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Autor Thema: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel  (Gelesen 10652 mal)

Aldawen

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #15 am: 30. April 2008, 22:45:30 »

Ich hätte lieber ein wenig mehr über den interessanten Charakter John Silver erfahren. Da hat Stevenson einen charismatischen Charakter geschaffen, dessen Lebensgeschichte sicher noch viel Beschreibenswertes hergegeben hätte. Stattdessen ständig diese Abenteuerroman-Elemente...

Den Eindruck hatten andere auch schon, deshalb wohl gibt es dieses Buch:

  Björn Larsson: Long John Silver

Das ist eine als „Autobiographie“ getarnte fiktive Lebensbeschreibung des berühmten Piraten. Liegt bei mir noch auf dem SuB, ich habe aber viel Gutes drüber gehört ...

Schönen Gruß,
Aldawen
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Alfa_Romea

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #16 am: 01. Mai 2008, 11:59:47 »

@Aldawen:
Na, dann freue ich mich doch über eine Rezension von dir in ein paar Monaten/Jahren  :smile:
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Aldawen

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #17 am: 01. Mai 2008, 12:05:08 »

@Aldawen:
Na, dann freue ich mich doch über eine Rezension von dir in ein paar Monaten/Jahren  :smile:

Letzterer Zeithorizont dürfte realistisch sein  :breitgrins:
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Doris

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #18 am: 21. Mai 2008, 22:21:55 »

Die Schatzinsel (OA 1883, dt. 1897) habe ich als Kind mehrfach gelesen, angefangen in der Form eines einfachen Bilderbuches bis hin zum Jugendbuch. Bei meiner jetzigen Ausgabe (Eduard Kaiser Verlag, Klagenfurt) bin ich mir allerdings nicht mehr ganz sicher, ob das Buch wirklich ausschließlich auf die junge Zielgruppe zugeschnitten ist. Teilweise fand ich es leicht anspruchsvoll formuliert, auch die grob gezeichneten, düsteren Illustrationen finde ich nicht für Kinder geeignet.

Zum Inhalt schreibe ich nichts mehr, dazu gab es oben schon ausreichend zu lesen.

Jim Hawkins verkörpert den typischen Jungen: abenteuerlustig, spontan und gelegentlich in Fettnäpfchen steigend. Er und Long John Silver waren die einzigen Figuren, auf die halbwegs detailliert eingegangen wurde, von den anderen Herrschaften erfährt man dagegen zu wenig. Auch eingehendere landschaftliche oder psychologische Beschreibungen sind eher spärlich gesät, was aber bestimmt darauf zurückzuführen ist, dass jugendliche Leser darauf eher wenig Wert legen. Die Handlung wird flüssig und spannend erzählt und lässt einen förmlich mitfiebern. Es steckt alles darin, was ein Abenteuerroman braucht: Ein Held, Bösewichte, exotische Schauplätze, Geheimnisse, Tote ... und ein Happyend.
 
Gestört hat mich, dass in meiner Ausgabe Long John Silver eingedeutscht und als der „lange Hans Silver“ betitelt wurde, ebenso wurde aus dem „Mr.“ ein „Herr“. Auch die Illustrationen gefielen mir absolut nicht, was aber eine reine Geschmackssache ist und mit dem Buch selbst nichts zu tun hat. 

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fairy

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #19 am: 21. Mai 2008, 23:28:19 »

Gestört hat mich, dass in meiner Ausgabe Long John Silver eingedeutscht und als der „lange Hans Silver“ betitelt wurde

 totlach Nee, oder?  totlach Wie kommt man denn darauf, sowas zu machen? Und vor allem dann so einen Mischmasch zu machen und nicht auch noch Silver zu übersetzen. :vogelzeigen:
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Alfa_Romea

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #20 am: 22. Mai 2008, 15:38:32 »

Gestört hat mich, dass in meiner Ausgabe Long John Silver eingedeutscht und als der „lange Hans Silver“ betitelt wurde,

:entsetzt: Bei mir war er auch eingedeutscht, aber die Übersetzung beschränkte glücklicherweise sich auf das Adjektiv: Der lange John Silver, hiess der Schiffskoch bei mir.
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Doris

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #21 am: 22. Mai 2008, 21:05:37 »

Ja, ich fand es auch unmöglich. Dieses Hin und Her allein innerhalb eines einzigen Namens  :rollen:. Auch die Anreden wie z.B. Herr Trelawney passten überhaupt nicht. Die Titulierung Sir wurde dagegen wieder beibehalten. Da wäre eine einheitliche Linie besser gewesen. Das liegt wahrscheinlich an der relativ alten Übersetzung aus einer Zeit, als noch nicht so viele Menschen wie heutzutage Englisch sprachen.
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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #22 am: 15. Juni 2008, 16:06:18 »

Ich habe die Schatzinsel grade durchgelesen und bin begeistert.  :klatschen:
Ich habe lange kein Buch mehr so verschlungen! Ich war richtig erstaunt, wie leicht es zu lesen ist, obwohl ich so gar keine Schiffsvokabeln kenne. Obwohl mir der Charakter von Jim Hawkins etwas zu undurchsichtig und einfach gestrickt war, habe ich von Anfang bis Ende richtig mit ihm mitgefiebert. Die anderen Personen konnte man sich dagegen richtig gut vorstellen und sie sind mir zum Ende hin (fast) alle richtig ans Herz gewachsen. Bei mir war übrigens Long John auch nur halb eingedeutscht: Der lange John Silver. Ist zu verkraften, finde ich. Ganz besonders hat mir auch der norddeutsche Slang der Seeleute gefallen  :breitgrins:
Das war ja mal ein Abenteuer am Sonntag-Nachmittag :urlaub:
Ich vergebe:

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sandhofer

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #23 am: 15. Juni 2008, 17:38:47 »

Obwohl mir der Charakter von Jim Hawkins etwas zu undurchsichtig und einfach gestrickt war, [...]

