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Autor Thema: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes  (Gelesen 15490 mal)

Lilka

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #90 am: 13. April 2008, 18:44:59 »

Ich kann die Begeisterung, die dieses Buch ausgelöst hat, leider nicht verstehen. Ich  konnte an dieser Geschichte nichts originelles erkennen. Der Ansatz war zwar nicht schlecht (der Friedhof der vergessenen Bücher u.s.w. hört sich alles gut an...), aber im Endeffekt ist das Buch einfach nur eins von vielen , in letzter Zeit immer wieder erscheinenden, Büchern über Bücher.
Es war auch nicht spannend oder mitreißend. Ganz im Gegenteil- ich musste mich richtig durchkämpfen.
Es tauchen immer mehr Personen auf, was dazu führt, dass die  einzelnen Charaktere schlecht ausgearbeitet sind. Alles irgendwie zerstreut, unbeendet. Der Autor hätte sich auf weniger Helden, dafür aber intensiver, konzentrieren sollen.  Es sind keine psychologischen Porträts, es sind nur kleine Umrisse der Protagonisten. Die Sprache ist zuckersüß, infantil und  es kommen immer wieder logische Fehler vor.
Tolle Zutaten für ein gutes Buch waren gegeben: die wunderschöne Stadt Barcelona und deren Flair, die Liebe zu Büchern, interessante Geschichte. Das Ergebnis ist eher mittelmäßig.
Meine Bewertung für die schöne Idee und schlechte Umsetzung:
 2ratten
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tjaa

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #91 am: 22. Juni 2008, 20:42:36 »

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten habe ich mich doch mit dem Buch angefreundet. Die letzten 300 Seiten gingen recht schnell. Anfangs fand ich es auch schwierig, in die Geschichte reinzukommen. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr mochte ich es.
Ich gebe dem Buch  4ratten
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:lesen: Jonathan Safran Foer - Extremely loud and incredibly close

Tammy1982

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #92 am: 24. Juni 2008, 22:03:50 »

Hallo tjaa,

das freut mich ja, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Jetzt bin ich endgültig neugierig geworden und werde es mir wohl auch bald mal zulegen müssen!  :zwinker:

 :winken:

Liebe Grüße
Tammy
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Saltanah

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #93 am: 05. Juli 2008, 12:58:39 »

Hier nun auch meine Meinung zu dem Buch, das ich in der englischen Übersetzung unter dem Titel "The Shadow of the Wind" gelesen habe.



Die Geschichte um Daniel, den jungen Spanier, der in den 50er Jahren dem Autor eines Buches nachforscht, das ihn als Kind zutiefst beeindruckt hatte, fing eigentlich recht gut an. Die Vorstellung eines "Friedhofs der vergessenen Bücher" lässt das Herz einer Büchernärrin natürlich höher schlagen, und die Beschreibung, wie der damals kleine Daniel als Kind in dem Buch versinkt, lässt mich nostalgisch an die ungeheuer intensiven Leseerlebnisse meiner Kindheit zurückdenken.

Aber schon bald ließen mich Kleinigkeiten das Buch kritischer beäugen. Kann ein Zehnjähriger wirklich diesen Gedanken gehabt haben, fragte ich mich mehrmals. Insgesamt doch voller Wohlwollen dem Buch gegenüber versuchte ich für mich diese Frage damit zu beantworten, dass der erwachsene Ich-Erzähler die Gedanken ja seinem früheren Ich sozusagen in den Kopf legt, es sich also um eine spätere Konstruktion des Erwachsenen handelt. Den - möglichen - Widerspruch klärte ich also nicht ganz zufriedenstellend so für mich.

