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Autor Thema: Marlen Haushofer - Die Wand  (Gelesen 2816 mal)

valkyrja

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Marlen Haushofer - Die Wand
« am: 02. Dezember 2005, 23:45:56 »

ich denke mal hier passt das thema. es geht zwar um etwas, was nicht existieren kann, also fikitv ist, aber als fantasy definiere ich doch andere dinge. ;)

also das buch geht um eine frau, die mit freunden in eine hütte im wald fährt und am nächsten morgen allein dort erwacht. sie will ins dorf runterlaufen und stößt auf eine unsichtbar wand. wie glas. sie läuft diese wand größtenteils ab und findet keinen weg nach draußen. auf dem weg an der wand entlang entdeckt sie auch, dass auf der anderen seite kein leben mehr existiert. nur pflanzen und das wetter sind da.
sie richtet sich in der hütte ein und lebt mit tieren zusammen...

an und für sich eine gute idee für ein buch und auch gut erzählt. es ist halt wie ein bericht von ihr aufgebaut. als würde man ihr tagebuch lesen.

doch zum einen kritisiere ich die ständigen hinweise auf dinge, die sind während sie das buch schreibt. also zustände. sie sagt immer "hätte ich damals schon gewußt" oder "das sollte ich noch vermissen" usw. nervig, weil irgendwie die spannung dezimiert wird.

als die übrigen seiten immer weniger wurden und die geschichte noch keinem ende nahe schien, machte ich mir schon sorgen mit welchem gefühl ich das buch zuklappen würde.

mehr will ich nun nicht verraten. auf jeden fall erhält das buch von mir nur 1 ratte für die erzählweise und die idee. im großen und ganzen gefällt es mir aber nicht und ich überlegte schon es zu verkaufen.  :sauer:  1ratten

« Letzte Änderung: 10. August 2006, 13:55:17 von Alfa_Romea »
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SuB: 14 Bücher / 8.220 Seiten
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Zur Zeit lese ich:
"?" von ?

Marlen

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Re: marlen haushofer - die wand
« Antwort #1 am: 06. Dezember 2005, 12:08:28 »

Zitat von: valkyrja



doch zum einen kritisiere ich die ständigen hinweise auf dinge, die sind während sie das buch schreibt. also zustände. sie sagt immer "hätte ich damals schon gewußt" oder "das sollte ich noch vermissen" usw. nervig, weil irgendwie die spannung dezimiert wird.


Hmm, das ist ja merkwürdig, ich fand beim lesen, dass gerade diese Elemente die Spannung stark steigern!
Ich habe die ganze Zeit darauf hingefiebert, was mit dem Hund passiert. Ich finde, die schafft damit eine sehr emotionaöe Stimmung, die sich dann in einer ernüchternden, aber trotzdem schockierenden Situation löst.

Hat dir noch etwas nicht gefallen?

Liebe Grüße
Marlen
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Valentine

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #2 am: 06. Dezember 2005, 12:40:24 »

Tja, so verschieden sind die Geschmäcker!

Ich fand die Atmosphäre des Buches ziemlich bedrückend, konnte es aber trotzdem kaum aus der Hand legen, auch wenn eigentlich kaum etwas Aufregendes passiert. Man achtet in dieser abgeriegelten kleinen Welt viel stärker auf die Details.

Auf die Sache mit dem Hund war ich auch die ganze Zeit gespannt.

Einige Szenen fand ich erschreckend, in anderen waren wunderschöne Beobachtungen zum Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Von mir gab es seinerzeit 4ratten
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch

Mascha

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #3 am: 06. Dezember 2005, 12:55:26 »

