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Autor Thema: Nick Hornby - A Long Way Down  (Gelesen 7802 mal)

Miramis

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #30 am: 30. März 2007, 21:03:26 »

Ich habe das Buch für den SUB-Listen-Wettbewerb 2007 gelesen.

Leider kann ich mich den allgemeinen Begeisterungsstürmen nicht anschließen, mir hat es nämlich nicht sonderlich gefallen.

Dafür, dass der Roman kaum Handlung hat und eigentlich von den Charakterzeichnungen der vier Hauptprotagonisten lebt, sind die Personen für mich sehr oberflächlich geblieben. Das habe ich vor allem daran gemerkt, dass ich manchmal zurückblättern musste, um festzustellen, wer von den vieren denn nun gerade der Ich-Erzähler ist (zur Erklärung: die vier Hauptfiguren erzählen jeweils in der Ich-Form, und jedes Kapitel ist mit dem Namen des jeweiligen Ich-Erzählers versehen).

Einzig Jess war eine unverwechselbare Person, was vielleicht daran lag, dass sie die jüngste und damit flappsigste Vertreterin der Selbstmordkandidaten war; sie war eindeutig an ihrer Sprache erkennbar. In sie konnte ich mich auch am ehesten einfühlen. Ansonsten waren die Figuren für mich am Schluss genauso wenig greifbar wie am Anfang.

Insgesamt plätscherte die Handlung so vor sich hin, es gab keine größeren Höhepunkte oder überraschende Wendungen. Das Ende war belanglos und ließ mich ziemlich gleichgültig.

Positiv empfand ich den Humor, der sich durchs ganze Buch zog und nie richtig platt wirkte, sondern immer augenzwinkernd für eine Aufhellung des ja eigentlich düsteren Themas sorgte. Ein paar Running Gags wie zum Beispiel "Sorry, Maureen" fand ich sogar richtig gut!

Da sind wir auch schon beim Sprachstil, der zwar flüssig zu lesen war, aber aufgrund der reichlich verwendeten Fäkalsprache von mir auch keine Extra-Punkte bekommt.

Alles in allem: ein nettes Buch, zum Lesen und Abhaken, das war es dann aber auch schon.

 2ratten

Viele Grüße
Miramis

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:leser: Bernhard Hennen - Drachenelfen

Finn_not-the-Huckleberry

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #31 am: 31. März 2007, 17:25:34 »

VIelen Dank für diesen Thread, habe das Buch nämlich verliehen und ein kleiner Blick in mein - nach Autorenalphabet geordnetem - Regan zeigt mir: Ich hab es nie wieder bekommen!

Werde mich gleich morgen auf die Jagd machen :D
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nimue

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #32 am: 01. April 2007, 10:00:10 »

VIelen Dank für diesen Thread, habe das Buch nämlich verliehen und ein kleiner Blick in mein - nach Autorenalphabet geordnetem - Regan zeigt mir: Ich hab es nie wieder bekommen!

Werde mich gleich morgen auf die Jagd machen :D

Darf ich jetzt auch zugeben, dass dieses Posting für mich total uninteressant ist  :zwinker:

Papyrus

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #33 am: 30. August 2007, 15:58:53 »

Nick Hornby schreibt eine Geschichte über vier Personen welche die Absicht haben sich an Silvester das Leben zu nehmen.

Wie schon andere hier anmerkten tut er dies mit genau der Gratwanderung die dieses Thema verdient. Weder zu albern, zu ernst oder gar zu sensibel wird die Geschichte angepackt und das gefällt mir.
Mir gefallen auch die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten auf ein und dasselbe Thema, hervorragend umgesetzt durch die 4 Erzählstränge.
Jedes Leben erzählt eben eine andere Geschichte...

Eine Verfilmung des Buches kann ich mir sehr gut vorstellen.

