InhaltCarmen , eine erfolgreiche TV-Moderatorin einer Verschönerungssendung und Juliet, eine graue Maus, die seit Jahren unglücklich in ihren besten Freund verliebt ist und am liebsten Krimis liest, treffen in einem Theater zufällig aufeinander. Bedingt durch den Inhalt des Theaterstücks kommen sie auf das Thema „Der perfekte Mord“. Wie dringend Carmen diesen gebrauchen könnte, hätte sich Juliet wohl kaum vorstellen können. Denn Carmens Leben hinter der Fassade einer erfolgreichen und gut aussehenden Frau ist ein Alptraum. Ihr Mann prügelt und misshandelt sie und schreckt auch vor Vergewaltigung nicht zurück. Nebenbei hat er regelmäßig Geliebte und ist überaus erfolglos in seinem Job. Angeregt durch Juliets Krimi-Erfahrungen , verschafft sie sich weitere Informationen zu den unterschiedlichsten Todesursachen. Diese in die Tat umzusetzen erweist sich dann allerdings als gar nicht so einfach. Der Erfolg stellt sich dann eher zufällig ein und damit fangen die Probleme dann erst an. Wie wird man eine Leiche unbemerkt los, ohne dass der Verdacht auf einen selbst fällt? Ihre Freundin Juliet hat aber gleich einen Plan und so machen sich die beiden Frauen an die Arbeit.
Meine MeinungIch habe einen lustigen Frauenroman erwartet, diesen aber nicht wirklich bekommen. Im Gegenteil. Die erste Hälfte des Buches war eher beklemmend durch die Schilderungen der Gewalttätigkeiten und der Unfähigkeit Carmens, einfach aus dieser Ehe auszubrechen. Auch Juliets Leben bot nicht gerade Stoff zum Lachen, denn sie ist seit Jahren sehr unglücklich verliebt und leidet aufgrund ihren Äußeren an geringem Selbstbewusstsein, was ihre Beziehung zu Männern betrifft. Ihr Jugendfreund sieht sie nicht als begehrenswerte Frau und hat ständig neue Freundinnen. Dazu ließ sie sich in die Stadt versetzen, aber ihre Arbeitsstelle erweist sich für das Landmädel als ständiger Kampf gegen die Kollegen.
Erst als es darum ging, das Problem mit der Leiche zu lösen, kam Fahrt auf und es wurde stellenweise lustiger. Doch auch hier erwies sich die nach meinem Empfinden eher bedrückende Stimmung als vorherrschend und der Parallelstrang über die Geliebte des Toten, war auch nicht gerade aufheiternd.
So gesehen passt die Stimmung des Buches schon zu den Vorgängen, denn ein Spaß ist so ein Mord ja wirklich nicht, aber ein riesiger Spaß hätte es werden können, wenn das Ganze lockerer und nicht so ernst emotional erzählt worden wäre. So liegt der Schwerpunkt (der erhobene Zeigefinger) für mein Empfinden eher auf Themen wie Gewalt in der Ehe, Schönheitswahn, Erlernen von Selbstvertrauen und Erkennen der wahren Liebe. Der Kontrast zwischen den negativen Emotionen der Charaktere und den eigentlich lustigen Geschehnissen war irgendwie zu groß, um sich ineinander zu fügen und einen lustigen Frauenroman zu schaffen, der einen einfach nur amüsiert.
Das Buch liest sich flüssig, hat teilweise spannende und auch lustige Stellen, aber ich habe mir wirklich etwas anderes darunter vorgestellt.
