Arne Dahl – Rosenrot
Inhaltsangabe:(Klappentext) "Dag Lundmark war Leiter der rasch und effektiv durchgeführten Razzia. Winston Modisane musste dabei sterben - aber war der Tod des Südafrikaners wirklich unvermeidlich? Paul Hjelm und Kerstin Holm ermitteln in einem Fall, der im Milieu illegaler Einwanderer beginnt und in der trügerischen Idylle eines schwedischen Sommers atemlos endet. Ein Fall, der mehr mit ihnen selbst zu tun hat, als sie wahrhaben wollen ..."
Der Roman spielt in der heutigen Zeit in Schweden.
Das Buch ist der fünfte Band der Reihe um Paul Hjelm, Kerstin Holm und die übrigen Sonderermittler aus der „A-Gruppe“.
Der erste Satz:„Sich schwarz ärgern, dachte er und fixierte sein Spiegelbild.“
Meine Meinung zum Buch:Nach dem wirklich grandiosen vierten Teil der Serie fällt dieses Buch leider etwas ab. Aber ein mittelmäßiger Arne Dahl ist immer noch ein sehr guter Krimi.

Dass hinter dem Tod des Südafrikaners mehr steckt als ein missglückter Fluchtversuch, wird dem Leser gleich zu Anfang klar gemacht. Dahl versucht gar nicht erst, die Tatsache zu verschleiern, dass Dag Lundmark sein Gegenüber kaltblütig erschießt. Das Motiv allerdings lässt sehr lange auf sich warten und es macht Spaß, der A-Gruppe beim Ermitteln zuzuschauen.
Arne Dahl gibt in jedem Buch einer anderen Person aus der A-Gruppe etwas mehr Gewicht als den anderen. Damit hat diese Figur die Chance, sich charakterlich weiterzuentwickeln und den Lesern näher gebracht zu werden – ein Punkt der Reihe, den ich sehr schätze. Diesmal kommt also Kerstin Holm an die Reihe, die in den Fall tiefer verwickelt ist, als sie es sich träumen lässt. Mehr will ich aber hier nicht verraten.
Der Autor setzt sich in diesem Buch mit der Situation der illegalen Einwanderer in Schweden auseinander und zeigt die Missstände und Bedingungen auf, unter denen diese Menschen zu leiden haben. Parallelen zu anderen europäischen Ländern sind natürlich kein Zufall.
In meinen Augen hat dieses Buch allerdings ein paar Schwächen:
Die Auflösung des Falles und das Motiv Lundmarks kommen mir etwas abstrus vor.
Außerdem erscheint es mir unglaubwürdig,
dass eine Frau eine Schwangerschaft inkl. Geburt so komplett verdrängen kann, wie Kerstin Holm das tut.
Aber wie ich am Anfang schon sagte: es ist immer noch ein guter Krimi.
Meine Bewertung:

Viele Grüße von Annabas
