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Autor Thema: Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben  (Gelesen 4876 mal)

HoldenCaulfield

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Re: Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #30 am: 17. Januar 2008, 16:39:39 »

@Thomy
Mir geht es ähnlich wie Dir. Die Tage des Raben ist für mich der stärkste Band der Reihe. Ich finde die Autorin hat sich von Band zu Band gesteigert.
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Cuddles

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #31 am: 16. Oktober 2009, 17:59:35 »

Hallo!

Seit zwei Tagen habe ich "Die Waldgräfin" beendet und versuche seitdem, meine Gedanken zu dem Buch zu ordnen. Aber auch wenn ich noch länger warten würde, so könnte ich keine sinnvolle oder gar objektive Rezi dazu verfassen. Ich könnte vielleicht schreiben, dass mich von Anfang an die Atmosphäre des Mittelalters gefangen genommen hat, dass ich die Charaktere unglaublich lebendig und die Geschichte vor allem zum Ende hin furchtbar spannend fand.

Das stimmt so natürlich auch - aber es beschreibt nur unzureichend, was dieses Buch mit mir gemacht hat. "Die Waldgräfin" ist einer der wenigen Romane, bei dem es bei mir ab einem unbestimmten Zeitpunkt einfach "Klick" gemacht hat, so dass ich förmlich an den Zeilen klebte und in einen richtigen Leserausch geraten bin. Jede Emotion konnte ich miterleben, von :entsetzt: bis :herz:, von :freu: über :grmpf: zu :heul:. Ich habe mit Alienor mitgelitten, habe Erik gefürchtet, geliebt und verflucht, so sehr hat mich die Liebesgeschichte der beiden berührt. Gott sei Dank ist dies erst der erste Band über Erik und Alienor. :klatschen:

Nun bin ich mit mir uneins, ob ich die Nachfolgebände gleich kaufen und verschlingen soll - oder ob ich sie mir nicht doch lieber aufhebe, damit ich mich auf etwas freuen kann. :spinnen:

So, genug geschwärmt! Von mir bekommt "Die Waldgräfin" - nicht überraschend - nicht weniger als 5 Ratten.

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HoldenCaulfield

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #32 am: 16. Oktober 2009, 18:07:18 »

@Cuddles
Das freut mich total^^ Ich hoffe mit den beiden andren Bänden wird es Dir ähnlich gehen!
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Cuddles

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #33 am: 16. Oktober 2009, 21:54:07 »

Ja, das hoffe ich auch. :smile: Aber du hast ja schon geschrieben, dass du alle Bände gleich gut findest, deswegen stehen die Chancen nicht schlecht, dass das auch für mich zutrifft. :zwinker:

Thomy

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #34 am: 22. Oktober 2009, 11:00:26 »

@ Cuddles, deine Rezi weckt in mir wieder all die schönen Erinnerungen an dieses Buch, und ich beneide jeden, der es noch nicht gelesen hat.
Wenn dich 'Die Waldgräfin' schon so mitgerissen hat, kannst du dich bei 'Die Tage des Raben' auf eine emotionale Achterbahnfahrt einstellen  :zwinker:
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Cuddles

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #35 am: 22. Oktober 2009, 11:08:46 »

@Thomy
Schön, noch ein "Waldgräfin"-Fan. :smile:

Wenn dich 'Die Waldgräfin' schon so mitgerissen hat, kannst du dich bei 'Die Tage des Raben' auf eine emotionale Achterbahnfahrt einstellen  :zwinker:

Aah, da freue ich mich schon so drauf. :jumpies: Noch sind die Nachfolgebände nicht in meinem Besitz, aber ich fürchte, lange halte ich es nicht mehr aus. :zwinker:

Thomy

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #36 am: 22. Oktober 2009, 17:20:01 »

Dann mal viel Spaß und vergnüglich, spannende Lesestunden  :smile:

Wenn du danach immer noch nicht genug hast, kann ich dir die beiden
wundertollen Bücher von Jules Watson 'Tartan und Schwert' und
'Das keltische Amulett' empfehlen. Der Plot weist gewisse Parallelen
in Bezug auf Handlung und Figurenentwicklung zur Waldgräfin Trilogie
auf, und ich habe diese damals genauso begeistert verschlungen.  :winken:
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Cuddles

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #37 am: 22. Oktober 2009, 18:01:06 »

Hey, danke für den Tipp - ist gleich auf meine Wunschliste gewandert. :winken:

Cuddles

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Antw:Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #38 am: 11. November 2009, 16:15:42 »

So, "Freyas Töchter" habe ich jetzt auch gelesen verschlungen. Dieser Teil hat mir mindestens genauso gut gefallen wie "Die Waldgräfin". Da die Handlung nur kurz nach dem Ende des ersten Teils einsetzt, war ich gleich wieder mittendrin im Geschehen und konnte mitfiebern.