Meinst Du eventuell: "zu durchsichtig", ohne "un"?
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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #24 am: 15. Juni 2008, 18:16:18 »

Obwohl mir der Charakter von Jim Hawkins etwas zu undurchsichtig und einfach gestrickt war, [...]

Meinst Du eventuell: "zu durchsichtig", ohne "un"?

Hm,  :gruebel: nee, ich würde schon sagen zu undurchsichtig. Weil ich mich manchmal so gar nicht in ihn hinein versetzten konnte. Zum Beispiel hat mich etwas schockiert, dass der Tod seines Vaters ihn nicht weiter zu bewegen scheint, so auch der Abschied von seiner Mutter und später dann der Kampf gegen die Seeräuber. Das hat mir irgendwie das Gefühl gegeben, dass er den Leser nicht an all seinen Eindrücken teilhaben lässt. Und gleichzeitig (wohl grade deswegen..) finde ich den Charakter zu einfach gestrickt. Ja, gar nicht so einfach zu beschreiben   :rollen:
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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #25 am: 16. Juni 2008, 07:27:20 »

Obwohl mir der Charakter von Jim Hawkins etwas zu undurchsichtig und einfach gestrickt war, [...]

Meinst Du eventuell: "zu durchsichtig", ohne "un"?

Hm,  :gruebel: nee, ich würde schon sagen zu undurchsichtig.

Ah ja ... das passte für mich irgendwie nicht zusammen, da ich einfach gestrickte Charaktere für durchsichtig gehalten habe. Aber Deine Erklärung leuchtet mir ein.  :winken:
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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #26 am: 09. Juli 2008, 13:41:45 »

Da ich das Buch auch gerade lese, will ich auch mal meinen Senf dazu geben.
Da ich gerade die Reise um die Erde in 80 Tagen gelesen habe, fiel mir der Einstieg in das Buch sehr einfach. Ein klassisches Abenteuer eben.
Viele schwieriger sind meiner Meinung die ganzen Charaktere, die recht schnell eingeführt wurden. Irgendwie kann ich die alle noch nicht zuordnen.
John Silver ist der Koch, Liversey der Arzt und Jim Hawkins die Hauptfigur. Aber bei allen anderen hört es dann auch schon auf. Irgendwie ging mir das alles viel zu schnell ...
Bei wem ist/ war das noch so?
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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #27 am: 09. Juli 2008, 13:47:37 »

Viele schwieriger sind meiner Meinung die ganzen Charaktere, die recht schnell eingeführt wurden. Irgendwie kann ich die alle noch nicht zuordnen.
John Silver ist der Koch, Liversey der Arzt und Jim Hawkins die Hauptfigur. Aber bei allen anderen hört es dann auch schon auf. Irgendwie ging mir das alles viel zu schnell ...
Bei wem ist/ war das noch so?


Ja, das ging mir auch so! Aber ich finde, wenn man von dem einen oder anderen Seeräuber den Namen nicht zuordnen kann, ist es nicht so schlimm, weil irgendwann nochmal genauer auf die Leute eingegangen wird und dann macht es irgendwann "klick", oder sie waren eh nicht soo wichtig für die Geschichte  :zwinker:
Viel Spaß beim Weiterlesen! Übrigens finde ich die Kombination erst "In 80 Tagen um die Erde" zu lesen und dann "Die Schatzinsel" großartig - Mir hat auch vor allem Jules Verne Lust auf Abenteuer-Geschichten gemacht  :klatschen:
« Letzte Änderung: 09. Juli 2008, 14:26:05 von WitchCookie »
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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #28 am: 09. Juli 2008, 14:12:44 »

Viele schwieriger sind meiner Meinung die ganzen Charaktere, die recht schnell eingeführt wurden. Irgendwie kann ich die alle noch nicht zuordnen.
John Silver ist der Koch, Liversey der Arzt und Jim Hawkins die Hauptfigur. Aber bei allen anderen hört es dann auch schon auf. Irgendwie ging mir das alles viel zu schnell ...
Bei wem ist/ war das noch so?


Ja, das ging mir auch so! Aber ich finde, wenn man von dem einen oder anderen Seeräuber den Namen nicht zuordnen kann, ist es nicht so schlimm, weil irgendwann nochmal genauer auf die Leute eingegangen wird und dann macht es irgendwann "klick", oder sie waren eh nicht soo wichtig für die Geschichte  :zwinker:
Viel Spaß beim Weiterlesen! Übrigens finde ich die Kombination erst "In 80 Tagen um die Erde" zu lesen und dann "Die Schatzinsel" großartig - Mir hat auch vor allem Jule Verne Lust auf Abenteuer-Geschichten gemacht  :klatschen:

Wenn WitchCookie das sagt glaube ich das einfach mal  :eis:
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fairy

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Re: Robert L. Stevenson - Die Schatzinsel
« Antwort #29 am: 24. Juli 2008, 16:08:54 »

Ganz besonders hat mir auch der norddeutsche Slang der Seeleute gefallen  :breitgrins:


Haha, ist ja lustig! :lachen:
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