ich persönlich lese immer noch "das haus der schwestern" von charlotte link. das hab ich in der letzten lesenacht vor einer woche schon gemacht. es ist wirklich schön geschrieben.
ein deutsches ehepaar will ihre kaputte ehe mit einem kurzurlaub über weihnachten in einem abgelegenen haus in schottland verbringen. die hausherrin verbringt diese zeit bei ihrer schwester in einem anderen ort. das ehepaar schneit über nacht völlig ein und muss von wenigen lebensmitteln zehren. die frau, barbara amberg, findet durch zufall ein manuskript versteckt im schuppen und liest es völlig gefangen. es wird die geschichte von frances gray beschrieben, die in diesem haus mit ihrer jüngeren schwester und ihrem älteren bruder aufwuchs.
das buch ist toll geschrieben. praktisch gesehen sind es ja zwei in einem.
frances geht als junges mädchen nach london und erlebt den kampf und das frauenwahlrecht, den 1. weltkrieg und vieles andere. liebe ist natürlich auch dabei.
momentan sind wir im jahr 1919.
nachdem frances jugendliebe john von ihr abgewiesen wurde, heiratete er ihre schwester, ist aber nicht glücklich mit ihr. den krieg hat er, genauso wie frances bruder halsbwegs überstanden. der eine ergeht sich in agressionen, der andere lebt in seinen eigenen gedanken. frances und victoria (die schwester) hassen sich. victoria wurde nie von john schwanger und nun weist er sie ab, er hat eine heimliche affäre mit frances.
schön wäre es ja, wenn ich heute damit fertig würde, aber ich bin genau auf der hälfte und habe noch 300 seiten vor mir. immer dasselbe. bei einer guten geschichte will man einerseits alles schnell verschlingen und erleben und andererseits nicht, dass die geschichte überhaupt endet.