Jane Austen - "Emma"

Ach fantastisch! Jane Austen ist einfach die perfekte Herbst/Winter Lektüre. Ihre Sprachverwendung könnte man leichtfüssig nennen, die Wörter scheinen immer treffend gewählt, da ist nichts holprig oder überflüssig. Mir wird beim Lesen immer warm ums Herz, darum ist Austen für mich auch eine Autorin für die kältere Jahreszeit.

Um der Wahrheit die Ehre zu erweisen: ich habe erst zwei Austen Romane gelesen,
Pride and Prejudice und
Emma. Beide sind in ihrem Aufbau doch sehr ähnlich, jeder für sich aber absolut toll.
Charaktere wie Mrs. Bates hat man sofort lebhaft vor Augen, ihre Art zu sprechen brachte mich mehr als einmal zum Grinsen. Weniger begeistert bin ich dagegen von Mr. Knightley, der ist mir einfach zu alt.

Die Figur der Emma ist in ihrer Selbstüberschätzung und ihrem verzerrten Selbstbild ebenfalls liebenswert.
Der Charme von Austens Roman liegt vor allem in der Erzählweise: Lange vor Emma weiß der Leser um den Fortlauf der Geschichte und kann fasziniert verfolgen, wie sich für sie alles erst langsam und nach und nach zusammenfügt.
Durch das Fehlen von Action, die wunderbare Sprache, die liebevoll charakterisierten Figuren und die vielen Details des häuslichen Lebens konnte ich mich während des Lesens absolut entspannen. Wie wenn man während eines Sturmes im geheizten Zimmer bei einer Tasse Tee sitzt, so ist für mich das Leseerlebnis Austen. Eine ruhige, nur in Dosen tragische Welt.
Persuasion ist schon bestellt!
Eine Ratte Abzug, weil mir Pride and Prejudice noch mehr gefallen hat. 