Hallo, Boyle-Leser, ich muß gestehen, daß ich ein Problem habe. Ich bin aus Wassermusik rausgefallen. Also nix mit "infiziert"...
Zitat:"Aber das ist doch hanebüchenster Quatsch...völlig verzerrt und erlogen...S. 164"
Also ganz so ist es nicht, ein Drittel hab ich mir angetan, dann hat sich mir aber schon eine gewisse Sinnfrage aufgedrängt, über die ich noch nicht ganz klar bin.
Was ist der Unterschied zwischen América, Der Samurai von Savannah (die mir sehr gefallen haben) und Wassermusik ??
Ich bin wie gesagt noch nicht fertig mit der Sache, aber mein gegegenwärtiger Eindruck ist, daß der irreale Zusammenhang hier deutlicher ist als in den beiden ersten Büchern, schwarzer Humor und Ironie usw. gut und schön, hier denke ich, da könnte ich ja gleich Terry Pratchett lesen.
Die ersten beiden spielen in einer nachvollziehbaren Realität und ufern dann etwas aus, Wassermusik spielt in einem Zusammenhang, den ich schon sehr bald nicht mehr ernst nehmen konnte.
Es geht um die Entdeckungsreisen des Schotten Mungo Park in Afrika und parallel um die Abenteuer eines gewissen Ned in der Kneipen- und Unterwelt von London, wie das zusammengeht, entzieht sich mir noch.
In einer drallen und saftigen Sprache werden die Leiden und Abenteuer von beiden Protagonisten geschildert, darin liegt schon ein gewisser Unterhaltungswert.
Zitat: "Rise erwacht mit Kopfschmerzen. Er hat Gin getrunken - alias Zieht-dir-die-Hosen-aus, blauer Ruin, Wacholderfluch - Entkräfter und Endstation der niederen Klassen, klar wie Säuferurin und beißend wie der Saft des Wacholders..."
Ähnlich gehts mit den Leiden des Mungo Park in Afrika, der von den Mauren gepeinigt wird und doch nur davon träumt den Niger zu finden.
Drastische Sprache, unwahrscheinliche Erlebnisse, etc.... wie gesagt.
So habs ichs gesehen. Fände andere Meinungen interessant.
Gruß KHW