Obwohl dieses Buch nur ca.230 Seiten hat, habe ich 4 Tage gebraucht um es zu lesen. Eine relativ lange Zeit, da ich tatsächlich viel Zeit hatte zum Lesen. Aber ich mußte viele Lesepausen einlegen, weil dieses Buch eine für mich bedrückende Geschichte erzählt.
Eine Frau will ein Wochenende mit Freunden in einer Jagdhütte verbringen. Am ersten Abend gehen die Freunde ins nächste Gasthaus, das einige Kilometer entfernt ist. Die Frau bleibt mit dem Jagdhund alleine zurück. Die Freunde kommen nicht mehr wieder und die Frau entdeckt am nächsten Tag "Die Wand". Sie kann durchsehen, aber nicht mehr durchgehen. Sie geht an der Wand entlang und sieht ein Bauernhaus und auch deren Bewohner, aber sie scheinen wie versteinert zu sein. Die Frau vermutet, daß "die Wand" eine schreckliche Waffe einer, irgendeiner Regierung ist und es anscheinend keine Überlebenden gibt. Sie will überleben und obwohl sie eigentlich ein Stadtmensch ist, gelingt es ihr mit dem Hund, einer Katze und einer Kuh tatsächlich 2 Jahre (vielleicht auch länger, das Ende des Buches läßt es offen).
Was mich sehr gewundert hat: wieso war die Frau nicht total verzweifelt? Sie ist oft traurig, müde und abgearbeitet, aber sie packt die Arbeit an und und bleibt relativ ruhig. Ich an Ihrer Stelle wäre verzweifelt.

Es ist ein gutes Buch, obwohl oder vielleicht weil es viele Fragen offen läßt. Woher kommt diese Wand? Wieso sucht diese Frau nicht nach einem Ausweg (zumindest nicht sofort)?


 3ratten
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Gruß Mascha

Marlen

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #4 am: 06. Dezember 2005, 13:34:11 »

Zitat von: Mascha
Woher kommt diese Wand? Wieso sucht diese Frau nicht nach einem Ausweg (zumindest nicht sofort)?


Hallo Mascha,

ich denke nicht, dass es sich um eine reale Wand handelt, sondern eher um eine, die sich im Kopf der Frau gebildet hat.
Sie isoliert sich damit von ihrem bisherigen leben (das sie nicht mochte) und der Umwelt, mit der sie nicht "einverstanden" war.

ich denke, sie will nach keinem Ausweg suchen sondern fühlt sich trotz aller Ängste in dieser völlig abgeschirmten Welt und der Angst, die sie vor Eindringlingen hat, wohler als in der "realen Welt". Ich habe mir auch zwischendurch gedacht, sie hätte ja weiter rauf auf den Berg gehen können (das macht sie nie) bzw. weiter an der Wand entlang und dort nach einem Ausweg suchen können.
Sie kann ihre mütterlichen Gefühle und den Beschützerinstinkt für ihre Tiere aber nicht abstellen und will sie nicht allein lassen bzw. benutzt sie sie als Vorwand, um keinen Ausbruch versuchen zu müssen.

Mich hat das Buch auch ungemein gefesselt und ich konnte es kaum weglegen. Über die Gründe für ihr Bleiben bzw. wie es weitergeht in ihrer Geschichte habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht.

Ich habe ja schon im Flop-Thread geschrieben, dass ich meine Magisterarbeit über den Roman schreibe und habe auch dieses Semester schon eien Hausarbeit darüber geschrieben und war über die Ergebnisse z.T. richtig erstaunt ;) Bin schon gesapnnt, was ich noch alles rausfinde  :breitgrins:
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Weratundrina

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #5 am: 08. Juni 2006, 22:10:13 »

Hab mal wieder die Forensuch bemüht, weil ich von dem Buch eben im "was lest ihr grad" las.

Ich habe das Buch seiner Zeit in einer Nacht gelesen, weil ich es absolut nicht aus der Hand legen konnte.

Selten hat mich ein Buch mehr zum Nachdenken und weitergrübeln animiert.  

Die offensichtliche Geschichte zum einen mit der ser detailreichen Beschreibung des Lebens der Frau und die Metaebene auf der anderen Seite  haben mich nicht mehr losgelassen.

Mein Mann lag fassungslos neben mir: "wie kannst du dieses Buch freiwillig lesen?!?!"   :rollen: Er wurde in der Schule damit gequält.

Ich kann mir aber vorstellen, dass es man keinen Zugang dazu finden kann. Aber solche polarisierenden Bücher sind mir immer die liebsten.

