Ich habe das Buch schon einmal in der Grundschule gelesen, aber kann mich daran eigentlich gar nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, dass wir immer kleine Abschnitte gelesen haben und danach mit unserem Lehrer darüber gesprochen haben.
Zunächst ist mir der furchtbare Name der Protagonisten aufgefallen. Janna-Berta, benannt nach ihren beiden Großmüttern. Auch am Ende des Buches habe ich mich noch nicht an den Namen gewöhnt. Das arme Mädchen!
Schon zu Beginn der Geschichte habe ich festgestellt, dass das Buch heute mit meinem erworbenene Wissen wesentlich beängstigender ist als damals. Ich glaube, ich habe die Geschichte in der Grundschule nur als spannende Geschichte angesehen, die in meiner realen heilen Welt nicht passieren kann und habe sie deswegen auch bei weitem nicht so beängstigend empfunden.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, obwohl es ein Kinder- bzw. Jugendbuch ist. Aber man muss sich darauf gefasst machen, dass man in dem Chaos, was herrscht, lieb gewonnene Charaktere verliert und das recht unerwartet. Ich bin jedenfalls völlig überrollt worden von der Geschichte und das schlimme daran ist, dass es wohl solche Fälle wirklich der Realität entsprechen würden.
Trotz der vielen tragischen Ereignisse erzählt Pausewang auch von Menschlichkeit und Zusammenhalt. Aber über allen schwebt der erhobene Zeigefinger und die Aufforderung sich nicht dumm zu stellen, denn wir können nicht sagen, dass wir von nichts gewusst hätten. Das Buch ist direkt nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl entstanden und fodert zum einen auf sich zu informieren, aber auch die richtigen Konzequenzen aus den Informationen zu ziehen!
Mein Fazit: Ein Buch, was mich als Geschichte selbst nicht richtig fesseln konnte, jedoch die Aussagen, die hinter der Geschichte stehen haben mich berührt und zum Nachdenken gebracht.
