Ich möchte nach und nach die in
dieser Goodreads-Gruppe verlinkten Kurzgeschichten lesen. Nachdem ich zu den ersten drei Autoren keine eigenen Threads gefunden habe, dachte ich, ich kann meine Eindrücke ja vielleicht hier festhalten.
R. E. Howards - Pigeons from HellIch hatte Howard bisher nur mit Conan in verbindung gebracht, der mich noch nie interessiert hat. Entsprechend überrascht war ich, einer Horrorgeschichte von ihm zu lesen, die mir dann auch noch gefällt. In dieser Geschichte, in der ein verlassenes Herrenhaus in dem Südstaaten der USA eine Rolle spielt, geht es sofort gruselig los und es gelingt dem Autor, den Grusel über die gesamte Geschichte zu halten bzw. immer wieder wieder neu aufzubauen. Tauben spielen allerdings gar keine so große Rolle.
M. R. James - O Whistle and I'll Come to You, My LadNach
Pigeons from Hell musste ich mich erst mal auf diese doch ganz andere Geschichte einstelle. Dann gefiel sie jedoch ebenfalls gut. Diesmal befinden wir uns in einem kleinen Ort an der Küste in GB und entsprechend geht alles gemütlicher und mit einem Schuss Humor zu. Dennoch gab es auch diesmal die eine oder andere Stelle, die mir einen leichten Schauer über den Rücken jagte. Cozy.Horror, würde ich sagen, angenehmer Grusel, aber man muss danach nicht die Nachttischlampe und das Licht auf dem Flur brennen lassen.
Ambrose Bierce - The Boarded WindowHm, die war jetzt eher nicht so meins. Der Schauplatz, amerikanischer Westen, sprach mich von vornherein nicht so an, der Grusel hielt sich sehr in Grenzen, eigentlich war's eher traurig als gruselig.
William Hope Hodgson - The Voice in the NightSchauplatz ist diesmal ein Schiff. Gruselig nicht unbedingt, aber schon ein bisschen schaurig. Und was für ne widerliche Vorstellung. *schüttel*
Richard Connell - The Most Dangerous GameEs geht um die Jagd. Ziemlich vorhersehbar, aber durchaus unterhaltsam und am Ende dann doch noch mal apnnend.
Lord Dunsany - The Unhappy BodyInteressantes Thema, schön geschrieben, aber kein Horror.
M. R. James - The Ash-Tree
M. R. James - Count MagnusBeide sind nicht so humorvoll und gruselig wie "Whistle..", aber dennoch nicht schlecht zu lesen. "Ash-Tree" ist nichts für - aber das würde zu viel verraten, auch wenn man sich die Auflösung durchaus vorher schon denken kann.
Washington Irving - The Adventure of a German StudentParis während der Revolution. Nicht direkt gruselig, aber gelungene Atmosphäre.
H. F. Arnold - The Night WireWährend der Nachtschicht kommen seltsame Nachrichten über den Ticker. Eine interessante Art und Weise, die Geschichte zu erzählen.
E. G. Swain - Bone to His BoneMehr angenehmer Cozy-Grusel. Ein bisschen vorhersehbar, aber dafür spielt eine Bibliothek eine Rolle.
E. G. Swain - The Man With The RollerDiesmal geht es um ein Foto. Zum großen Teil gelungene Atmosphäre, aber die Auflösung kam ein bisschen schnell.
M. R. James - The MezzotintVom Prinzip her sehr ähnlich wie "The Man with the Roller" (keine Ahnung, welcher zuerst da war), aber besser und mit mehr Humor.
Clark Ashton Smith - Monsters in the NightKann man nur schlecht was zu sagen, ohne zu viel zu verraten.
Lafcadio Hearn - JikininkiMal was anderes, weil's in Japan spielt.
Ambrose Bierce - Present at a HangingNicht das, was ich anhand des Titels erwartet hatte. Sehr kurz und schlicht.
A. M. Burrage - SmeeEine der besten bisher.
Sir Hugh Clifford - The GhoulAuch wenn man bei Geschichten aus der Zeit erwarten kann, dass sie nicht unbedingt "politisch korrekt" sind, ging mir das hier doch ein bisschen sehr auf die Nerven.
Mary E. Wilkins-Freeman - The Wind in the Rose BushEigentlich nicht schlecht, aber die beiden Hauptfiguren gingen mir etwas auf den Keks.