 4ratten
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Bettina

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #34 am: 08. Oktober 2007, 15:44:20 »

(die Kurzbeschreibung spare ich mir und verweise auf die zahlreichen Vorgängerpostings)

Meine Eindrücke
Das Buch geht ein hartes und schwieriges Thema an. Aber auf eine Art und Weise, dass man die Vier gut kennen und verstehen lernt. Wenn man vielleicht auch nicht nachvollziehen kann, dass sie ausgerechnet Selbstmord begehen wollten, so kapiert man, wie sehr sie unter ihrer Situation leiden. Für jeden stellt diese Hölle etwas anderes dar: Für Jess ist es beispielsweise die Familie, in der sie nach dem Verschwinden der älteren Schwester keinen Halt mehr findet; Maureen hat einen schwerstbehinderten Sohn, von dem sie nicht weiß, ob er etwas wahrnimmt oder nicht und dessen Pflege sie komplett beansprucht; der Amerikaner JJ hat seine Freundin und seine Band verloren und seine letzte Selbstachtung als Pizzakurier.

Die Vier erzählen abwechselnd, was in den Wochen nach ihrem Treffen auf dem Dach passiert und jeder hat eine ganz eigene Art, die Dinge zu schildern. Sie reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist - ein Stil, der mir ungeheuer gefallen hat. Ein Einschlag von Humor fehlt nicht, stört aber trotz des ernsten Themas nicht, denn er kommt ausschließlich durch den Schlagabtausch und den Zynismus zwischen den Vier zustande. Das Buch macht den langen Weg zu einer Verzweiflungstat und den mindestens genauso argen Weg zu einem neuen Ausgangspunkt absolut lesenswert.

 :tipp:
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Ich lese mich rund um die Welt.

capote_7

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #35 am: 29. Oktober 2007, 20:15:20 »

ich hab das buch vor längerer zeit gelesen und weiß noch, dass mich das thema sehr interessiert hat... vier menschen die sich alle zu silvester umbringen wollen und zusammenfinden... oder auch nicht... dieser abend verbindet sie zwar miteinander, aber sie sind doch so unterschiedlich, dass sie nicht wirklich enge freundschaften aufbauen können...

ich fand der anfang vom buch war unglaublich gut und ich konnte zu beginn gar nicht aufhören... gegen ende hin war das buch zwar nicht schlecht, aber wirklich fesselnd war es nicht... es plätschert so dahin habe ich gefunden... ich fand es außerdem sehr interessant das leben aus so vielen verschiedenen sichtweisen erzählt zu bekommen... alle sind todunglücklich und alle aus verschiedenen gründen und ein jahr später hat sich ihr leben zwar nicht sehr verändert, aber sie sind doch verändert und etwas lebensfroher.. das war irgendwie ein sehr realistisches ende... ganz toll
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insane

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #36 am: 31. Oktober 2007, 23:29:43 »

Ich hab das Buch auch, allerdings die englische Version.
Leider muss ich sagen - obwohl mein Englisch nicht gerade schlecht ist - , ich werde mit dem Buch einfach nicht "warm". Ich finde den Anfang schon langweilig. Und wenn das jetzt noch langweiliger werden soll???
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creative

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #37 am: 09. November 2007, 21:07:24 »

Vier Menschen – wie sie unterschiedlicher nicht sein können – treffen einander zufällig in der Silvesternacht am Dach eines Hochhauses mit der Absicht, sich das Leben zu nehmen.

Maureen, die 51-jährige, die seit 20 Jahren ihren schwerst behinderten Sohn pflegt, nicht weiß, ob er irgendetwas wahrnimmt, ihr ganzes Leben opfert und auf ihn ausrichtet und am Ende ihrer Kräfte steht.

Martin, einst erfolgreicher und bekannter Fernsehjournalist, dessen Affäre mit einer Minderjährigen publik geworden ist, medial ausgeschlachtet wurde und nun vor den  Scherben seiner Karriere und seiner Familie steht

Jess, verwöhnte Göre aus reichem, konservativem Elternhaus, die seit dem spurlosen Verschwinden ihrer Schwester jeden Halt verloren hat

J.J., Musiker, der seine Träume von der großen Musikerkarriere nach der Auflösung seiner Band begraben muss und zu allem Überfluss auch noch von seiner Freundin verlassen wurde. 

