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Autor Thema: Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost  (Gelesen 2455 mal)

jet

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kann mir jemand sagen was die aussage dieses buches ist??
und wie hat es euch gefallen und wieso?
bitte um antworten!
lg :eis:
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sandhofer

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kein Kinderbuch
« Antwort #1 am: 29. Mai 2006, 14:41:16 »

Hi!

Erste und wichtigste Aussage: Es handelt sich hier nicht um ein Kinder- oder Jugendbuch. Der Autor (Bonusfrage: Wie heisst er?) hat nie für Kinder geschrieben. Und auch nur hier dieses eine Mal über Kinder ...

Grüsse

Sandhofer

PS. Klingt verdächtig nach einer Hausaufgabe, die wir hier für Dich erledigen sollten.  :zwinker:
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Ingroscha

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Re: kein Kinderbuch
« Antwort #2 am: 29. Mai 2006, 22:26:06 »

Zitat von: sandhofer
PS. Klingt verdächtig nach einer Hausaufgabe, die wir hier für Dich erledigen sollten.  :zwinker:

   :five:   @jet: Siehe mein Posting  hier
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LG Ingroscha 
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Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #3 am: 29. Mai 2006, 23:56:27 »

@ jet
Also, lesen statt Eis schlecken. ;)
Nein, ersthaft: So viele Seiten hat das Buch ja nicht und ich habe bislang auch nur gutes darüber gehört.
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sandhofer

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Bitte, bitte
« Antwort #4 am: 30. Mai 2006, 00:32:07 »

Und wenn nun noch jemand den Thread mit Autorennamen versehen und aus der Kinderbuchabteilung transferieren würde, wäre Klein-Sandhofer auch schon wieder viel ruhiger ...  :breitgrins: Bitte, bitte!

Dank schon mal!

Sandhofer
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nimue

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Re: Bitte, bitte
« Antwort #5 am: 30. Mai 2006, 08:34:22 »

Zitat von: sandhofer
Und wenn nun noch jemand den Thread mit Autorennamen versehen und aus der Kinderbuchabteilung transferieren würde, wäre Klein-Sandhofer auch schon wieder viel ruhiger ...  :breitgrins: Bitte, bitte!


Tieeeeef durchatmen. *ooooommmmm*
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

sandhofer

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Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #6 am: 30. Mai 2006, 09:14:29 »

:bussi:
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nimue

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Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #7 am: 30. Mai 2006, 09:35:09 »

Huch...

Ich hab ein Bussi von sandhofer gekriegt :redface:

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Ingroscha

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Re: Bitte, bitte
« Antwort #8 am: 30. Mai 2006, 09:38:18 »

Zitat von: sandhofer
Und wenn nun noch jemand den Thread mit Autorennamen versehen und aus der Kinderbuchabteilung transferieren würde, wäre Klein-Sandhofer auch schon wieder viel ruhiger ...  :breitgrins: Bitte, bitte!

Das hielt ich im Übrigen für überflüssig, da ich diesen Hausaufgabenthread heute in den Papierkorb geschoben hätte. Ich dachte, wir wollten so verfahren mit derart inhaltslosen Threads.
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Belle Daaé

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Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #9 am: 30. Mai 2006, 18:49:02 »

Hallo!

Ich habe vorhin "Das Gespenst von Canterville" gelesen und war wieder einmal restlos von Oscar Wilde begeistert! :klatschen:

Ich finde es großartig, wie er über wenige Seiten seine Stilrichtung ändert; erst freut man sich über das amüsante Gruselmärchen, dann wechselt es zu einer Tragödie und darauf folgt schließlich eine romantische Liebesgeschichte.

Ein Zitat daraus:
"Vermutlich ist das alte England so übervölkert, dass sie nicht genügend anständiges Wetter für alle haben. Ich bin stets der Ansicht gewesen, dass Auswanderung für England das einzig Vernünftige ist."
Herrlich! :breitgrins:
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Re: Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #10 am: 25. Februar 2007, 21:15:16 »

SLW-2007-Rezension
Trotz der eindringlichen Hinweise auf ein Gespenst, das dort sein Unwesen treibe, kauft der amerikanische Botschafter Hiram B. Otis, der mit seiner Familie nach England gezogen ist, Schloss Canterville. Schon bald stellt sich heraus, dass die Warnungen nicht unbegründet waren und es im Schloss tatsächlich spukt. Zum Leidwesen des Gespenstes zeigt sich die Familie davon jedoch gänzlich unbeeindruckt. Schließlich gibt es eigentlich keine Geister und wenn doch, dann findet sich schon eine Lösung. Blutflecken auf dem Boden? Nichts wie her mit Pinkertons Patentstift ‚Fleckweg“! Rostige Ketten? Wozu gibt es Aurora-Schmieröl? Bestes Mittel ein Gespenst an den Rand der Verzweiflung zu treiben, sind allerdings lausbübische Zwillingsjungs, die dem Gespenst einen Streich nach dem anderen spielen. Nur die 15jährige Virginia kann dem Geist jetzt noch helfen...