Nun ja, die Geschichte schreitet fort, für meinen Lesegeschmack zwar manchmal etwas zu detailliert beschrieben, aber doch fesselnd, vor allem durch die schöne Atmosphäre des düsteren, regnerischen Barcelona. Aber auch diese mich anfangs ansprechende Atmosphäre begann mich schließlich zu nerven. Wieso ist hier eigentlich ständig Winter? Scheint in Barcelona die Sonne nie? Gibt es keine Wohnungen mit großen Fenstern und waren fensterlose Zimmer damals wirklich so häufig? Müssen wirklich alle Szenen unbedingt in der Dämmerung oder nachts spielen?
Verstärkt wurden diese meine Fragen durch den sehr filmischen Stil Ruiz Zafóns - ich denke, hier scheint seine Vergangenheit als Drehbuchautor hindurch. Ich sah viele Szenen quasi wie im Kino vor mir (ist eigentlich eine Verflmung geplant oder schon ausgeführt?) und da ich mich in Filmen immer ärgere, wenn die Handlung nur schememhaft zu sehen ist, stört mich das mangelnde Licht doch mehr und mehr - Atmosphäre hin oder her.

Aber trotzdem - ein stilistisch gutes Buch, das (mich) stark an "Gothic Novels" des 19. Jahrhunderts erinnert. Spannend, geheimnisvoll, mit stark gezeichneten Figuren und voller intensiver Gefühle. Etwas zu intensiver Gefühle, dachte ich nach einiger Zeit. Müssen wirklich alle Figuren an ihrer Liebe, der großen, einzigen, unersetzbaren Liebe ihres Lebens leiden? Ist es denn wirklich so ganz unmöglich, eine tragische Liebesbeziehung zu überwinden und mit einem anderen Menschen glücklich zu werden? Diesem Buch nach zu urteilen nicht. So gerne ich von starken Gefühlen lese, hier wurde mir das schließlich zu viel.
Und auch das andere Extrem wurde zu alles beherrschend geschildert. Der unendliche Hass, der Fumero antreibt, seine grenzenlose Schlechtigkeit, die er hemmungslos auslebt, ist einfach zu viel des Gu-, nein, des Bösen natürlich.
Zwischentöne fehlen hier völlig.

Ebenfalls störte mich der Wechsel in der Erzählperspektive. Damit meine ich nicht die (im Englischen kursiv geschriebenen) Einschübe aus der Sicht anderer Personen, sondern die Tatsache, dass sich dort manchmal unangekündigt ein allwissender Autor äußert, der erzählt, was niemand der beteiligten Personen wissen kann. Hier werden Informationen geliefert, die sozusagen aus dem Nichts kommen, die zumindest Daniel nie erfahren haben kann. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob irgendwo explizit gesagt wird, dass Daniel diese Informationen auch bekommen hat, oder ob sie doch nur an den Lesern mitgeteilt werden.
Wer ein Beispiel möchte: Der letzte Absatz von Priester Fernando Ramos' Erzählung über die gemeinsame Schulzeit erzählt etwas über Francisco Javiers Gedanken während eines später stattfindenden Ereignisses, von denen (den Gedanken, von dem Ereignis kann er theoretisch erfahren haben) der Priester nun wirklich nichts wissen kann. (In meiner Ausgabe auf S. 222 von 506.) Ähnliche "allwissende" Einschübe kommen immer wieder vor.

Und trotzdem - eigentlich habe ich die gute Hälfte des Buches recht gerne gelesen. So lange alles noch rätselhaft blieb, konnte mich dieser Schauerroman gut unterhalten. Als dann aber der Rätsel Lösungen geballt auftauchten, nahm mein Interesse rapide ab. Nicht nur hatte ich die vermutlich als Schock geplanten Enthüllungen weitgehend geahnt, auch das Tempo wurde mir zu stark angezogen. Des weiteren waren mir die Parallelen zwischen Juliáns und Daniels Leben zu deutlich und das Ende schließlich dermaßen überzogen dramatisch, dass mir beinahe übel wurde. Ein Showdown, wie er in jedem Actionfilm zu finden ist, ließ mich die Augen verdrehen.
Logik? Vergiss' es! Ich versuchte, mir den Kampf vorzustellen, und sah aus wie ein Fragezeichen: Wenn ich mit einer Hand meinem Gegner die Kehle zudrücke und mit der anderen die Hand festhalte, in der er eine Pistole hält, mit welcher Hande greife ich dann zu dem so passend in der Wand steckenden Messer?

