Hi!
Ich war auch nicht übermässig begeistert von dem Buch.
Inhalt:
Douglas Adams, Schriftsteller, und Mark Carwardine, Zoologe, reisen zusammen zu vom Aussterben bedrohten Tieren wie dem Komodo-Waran, dem Yangtse-Flussdelphin oder einem komischen Vogel namens Kakapo, der in Neuseeland lebt. Dabei schildern sie ihre Reisen, die Gegenden, in denen sie sich aufhalten und nicht zuletzt auch die seltenen Tiere und ihre menschlichen Beschützer.
Meine Meinung:
Douglas Adams beschreibt die tragischen Umstände, unter denen Tiere an den Rand der Ausrottung geraten, mit Humor, aber trotzdem mit Ernsthaftigkeit. Da die Begegnungen mit den seltenen Tieren meist äusserst kurz sind, nehmen diese Beschreibungen auch nicht viel Platz in dem Buch ein. Die meiste Zeit wird gereist und versucht, sich mit den Gepflogenheiten in fremden Ländern zurechtzufinden. So gesehen ist «Die Letzten ihrer Art» halb Reisebericht, halb Sachbuch, wobei mir der Sachbuch-Bereich eindeutig zu kurz kam. Ich hätte gerne mehr über die besuchten Tiere und ihre Lebensumstände erfahren, vor allem aus wissenschaftlicher Sicht. Adams' Erklärungen schienen mir meist zu wenig fundiert – manchmal war ich nicht sicher, ob er mir jetzt einen Bären aufbinden will oder doch die Wahrheit schreibt.
Am besten liest man dieses Buch zur Unterhaltung, denn witzig geschrieben ist es, vor allem die Reiseberichte. Das Spannendste daran war jedoch, im Internet nachzuforschen, was aus den seltenen Tieren wurde, 17 Jahre nach Erscheinen des Buches. Dabei gibt es gute und schlechte Nachrichten, von Beständen, die sich erholt haben und von solchen, die wahrscheinlich erloschen sind.
Insgesamt bietet das Buch nicht mehr Material zum Nachdenken als jeder WWF- oder Greenpeace-Newsletter, einfach in sehr viel unterhaltsamerer Form präsentiert.
Gruss
Alfa Romea