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Autor Thema: Nick Hornby - A Long Way Down  (Gelesen 7800 mal)

adia

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Nick Hornby - A Long Way Down
« am: 08. April 2006, 14:06:08 »

An Silvester treffen sich vier Menschen auf dem Dach eines Hochhauses, um sich umzubringen:
Die 51-jährige Maureen, die die letzten 20 Jahre damit zugebracht hat, sich um ihren schwerbehinderten Sohn zu kümmern,
Martin, ehemaliger Frühstücksfernsehenmoderator, der seine berufliche und private Zukunft zerstört hat, indem er mit einer 15jährigen schlief,
Jess, die verstörte 18jährige mit unnachahmlichem Mundwerk, deren Leben seit dem Verschwinden ihrer älteren Schwester abdriftet,
und JJ, der amerikanische Musiker, der nicht darüber hinwegkommt, dass sich seine Band auflöste und kurze Zeit später seine Freundin sich von ihm trennte.

Da der Gedanke, sich vor Publikum das Leben zu nehmen, keinem so wirklich zusagt, laufen die Bestrebungen in dieser
Richtung erst einmal ins Leere.
Statt dessen beschließen die Lebensmüden, über einen bestimmten Zeitraum zu versuchen, ihre Leben wieder in den Griff zu bekommen, und zwar mit der Hilfe der anderen Drei.

Dass bei Vier so unterschiedlichen Menschen Reibereien nicht ausbleiben und der ein oder andere Streit vorprogrammiert ist, dürfte klar sein.
Reihum erzählt jeder der Vier seine Sicht von den Geschehnissen der nächsten drei Monate, und tut seine Meinung über die anderen Drei kund.

Meine Meinung:

Das ist jetzt das vierte Buch, das ich von Nick Hornby gelesen habe, und es gefällt mir von allen am Besten. Hornby hat sich da ein sehr ernstes Thema ausgesucht, und obwohl er es mit der ihm eigenen Portion Humor betrachtet, zieht er es an keinem Punkt ins Lächerliche.

Alle Charaktere haben ihren eigenen Charme und wachsen einem ans Herz. Mit Maureen Mitleid  zu haben, fällt einem da am wenigsten schwer - ihr Leben dreht sich nur um ihren Sohn Matty, der von seiner Umgebung überhaupt nichts mitbekommt. Jess fand ich anfangs am unsympathischsten, aber als auch über ihren Hintergrund mehr erzählt wurde, habe ich meinen Frieden mit ihr geschlossen.

Mehr als einmal hatte ich beim Lesen dieses Buches Tränen in den Augen, und mehr als einmal musste ich wegen der ironischen Kommentare laut lachen.

Fazit:Ein besonderes Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte.


 5ratten

« Letzte Änderung: 13. August 2006, 14:26:06 von Alfa_Romea »
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booki

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Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #1 am: 08. April 2006, 14:19:55 »

Ich habe es als Hörbuch sehr genossen, ganz toll! :klatschen:  Hat mir seeeehr gut gefallen, kann es nur weiterempfehlen.
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Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #2 am: 19. April 2006, 23:19:36 »

Danke für die schöne Rezi, adia! :)

Habe gerade gesehen, dass es das Buch nun auch in der günstigeren Variante gibt. Kommt gleich auf meine Wunschliste! :breitgrins:
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adia

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Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #3 am: 20. April 2006, 22:48:56 »

Zitat von: *Sternenstauner*
Danke für die schöne Rezi, adia! :)


 :redface:  Aber gerne doch! Danke für die :blume:

Die Ausgabe habe ich auch  :breitgrins:

lg, adia
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Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #4 am: 21. April 2006, 00:21:23 »

@ adia
Gerne doch. :)
Ich hatte das Buch schon vor einiger Zeit gesehen und da ich Hornby ganz gerne lese, hab ich's mal auf meiner Merkliste gesetzt. Da ich bisher aber nur die Ausgabe für 19,90 EUR kannte, hatte das Buch es noch nicht ganz in mein Wunschbuch geschafft. Aber das hat sich ja jetzt geändert. :breitgrins:
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Emily

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #5 am: 20. September 2006, 20:51:57 »

Nachdem es das Buch jetzt endlich als Taschenbuch gibt, kam ich auch in den Genuss. Und es war wirklich ein Genuss. Die vier so unterschiedlichen Charaktere wurden einfach toll dargestellt. Ich konnte mich in jeden einzelnen hinein versetzen. Es ist ein recht ernstes Buch, aber trotz des Themas gibt es auch immer wieder mal etwas zu lachen. Für die letzten 150 Seiten habe ich mir den Abend frei genommen, weil ich sie nicht nebenbei lesen wollte. Ich wollte sie gerne genießen, voll und ganz eintauchen. Was bei diesem Buch wahrhaftig nicht schwer fällt. Es unterhält und ist doch mehr als pure Unterhaltung, regt zum Nachdenken an.