Den Aufbau des Buches finde ich ausgezeichnet. Abwechselnd werden die Lebensgeschichten, Gedanken und Motive aus der jeweiligen Perspektive des Betreffenden erzählt, zudem macht sich dieser Gedanken zu den anderen dreien. Keiner der vier hat den Weg auf das Dach leichtsinnig gewählt, doch jeder ist auch bemüht - mit Hilfe der anderen – den langen Weg hinunter – und zurück ins Leben  - zu finden.

Hornby hat sich hier einer sehr sensiblen Thematik angenommen, in der man sich sehr rasch auf gefährliches Terrain begeben kann. Doch er hat diese Gratwanderung meiner Meinung nach bravourös gemeistert! Er verpackt viel („Hornby-typischen“) Humor in die Geschichte, ohne aber ins Lächerliche zu verfallen, er verleiht der Geschichte den nötigen Ernst, ohne pathetisch zu wirken und gibt Einblicke in die Seelen der Protagonisten, ohne pseudo-psychologische Weisheiten von sich zu geben.

Ein sehr unterhaltsames Buch, aber auch ein Buch, das sehr nachdenklich macht!

4ratten
« Letzte Änderung: 09. November 2007, 21:17:56 von creative »
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:blume:  Herzliche Grüße!  :blume:
creative

kathchen

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #38 am: 21. November 2007, 19:45:09 »

Ich fand das Buch total toll!
Seit diesem Buch hab ich mir vorgenommen, mehr von Hornby zu lesen...bin allerdings
noch nicht dazu gekommen...
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chil

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #39 am: 02. Januar 2008, 19:39:14 »

Normalerweise halte ich ja von Interpretationen nicht besonders viel, vor allem die Unterstellung der Gesellschaftskritik wurde in letzter Zeit schon fast inflationär gebraucht, dennoch wage ich hier eben dies: Ich unterstelle Hornby Gesellschaftskritik. Begründen könnte man das darauf, dass die Lage der Charaktere bei Weitem nicht so schlimm wäre bzw. sie sie nicht so schlimm empfänden, würde unsere Welt anders funktionieren. Jess ist unglücklich, weil sie von den Erwachsenen nicht respektiert wird und sie ein wenig anders tickt, Maureen will sich umbringen, weil die Welt für sie auf das Zimmer ihres behinderten Sohnes zusammengeschrumpft ist. Urlaub, Restaurantbesuche oder Ähnliches sind für sie nicht mehr möglich und sie sieht keinen Ausweg aus dieser Lage, aus der Anonymität. Sie hat niemanden, keine Freunde oder Verwandten, die ihrem Leben zu etwas Farbe verhelfen könnten.

Genau das Gegenteil ist bei Martin der Fall. Seine Probleme wiegen umso schwerer, weil ihn eben durch die Medien jeder kennt und er sich deshalb nicht den geringsten Fehltritt hätte leisten dürfen. Dennoch ist er von einem Fettnäpfchen ins andere gelatscht, die natürlich an Gewicht gewinnen, werden sie durch die nationale Presse verbreitet. JJ ist Pizzabote, obwohl er eigentlich für die Musik lebt. Seit seine Band auseinander gebrochen ist, sieht er keinen Lebenssinn mehr. Er ist ein Amerikaner in London, ohne Freunde, von den Briten vorurteilsbehaftet und blasiert behandelt und auch seine Freundin hat ihn verlassen.

Nick Hornby ist immer lesenswert, dieses Werk möchte ich aber jedem besonders ans Herz legen. Es entbehrt nicht einer etwas skurrilen Situationskomik, dennoch ist es ernst und geht einem nahe. Man kann mit allen Charakteren mitfühlen, auch wenn man sich sicherlich schon bald seinen Liebling aussuchen wird. Besonders natürlich für einen Silvesterabend geeignet – großes Vergnügen ohne dem Kater am nächsten Morgen.

