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Autor Thema: Jane Austen - Emma  (Gelesen 8486 mal)

Wendy

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #75 am: 13. Dezember 2011, 17:48:53 »

Jane Austen - Liebe und Kitsch?!?  :entsetzt:  :kommmalherfreundchen:  :breitgrins:

Hier kommt Untersützung:  :karate: :belehrerin: :belehr: :kommmalherfreundchen: :tse:

Jane Austen ist großartig. Ich weiß nicht, wie oft ich einige ihrer Bücher schon gelesen habe, aber ich lache immer noch laut auf und fiebere immer noch mit den Heldinnen mit und hasse inbrünstig die intriganten, die dämlichen und die schnöselig reichen Charaktere. Ich könnte wirklich heulen, dass sie nur 6 vollständige Romane geschrieben hat. Aber zum Glück kann man die ja immer wieder lesen (*notiert Emma für 2012*)

So, die Kanonen sind jetzt auch wieder verstaut. Darfst dich wieder raustrauen, Jari. :bussi:
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Jari

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #76 am: 13. Dezember 2011, 17:54:41 »

Bei so viel leidenschaftlicher Gewalt muss ich ja Austen lesen gehen :lachen:
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Avila

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #77 am: 13. Dezember 2011, 18:27:10 »

Ich fand Emma auch sympathisch und irgendwie auch liebenswürdig. Eingebildet, ja. Sie hat sich maßlos überschätzt, aber hinter ihrem Handeln stand kein böser Wille, sondern ein guter. Sie wollte helfen und den Menschen ein möglichst glückliches Leben bescheren. Allerdings war sie zu übermütig und naiv, um einzusehen, dass sie es nicht konnte. Aber trotzdem wollte sie was Gutes tun.

Einspruch. Dass „Gutes zu tun“ Emmas Hauptmotivation ist, glaube ich überhaupt nicht, zumindest nicht in der ersten Hälfte. In erster Linie ist sie doch ein verwöhntes, gelangweiltes Töchterchen aus gutem Hause, das nichts zu tun hat (eine Tatsache, die mich übrigens an der ganzen porträtierten Gesellschaftsschicht aufregt, aber das steht auf einem anderen Blatt) und sich darum Beschäftigung sucht. Das Kuppeln ist für sie doch bloß ein Spiel in ihrem nutzlosen Dasein, ein Sport gegen die Fadesse, und die beteiligten Menschen (speziell Harriet) erfüllen nicht viel mehr als die Funktion von Spielfiguren. Bestenfalls betrachtet Emma sie noch mit der gleichen Zuneigung wie Haustiere.

Hm ja, ich kann verstehen, wie du zu einem solchen Urteil kommst, aber ich sehe trotzdem immer noch das Gute in Emma und bleibe bei meiner Aussage. Vielleicht verkuppelt sie aus Langeweile, aber trotzdem hat sie keine bösen Absichten dahinter. Sie will das Beste für Harriett und sieht am Anfang nicht ein, was es wirklich ist. Natürlich kann das Verkuppeln-Wollen aus einer Langeweile heraus entstehen, aber sie denkt sich ja nicht: Wie kann ich Harriett am besten einen reinwürgen und ihr viel Leid zufügen?
Ich finde - wenn ich mir zum Beispiel den Briefroman "Lady Susan" ansehe - dass Austen dort eine Figur geschaffen hat, die wirklich aus Langeweile verkuppelt und nur Spielfiguren in den Menschen sieht und nicht mehr. Ich finde wirklich, dass die beiden aus ganz anderen Motiven heraus mit ihren Mitmenschen umgehen. (Auch wenn sie im Endeffekt - leider - teilweise das gleiche bewirken ... )
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stefanie_j_h

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #78 am: 13. Dezember 2011, 18:34:09 »

(*notiert Emma für 2012*)

Wie wär's mit einer Leserunde? Emma ist das einzige Buch von Jane Austen, das ich noch nicht gelesen habe und 2012 will ich das definitiv ändern!
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tina

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #79 am: 13. Dezember 2011, 20:07:22 »

Für einen Reread wäre ich jederzeit zu haben. Na, dann mach jetzt aber mal schnell einen Buchvorschlag auf. Ich bin dabei.  :klatschen:
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Bluebell

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #80 am: 13. Dezember 2011, 22:32:45 »

Hmmm ... ich würde mich ja wirklich gern davon überzeugen lassen, dass ich hier was falsch sehe, aber ich weiß nicht ... so ganz sicher bin ich mir noch nicht.
Vielleicht versuche ich mal einen Re-Read mit euren Augen und sehe dann, welche Auffassung mir plausibler vorkommt.  :breitgrins:
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Avila

