Hallo Heidi,
deine Strategie ist stets dieselbe: Du behauptest irgendetwas und wenn man begründet widerspricht, behauptest du einfach, man wisse nicht genug (wenigstens immer weniger als du, soviel ist klar), um sich ein Urteil erlauben zu können. Die "Physiognomischen Fragmente" gelten seit 200 Jahren als unwissenschaftlich, weil die Viersäftelehre ebenso widerlegt ist (das wirst du jetzt bitte nicht abstreiten) wie Gesichtswinkelmessungen zur Feststellung bestimmter Charaktereigenschaften bzw. zur Feststellung der Intelligenz (da gab es allerdings die unrühmliche Zeit, in der das wieder als wissenschaftlich galt, an die wir aber hoffentlich nicht anknüpfen wollen). Ich habe mir in Zürich viele Skizzen und Erläuterungen Lavaters im Original angesehen, ich habe gesehen, dass es natürlich für ihn einen Unterschied machte, wer da analysiert wurde. Wenn ein Mensch mit großem Gesichtswinkel ein berühmter Gelehrter war, konnte er das nicht wegdiskutieren und griff zu haarsträubenden Hilfskonstruktionen. Trotzdem beharrte er natürlich immer auf der angeblichen Objektivität seiner Methode.
Ein behaupteter direkter Zusammenhang zwischen physischer äußerer Erscheinung und dem "Inneren" ist übrigens keineswegs eine statistische Frage, sondern entweder immer zutreffend (was sie nicht ist, wie man bereits im 18. Jahrhundert sehen konnte) oder unwissenschaftliche Spekulation.
Aber da ich es als vergebliche Liebesmüh betrachte mit jemandem zu diskutieren, der die Diskussion systematisch mit albernen Zwischenbemerkungen ("*grins*") torpediert, werde ich mich aus diesem Ordner nun zurückziehen.
Ich rege mich übrigens immer noch nicht auf.
B.