Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: François Cheng - Regenbogen überm Jangtse  (Gelesen 629 mal)

Valentine

  • Middlemarchian
  • Global Moderator
  • *
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 8292
  • ... to love what is good and beautiful ...
François Cheng - Regenbogen überm Jangtse
« am: 21. März 2006, 14:40:20 »

Tianyi ist in einem kleinen Dorf in den chinesischen Bergen aufgewachsen, liebt die Natur und die Malerei. Schon früh hat er den stets kränklichen Vater und kurz darauf die Schwester verloren und lebte dann allein mit seiner Mutter.

Der dichterisch begabte Haolang wird bald sein bester Freund, und beide sind verliebt in die hübsche Yumei. Eines Tages packt Tianyi die Eifersucht, und er läuft davon, lernt bei einem alten Mönch die traditionelle chinesische Malerei, geht nach Frankreich, um auch die westliche Kunst zu studieren.

Inzwischen ist in China Mao an die Macht gekommen und beginnt mit seinen Umerziehungsmaßnahmen für Intellektuelle. Tianyi kehrt nach China zurück, weil er Yumei wiedersehen will und erfahren hat, dass Haolang in ein Arbeitslager gebracht wurde und als tot gilt. Bald darauf gerät er selbst in ein solches Lager ...

Cheng kann wunderschön schildern, Stimmung vermitteln. Die Szenen aus dem Arbeitslager waren erschreckend, seine Schwärmerei für Yumei wunderbar zart. Und doch kam in diesem Buch höchstens die Hälfte des Zaubers herüber, der mich in "Die allzu kurze Ewigkeit" so angesprochen hatte. Die philosophischen Exkurse waren mir zu breit ausgewalzt und wurden auf die Dauer etwas langweilig.

Deswegen nur 3ratten



EDIT: Cedille an das "c" in François gehängt. LG, Saltanah
« Letzte Änderung: 09. Dezember 2009, 17:20:04 von Saltanah »
Gespeichert
The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch