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Autor Thema: (Viktorianischer) Grusel / Stranges (Poe, Stoker, etc.)  (Gelesen 2021 mal)

finsbury

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(Viktorianischer) Grusel / Stranges (Poe, Stoker, etc.)
« Antwort #15 am: 03. Juni 2006, 17:17:45 »

Zitat von: HoldenCaulfield
@finsbury
Da könnte man ja direkt schwach werden und bei 2001 mal wieder vorbeischaun *g*


Hi Holden Caulfield,

gibt's leider nur noch antiquarisch: Meine Exemplare haben schon gute 20 Jahre auf dem Buckel. Aber Zweitausendeins lohnt sich für Bücher-, Musik- und Computersoftwarenarren fast immer!
Leider hat unser hier in Essen zugemacht.
Schont meinen Geldbeutel, dennoch äußerst ärgerlich.

HG

finsbury
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Liafu

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Re: (Viktorianischer) Grusel / Stranges (Poe, Stoker, etc.)
« Antwort #16 am: 16. Oktober 2011, 00:21:25 »

Ich möchte nach und nach die in dieser Goodreads-Gruppe verlinkten Kurzgeschichten lesen. Nachdem ich zu den ersten drei Autoren keine eigenen Threads gefunden habe, dachte ich, ich kann meine Eindrücke ja vielleicht hier festhalten.

R. E. Howards - Pigeons from Hell
Ich hatte Howard bisher nur mit Conan in verbindung gebracht, der mich noch nie interessiert hat. Entsprechend überrascht war ich, einer Horrorgeschichte von ihm zu lesen, die mir dann auch noch gefällt. In dieser Geschichte, in der ein verlassenes Herrenhaus in dem Südstaaten der USA eine Rolle spielt, geht es sofort gruselig los und es gelingt dem Autor, den Grusel über die gesamte Geschichte zu halten bzw. immer wieder wieder neu aufzubauen. Tauben spielen allerdings gar keine so große Rolle.

M. R. James - O Whistle and I'll Come to You, My Lad
Nach Pigeons from Hell musste ich mich erst mal auf diese doch ganz andere Geschichte einstelle. Dann gefiel sie jedoch ebenfalls gut. Diesmal befinden wir uns in einem kleinen Ort an der Küste in GB und entsprechend geht alles gemütlicher und mit einem Schuss Humor zu. Dennoch gab es auch diesmal die eine oder andere Stelle, die mir einen leichten Schauer über den Rücken jagte. Cozy.Horror, würde ich sagen, angenehmer Grusel, aber man muss danach nicht die Nachttischlampe und das Licht auf dem Flur brennen lassen.

Ambrose Bierce - The Boarded Window
Hm, die war jetzt eher nicht so meins. Der Schauplatz, amerikanischer Westen, sprach mich von vornherein nicht so an, der Grusel hielt sich sehr in Grenzen, eigentlich war's eher traurig als gruselig.

William Hope Hodgson - The Voice in the Night
Schauplatz ist diesmal ein Schiff. Gruselig nicht unbedingt, aber schon ein bisschen schaurig. Und was für ne widerliche Vorstellung. *schüttel*

Richard Connell - The Most Dangerous Game
Es geht um die Jagd. Ziemlich vorhersehbar, aber durchaus unterhaltsam und am Ende dann doch noch mal apnnend.

Lord Dunsany - The Unhappy Body
Interessantes Thema, schön geschrieben, aber kein Horror.

M. R. James - The Ash-Tree
M. R. James - Count Magnus

Beide sind nicht so humorvoll und gruselig wie "Whistle..", aber dennoch nicht schlecht zu lesen. "Ash-Tree" ist nichts für - aber das würde zu viel verraten, auch wenn man sich die Auflösung durchaus vorher schon denken kann.

Washington Irving - The Adventure of a German Student
Paris während der Revolution. Nicht direkt gruselig, aber gelungene Atmosphäre.

H. F. Arnold - The Night Wire
Während der Nachtschicht kommen seltsame Nachrichten über den Ticker. Eine interessante Art und Weise, die Geschichte zu erzählen.

E. G. Swain - Bone to His Bone
Mehr angenehmer Cozy-Grusel. Ein bisschen vorhersehbar, aber dafür spielt eine Bibliothek eine Rolle.

E. G. Swain - The Man With The Roller
Diesmal geht es um ein Foto. Zum großen Teil gelungene Atmosphäre, aber die Auflösung kam ein bisschen schnell.

M. R. James - The Mezzotint
Vom Prinzip her sehr ähnlich wie "The Man with the Roller" (keine Ahnung, welcher zuerst da war), aber besser und mit mehr Humor.

Clark Ashton Smith - Monsters in the Night
Kann man nur schlecht was zu sagen, ohne zu viel zu verraten.

Lafcadio Hearn - Jikininki
Mal was anderes, weil's in Japan spielt.

Ambrose Bierce - Present at a Hanging
Nicht das, was ich anhand des Titels erwartet hatte. Sehr kurz und schlicht.

A. M. Burrage - Smee
Eine der besten bisher.

Sir Hugh Clifford - The Ghoul
Auch wenn man bei Geschichten aus der Zeit erwarten kann, dass sie nicht unbedingt "politisch korrekt"  sind, ging mir das hier doch ein bisschen sehr auf die Nerven.

Mary E. Wilkins-Freeman - The Wind in the Rose Bush
Eigentlich nicht schlecht, aber die beiden Hauptfiguren gingen mir etwas auf den Keks.
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2011, 00:35:02 von Liafu »
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