Ich bin noch ganz damit beschäftigt, die während meines Urlaubs geschriebenen LS-Beiträge zu lesen. "Unsere Welt der Bücher" werde ich noch zu Ende abgrasen, und dann zu meinem aktuellen Buch greifen:
Antal Szerb: Das Halsband der Königin
Amazon schreibt dazu:
Niemand hat es je getragen, wenige nur bekamen es überhaupt zu Gesicht. Besonders schön dürfte es auch nicht gewesen sein, wie nachträglich gefundene Entwurfzeichnungen vermuten lassen. Jahrelang hatten die beiden deutschen Goldschmiede die schönsten Diamanten aus ganz Europa zusammengerafft, um daraus das teuerste Schmuckstück der Welt zu schaffen. Ludwig XV. galt ihnen als idealer Käufer des protzigen Kolliers. Doch der war 1774 unter dem Jubel des Volkes verstorben, seine Dubarry im Exil. Blieb schließlich nur noch eine Hoffnungsträgerin für den schweren Klunker, Marie Antoinette, die junge österreichische Gemahlin Ludwigs XVI., die in Brillanten förmlich zu baden pflegte. Dass der ominöse Halsschmuck in Kürze die gesamte französische Monarchie baden gehen ließ, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand. Ein Zipfelchen Weltgeschichte, von Antal Szerb zum Gegenstand einer wunderbaren Erzählung erhoben.
Nach 2/3 weiß ich immer noch nicht recht, was ich von dem Buch halten soll. Einerseits ist es interessant und gut geschrieben und verbessert meine (sehr lückenhaften) Kenntnisse von der Zeit kurz vor der Französischen Revolution, aber andererseits war ich auf einen Roman eingestellt, und dann schockiert, als es sich eher als Sachbuch (mit vielen Zitaten und Quellenangaben) herausstellte. Ein typischer Fall von falschen Erwartungen.