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #81 am: 13. Dezember 2011, 22:59:25 »

Ach Bluebell, ich finde es eigentlich sehr interessant, die Meinungen von anderen zu hören. Es existieren zu jedem Sachverhalt ja verschiedene Meinungen, vor allen Dingen was Verhaltensweisen von Personen angeht, warum sollte das in Romanen anders sein? :) Wie gesagt, ich kann deine Ansicht schon verstehen, aber andere Aspekte, die du nicht soo wichtig findest, haben bei mir mehr Gewicht und andersherum.
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Galadriel

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #82 am: 05. Januar 2012, 10:44:05 »

Mir hat Emma ganz gut gefallen, ist aber meiner Meinung nach kein Vergleich zu Pride and Prejudice oder Sense and Sensibility.


Einspruch. Dass „Gutes zu tun“ Emmas Hauptmotivation ist, glaube ich überhaupt nicht, zumindest nicht in der ersten Hälfte. In erster Linie ist sie doch ein verwöhntes, gelangweiltes Töchterchen aus gutem Hause, das nichts zu tun hat

es ist sicher so, dass sie für derartige Kuppeleien als weniger begüterte Tochter keine Zeit gehabt hätte - und das das leben damals sicher nicht so actionreich war (man stelle sich vor - kein Fernseher und keine Wiii... ;-) )
aber ich denke auch, dass sie das nicht aus Bösartigkeit gemacht hat. Aus langeweile aber vielleicht schon.
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Wendy

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #83 am: 05. Januar 2012, 12:09:17 »

aber ich denke auch, dass sie das nicht aus Bösartigkeit gemacht hat. Aus langeweile aber vielleicht schon.

Vielleicht tut sie es auch einfach nur, weil sie denkt, sie sei gut im Verkuppeln. Schließlich ist sie stolz auf ihr Talent und völlig überzeugt von ihren auserwählten Paaren. Viele Leute (auch ich) genießen es einfach, etwas zu tun, in dem sie gut sind. Auch wenn sie es sich nur einbilden. :elch:
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Avila

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #84 am: 05. Januar 2012, 16:10:38 »

Klingt auch ganz logisch, Wendy. Vielleicht ist es ein Mischmasch aus allem. Es macht ihr Spaß, sie hat Langeweile und denkt, sie ist gut darin.
Allerdings beharre ich weiterhin darauf, dass sie dabei keine bösen Absichten hegt.
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HoldenCaulfield

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #85 am: 05. Januar 2012, 16:12:11 »

Ach was, Emma ist kein böser Mensch. Sie ist nur manchmal ein bissl von sich selbst eingenommen - deshalb braucht sie ja Menschen wie Mr. Knightley um sich um wieder auf den Boden der Tatsachen zu gelangen :breitgrins:
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Jari

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #86 am: 13. März 2012, 21:35:10 »

Jane Austen ist Weltliteratur. Ihre Figuren sind ihrer Zeit voraus, weshalb die Autorin erst unter Pseudonym veröffentlichte.
Jane Austen ist Frauenliteratur. Jane Austen ist kitschig. Um meinen Vorurteilen Austen gegenüber abzubauen, habe ich mich an ihrem letzten Werk namens "Emma" versucht. Leider habe ich das Buch nach ca. 180 Seiten abgebrochen.

Der Hauptgrund war die Geschichte. Hier wurde bereites eines meiner Vorurteile bestätigt: Es ging hauptsächlich darum, wer nun wen heiraten soll, will und wird. Die langen Gespräche drehten sich hauptsächlich um die Taten von anderen Figuren. Dinge, die mich weder in Büchern noch im realen Leben wirklich interessieren.
Emmas Versuche als Kupplerin beeindruckten mich nicht im Geringsten, ich fühlte mich leider auch nicht vom Buch unterhalten. Das Gegenteil war der Fall: Ich langweilte mich.

Auch die Figuren blieben mir fern. Ich konnte sie mir weder plastisch vorstellen, noch mit ihnen warm werden. Für mich blieben sie einfach nur Namen. Emma war mir sogar gänzlich unsympathisch und ich konnte mir ihr nicht wirklich viel anfangen.

Ich bin kein grosser Leser von Liebesromanen und nun weiss ich definitiv, dass Jane Austen nichts für mich ist. Ich vergönne ihr ihren Platz in der Weltliteratur keinesfalls und behaupte auch nicht, dass sie eine untalentierte Schriftstellerin ist oder ihre Bücher schlecht. Das stimmt so nicht. Aber ich bin einfach kein Leser von Jane Austen.

