Huch, ich war doch glatt auf dem Sofa eingeschlafen - die Frühjahrsmüdigkeit greift an - und habe daher den Beginn dieses Lesenacht&tages verpasst. Ein bisschen zermatscht fühle ich mich jetzt, also koche ich erst mal einen Tee und mache mich dann an mein Buch.
Auch ich lese ein Buch des Meisters, das einzige von ihm, das zur Zeit auf meinem SUB liegt:
William Shakespeare: Julius Caesar,
wie üblich in der zweisprachigen Reclamausgabe.
Den ersten Akt habe ich schon gelesen. Bei diesem Drama fällt es mir überraschend leicht, in die Sprache von Shakespeare hereinzukommen. Normalerweise muss ich gerade am Anfang relativ viel auf der rechten (deutschen) Seite lesen, bis ich mich an Satzbau und Wortwahl gewöhnt habe. Diesmal ist das nicht der Fall. Ob das jetzt an meinen wachsenden Englischfähigkeiten oder eventuell an weniger komplizierter Sprache des Stückes liegt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall fesselt mich auch dieses Mal wieder die großartige Sprache.
Bisher ist Caesar noch kaum aufgetaucht. Das Hauptgewicht des Dramas scheint bei Brutus zu liegen, der noch zweifelt, wie er auf Tendenzen, Caesar zum Diktator zu machen, reagieren soll. Cassius dagegen zweifelt nicht mehr, sondern ist dabei, Brutus mit in die schon bestehende Verschwörung einzubeziehen.
Das Thema erinnert mich übrigens an ein ABC-Gedicht von James Krüss:
Adam war der erste Mann,
also fang ich mit ihm an.
Brutus fand es gar nicht fein,
zweiter Mann in Rom zu sein.
Caesar hatte alle Macht,
Brutus hat ihn (
Achtung, Spoiler!
) umgebracht.
Viel Spaß beim Lesen!