Fertig!
(Ähm, d. h., mit dem ersten von 4 Bänden

)
Und welch ein Ende bietet Kap. 30 ("Der 5. September"). Auch wenn
eigentlich klar war, wie es ausgehen würde, habe ich mit mitgezittert und gebangt. So soll es sein!
Zwar könnte man am Verhalten Dantès' einiges aussetzen, z. B.
weshalb er Morrel so lange leiden lassen musste. Klar, das hat erzähltechnische Gründe (wie die Hollywoodbombe, die auch erst höchstens 2 Sekunden vor der Explosion entschärft werden darf), aber menschenfreundlich war das wirklich nicht. Und was hätte da alles schiefgehen können
! Jeden Morgen war ich genau so froh, wie Frau und Tochter, dass der Vater/Mann noch lebte, sich also keine Kugel in den Kopf gejagt hatte, und ebenso sehr erwartete ich die Ankunft des Sohnen, der seinem Vater die Meinung geigen würde, und ihn von seinem Vorsatz abbringen würde (dachte ich). Statt dessen sagt der Idiot, er würde einsehen, dass es die einzige Lösung sei
.
Oh - ich konnte auch hier die Gedankengänge gut nachvollziehen, obwohl ich das prinzipiell ganz anders sehe; darin zeigt sich, wie gut Dumas erzählen konnte.
Zwar hat Aeria einen sehr wichtigen und eindringlichen Satz ganz am Ende des Kapitels schon zitiert, aber ich muss den einfach noch mal wiederholen, so eiskalt ist es mir beim Lesen desselben den Rücken heruntergelaufen!
Und nun, lebt wohl Güte, Menschlichkeit, Erkenntlichkeit! Lebt wohl, alle Gefühle, die ihr das Herz zum Erblühen bringt! (...) Nun mag der Herr, der Rächer, mir seinen Platz überlassen, um die Bösen zu strafen!
Das "Kapitelproblem":
Hier gibt es ein Inhaltsverzeichnis auf französisch. Auch ohne Französischkenntnisse müsste es euch (wie mir mit meinem 1 Semester VHS) möglich sein, zumindest einige der Überschriften zu verstehen und dadurch nachzählen zu können, wo man sich befindet.
Und wenn man etwas mehr französisch kann, kann man die Kapitel auch anklicken und online lesen.