

Hallo,
ich hänge hier mal meine Rezi zu
Dagmar Trodler - Die Waldgräfin zum SUB-Listen Wettbewerb an, okay.
Dieser Thread war überhaupt daran Schuld, dass ich auf das Buch aufmerksam wurde.
Zum Inhalt:
Alienor die eigenwillige Tochter des verwitweten Freigrafen zu Sassenberg, hadert mit ihrem Schicksal als Burgherrin.
Die Eintönigkeit ihres Daseins zwischen Webrahmen, Speisekammer und Almosenkorb endet jedoch jäh, als den Jägern ein seltsamer Wilderer in die Hände fällt - zerlumpt, von edler Statur und der deutschen Sprache offenbar nicht mächtig. Er wird gefoltert, gebrandmarkt und in Halseisen gelegt, um ihr dann als Sklave und Reitknecht vom Vater "geschenkt" zu werden.
Obwohl Alienor sich vor dem Mann fürchtet, lernt sie bald schon seine Stärke und sein Gespühr für Gefahren schätzen.......
Meine Meinung:
Wow, was für ein toller historischer Roman.
Ich war von der ersten Seite an total gefesselt. Man erfährt viel über das Leben auf einer Burg und was von einer Burgherrin damals erwartet wurde, Burghaushalt führen, Handarbeiten, allzeit für den Mann bereit sein und viele Kinder gebären.
Eine Rolle mit der sich Alienor nicht abfinden will. Ihr Leben ändert sich mit dem erscheinen von "Hans" /Eric.
Das Buch ist in einem schönen, leichten Schreibstil geschrieben, die Ich-Erzählform aus der Sicht Alienors hat mir sehr gut gefallen.
Was sich wie ein seichter historischer Liebesroman anhört ist keiner. Die Liebesgeschichte entwickelt sich erst sehr spät und ist einfach schön.
Voll von Zweifeln und Ängsten. Die "kulturellen" Unterschiede sind erheblich ein tief religiöses, deutsches Edelfräulein und ein nordischer Wilder, ein Barbar.
Der religiöse Aspekt nimmt viel Raum ein in diesem Roman.
Gerade im ersten Teil gibt es immer wieder mystische Elemente, Elfen die Alienor meint im Wald gesehen zu haben, die sich dann aber im Nebel auflösen.
Flammen im Feuer, die sie für Kobolde aus einem fernen Land im Norden hält.
Schön die Erzählungen über einige nordische Sagengestellten - Neuland für mich.
Dies gibt gerade dem ersten Teil viel Stimmung.
Es gibt auch einige etwas heftigere Szenen, die Folter von Eric, die Behandlungen seiner Verletzungen, aber ich fand es nicht zu schlimm, sondern gut zu ertragen. So etwas gehört für mich bei historischen Romanen schon dazu.
Fazit:
Ich bin sehr froh, dass es noch zwei Fortsetzungen gibt, weil dieses Buch macht eindeutig Lust auf mehr, viel mehr.
Von Dagmar Trodler im allgemeinen und Alienor und Eric im besonderen.
Liebe Grüße
Flor