Ich abe im RUB noch ein weiteres Buch von der Autorin stehen und bin schon gespannt darauf, obwohl ich vermute, dass es die hohen Erwartungen, die ich wegen "die Wand" habe, nicht erfüllen wird.

von mir
4ratten und  :marypipeshalbeprivatmaus:
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Viele Grüsse,
Weratundrina

Nenya

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #6 am: 09. Juni 2006, 10:57:09 »

Ich fand das Buch auch absolut fesselnd und es gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern!
Erschrocken habe ich mich über den Schluß und war auch recht sauer das ich als Leser dann so allein gelassen wurde mit den tausend Fragen die ich noch dazu hatte :grmpf:

Aber ich denke so muß sich jeder mit seiner eigenen Wand beschäftigen und sich überlegen was sie für einen bedeutet....

Auch von mir:
 4ratten  :marypipeshalbeprivatmaus:
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wolves

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #7 am: 09. Juni 2006, 13:45:46 »

Ich fand das Buch seinerseits auch sehr spannend und interessant zum lesen. Es hatte mich zum nachdenken und zum grübeln gebracht. Einige Fragen blieben auch bei mir offen.
Von mir bekommt es auf jeden Fall:  4ratten

Zitat von: Weratundrina
Ich abe im RUB noch ein weiteres Buch von der Autorin stehen und bin schon gespannt darauf, obwohl ich vermute, dass es die hohen Erwartungen, die ich wegen "die Wand" habe, nicht erfüllen wird.


Bin neugierig; welches Buch hast du noch von ihr auf deinem RUB liegen? Ich hatte auch schon das eine oder andere Buch von ihr in der Hand, konnte mich aber einfach nicht dazu entscheiden es zu kaufen. "Die Wand" hatte bei mir auch eine hohe Erwartungshaltung ausgelöst.
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Weratundrina

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #8 am: 09. Juni 2006, 13:51:00 »

Es ist "eine Handvoll Leben".  :winken:
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Viele Grüsse,
Weratundrina

creative

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #9 am: 09. Juni 2006, 14:22:45 »

@Weratundria: "Eine Handvoll leben" habe ich mir vor kurzem als Mängelexemplar gekauft. Es hat mich vom Klapptentext her sehr angesprochen! Gelesen hab ich es leider noch nicht.
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:blume:  Herzliche Grüße!  :blume:
creative

wolves

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #10 am: 09. Juni 2006, 14:31:22 »

"Eine Handvoll Leben" klingt mal ganz interessant.
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Doris

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #11 am: 09. Juni 2006, 21:30:16 »

Ich habe gerade mit wachsendem Interesse eure geteilten Meinungen zu "Die Wand" gelesen. Das Buch ist eines meiner SUB-Wettbewerbs-Bücher und ich bin schon gespannt, wie es auf mich wirkt. Von der Story her erinnert es mich an "Schiffbruch mit Tiger", das mir sehr gefiel. Da dürfte gute Unterhaltung garantiert sein  :klatschen:

Liebe Grüße
Doris
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sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
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julhenne

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Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #12 am: 13. Juni 2006, 09:47:42 »

Ich habe das Buch jetzt auch beendet. Von mir gibts

 3ratten

Marlen Haushofer schreibt ganz nett, aber auch nicht übermäßig ansprechend. Teilweise stört mich das österreicherische Deutsch. Über weite Teile des Buches wird eine mittelmäßige Spannung aufgebaut, was zB mit Luchs passieren wird. Das Ende spricht mich so gar nicht an, es bringt mich auch nicht wirklich zum Nachdenken, weil die Protagonistin in meinen Augen keine undurchschaubare Person darstellt, über die man nachdenken müsste und ich eh von Beginn an wusste, dass und wie ich anders gehandelt hätte.
Die Idee jedoch finde ich sehr interessant, man hätte jedoch wesentlich mehr draus machen können
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Doris

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Rezitation
« Antwort #13 am: 08. August 2006, 14:47:04 »

Auf dieses Buch wurde ich nur durch eure sehr unterschiedlichen Meinungen hier im Forum aufmerksam. Zuvor war mir die Östereicherin Marlen Haushofer nur als Kinderbuchautorin ein Begriff.

Klappentext
Eine Frau folgt einer Einladung in die Jagdhütte von Freunden. Nach ihrer Ankunft gehen die Gastgeber noch in den nahen Ort, kehren aber nicht wie verabredet zurück. In Sorge macht sich die Frau auf den Weg, um zu erkunden, wo die beiden geblieben sind. Alles um sie herum ist so, wie es immer war: das Tal, die Bäume, die Bergwiesen. Doch ehe sie das Dorf erreicht, stößt sie gegen eine unsichtbare, unüberwindliche Wand, jenseits derer Totenstarre herrscht. Abgeschlossen von der übrigen Welt, umgeben von Tieren, richtet sich die Frau aufs Überleben ein, dabei ihr Verhältnis zur Natur und sich selbst neu bedenkend.