Erik und Alienor reisen gemeinsam in Eriks Heimat Schweden. Hier konnte ich sehr gut Alienors Gefühle nachempfinden - sie ist fremd in diesem Land, spricht die Sprache noch nicht gut und fühlt sich einsam und zurückgestoßen (z.B. von Eriks Mutter). Aber ebenso habe ich mich mit ihr gefreut, als sie neue Freunde wie Gisli Svensson findet.

Den beiden Liebenden sind leider wieder nur wenige Augenblicke zu zweit vergönnt, diese fand ich jedoch sehr schön. Ungefähr ab der Mitte des Buches überschlagen sich die Ereignisse und ich bin der dramatischen Handlung nur mehr atemlos gefolgt. Das Ende ähnelt ein wenig dem Ende von der "Waldgräfin", was ich sehr passend fand.

"Die Tage des Raben" warten schon auf meinem SuB, aber sofort lesen werde ich das Buch noch nicht. Ich will mir noch ein wenig die Vorfreude bewahren. :)

Für "Freyas Töchter" gibt es ebenfalls

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Yklamyley

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Re: Dagmar Trodler - Waldgräfin
« Antwort #39 am: 23. Mai 2010, 22:39:10 »

Dagmar Trodler: "Die Waldgräfin"



Inhalt:
Sassenburg, beginnendes elftes Jahrhundert. Alienor ist Tochter des Burgherren, doch ihre angestammte Rolle liegt ihr nicht. Als dann auch noch ein mysteriöser Wilderer gefangen, gefoltert und schließlich versklavt in ihre Dienste gestellt wird, wird die dürftige Ordnung gänzlich zerstört.

Meine Meinung:
Was folgt ist eine Ansammlung der typischen Elemente: Liebe, Spannung, Action, Kämpfe, Gefühle und das alles in einem mittelalterlichen Setting. Und trotzdem: Das Buch sticht aus der Masse heraus.

Einer der größten Pluspunkte sind für mich die Zitate: Lateinisch, Altfranzösisch und Altnordisch. Das schafft Authentizität, das ist interessant, die Stimmung lebt viel davon, und selbst wenn man nicht immer hinten nachschlägt, was das ein oder andere genau bedeutet, ist es nicht schlimm, auf den Fortgang der Geschichte hat dies keinen Einfluss. Toll!  :herz: Schön, dass jemand, der wirklich Ahnung von der Zeit hat (Skandinavistik - Studium), einen historischen Roman schreibt.

Und auch sonst ist die Geschichte gelungen, die Elemente sind nicht atemberaubend neu angeordnet, aber nett erzählt. Die furchtbare und unerträgliche Glorifizierung des Mittelalters fehlt, ein weiterer großer Pluspunkt.

Allerdings, das sei gesagt, hat mich das Buch nicht gleich mitgerissen. Es beginnt doch sehr langsam, und es ist, wie gesagt, nichts wirklich neu, was man liest. Genervt hat mich das unabhängige, starrköpfige und ach so andere Burgfräulein  :schnarch:, aber die Person der Alienor wird interessanter, so viel sei dem zugestanden, nur zu Beginn ging sie mir schon sehr gegen den Strich.

Insgesamt bin ich also nicht restlos begeistert, aber in der Tat sehr angetan. Und ich freue mich, das merke ich gerade beim Rekapitulieren wieder, schon auf den nächsten Band!

