Da ich mir unter dem Buch
Der Historiker nicht viel vorstellen konnte und nur wusste, dass es sich um eine Vampirgeschichte handelt, hatte ich ein wenig Bedenken, es zu lesen, denn ich mag keine blutrünstigen Geschichten von Untoten. In dieser Beziehung wurde ich jedoch angenehm überrascht, denn die Autorin verzichtet völlig auf Schocker-Elemente, sondern lässt es gelegentlich subtil gruseln. Allerdings ist das für einen Roman von mehr als 800 Seiten zu wenig. Zu keiner Zeit fühlte ich mich von der Geschichte mitgerissen oder elektrisiert. Wenn man mir das Buch auf Seite 500 weg genommen hätte, wäre es mir auch recht gewesen, denn was nun am Ende aus der Historikerfamilie wird, war mir zu dem Zeitpunkt schon ziemlich egal. Es entsteht keine Bindung zu den Handelnden.
Nur vereinzelt bietet das Buch ein paar Highlights, wie z.B. die Geschichte von Helens Mutter, die ich wirklich packend fand, oder die Reise nach Ungarn. Aber schon mit der nächsten Reise nach Bulgarien verbreitet sich wieder Langeweile, weil sich die Handlung ständig wiederholt: Reise, Dokumente sichten, mit Vorhandenem vergleichen, Schlüsse ziehen, Gelehrte aufsuchen und befragen, dem Geheimdienst ausweichen, weiterreisen. Und das immerhin einmal durch Osteuropa und zurück. Nur die Schauplätze wechseln.
Interessant fand ich zunächst die Erzählung auf drei Zeitebenen und teilweise in Briefform (sicher angelehnt an Stokers Roman), leider verbraucht sich dieses Stilmittel aber recht schnell, sodass mich schließlich diese Erzählweise nur noch genervt hat.
Dreihundert Seiten weniger und gestrafft, und es wäre ein wirklich gutes Buch geworden, derart breitgewalzt fand ich es einfach nur zum Gähnen. Schade, denn die historische Figur
Vlad der Pfähler und die Geschichte Osteuropas sind wirklich interessant und hätten etwas besseres verdient gehabt.
So gibt es von mir nur enttäuschte

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