Gibte es eigentlich einen Namen für den Zyklus?
Laut Literaturschock ist es die Dozor Tetralogie.
Auf dem Rücken meiner englischen Ausgaben steht "The Night Watch Trilogy", wobei das wohl so nicht ganz korrekt ist, da es ja noch ein viertes Buch gibt.
Meine Meinung:Ehrlich gesagt habe ich gemischte Gefühl gegenüber diesem Buch. Zum einen stellt die zweite Teilgeschichte hier alles davor da gewesene in den Schatten: Ein kleines Dorf im Sonstwo, eine Hexe, die dort ihr Unwesen treibt und ein ominöses Buch, das unter Umständen allen "Anderen" gefährlich werden kann. Lukianenko holt hier wirklich alles aus seinem Konzept heraus, was es nur auszuschöpfen gibt. Entsprechend spannend und spektakulär geht es aus, wenn auch ohne grosse Überraschungen. Das ist einer meiner Kritikpunkte: Ich war kaum noch über etwas erstaunt, da ich mittlerweile die Charaktere und ihre Eigenarten einfach zu gut kenne. Die Bösewichte sind zwar neu, aber das ändert nichts daran, dass es wieder einmal ein grosses Ratespiel ist, dessen Puppenspieler man letztlich doch längst kennt.
Auch schien mir, dass sehr viel geredet wird und sehr wenig gehandelt wird. Die vielen Dialoge lassen zwar reichlich Platz für gesunden Humor, aber sie geben einem nichts. Man weiss, was Anton denkt, man weiss, was Gesar dazu sagt, man weiss, wie Svetlana darauf reagieren wird. Ausserdem geht Anton mir etwas auf die Nerven mit seiner feigen Verdrängungs-Mentalität, aber das ist wohl etwas Persönliches.
Alles in allem hat mir das Buch aber trotzdem gut gefallen und da ich die Inhalte einfach mag, gebe ich