 4ratten

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:leser:

SLW 11: 8/10 (Seychella)
SLW 12: 1/10
TAMKA - Wettbewerb 12: 0/5
Booker - Prize - Liste: 7/44
Wichtelliste: 6/10
Ungarns Komitate: 4/19
Zufallsliste Take 2: 2/5
Cult Authors: 3/141
Cult Novels: 0/54

Auch ungelebtes Leben
geht zu Ende

- Erich Fried

HoldenCaulfield

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Re: Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #40 am: 24. Mai 2010, 12:45:26 »

Mir ging es mit Alienor zu Beginn des Buches ähnlich, aber nach und nach trennt sich die Autorin dann von diesem Klischee und das finde ich macht die Geschichte dann auch aus!
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Erendis

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Re: Dagmar Trodler - Waldgräfin, Freyas Töchter, Tage des Raben
« Antwort #41 am: 02. Dezember 2011, 19:30:31 »

Und hier wäre dann endlich meine Meinung zum Buch:  :breitgrins:

Dagmar Trodler - „Die Waldgräfin“



Alienor ist die Tochter des Freigrafen zu Sassenberg, sehr gottesfürchtig, weiß aber dennoch genau, was sie will. Nachdem ihre geliebte Mutter viel zu früh gestorben ist, hat sie nun die Aufgabe, als Burgherrin dem Haushalt vorzustehen und das Gesinde zu überwachen. Viel lieber würde sie jedoch mit ihrem Vater auf die Jagd gehen und durch die Wälder streifen, was dieser ihr aber nur sehr selten erlaubt.

Von einer seiner Jagden bringt Alienors Vater einen geheimnisvollen Wilderer mit, den er auf frischer Tat ertappt hat. Schwer verletzt und der deutschen Sprache nicht mächtig, ist seine Identität zunächst unklar und er wird auf der Burg von allen nur „Hans“ genannt. Alienor muss hilflos mit ansehen, wie der Mann von ihrem Vater und dessen Helfern gefoltert und geknechtet, misshandelt und gedemütigt wird. Als der Vater zu ahnen beginnt, dass „Hans“ nicht das ist, was er zu sein scheint, schenkt er ihn seiner Tochter als Reitknecht.

Alienor fürchtet den Fremden, sein unkontrollierbares Temperament, seine Wut über die Demütigung durch ihren Vater und seinen ungebrochenen Stolz. Doch fühlt sie sich auch für ihn verantwortlich, so dass das Schicksal die beiden bald enger zueinander führen wird, als es den beiden lieb ist…

 „Die Waldgräfin“ konnte mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.
Allein die Tatsache, dass Alienor als Ich-Erzählerin durch die Geschichte führt, ist ungewöhnlich für einen historischen Roman und macht ihn sehr interessant, macht Alienors Gefühle sehr intensiv spürbar und brachte sie mir schnell nahe. Der Schreibstil ist lebendig und leicht, die Seiten flogen mir nur so durch die Finger. Langeweile kam trotz der Dicke des Buches zu keiner Zeit auf.

Die Liebesgeschichte steht in diesem Roman glücklicherweise nicht im Vordergrund, sondern entwickelt sich langsam, zögerlich und mit vielen, vielen Rückschlägen. Sowohl Alienor als auch der geheimnisvolle Fremde geben sich lange Zeit misstrauisch und reserviert, was die Geschichte und das Handeln der beiden sehr authentisch und glaubwürdig macht. Der Fokus der Geschichte liegt eindeutig auf die Entwicklung der Figuren, ihrem Umgang mit den kulturellen Unterschieden, der großen Skepsis, Furcht und Intoleranz, gepaart aber auch mit Neugier.

Insbesondere Hans bzw. Erik hat mich als Figur sehr fasziniert. Er wirkt geheimnisvoll, tragisch und hatte trotz seinem oft aufbrausenden Verhalten meine Sympathie zu jeder Zeit auf seiner Seite.
Durch ihn flicht Dagmar Trodler ihr umfassendes Wissen über die nordische Kultur in den Roman ein, was aber nie aufdringlich wirkt und dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. So werden Passagen aus der Edda zitiert und gekonnt alte nordische Sagen eingestreut. Stellenweise ist das Buch ein wenig mystisch angehaucht, was ich hier als sehr passend empfand. Als Beispiel sei hier nur eine eindrucksvolle Hexenbegegnung im Wald genannt, mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht verraten.

Fazit: Ein sehr gelungener historischer Roman, der auf die typischen Klischees der allseits bekannten „Mittelalter-Liebesromane“ verzichtet und sich vielmehr authentisch mit der Begegnung zweier Kulturen beschäftigt. Sehr empfehlenswert!

5ratten

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LG,
Erendis

:lesen: Tad Williams - Der Blumenkrieg / Christa Wolf - Der geteilte Himmel