Und da wir schon bei Logikfehlern sind: Hut ab vor dem Können der spanischen Gynäkologen!
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Auch andere kleinere Fehler sind mir aufgefallen, die ich hier aber nicht alle aufzählen möchte - und die ich zum teil auch schon wieder vergessen habe.

Mein Fazit:
Ich kann gut verstehen, wieso das Buch so ein Erfolg geworden ist, aber meine wohl übersteigerten Erwartungen konnte es nicht erfüllen. Mir war es in jeder Hinsicht zuviel.

2ratten für das Buch an sich und  :marypipeshalbeprivatmaus: dafür, dass es mich trotz allem doch recht gut unterhalten hat.
« Letzte Änderung: 05. Juli 2008, 13:00:26 von Saltanah »
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momoline

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #94 am: 22. Juli 2008, 08:35:50 »

So, habe es gestern beendet und der "Abschied" tat mir ein bisschen weh. Ich hatte mich sehr wohl in dem Buch gefühlt  :smile:.  Ganz besonders die teils fast schon poetische Sprache hat mich gefangen genommen.

Die Handlung beginnt eher ruhig und gemächlich und nimmt dann langsam an Spannung und Dramatik zu. Zwischendurch dachte ich "Mensch, was für ein zutiefst deprimierendes Buch !" Aber das Ende hat mich dann doch wieder versöhnt.

Eigentlich würde ich es jetzt, mit dem Wissen um "das Ganze", gern noch einmal lesen. Ich bin sicher, dass mir viel entgangen ist.

(Muss nachher unbedingt mal nach der Leserunde stöbern !)
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Liebe Grüße
Christina
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Yklamyley

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #95 am: 22. September 2008, 20:05:24 »

Das war doch tatsächlich das erste Buch, das ich mir aufgrund des Forums gekauft habe und das ich dann (wie passend) während meiner Spanienreise gelesen habe... Leider hat es meine hohen Erwartungen nicht wirklich erfüllen können. Wie schon von anderen beschrieben, war der Anfang für mich sehr zäh. Seltsamerweise hat mir auch die Sprache nicht gefallen (das kann aber auch am Übersetzer liegen). Irgendwie abgehackt, sogar unpoetisch (eine doch konträre Meinung hier...  :breitgrins:). Der Start verlief alles andere als gut. Natürlich hat das Buch einiges gewonnen, als ich es dann wirklich in Barcelona weitergelesen habe. Nur ist Barcelona für mich laut und farbenfroh und heiß und lebendig. Andere Zeiten, wenigstens die Straßen kann man noch finden(ich weiß nicht, ob es wirklich alle gibt, aber zumindest auf einigen bin ich doch schon dahingewandelt  :zwinker:).
Mein Hauptproblem mit dem Buch hat Saltanah schon beschrieben:
Verstärkt wurden diese meine Fragen durch den sehr filmischen Stil Ruiz Zafóns - ich denke, hier scheint seine Vergangenheit als Drehbuchautor hindurch. Ich sah viele Szenen quasi wie im Kino vor mir (ist eigentlich eine Verflmung geplant oder schon ausgeführt?) und da ich mich in Filmen immer ärgere, wenn die Handlung nur schememhaft zu sehen ist, stört mich das mangelnde Licht doch mehr und mehr - Atmosphäre hin oder her.
Naja, vielleicht ist das doch nicht ganz, was ich meine. Mein Gefühl entsprach eher dem, dass mich die Handlung und die Art und Weise ihrer Darstellung an ein Adventure Spiel denken ließ. Wer die kennt, weiß, dass sie alle irgendwie ähnlich ablaufen: Man wird in die Geschichte gestoßen und lernt die Hauptperson und in Folge auch ihre Vergangenheit kennen. Irgendetwas (Schreckliches?) ist passiert, ist gerade im Begriff zu geschehen oder wird noch (in absehbarer Zeit) den "Helden" heimsuchen. Wir stehen also vor einem Rätsel, das wir lösen müssen. Wir marschieren von Schauplatz zu Schauplatz, sammeln Indizien und lernen Personen kennen, die uns interessante Hinweise zum Geschehen/zu Schauplätzen/zu Gegenständen geben (und meist in irgendeiner Form die Geschichte erweitern oder etwas klarer machen). Meist haben wir es mit einem Gegenspieler/dem Bösen/etc. zu tun, der/das uns irgendwann einmal überrascht und den/das es zu besiegen gilt. Manchmal haben wir auch hilfreiche Gefährten, die uns ihre Ansichten mitteilen, was uns im Allgemeinen hilfreich ist, da wir so über unsere Entdeckungen reflexieren können, ohne Selbstgespräche zu führen...
Fällt euch etwas auf?  :schulterzuck:  :breitgrins:
Ich jedenfalls hatte die ganze Zeit das Gefühl, ein relativ gutes Adventure Spiel zu verfolgen, das jemand anderes spielt(und zusehen ist nur halb so lustig wie selber rätseln). Je länger mich dieser Gedanke verfolgte, desto ähnlicher erschien mir die Struktur. Heimlich brachte mich das Buch so immer wieder zum Lachen, weil ich mir Zafon als begeisterten Computerfreak vorstellte, der da diese Idee zu einem Adventure hat, aber leider nicht die Möglichkeit, es umzusetzen; darum packt er's halt dann in einen Roman.  :breitgrins:
Trotzdem, weil ich mich eigentlich doch sehr unterhalten gefühlt habe (wenn auch manchmal aus anderen als den intendierten Gründen) von mir  3ratten
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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #96 am: 04. November 2008, 21:19:29 »

