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Autor Thema: Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis  (Gelesen 10618 mal)

Heidi Hof

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« am: 09. Dezember 2005, 12:54:57 »

Edit: Diese Diskussion hatte ihren Start im Thread Hermann Hesse - Siddhartha. Eine indische Dichtung. LG nimue

Zitat von: Valentine
Fragt sich natürlich, wie man Grautöne definiert. Ich verstehe darunter nicht eine Fähnchen-im-Wind-Mentalität, sondern eher, dass man ein stückweit auch die Argumentation oder die Beweggründe des anderen verstehen kann, dass man nicht simpel Gut und Böse unterscheidet, sondern auch die Abstufungen dazwischen erkennt.


Stimmt, hierzu bedarf es Erklärung.
Meine Grautöne halte ich streng nach C. Huter: Menschen ohne jegliche Energieströme, die sich einfach treiben lassen. Alles andere spielt sich im Licht ab und erhält Farbtöne.
D.h. Argumente und Bewegungsgründe sind Energien, und liegen außerhalb von grau.
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Valentine

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #1 am: 09. Dezember 2005, 14:31:33 »

:pling:

Also unterscheidest Du Schwarzweiß, Farbe und Grau! Gefällt mir irgendwie...
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch

Heidi Hof

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #2 am: 09. Dezember 2005, 15:20:12 »

Hallo Valentine

Schön  :smile:

Weiß ist Carl Huter die absolute Harmonie, der Dalai Lama zeigt fast ein solches Antlitz; und eben schwarz die Disharmonie.
Und dann wären wir wieder bei "Siddhartha", der Weg der Erleuchtung, ist nach Weiß ...

(Ich bin z. B. ein Gelb-Typ, und ich hoffe, wenn ich mal sterbe, ist es ein helles, leuchtendes Gelb ohne graue Flecke.  :breitgrins: )
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Valentine

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #3 am: 09. Dezember 2005, 15:50:26 »

Zitat von: Heidi Hof
(Ich bin z. B. ein Gelb-Typ, und ich hoffe, wenn ich mal sterbe, ist es ein helles, leuchtendes Gelb ohne graue Flecke.  :breitgrins: )


Gehst Du von der Lieblingsfarbe aus oder gibt es da irgendwelche Einschätzungskriterien? *neugierigbin*
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Heidi Hof

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #4 am: 09. Dezember 2005, 17:00:07 »

Hallo Valentine

Gelb = Empfindungsnaturell
Rot   = Bewegungsnaturell
Blau = Ernährungsnaturell

Wenn du du dich dafür interessierst, das Buch heißt:

"Grundlagen der Menschenkenntnis" von Carl Huter

C. Huter hat die Arbeit von Lavater übernommen, auf der sich auch die Antlitzdiagnostik Goethes bezieht. Ich habe bei Frau Irmgard Wenzel Seminare belegt, die wiederum die Arbeit von Huter weiterführt.

Das ist ein spannendes Thema! Nur leider gibt es, so glaube ich, die Bücher von Huter nicht mehr. Du kannst ja mal nach gebrauchten Büchern schauen.
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Valentine

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #5 am: 09. Dezember 2005, 17:02:38 »

Dann tippe ich bei mir auch mal auf Gelb :smile:

Mal sehen, vielleicht finde ich das Buch mal in der Bibliothek. Hört sich auf jeden Fall recht interessant an.
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Bartlebooth

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Physiognomoik
« Antwort #6 am: 09. Dezember 2005, 18:35:24 »

Die Physiognomik fußt auf Voraussetzungen, die heute als vollkommen unwissenschaftlich gelten, nämlich auf einem behaupteten direkten Zusammenhang zwischen äußerer Gestalt und dem "Inneren" eines Menschen; mal ist dies "Innere" die "Seele", mal sind es auch die "intellektuellen Fähigkeiten" einer ganzen Menschengruppe - kein Wunder, dass die Physiognomik auf relativ direktem Weg Einzug die Rassentheorien des 19. Jahrhunderts und der Nazizeit gehalten hat.

Man sollte die Physiognomik also keinesfalls in unkritischer Weise für bare Münze nehmen. Das nur als Fußnote.

Herzlich, B.
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Heidi Hof

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #7 am: 09. Dezember 2005, 19:19:34 »

Bartlebooth, beruhige dich wieder  :bussi:

Mir ist das sehr wohl bekannt.
Ob unwissenschaftlich hin oder her, darüber möchte ich an dieser Stelle hier nicht mit dir streiten, auf jedem Fall sehr stimmig.
Die Gefahr liegt gewiss im Missbrauch, aber für medizinische Zwecke sehr nützlich. Du wärst verblüfft, wenn Frau Irmgard Wenzel dich unbekannter Weise behandeln würde.
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Bartlebooth

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #8 am: 09. Dezember 2005, 20:08:34 »

Zitat von: Heidi Hof
Bartlebooth, beruhige dich wieder

Hab ich mich aufgeregt?
Zitat
Mir ist das sehr wohl bekannt.

Das war aus den Einträgen nicht ersichtlich und anderen ist es ja vielleicht nicht bekannt. Da kann eine Anmerkung nicht schaden.

Ich kenne weder Carl Huter noch Irmgard Wenzel, weiß daher auch nicht, was sie aus Lavater gemacht haben. Dass aber die Physiognomik Lavaters Unsinn ist, daran besteht kein Zweifel.

B.
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Twilight

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #9 am: 09. Dezember 2005, 21:09:18 »

Zitat von: Bartlebooth
Dass aber die Physiognomik Lavaters Unsinn ist, daran besteht kein Zweifel.
B.


