und Hoffnungen. Das, was die 5 Vampirjäger stark macht, ist ihre Freundschaft und ihr gegenseitiges uneingeschränktes Vertrauen zueinander. Ich fand diesen Klassiker spannend bis zum Showdown auf den letzten Seiten.

 4ratten

Viele Grüße Tina
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Doris

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Re: Bram Stoker - Dracula
« Antwort #62 am: 25. April 2011, 21:53:21 »

In der Leserunde habe ich schon einiges zum Buch geschrieben, aber nach einigen Tagen des Nachwirkens noch ein kurzes Fazit:

Mir gefiel das Buch besonders wegen der schönen Übersetzung von Karl Bruno Leder. Wie wir herausgefunden haben, gibt es Dracula in mehreren Übersetzungen, die nicht alle gleich gut ankommen. Inhaltlich gab es für mich wenig auszusetzen, wenn man von dem Multitalent Van Helsing absieht, der zwar vieles wusste, aber nicht immer adäquat umsetzte. Außerdem schnitten die Frauen bei Bram Stoker nicht sehr gut ab. Besonders Mina, die in meinen Augen eine wesentliche Rolle einnahm, durfte ihre Stärken nicht wirklich ausspielen. Auch ein paar Logikfehler fielen auf, aber darüber hinaus war das Buch ein Genuss. Spannend, detailliert und ausführlich, dabei aber ohne Längen. Natürlich kann man es mit aktuellen Vampirromanen schlecht vergleichen, aber wenn man abends liest, kommt schon mal ein leichtes Gruseln auf. Die Darstellung in Form von Briefen, Tagebucheinträgen oder Zeitungsbeiträgen war eine gelungene Abwechslung zur herkömmlichen Erzählweise.

4ratten:marypipeshalbeprivatmaus:
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Avila

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Re: Bram Stoker - Dracula
« Antwort #63 am: 21. Juli 2011, 18:44:52 »

So, ich habe das Buch nun auch endlich beendet.

Ich muss sagen, dass ich das Buch wirklich lang gelesen habe ... Wesentlich länger als ich ansonsten durchschnittlich ein Buch lese. Mich hat das Buch teilweise wirklich ermüdet, was nicht unbedingt am Inhalt, sondern an der Sprache lag. Da Doris ja schon gesagt hat, dass es verschiedene Übersetzungen gab, kann es damit zusammenhängen. Weiß jetzt leider auch nicht, wie mein Übersetzer heißt, aber sowas ist ja auch Geschmackssache. Hinzukommt, dass ich es schwierig fand, mich immer wieder an einen neuen Ich-Erzähler zu gewöhnen. Da der Stil überall gleich war, war es nicht immer ganz einfach umzuschalten, zudem die Tagebucheinträge ja auch immer relativ kurz waren.

Nichtsdestotrotz fand ich es sehr spannend, die Geschichte zu lesen, vor allen Dingen wenn man bedenkt, wie  lange es die Geschichte schon gibt und was für Logikfehler, die man heute kaschieren könnte, damals noch nicht so möglich war.

Der ausbleibende Horror hab ich jetzt nicht vermisst und irgendwie auch gar nicht erwartet. Ich fand es eigentlich sehr gut, wie es war. Warum sollte ein Vampirbuch auch gleich ein Horrorbuch sein? Interessant fand ich es übrigens auch, zu sehen, was heutige Vampirromane alles so aus dem Stoff gemacht haben im Vergleich zu "Dracula". Es hat sich auf jeden Fall ne kleine Wissenslücke geschlossen. :)
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Lilith

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Re: Bram Stoker - Dracula
« Antwort #64 am: 09. Oktober 2011, 23:09:59 »

Ich muss nachträglich auch noch meinen Senf dazu geben. Ich habe Dracula vor zwei Jahren über Weihnachten gelesen und hatte es in drei Tagen verschlungen. Und ich muss sagen, dass ich es ziemlich gut finde.
Mir war klar, dass es nicht mit modernen Büchern vergleichbar ist, daher habe ich im modernen Sinn keinen blutbesudelten Vampir oder ähnliches erwartet. Aber gerade dieser unterschwellige Grusel, das ungesagte und ungezeigte in dem Buch, hat mich in den Bann geschlagen. Ich konnte mir recht gut vorstellen, wie die Menschen damals gefühlt und empfunden haben und bin in diesen abergläubischen Grusel miteingetaucht.  :breitgrins: Von mir gibt es dafür  4ratten
Keine fünf, da der Roman am Ende leider ein wenig nachlässt.
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Doris

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Re: Bram Stoker - Dracula
« Antwort #65 am: 09. Oktober 2011, 23:18:51 »

Mir war klar, dass es nicht mit modernen Büchern vergleichbar ist, daher habe ich im modernen Sinn keinen blutbesudelten Vampir oder ähnliches erwartet.

Aber es ist doch schön zu lesen, mit wie wenig Mitteln eine gruselige Atmosphäre erzeugt werden kann. Wenn man sich manches moderne Buch ansieht, das ohne literweise Blut und Massen an Toten gar keine Stimmung mehr aufbringt, wertet das Dracula noch um einiges auf.

Jetzt würde mich nur noch interessieren, welche Ausgabe du gelesen hast, Lilith. Weißt du das noch?

Grüße
Doris
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Lilith

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Re: Bram Stoker - Dracula
« Antwort #66 am: 10. Oktober 2011, 18:55:45 »

Ja, ich mag diese Art von Grusel auch sehr gerne. Und gelesen habe ich genau die Ausgabe, die Tina hier (am 25. April) gepostet hat.
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