Ich habe das Buch grade beendet und muss sagen: Nach den ersten Kapiteln hätte ich nicht gedacht, dass es mich doch noch so fesseln kann. Dabei war der Anfang schon so vielversprechend: Der 10jährige Daniel wird von seinem Vater zu einem Friedhof für vergessene Bücher geführt und darf sich ein Buch aussuchen: Er wählt Der Schatten des Windes von Julian Carax. Dieses Buch fesselt ihn so sehr, dass er beschließt heraus zu finden, warum es anscheinend nur noch diese eine Ausgabe gibt und warum er plötzlich wegen des Besitz des Buches verfolgt wird. Nach dieser anfänglichen Spannung plätschert die Handlung dann auch erstmal so dahin, und ich habe mich nach ungefähr der Hälfte gefragt, wie wohl die ganzen Informationen, die der Leser über den geheimnisvollen Autoren erfährt, zusammen passen sollen. Und genau da fängt es auch schon wieder an spannend zu werden: Immer mehr Charaktere tauchen in Daniels Leben auf, der mittlerweile ein wenig älter geworden ist, die anscheinend alle etwas mit dem Geheimnis zu tun haben und doch ist irgendwie nichts wie es scheint, und keinem sollte Daniel auf Anhieb trauen.
Mich konnte die Geschichte richtig mitreißen und die vielen Aha-Momente, mit denen nach und nach das Geheimnis um Julian Carax gelüftet wird, haben einfach nur Spaß gemacht. Seit langem mal wieder ein Buch, dass ich gar nicht zur Seite legen wollte, nachdem ich es zuende gelesen hatte..

