Hi!
Die Spoiler-Diskussion hatten wir ja auch schon mal ... Ich weiss, dass ich in der Minderheit bin, aber von zu Zeit kann ich es mir nicht verkneifen (ich konnte es aber z.B. im Thread zur SZ-Bibliothek!), darauf hinzuweisen, dass es Leute gibt, die Spoiler mögen und Bücher anhand von möglichst viel Wissen einzuschätzen versuchen. (Nämlich dahingehend, ob sich eine Lektüre lohnt.)
Und ja: Ich habe was gegen Serien und Reihen und Sequels und Prequels. Ich habe so etwas in jugendlicherem Alter verschlungen, sei es nun Karl May gewesen oder "Doc" Smith. Und - wahrscheinlich aus reiner Nostalgie - ich finde diese Autoren nach wie vor genial. Dann kamen Grössen, die ich verehrte, wie Heinlein oder Asimov, auf die Idee, Endlos-Zyklen zu bauen oder bestehende Zyklen fort- und zusammenzuführen. Je älter der Autor und sein Werk, desto geringer die Qualität.
Schliesslich kamen in SF und Fantasy immer mehr auf die Idee, gleich von Anfang an Riesen-Zyklen zu bauen. Irgendwann verliere ich als Leser - und der Autor meist noch vorher! - den Überblick.
Einer der Gründe, warum ich Dune nie gelesen habe. Entweder eine Geschichte ist fertig erzählt oder nicht. Von einander unabhängige Teile eines Erzähluniversums gibt es für mich nicht. Und mich interessiert entweder das ganze Universum oder gar nichts.
Abgesehen davon, dass mit zunehmender Länge immer mehr Geschwafel eindringt. Und das ganz von Anfang an bereits. Selbst Tolkiens Lord of the Rings leidet darunter.
Meine persönliche Einstellung, die ich auch niemandem aufzwinge ...
Grüsse
Sandhofer