Auch die dritte Erzählung
Die spät bezahlte Schuld war schön zu lesen.
Eine Frau mittlerer Jahre schreibt einen Brief an eine Jugendfreundin, in dem sie erzählt, wie sie sich nach einer längeren Periode großen Stresses zwecks Erholung in einem Tiroler Dorfgasthof einquartiert. Ihr Mann meinte ja, ein Sanatoriumsaufenthalt wäre besser,
aber ich wollte nichts als mit mir allein sein, vierzehn Tage mit Büchern, mit Spazierengehen, Träumereien und langem ungestörten Schlaf, vierzehn Tage ohne Telephon und ihne Radio, vierzehn Tage Schweigen, vierzehn Tage ungestörtes eigenes Ich, wenn ich so sagen darf.Schön, wie Zweig beschreibt, wie wichtig (und schwierig) es für eine verheiratete Frau ist, einmal für sich zu sein, ohne sich um Haushalt, Kinder und kranke Enkelkinder zu kümmern und ohne die Repräsentationspflichten die das Chefarztgattinnendasein mit sich bringt.
Im weiteren Verlauf der Geschichte trifft sie im Gasthof ein altes Wrack von einem Mann, der sich als der große Schwarm ihrer Jugend herausstellt. Damals war er Schauspieler im Theater ihrer Heimatstadt, jetzt wohnt er nach einem Schlaganfall im Armenhaus seines Heimatdorfes. Es ist also wirklich nichts Neues, dass junge Mädchen von schönen Schauspielern schwärmen

.
Eine weitere gut geschriebene Geschichte, aber irgendwie fehlt mir da etwas. Ich werde sie wohl ebenso schnell vergessen, wie ich sie gelesen habe.
@Miramis:
Danke, es geht mir schon viel besser.
Ich werde jetzt erst mal einen Spaziergang in diesem wunderschönen Frühlingswetter machen. Die Kirschen stehen in voller Blüte, der spitzahorn ebenso, mit jedem Tag ist es draußen grüner, die Sonne scheint, es sind angenehme 20 Grad, da
muss ich einfach ein bisschen raus. Bis später.