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m3rlin

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #40 am: 28. Januar 2008, 15:29:28 »

Ich muss ehrlich sagen: Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, fand ich es schlechter als jetzt. Nun habe ich es noch mal gelesen und es gefiel mir zwar nicht uneingeschränkt, aber eingeschränkt ;) 
Stil und Sprache sind ein Witz, ich glaube, ich habe noch nie so oft die Wörter „scheiße“, „ficken“ und „Arschgesicht“ in einem Buch (besser noch: Bestseller!) gefunden. Einige Stellen sind lustig bis durchgeknallt, andere wiederum langweilig und zäh wie Kaugummi. Die Story ist genial, da hätte Hornby m.M.n. viel mehr draus machen können – Schade!

Sehr gespannt wäre ich auf eine Verfilmung, denn die könnte locker um ein Vielfaches besser sein als das Buch – ein bisschen mehr Straffung in der Handlung sowie das Weglassen unwichtiger Begegnungen wie z.B. „Keinhund“ täten dem Buch absolut keinen Schaden!!

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Tolpan

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #41 am: 19. März 2008, 16:24:06 »

Inhalt: Am Silvesterabend treffen sich auf dem Dach eines Hochhauses (das bekanntlich für Selbstmörder überaus beliebt ist) vier Leute die vorhaben in den Tod zu springen. Martin hat schon länger darüber nachgedacht, Maureen hat es zumindest geplant, für Jess ist es mehr eine Spontanidee und bei JJ ist man sich nicht so ganz sicher wie spontan dieses Vorhaben für ihn eigentlich genau war. Doch mit diesem Zusammentreffen ist der Moment verpasst und die Vier nehmen den langen Weg nach unten (die Treppe).

Meine Meinung: Durch diesen Abend finden in Nick Hornbys "A long way down" vier höchst unterschiedliche Menschen zusammen und das macht für mich den Reiz dieses Buches aus. Jeder der vier Charaktere bekommt seinen Platz aus seiner Sichtweise die Dinge zu erläutern, dabei bemerkt man auch stilistische Unterschiede in der Erzählweise dieser vier Personen (z. B. hält Jess nicht viel von wörtlicher Rede).

Wer diese vier Personen überhaupt sind? Da ist Jess, mit dem losen Mundwerk und einem gehörigen Mangel an Taktgefühl. Da ist Martin, der Ex-Talkstar, der sein Leben gehörig in den Sand gesetzt hat weil er mit einem 15jährigen Mädchen geschlafen hat (sie hat ihm gesagt sie wäre 16). Da ist JJ, der seiner Bandzeit hinterher trauert. Und da ist die einsame Maureen, die ihren behinderten Sohn pflegt. Bis auf Maureen zeigen sie alle einen großen Hang zu Kraftausdrücken und Schimpfwörtern (was mir nicht unbedingt gefiel). Sie scheinen überhaupt nicht zusammen zu passen und bekommen sich mehr als einmal in die Haare. Mehr als einmal kann man sich dann fragen warum sie sich überhaupt wiedertreffen. Vermutlich wissen sie es selbst nicht so genau. Doch gleichzeitig fühle ich auch, dass die Vier etwas verbindet, was ich nicht in Worte fassen kann.

Ich kann selbst nicht sagen, dass ich mich mit den Figuren identifizieren könnte, noch das sie mir überaus sympathisch wären oder ich sie allesamt interessant fände. Aber genauso wie die Vier als Gruppe immer wieder zusammenfinden, obwohl sie so unterschiedlicher Persönlichkeit sind, so fühlte ich mich trotzdem irgendwie mit ihnen verbunden. Ich konnte auf eine gewisse Weise auch mit ihnen mitfühlen.

Eigentlich passiert in dem Buch ansonsten nicht viel und deshalb hat es sich für mich auch etwas gezogen. Es geht mehr darum wie Martin, Maureen, Jess und JJ lernen mit dem Leben, das sie haben, klar zu kommen bzw. versuchen es zu verbessern (auch wenn diese Verbesserungen geringfügig sein mögen). Es gibt auch kein richtiges Happy End und das finde ich gut, denn so etwas wie ein Happy End wäre dem Buch einfach nicht angemessen.