Auf gerade einmal 48 Seiten hat Oscar Wilde so einiges untergebracht: Viel Witz, ein bisschen Spuk, eine kleine Liebesgeschichte, ein trauriges Schicksal und vor allem eine gehörige Portion Gesellschaftskritik.
Auch wer sich sonst eher ungern an etwas ältere Literatur heranwagt, wird sicherlich seine Freude an diesem kleinen Büchlein haben. Die Sprache ist keineswegs altbacken, sondern liest sich wunderbar leicht und flüssig.

FAZIT: Eine Gespenstergeschichte der etwas anderen Art, die sich zu lesen lohnt.

Bewertung: 4ratten
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HoldenCaulfield

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Re: Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #11 am: 25. Februar 2007, 23:02:26 »

Hach ja Das Gespenst von Canterville ist einfach toll. Ich bin an dem Tag als ich es gelesen hatte die ganze Zeit nur noch mit einem Schmunzeln im Gesicht herumgelaufen. Herrlich wie sich Wilde hier den Klischees bedient! Einfach köstlich zu lesen! Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert und kann nur empfehlen: Einfach selber lesen!
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Re: Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #12 am: 26. Februar 2007, 11:13:46 »

Das haben wir mal im Enlischunterricht gelesen. Sollte ich vielleicht mal auffrischen, ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern. :sauer:
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Saltanah

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Re: Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #13 am: 26. Februar 2007, 11:26:52 »

Das haben wir mal im Enlischunterricht gelesen.

Wir auch. Endlich mal eine Schullektüre, die den meisten gefallen hat. Vor einigen Jahren habe ich die Geschichte noch mal gelesen (in meinem dicken Band der Complete Works of Oscar Wilde) und auch als Erwachsene musste ich über die Ereignisse schmunzeln.
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Miramis

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Re: Oscar Wilde: D. Gespenst von Canterville / Canterville Ghost
« Antwort #14 am: 02. November 2008, 11:30:53 »



Oscar Wilde - Das Gespenst von Canterville

Inhalt:

Der amerikanische Botschaft Otis kauft das berühmt-berüchtigte Schloß Canterville mit allem was dazugehört - auch mit dem hauseigenen Gespenst, das hier seit drei Jahrhunderten haust. Während der englische Hochadel konsterniert die Augenbraue hebt, arrangiert sich die amerikanische Familie mit dem Gespenst auf ihre Weise. Gegen Kettenquietschen hilft Aurora-Schmieröl, und das nächtliche Stöhnen und Seufzen müsste sich doch Leibestropfen schnell in den Griff bekommen lassen. Die Jungs in der Familie haben endlich ein Opfer für ihre bösen kleinen Streiche gefunden, und so ist das Gespenst nach vier Wochen am Ende seiner Kräfte, traut sich kaum noch Spuken und wird zusehends depressiv.

Einzig Virginia, die 15-jährige Tochter des Hauses, interessiert sich für die Belange des Gespenstes und erfährt so seine Geschichte; es handelt sich nämlich um Sir Simon Canterville, der vor dreihundert Jahren im Wohnzimmer vor dem Kamin seine Ehegattin ermordet hatte und deswegen zum Tod durch Verhungern verurteilt wurde. Virginia nimmt sich des Gespenstes an und findet einen Weg, dem ruhelosen Geist Frieden zu verschaffen. Ihr großes Herz, das nicht nur für Geister Platz hat, beeindruckt auch den jungen Herzog von Chesterville, der umgehend um ihre Hand anhält...

Meine Meinung:

Ich hatte sehr viel Spaß an dieser kleinen Geschichte, deren Inhalt mir im wesentlichen durch die Verfilmung bekannt war. Von Anfang an wird der Gespenstermythos nicht auf eine gruselig-schaurige, sondern auf eine leichte, amüsant-ironische Weise geschildert. Das Gespenst kann sich noch so anstrengen und sich die grausigsten Verkleidungen ausdenken, sogar seinen Kopf zuhause lassen, der düstere Effekt bleibt aus und ich musste sehr oft schmunzeln über seine Auftritte.

Als es in seiner Auswegslosigkeit auf Virginia trifft und der Dialog zwischen den beiden zustande kommt, bekam die Geschichte für mich einen rührenden Anstrich. Trotz seiner Lächerlichkeit ist das Gespenst auch eine tragische Gestalt, die nach Erlösung sucht. Die Stimmung schwankt plötzlich ins Feierliche, und Virginia nimmt die Aufgabe an, das Gespenst von seinem Fluch zu erlösen. Wie das genau passiert, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen; lediglich eine uralte Prophezeiung liefert einen Hinweis darauf, wie sich das Ganze abgespielt haben könnte. Klar wird aber, dass alleine Virginias reines Herz dazu in der Lage war, ihm zu helfen.

Mir hat diese kleine "hylo-idealistische Romanze" - so der Untertitel - sehr gut gefallen; ein kleines Klassikerhäppchen für zwischendurch mit einem eleganten Schreibstil, der sich sehr schön lesen lässt.


 5ratten

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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte