Die Drachenkämpferin von Licia Troisi


Die Drachenkämpferin erzählt die Geschichte der jungen Halbelfe Nihal, welche im Land des Windes, in der Turmstadt Salazar aufwächst und schon in ihrer Kindheit
gerne Kriegerin spielt. Ihr grösster Traum ist es eine Kriegerin zu werden, doch dies ist nicht einfach, da sie wohl die erste Frau im Lande wäre, welche in den Krieg ziehen würde. Dennoch ist sie nicht von ihrem Traum abzubringen und auch ihr Vater unterstützt sie in gewisser Weise, da er ihr den Schwertkampf beibringt und ihr ein Schwert schmiedet. Sie zieht zu ihrer Tante aufs Land um Magie zu lernen und macht dort die Bekanntschaft mit Sennar, welcher bald ihr bester Freund wird. Eines Tages wird Salazar vom Heer des Tyrannen angegriffen und dem Erdboden gleich gemacht. An diesem Tag verschreibt sich Nihal endgültig dem Krieg und bricht auf eine Drachenkämpferin zu werden. Doch es ist nicht einfach es in den Eliteorden der Drachenkämpfer zu schaffen. Dazu muss sie erst die vielen schweren Prüfungen an der Akademie für Drachenkämpfer bestehen und sich in ihrer ersten Schlacht beweisen...
Anfangs war ich der Meinung, dass dieses Buch nichts weiter als ein Abklatsch von Eragon seit könnte. Ich war wirklich nicht sehr erpicht darauf es zu lesen, aber meine Freunde haben immer wieder davon geschwärmt und so habe ich es dann doch begonnen. Und da wurde mir schnell klar, dass es nicht im Geringsten wie Eragon ist. Ich war zwar nie ganz angetan von dem Schreibstil, Licia Troisi schreibt einfach nicht in der Art, wie ich es am liebsten mag, aber ihre Geschichte ist trotzdem sehr spannend und sie entwickelt sehr interessante Charaktere.
Nihal hat es mir von Anfang an angetan, sie ist ein sehr spezieller Charakter. Sie ist nicht die typische Heldin, welche ohne Probleme alle Gefahren meistert. Die Autorin geht gekonnt auf ihre Vergangenheit ein und entwickelt daraus nach und nach Nihals spezielle Psyche. Es gefällt mir, wie sie mit sich selbst kämpft, wie sie sich heraufarbeiten muss und doch niemals aufgbit.
Auch die anderen Charktere sind nicht einfach in die Geschichte geworfen, sie haben alle ihre Aufgaben und ihren Sinn und sind dabei doch sehr Individuel und hervorragend geschildert.
Auch die Handlung hat mich mitgerissen. Gegabnnt habe ich mitverfolgt, wie Nihal auf ihrem Weg zur Kriegerin durch die verschienden Länder der Aufgetauchten Welt reist und dabei seltsame Geschöpfe wie Kobolde und Nymphen trifft. Auch die Tatsache, dass sie die letzte Halbelfe ihrer Welt ist, macht das ganze spannend: Man will unbedingt wissen was mit ihrem Volk geschehen ist. Ihre Zeit an der Akademie mochte ich auch, da sie die einzige Frau ist, hat sie anfangs einen schweren Stand.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch genossen habe und sehnsüchtig darauf warte, dass die Bibliothek aufmacht und ich mir gleich die nächsten Bände holen kann! Nur der Schreibstil hat es mir nicht so angetan, irgendwie wechseln mir die Sichten zu oft. Was ich auch nicht so schön finde ist, dass man den Tyrannen einfach "Tyrann" nennt. Vielleicht ändert sich das im nächsten Band, aber ich finde es doch etwas einfallslos. Ansonsten ein sehr gutes Buch!
