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Autor Thema: Douglas Adams - Die Letzten ihrer Art  (Gelesen 2509 mal)

foenig

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Re: Douglas Adams - Die Letzten ihrer Art
« Antwort #15 am: 27. September 2010, 10:45:32 »

Hey,
ich kannte Douglas Adams Stil schon vom Anhalter und daher wusste ich auf was ich mich einlasse. Man sollte definitiv die Art von Humor mögen ansonsten hat man an diesem Buch wohl wenig Freude. Außerdem sollte man auch wissen, dass die Reisebeschreibungen und Erlebnisse bei der Suche nach den aussterbenden Tieren viel Raum einnehmen, so dass sich nicht das ganze Buch nur um diese Tiere dreht. Mir gefiel aber genau diese Mischung aus Adams Humor die verschiedenen Probleme der Reise zu beschreiben, so wie auch seine Beschreibungen, wenn sie es dann doch geschafft haben eins der seltenen Tiere zu finden und in freier Wildbahn zu begegnen.
Besonders gut beschrieben fand ich die Begegnungen mit den Berggorillas und den weißen Nilpferden, die gar nicht weiß sind. Bei den Berggorillas fand ich es sehr interessant wie schnell man dazu übergeht sie zu vermenschlichen und ihre Gesten und Ausdrücke wie die eines Menschen zu deuten. Naja, schließlich sind wir auch eng mit ihnen verwandt, aber trotzdem sind es wilde Tiere, bei denen wir nicht wissen, was sie denken.
Die Begegnung mit den weißen Nilpferden fand ich spannend zu verfolgen, weil die Gruppe sich sehr behutsam langsam nähern musste und man schon sehr viel Vorwissen braucht um eine Taktik zu entwickeln, damit das Nilpferd nicht einfach weggeht.
Mir hat das Buch insgesamt unheimlich gut gefallen, weil es nicht mit erhobenen Zeigefinger daher kam, sondern sich den bedrohten Tieren mit Humor genähert hat. Ich vermute, dass man so wesentlich mehr Leute erreichen und für solche Themen sensibilisieren kann.

Fazit: Humorvolles Buch zu einem ernsten Thema  5ratten
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Zara

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Re: Douglas Adams - Die Letzten ihrer Art
« Antwort #16 am: 18. Januar 2011, 22:01:47 »

Dieses Buch hat meine Erwartungen leider nicht ganz getroffen. Mit dem Humor von Douglas Adams bin ich nicht so recht warm geworden. Seine Art, wie er über die Bürokratie in manchen Ländern "herzieht", mag zwar begründet sein, war aber für mich dann doch mühsam zum Lesen.

Die Infos über die Tiere waren sehr interessant, nur hatte ich mir mehr Infos erhofft. Man erfährt zwar interessante Dinge, aber irgendetwas, das ich nicht so ganz in Worte fassen kann, hat mir gefeht. Aber ich habe durch dieses Buch ein neues Tier kennengelernt: Den neuseeländischen Papagei Kakapo. Der hat es mir wirklich angetan  :herz:

Die tollen Bilder haben das ganze Buch dann noch schön abgerundet. Alles in allem war es für mich zwar kein Lese-Highlight, es verdient sich aber trotzdem  3ratten
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Liebe Grüße, Zara

Mein SuB   :sonne:  Weltreise-Liste

CanBorges

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Re: Douglas Adams - Die Letzten ihrer Art
« Antwort #17 am: 04. Dezember 2011, 16:48:34 »

Wer hier jetzt einen hoch wissenschaftlichen, zoologischen Expeditionsbericht erwartet, wird zwar ganz sicher danach nicht enttäuscht sein, liegt aber dennoch so was von daneben ...
Ein technik- und konsumverwöhnter Science-Fiction-Autor begibt sich, zusammen mit einem Spezialisten auf dem Gebiet der Zoologie, nicht immer mit den komfortabelsten Fortbewegungsmitteln, auf manchmal lebensbedrohlich anmutende Expeditionsreisen zu einigen stark bedrohten Tierarten unserer Erde. Bedingt durch seine Unkenntnis, gepaart mit seinem verwöhnten Lebensstil, und der Kenntnis, Mittellosigkeit und dem Enthusiasmus einiger Tierexperten/-schützer, prallen dabei Welten, in den unterschiedlichsten Regionen unserer Erde, aufeinander.
Beispiellos verbindet Adams hier eine unvergleichliche Komik mit der Ernsthaftigkeit eines stets aktuellen Themas, dem rapiden Aussterben und dem dringend notwendigen Schutz von stark bedrohten Tierarten, in allen Ecken unserer Welt. Auf höchst amüsante Weise vermittelt er dabei die ökologischen und zoologischen Zusammenhänge, beschreibt die fast ausweglose Situation von vielen enthusiastischen Tierschützern, die trotzdem niemals aufgeben, wie auch die wirtschaftliche und politische Situation in manchen Regionen, ohne dabei jemals belehrend zu wirken oder mit dem Finger auf Einzelne zu zeigen, abgesehen von uns Menschen als Gesamtheit.
Jeder kennt hoffentlich das Schmunzeln und Lächeln beim Lesen, ich aber gehöre eigentlich zu den Lesern, die so gut wie nie dabei richtig und laut lachen müssen. Hier schon und nicht gerade selten! Deshalb meine Empfehlung, es nicht in einer Bibliothek oder während einer langweiligen Vorlesung zu verschlingen! Wenn es dabei noch ganz nebenbei ein Wissen vermittelt, dass eigentlich jeder haben sollte und selbst mir als ehemaligem Biologen einiges Neues zu bieten hatte, umso besser. Und obwohl ich seine „Hitchhiker-Trilogie“ vorher nicht gelesen hatte, und ganz nebenbei heute noch nicht besonders mag, würde ich die Frage nach meinem absoluten Lieblingswerk aus dem Genre Humor immer mit diesem Buch beantworten. Für mich ein lohnenswertes Muss für jeden Fan der geschriebenen Situationskomik!
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Über "Humor" gehen die Meinungen ebenso weit auseinander wie über Literatur an sich. Aufgrund dieser zusätzlichen Erschwernis wird dieses Genre nicht unbegründet als die "Königsdisziplin" bezeichnet. Viele Meinungen hier beschreiben aber etwas zu diesem Buch, was es für mich herausragen lässt: Die Leser informieren sich danach über die Tiere und die Thematik!!! Das schafft ein Infostand des WWF auch, aber erreicht er auch so viele, und vor allem an der Thematik oft vorher uninteressierte, Menschen wie dieses Buch?

Aufgrund der immerwährenden Aktualität des Themas hat sich Adams, da er leider inzwischen verstorben ist, ein Denkmal für die Ewigkeit gesetzt, falls wir vor Erreichen der Ewigkeit nicht selber schon zu den ausgestorbenen Arten zu zählen sind.
„Die Europäer sagen: Die Erde ist das Erbe an unsere Kinder. Die Indianer sagen: Wir haben uns die Erde nur von unseren Kindern geliehen!“
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