Wie selbst Goethe irgendwann feststellte, der sich nach seiner anfänglichen Mitarbeit an Lavaters "Forschung" ausdrücklich davon distanziert hat.
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Viele Grüße aus dem Zwielicht
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Heidi Hof

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #10 am: 10. Dezember 2005, 02:06:02 »

Zitat
Dass aber die Physiognomik Lavaters Unsinn ist, daran besteht kein Zweifel.


*grins* Woher nehmt ihr eure Urteilskraft  :breitgrins:

(Das ist so typisch, mir fällt dazu wirklich nicht mehr ein, als dass ich mich köstlich ablachen kann.)
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sandhofer

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Lavater
« Antwort #11 am: 10. Dezember 2005, 11:01:10 »

Hallo zusammen!

Zitat von: Heidi Hof
Zitat
Dass aber die Physiognomik Lavaters Unsinn ist, daran besteht kein Zweifel.

*grins* Woher nehmt ihr eure Urteilskraft  :breitgrins:

Hmm ... Aus der Lektüre der Physiognomischen Fragmente Lavaters?

Grüsse

Sandhofer
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

Heidi Hof

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #12 am: 10. Dezember 2005, 11:50:52 »

Hallo Sandhofer

Selbst wenn sie diese Lektüre gelesen haben sollten, ist dies ein Fach wo es der praktischen Übung, Statistik usw. braucht.
Physiognomik kann man sich nicht anlesen, dazu bedarf es mehr!

Und soviel ich weiß, hat Goethe dieses Studium genau wie ich, es aus folgenden Grund abgebrochen: Es macht gar keinen Spaß mehr fremden Menschen zu begegnen, wenn man nur noch an große Ohre, lange Nasen und tiefe Stirn denkt. Die Überraschung schwindet, man packt Menschen in Schubladen. Aber die Antlitzdiagnostik ist stimmig.
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Bartlebooth

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #13 am: 10. Dezember 2005, 13:23:34 »

Hallo Heidi,

deine Strategie ist stets dieselbe: Du behauptest irgendetwas und wenn man begründet widerspricht, behauptest du  einfach, man wisse nicht genug (wenigstens immer weniger als du, soviel ist klar), um sich ein Urteil erlauben zu können. Die "Physiognomischen Fragmente" gelten seit 200 Jahren als unwissenschaftlich, weil die Viersäftelehre ebenso widerlegt ist (das wirst du jetzt bitte nicht abstreiten) wie Gesichtswinkelmessungen zur Feststellung bestimmter Charaktereigenschaften bzw. zur Feststellung der Intelligenz (da gab es allerdings die unrühmliche Zeit, in der das wieder als wissenschaftlich galt, an die wir aber hoffentlich nicht anknüpfen wollen). Ich habe mir in Zürich viele Skizzen und Erläuterungen Lavaters im Original angesehen, ich habe gesehen, dass es natürlich für ihn einen Unterschied machte, wer da analysiert wurde. Wenn ein Mensch mit großem Gesichtswinkel ein berühmter Gelehrter war, konnte er das nicht wegdiskutieren und griff zu haarsträubenden Hilfskonstruktionen. Trotzdem beharrte er natürlich immer auf der angeblichen Objektivität seiner Methode.

Ein behaupteter direkter Zusammenhang zwischen physischer äußerer Erscheinung und dem "Inneren" ist übrigens keineswegs eine statistische Frage, sondern entweder immer zutreffend (was sie nicht ist, wie man bereits im 18. Jahrhundert sehen konnte) oder unwissenschaftliche Spekulation.

Aber da ich es als vergebliche Liebesmüh betrachte mit jemandem zu diskutieren, der die Diskussion systematisch mit albernen Zwischenbemerkungen ("*grins*") torpediert, werde ich mich aus diesem Ordner nun zurückziehen.

Ich rege mich übrigens immer noch nicht auf.

B.
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Heidi Hof

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Carl Huter - Grundlagen der Menschenkenntnis
« Antwort #14 am: 10. Dezember 2005, 14:46:56 »

Hallo Bartlebooth

Nein, so ist das nicht. Denn ich behaupte nicht einfach irgendwas! Auf diesem Gebiet habe ich drei Jahre intensive Arbeit gelegt. Und auch wenn der Ansatz von Lavater als unwissenschaftlich eingestuft wird (Du musst allerdings auch beachten warum er gerne als unwissenschaftlich abgetan wird. Das hat ja einen ganz simplen Grund. 1. Möchte man, das es Unsinn ist, weil 2. eine Gefahr davon ausgeht.), habe ich mich davon überzeugt, dass es stimmig ist. Mir läuft heute noch eine Gänsehaut über den Körper, wenn ich daran zurückdenke, wie korekt und stimmig Frau Wenzel und Frau Marquardt völlig fremde Personen analysieren.
Ich zweifle weder an deine Intelligenz oder Bildung, bestimmt hast du mir einiges voraus (in Sprache und Literatur allemal). Aus diesem Grund habe ich auch unsere letzte Auseinandersetzung abgebrochen, denn ich lese noch gar nicht so lange. In Sachen Literatur bin ich Anfänger.
Aber auf diesem Gebiet, denke ich mal, nicht. Denn es ist kein rein theoretisches Gebiet, hier braucht es Praxis. Das kann man anhand der Skizzen und Erläuterungen nicht erlernen.

Lavater war auch nur der Begründer, verfeinert hat das C. Huter, und die zwei Damen haben das in die Praxis umgesetzt, wovon ich absolut überzeugt bin.
Das ist wie bei Einstein, seine Relativitätstheorie war auch nicht direkt stimmig ...
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