Die Punktevergabe war irgendwo bei 2ratten & :marypipeshalbeprivatmaus:
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Mausi123

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #87 am: 21. März 2012, 13:49:02 »

Ich gaube auch nicht, dass Emma ein böser Mensch ist.  Sie ist der festen Überzeugung, dass sie ein besonderes Talent hat Menschen zu durchschauen und zum Eheglück mit dem richtigen Partner verhelfen zu können. Dabei hat sie vielmehr das Talent andere zu missverstehen. Ihre Handlungen sind aber stets von positiven Absichten motiviert.
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Mausi123

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #88 am: 21. März 2012, 20:52:38 »

So, ich habe das Buch gerade ausgelesen und muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat, wenn auch nicht so gut wie Stolz und Vorurteil.  :breitgrins:

Meine Meinung:

Es hat bei mir etwas gedauert, um in die Geschichte reinzukommen. Einige Stellen waren etwas in die Länge gezogen. Insbesondere die Gesprächswiedergaben von der überaus redseligen Miss Bates oder Mrs. Eltons ellenlange Ausführungen über Marple Grove.
Allerdings sind es auch eben diese überspitzen Charaktere wie Mr. Woodhouse, Miss Bates und Mrs. Elton, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben.

Emma ist keine Protagonistin, die uneingeschränkt sympathisch ist. Der Leser darf allerdings bei ihr eine Entwicklung zum Positiven hin mitverfolgen.
Emmas Verkupplungsversuche schaden ihren Mitmenschen mehr, als dass sie ihnen zu Glück verhelfen. Es häufen sich Unklarheiten und führen zu Missverständnissen. Emma lässt dabei natürlich kaum ein Fettnäpfchen aus. :breitgrins:
Sie handelt jedoch aus einer positiven Gesinnung Anderen gegenüber und möchte Niemandem schaden. Als wahrer Menschenkenner aufgrund einer beachtlichen Beobachtungsgabe, der auch noch so kleine Gesten nicht entgehen, stellt sich vielmehr
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heraus.

Die letzten 200 Seiten haben die leichten Anfangsschwierigkeiten wieder aufgewogen. Der Leser erhält wichtige Hintergrundinformationen und kann die Handlungen bestimmter Personen besser nachvollziehen. Dabei ist auch das eine oder andere Unvorhergesehene zum Vorschein gelangt.
Ich vergebe 4ratten
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tina

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Re: Jane Austen - Emma
« Antwort #89 am: 20. Mai 2012, 20:58:40 »

Jane Austen - Emma


OT: Emma
OA: 1816
500 Seiten
ISBN: 978-3423133579

Inhalt:
Emma Woodhouse ist eine wohlsituierte junge Dame von 21 Jahren, die mit ihrem Vater in Highbury, einem kleinen Dorf in der Nähe von London lebt. Die Woodhouses gehören zu den ersten Familien im Ort. Das Buch beginnt unmittelbar nach der, von Emma arrangierten Verheiratung ihrer Erzieherin, Miss Taylor, die damit zu Mrs. Weston wird und einen gesellschaftlichen Aufstieg macht.
Weil Emma die Verehelichung ihrer Erzieherin gelungen ist, sieht sie ihre Fähigkeiten auf genau diesem Gebiet, und sie sinnt nach einem neuen Arrangement, das ihr die Langeweile vertreiben soll. Ein junges Mädchen aus weniger guten Verhältnissen, Harriet Smith, erwählt sie sich als neue Freundin und als zukünftige Braut des Dorfpfarrers Mr. Elton. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um die beiden zusammenzubringen. (Quelle:Wikipedia)

Eigene Meinung:
Wieder einmal konnte ich mich an der herrlichen und witzigen Art, welche Jane Austen zu Eigen ist, erfreuen. Die Dialoge sind wortgewandt und unterhaltsam, wie der ganze Roman, welches dieses Mal von sehr vielen Protagonisten beherrscht wird, die durch einige verwirrende und äußerst chaotische Verwicklungen müssen um letztendlich ihren Platz in dieser Geschichte zu finden. Die Protagonisten sind charakterlich sehr unterschiedlich und in diesen Eigenschaften wundervoll beschrieben und auch die „Netten“  haben nicht nur ihre guten Seiten. Das verleiht der Geschichte Authentizität und macht sie so lesenswert. Außerdem ist es immer wieder schön einen Roman zu lesen, welcher von einem Autor geschrieben wurde, welcher auch in dieser Zeit lebte, denn somit bekommt man gesellschaftliche Informationen aus erster Hand.
Ich habe dieses Buch nun zum zweiten Mal gelesen und ich habe jede Seite genossen.

 5ratten

Tina
« Letzte Änderung: 20. Mai 2012, 21:12:12 von tina »
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