Meine Meinung
Nach dem Lesen des Klappentextes kam mir zuerst der Gedanke, dass es sich hier um einen Science Fiction-Roman handelt, aber außer der Wand geschieht hier nichts, was auch nur annähernd mit SF zu tun hat. Die namenlose Protagonistin berichtet eher sachlich davon, wie sie sich plötzlich mit der Wand konfrontiert sieht und ihr Dasein sich auf das bloße Überleben reduziert. Dabei kommt ihr zugute, dass sie in jungen Jahren landwirtschaftliche Erfahrungen sammeln konnte, was ihr nun dabei hilft, Kartoffeln und Bohnen anzubauen oder einen Heuvorrat für den Winter anzulegen. Zu ihrem Jagdhund laufen ihr noch eine Kuh und eine Katze zu, die beide trächtig sind, und damit ist die scheinbare Idylle komplett.

Sie tut wenig, was einem Aufbegehren in ihrer Situation gleich käme. Stattdessen hatte ich fast den Eindruck, als sei die Wand das beste, was ihr passieren konnte, so nahtlos fügt sie sich ein in diese neue Welt. Gedanken an ihr früheres Leben kommen zwar immer wieder auf, aber mit eher wenig Wehmut. Von Tag zu Tag nähert sie sich mental einem Zustand, der sich nur noch auf das Wesentliche beschränkt, das zum Überleben notwendig ist, und blendet Gedanken an frühere Verschwendung und Luxus aus.

Offen bleibt die Frage, warum die Wand erschien und ob sie die Frau nun ein- oder aussperrt. Wer lieber ein Buch mit einem „richtigen“ Ende liest, mag an diesem Punkt enttäuscht sein. Ich empfand gerade richtig so, weil ich ebensowenig wie die Frau weiß, was ihr die Zukunft bringt.

Die Wand wird als Marlen Haushofers bester Roman bezeichnet. Leider wird es nie eine Fortsetzung geben, denn die Autoren starb bereits 1970 im Alter von 49 Jahren. Mich hat der Roman beeindruckt durch seinen stilistisch einfachen aber eingängigen Stil, passend zu den Abläufen in der Geschichte, die sich auf die elementarsten Dinge beschränken. Die Spannung wird immer aufrecht erhalten, indem die Frau in ihrem Bericht zwar erzählt, dass einigen ihrer Tiere etwas zustößt, was das jedoch ist, wird erst gemäß dem tatsächlichen chronologischen Ablauf entsprechend offenbart. 

Der Gedanke von Marlen, dass sich die Wand nur im Kopf der Frau abspielt, hat mir ganz gut gefallen, allerdings konnte ich ihn nicht ganz mit allen Ereignissen vereinbaren.

Von mir gibts auf jeden Fall   4ratten

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Eochaine

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Re: Marlen Haushofer - Die Wand
« Antwort #14 am: 09. August 2006, 09:32:54 »

Hallo,

ich habe das Buch vor einiger Zeit schon gelesen und fand es einfach total klasse - sowohl den einfachen und schnörkellosen Stil als auch die Geschichte an sich. Auch wenn ich an Stelle der "Hauptdarstellerin" an vielen Stellen wohl anders gehandelt hätte.

Mit am meisten hat mich beeindruckt, dass der Roman so zeitlos ist - ich habe mich mehrmals vergewissert, dass das Erscheinungsdatum wirklich in den 1960ern war. Denn trotz dieser vergangenen mehr als 40 Jahre hat es in meinen Augen nichts verstaubtes oder irrelevantes.

In unserem Lesekreis haben wir auch dieses Buch gelesen und wie auch hier polarisierte die Geschichte sehr stark. Witzigerweise war danach direkt "Die Lichtung" von Jean Hegland dran, die einen ähnlichen Aspekt in einer völlig anderen Art und Weise beschreibt.

Meine Wertung für die "Wand":

 4ratten
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