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Autor Thema: Hanna Winter - Die Spur der Kinder  (Gelesen 51 mal)

marimirl

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Hanna Winter - Die Spur der Kinder
« am: 13. August 2010, 17:58:29 »



Inhalt laut Amazon:

"Eine junge Frau irrt verzweifelt durch den Wald. In einer abgelegenen Hütte findet sie Zuflucht. Zur gleichen Zeit erhält die Schriftstellerin Fiona Seeberg in Berlin eine schreckliche Nachricht. Zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter werden erneut Kinder entführt. Die Spur führt Fiona und Kommissar Piet Karstens zu einer einsamen Hütte im Spreewald. Offenbar wurden die Kinder dort einem grausamen Ritual unterzogen. Und jede Hilfe scheint zu spät."


Meine Meinung:


“Die Spur der Kinder” ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Kriminalroman und Thriller.  Über einen längeren Zeitraum hinweg verschwinden einige Kinder. Alle Eltern erhalten eine weiße Lilie, was auf einen Massentäter hindeutet. Im Besonderen beschäftigt sich der Roman mit der verschwundenen Sophie, deren Eltern sehr unterschiedlich mit der Situation umgehen.

Die Handlung wird aus mehreren Sichten geschildert. Den größten Teil macht die Sicht von Fiona, Sophies Mutter aus. Aber auch die des ermittelnden Kommissars spielt eine große Rolle. Den größten Kontrast dazu bieten die Passagen, welche aus Sicht der Opfer erzählen. Ich persönlich hätte auf letztere verzichten können, da mir diese kaum relevante Informationen gaben. Ich fand die Sprünge zwischen den einzelnen Sichten manchmal ziemlich mühsam.

Ich denke, dass man aus dem Thema mehr machen hätte können. Natürlich ist es ein altbekanntes Schema, das hier aufgegriffen wurde. Aber es wird auf nur rund 350 Seiten abgehandelt, wobei die Schrift und der Zeilenabstand relativ groß sind. Da weiß man natürlich schon zu Beginn, dass nicht sehr viel passieren wird. Dementsprechend fehlen auch die liebevollen Details, und alles passiert viel zu schnell.

Ein weiteres Manko ist der Spannungsaufbau. Mir war von Anfang an klar, wer der Böse ist. Natürlich kamen noch ein paar Überraschungen hinzu, aber grundsätzlich war alles sehr vorhersehbar.

Die Charaktere sind auch so eine Sache. Meiner Meinung nach wurden sie nicht detailliert genau gezeichnet, so dass man als Leser keine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Fiona beispielsweise fand ich ganz nett, aber mir fehlten genaue Charaktereigenschaften um fest zu ihr zu halten.

Alles in allem ist es ein eher durchschnittliches Buch, welches ein guter Zeitvertreib sein kann. Ich möchte nicht sagen, es wäre schlecht, denn das ist es nicht. Aber es gibt auch viel bessere Krimis/Thriller.

 2ratten
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