Es gibt also volle Punktzahl!  5ratten
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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #97 am: 08. März 2009, 01:59:07 »

Ich habe gar nicht den Hype um das Buch mitbekommen und kam eher zufällig drauf, so habe ich es also ohne irgendwelche Vorlobungen gelesen und war schon von dem geheimen Labyrinth verzaubert. Ein sehr dunkler Schreibstil hat einen in eine andere Zeit gezogen und die Charaktere und Orte wurde so schön bildlich beschrieben, ich war also im Buch gefangen. Was ich anfänglich nicht so schön fand, war die Tatsache, dass Daniel mit 10 Jahren zu erwachsen gehandelt hat, aber da hatte ich eher das Gefühl als würde der Autor mit Absicht mit der Zeit etwas rumspielen, weil ich finde dass die ganze Geschichte auch in einer anderen Zeit hätte spielen können, von der Atmosphäre her. Das Buch was Daniel im Labyrint aussucht zieht ihn in seinen Bann und er fängt an Nachforschungen zu machen. Und da beginnt dann die verworrene Geschichte von Liebe, Familie, Betrug. Alles mit dabei. Nach und nach decken sich dann Sachen aus der Vergangenheit auf mit der Daniel anscheinend auch etwas zu tun hat.
Bis zum Schluß eine schöne Geschichte. Rattenabzug gibt es nur für einen etwas schleppenden Anfangsteil.

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katy_85

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #98 am: 26. März 2009, 10:54:53 »

Ich hab gestern mit dem Buch angefangen, mir hat es von Anfang an gefallen. Sogar so gut, dass ich kaum aufhören konnte und knapp 300 Seiten gelesen habe. Ich bin ganz gespannt, wie es weiter geht. :lesen:
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YRachel

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #99 am: 30. März 2009, 20:33:47 »

Mir geht es so ähnlich wie katy_85. Ich habe auch erst gestern mit dem Buch begonnen und habe jetzt Schwierigkeiten das mal wegzulegen um andere Sachen zu erledigen. Bin immer nur am  :lesen:
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Wer Bücher kauft, kauft Wertpapiere! - Erich Kästner

Madicken

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #100 am: 23. April 2009, 19:26:31 »

Tja, viel neues kann ich den Rezensionen hier nicht mehr zufügen.
Ich bin auf das Buch beim Stöbern in einer kleinen Buchhandlung aufmerksam geworden ohne zu Wissen, dass es ein Bestseller war. Mich hat einfach der Klappentext angesprochen. Vorgestellt hatte ich mir zwar irgendwie was anderes, mehr phantastische Elemente, dennoch war ich von dem Buch nicht enttäuscht.
Am Anfang wusste ich so gar nicht in welche Richtung die Geschichte gehen würde, und die (zumindest für mich) bis zu einem gewissen Punkt sehr unvorhersehbare Handlung fesselte mich so sehr, wie ich es schon länger nicht mehr erlebt habe. Der wunderschöne, blumige Schreibstil gefiel mir ebenfalls sehr gut, auch wenn er zu Anfang etwas gewöhnungsbefürftig war.
Die meist sehr liebenswürdigen Charaktere waren sehr schön geschildert und ich finde, von der ganzen Geschichte ging ein ganz besonderer Zauber, eine ganz spezielle, sehr dichte Atmosphäre aus.
Ich habe bisher kaum bis gar keine spanische Literatur gelesen und kenne mich auch in der Geschichte des Landes kaum aus. Ich bewegte mich also (obwohl ich vor 10 Jahren mal in Barcelona war) mit diesem Buch in jeglicher Hinsicht in einer für mich ziemlich unbekannten Welt. Mein Interesse für die Literatur dieses Landes ist durchaus geweckt. Von Zafon werde ich sicher noch weiteres lesen.

Von mir gibt es für dieses zauberhafte Buch
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Die Literatur gibt der Seele Nahrung,
sie bessert und tröstet sie.

:lesen:
Tolkien: Die Rückkehr des Königs

Weratundrina

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #101 am: 23. April 2009, 19:54:52 »

Hab grad mal auf Seite 2 meine damalige Bewertung nachgelesen.
Komischerweise kann ich mich quasi an nichts erinnern. Spricht ja nicht grade für das Buch. Nun ja, ich verspüreauch keine Lust, es nochmal zu lesen, abgesehen davon, dass es eh im Keller ist, wie alle gelesenen und nicht ans Herz gewachsenen Bücher.  :breitgrins:
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Viele Grüsse,
Weratundrina

Twiceybaby

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Antw:Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #102 am: 01. September 2009, 11:27:48 »

Verlag: Suhrkamp
ISBN: 978-3518458006
Seiten: 563
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,90


Nun habe ich auch mein erstes Wichtel-Buch beendet. Und ich muß sagen,dass mein Dank an Ninette geht.Ich habe wirklich schöne Schmökerstunden mit diesem Buch verbracht......