Und weil mir das Buch insgesamt recht gut gefallen hat und ich zwischendurch auch mal gekichert habe, gebe ich "A long way down"

Bewertung: 4ratten
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Bettina

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #42 am: 19. März 2008, 16:43:47 »

Ich kann selbst nicht sagen, dass ich mich mit den Figuren identifizieren könnte, noch das sie mir überaus sympathisch wären oder ich sie allesamt interessant fände. ... Es gibt auch kein richtiges Happy End und das finde ich gut, denn so etwas wie ein Happy End wäre dem Buch einfach nicht angemessen.

Beide Eindrücke hatte ich ebenfalls. Aber die Personen sind für sich jeweils absolut stimmig gewesen. Sie waren lebensnah beschrieben. Das mit dem Happy End stimmt ebenfalls sehr. So ein Thema kann unmöglich mit einem schmusenden Pärchen enden oder einem Knallerjob für irgendeinen Protagonisten. Erlösende Zufälle gab es ja sozusagen genug: Am Anfang gleich vier Stück, als sich die vier gegenseitig vom Springen abgehalten haben. Das war der wichtigste und der entscheidende.

Für ein Happy End brauchen wir einen komplett anderen Autoren :breitgrins:
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Lilka

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #43 am: 13. April 2008, 17:11:54 »

Es ist zwar keine anspruchsvolle Literatur, trotzdem hab ich das Lesen sehr genossen. Sehr witzig, ironisch und irgendwie aufbauend... :smile:
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Juggalette

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #44 am: 25. September 2008, 20:52:01 »

Inhalt:
Am Silvesterabend treffen sich durch Zufall vier sich völlig fremde Personen, Maureen, Martin, Jess und JJ, auf dem Dach eines Hochhauses um Selbstmord zu begehen. Doch ihrem Tode kommt das Leben dazwischen und so machen sich die Vier gemeinsam auf den Weg zurück in ihren chaotischen Alltag um sich gegenseitig zu helfen – auch wenn sich dieses Vorhaben durch die vielen unterschiedlichen Charaktere als ein etwas schwieriges Unterfangen herausstellt…

Meine Meinung:
Um ehrlich zu sein kann ich mich den vielen Begeisterungswogen nicht anschließen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir vom Inhalt her etwas ganz anderes erwartet habe. Ich weiß auch nicht wieso, aber in meinem Kopf hatte ich mir ein ähnliches Szenario wie in „Breakfast Club“ vorgestellt. Sprich: Die vier treffen sich durch Zufall auf dem Dach um sich umzubringen und dort bleiben sie dann die ganze Nacht lang sitzen und erzählen sich gegenseitig aus ihrem Leben und dann erkennen sie durch die Hilfe der anderen doch noch einen Sinn im Leben und gehen glücklich nach Hause.

Doch wie gesagt, mit diesem Verlauf der Geschichte habe ich ehrlich nicht gerechnet. Es bedeutet nicht, dass das der Hauptgrund dafür ist, dass mir die Story nicht so zugesagt hat, ich denke eher, dass es daran liegt, dass meiner Meinung nach Hornby aus dieser guten Idee viel zu wenig herausgeholt hat.

Die Charaktere waren mir zu flach. Keiner von ihnen hat mich besonders beeindruckt oder überzeugt und auch konnte ich mich mit keinem identifizieren.

Ein weiterer Grund für meine Missgunst ist auch, dass ich viele Dinge gar nicht nachvollziehen konnte. Manchmal redeten die einzelnen Charakter im inneren Monolog philosophisch vor sich hin und kamen auf diverse Erkenntnisse, die sich dann für ihre „Genesung“ positiv auswirkte – doch ich saß mit hochgezogener Augenbraue vor dem Buch und kapierte gar nichts…

Nichts desto trotz fand ich den Schreibstil recht flüssig und zwischendurch musste ich auch ab und zu grinsen, da mir die vielen witzigen und ironischen Kommentare doch zugesagt haben.

Von mir gibt es deswegen „nur“ 2ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

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