Von mir bekommt es:

 5ratten

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #6 am: 21. September 2006, 16:50:08 »

Ich fand die Geschichte auch super! Für mich war das der erste Hornby ever, aber sicher nicht der letzte. Ich fand es wirklich toll, wie er es geschafft hat, so ein ernstes Thema einerseits mit Samthandschuhen anzufassen und andererseits trotzdem noch Humor reinzubringen.

Und ich möchte auch nochmal "Werbung" für das Hörspiel machen. Ich habe selten so viele tolle und vor allem passende Stimmen bei einer Produktion gehört!  :klatschen: Da fällt es einem auch ganz leicht, nicht abzuschweifen (passiert mir sonst leider öfter  :redface: ).

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #7 am: 22. September 2006, 18:24:26 »

Ich hab das Buch jetzt auch innerhalb von 2 Tagen verschlungen. Es war mein erstes Buch von Nick Hornby, aber ich hab gleich 2 weitere gekauft. Ich bin wirklich begeistert. Eigentlich ist die Geschichte ja traurig, aber man hat trotzdem immer was zu lachen. Gleichzeitig gibt es natürlich auch Dinge, die einen nachdenklich oder traurig machen, aber es ist trotz dem ernsten Thema ein postives Buch. Ich finde es sehr schön, wie aus der Sicht aller 4 Personen erzählt wird, wie man jeden nach und nach besser versteht etc.
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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #8 am: 22. September 2006, 19:00:36 »

Es war mein erstes Buch von Nick Hornby, aber ich hab gleich 2 weitere gekauft.
Darf ich fragen um welche Bücher es sich da handelt?
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tina

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #9 am: 22. September 2006, 19:08:09 »

Hi,

ich habe das Buch im August gelesen und fand es auch gut. Eigentlich gibt es dem, was Ihr schon gesagt habt, nichts mehr hinzuzufügen. Ich habe aber schon oft bei britischen Autoren und Filmen diese ungewöhnlich Kombination von traurig und lustig gefunden. Nie wird etwas ins lächerliche gezogen, weil oft immer ein liebenswert erhobender Finger im hintergrund steht. Was schon erwähnt wurde und was mir auch gut gefiel: Am Anfang war mir keiner der Charaktere besonders smypathisch, aber ich wurde eines besseren belehrt. Nick Hornby offenbart die Seele seiner Protagonisten nicht auf der ersten Seite. Man lernt sie regelrecht kennen und hat öfter mal dieses "Oh-Gefühl". Nicht jeder ist so tough, wie er von aussen scheint.
Ein schönes Buch und eine gelungene Mischung aus Humor und Ernst.
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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #10 am: 22. September 2006, 21:12:20 »

Hallo,

ich bin sehr froh, dass es dieses Buch gibt, denn ich habs meiner Klasse als Lektüre vorgeschlagen und es war ein Volltreffer und hat bei vielen Schülern die Lust auf mehr gemacht.

Judith :winken:
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bellastella

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #11 am: 22. September 2006, 22:17:59 »

Ich habe gerade noch 30 Seiten vor mir..
Das Buch war seit langem mal wieder ein Versuch, ein Buch auf Englisch zu lesen. Versuch deshalb, weil ich i.d.R zu faul bin, Bücher auf Englisch zu lesen; wenn ich nicht jedes Wort weiß und jeden Satz exakt aufnehmen kann, dann stört mich das total...

Aaaber dieses Buch hat es geschafft, dass sich mein Lesetempo im Englischen gesteigert hat  :zwinker:
Der Schreibstil, die Geschichte und die Mischung, die Hornby kreiiert hat, gefällt mir wirklich auch sehr gut.

Hab es auch gleich weiterempfohlen =)

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #12 am: 24. September 2006, 10:56:30 »

Es war mein erstes Buch von Nick Hornby, aber ich hab gleich 2 weitere gekauft.
Darf ich fragen um welche Bücher es sich da handelt?

Ich hab mir noch "About a Boy" und "High Fidelity" gekauft, aber bis jetzt noch nicht gelesen...
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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #13 am: 29. September 2006, 14:05:12 »

Ich bin gerade durch und fand es auch ganz ganz großartig! Traurig und witzig zugleich, immer unterstrichen mit Schimpfworten oder Kraftausdrücken.
Wenn die Geschichte verfilmt wird, wüsste ich auf Anhieb, wer Martin spielen könnte :zwinker:
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tina

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Re: Nick Hornby - A Long Way Down
« Antwort #14 am: 29. September 2006, 14:27:36 »

Wenn die Geschichte verfilmt wird, wüsste ich auf Anhieb, wer Martin spielen könnte :zwinker:

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