Es ist schwer, über ein Buch zu schreiben, über das schon viele ihre Meinung geäußert haben. Vor allem, wenn es überwiegend positive Meinungen sind, so wie bei Carlos Ruiz Zafóns »Der Schatten des Windes«. Da wird einem schon schnell vorgeworfen, sich von der Welle der Begeisterung mitreißen zu lassen. Trotzdem probier ich’s mal.

Spanien, genauer gesagt Barcelona, ist der düstere Handlungsort des Romans. Hauptsächlich handelt es sich um die Lebensgeschichte des jungen Daniel Sempere, Sohn eines Buchhändlers, der nach und nach die Lebensgeschichte eines unbekannten spanischen Autors aufdeckt.

Die Anfangssätze vergehen und saugen den Leser sofort in die Geschichte. Von Beginn an ist klar, dass wir die Entwicklung eines jugendlichen Helden verfolgen.
Die Liebesgeschichten, die Liebe zu Büchern, die überall lesbar wird, die detailreich, teilweise liebevoll gezeichneten Personen, und die trotz aller Widrigkeiten möglichen Freundschaften, die weiten Raum in der Erzählung einnehmen, sind es auch, die das Buch für eine Leserin, die nach freundlichen Aspekten in Geschichten giert, wie ich, trotz der Finsternis und der vielen traurigen Aspekte, zu einem wahrhaft gelungenen Buch machen.     

In meinen Augen fehlt diesem Werk nichts von dem, was ich von einem genialen Roman erwarte. Nach dem Lesen war ich rundum glücklich, dass meine hohen Erwartungen nicht enttäuscht wurden. Absolute Leseempfehlung, nun also auch von meiner Seite.

 5ratten
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:leser: Emma Donoghue - Raum

simmilu

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #103 am: 15. März 2010, 21:37:11 »



Carlos Ruiz Zafòn - Im Schatten des Windes

Meine Meinung :

Das ist eins der besten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe....
"Sie werden alles stehen und liegen lassen und die Nacht durch lesen !" Dies ist eine Aussage von Joschka Fischer, die auf der Rückseite des Buches abgedruckt wurde - und genau so ist es !!
Ich hatte nur noch das Buch vor der Nase und deswegen ein Schlafdefizit, das ich erstmal aufholen musste  :smile:
Die Geschichte hat mich nicht einen Augenblick losgelassen, sie ist randvoll mit spannenden, bewegenden und unheimlichen Ereignissen, die die Geschichte immer größer werden lassen. Ich war total wütend, habe extrem gehasst und die letzten 150 Seiten hab ich mit feuchten Augen gelesen, weil die Geschichte mich soooo berührt hat....
Auch wenn ich für Daniel nicht so viel übrig hatte, tat dies meiner Begeisterung keinen Abbruch. Dafür gefiel mir Fermin mit seiner Art um so mehr. Gefreut hab ich mich auch über die letzten beiden Kapitel, die dem Leser zeigen, was aus den Figuren geworden ist, weil ich kein Freund der offenen Enden bin.

Ich gebe :  5ratten :marypipeshalbeprivatmaus:
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Ich lese gerade :




:lesewetter:

Annabas

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Re: Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes
« Antwort #104 am: 15. März 2010, 23:05:21 »

Das ist eins der besten Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe....

 :klatschen:   Noch ein Fan!
"Der Schatten des Windes" gehört zu meinen Lieblingsbüchern und da freue ich mich natürlich über solche Rezis.

Grüße von Annabas  :winken:
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