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Autor Thema: Val McDermid - Echo einer Winternacht  (Gelesen 4203 mal)

Coco206

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Re: Val McDermid - Echo einer Winternacht
« Antwort #30 am: 29. November 2008, 18:28:33 »

Eigentlich mag ich Val McDermid sehr gerne. Habe alle ihre Bücher der Reihe um "Tony Hill" gelesen, und fand sie sehr gut.
Aber "Echo einer Winternacht" hat mir überhaupt nicht zugesagt, und ich habe es ab ca 200 Seiten nur noch deshalb gelesen, weil ich wissen wollte, wie es augeht.
Die Autorin war sehr ausführlich, die ganze Geschichte hätte man auch mit gut und gerne 350 Seiten beschreiben können.
Zum Ende hin waren es mir zuviele "Zufälle" und Verbindungen, der Teil der Geschichte, der in den 70ern spielt war viel zu lang gefasst.

Mehr kann ich zu diesem Buch leider nicht sagen,  2ratten von mir.
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sandi

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Re: Val McDermid - Echo einer Winternacht
« Antwort #31 am: 25. März 2010, 12:09:47 »

Autor: Val McDermid
Titel: Echo einer Winternacht
Originaltitel, Jahr: The Distant Echo, 2003
Verlag: Knaur
ISBN: 3-426-63158-X
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 553

Inhalt
1978, in der kleinen schottischen Universitätsstadt St. Andrews: Die vier befreundeten Studenten Alex, Mondo, Ziggy und Weird stolpern nach einer Party über eine im Schnee liegende schwerverletzte junge Frau, welche kurz darauf verstirbt. Aus Mangel an anderen Verdächtigen geraten die vier ins Visier der Ermittler. Jedoch fehlen handfeste Beweise um sie als Täter zu überführen. Nichtsdestotrotz bleiben die vier jungen Männer gebrandmarkt und nichts ist mehr wie es vorher war.

25 Jahre später: Der Fall wird von der Polizei wieder aufgenommen um vielleicht mithilfe der neuen Ermittlungsmethoden zu einem Ergebnis zu kommen. Inzwischen sind die vier Freunde quer über den Globus verteilt und haben eigene Familien. Kurz darauf kommt Ziggy, inzwischen erfolgreicher Arzt, ums Leben. Nur wenige Wochen später trifft es den nächsten. Zufall? Wohl kaum, irgendjemand will nach solanger Zeit Rache für den Mord an der jungen Frau nehmen und stellt damit das Leben der (noch lebenden) Freunde erneut auf den Kopf.....

Meine Meinung
Man weiß ja schon von Anfang an, dass keiner der vier Freunde etwas mit dem Mord zu tun hat. Jedoch nimmt dies eigentlich gar nichts von der Spannung. Es ist nämlich genauso spannend zu lesen wie sich das Leben von unschuldigen Menschen durch einen blöden Zufall verändert, und zwar für immer. Wie sie gemieden werden von der Gesellschaft bzw. teilweise auch wie wirkliche Verbrecher behandelt werden. Die vier Freunde, unterschiedlicher könnten sie gar nicht sein, wachsen einem bald ans Herz, der eine mehr, der andere weniger. Vor allem mit Alex und Ziggy konnte ich gut mitfiebern.

Der erste Teil des Buches gefiel mir doch um einiges besser als der zweite, er hatte etwas mehr Tiefe und fuhr eher auf der psychologischen denn auf der Actionschiene.. Der Gegenwartsteil war mir dann doch zu sehr nach Vorbild eines klischeehaften amerikanischen Thrillers mit Showdown, klassisches Muster ohne etwas Neuem.

McDermid schreibt recht detailiert, für meinen Geschmack hätte das Buch ruhig ein paar Seiten weniger haben können. Ein paar Kleinigkeiten waren für mich auch nicht sehr überzeugend, ich denke dabei etwa an Weirds "Erleuchtungsprozess". Die Auflösung hat mich dann doch überrascht. Obwohl ich relativ viele Bücher dieses Genre lese, kriegen sie mich doch immer dran, weil ich mir zu solchen Büchern kaum Gedanken mache. Insgesamt durchaus nett zu lesen für zwischendurch, aber nichts besonderes... vor allem im Vergleich zu anderen Büchern von McDermid. Hill & Jordan fehlten mir einfach

3ratten:marypipeshalbeprivatmaus:
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Muertia

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Re: Val McDermid - Echo einer Winternacht
« Antwort #32 am: 01. Dezember 2010, 23:36:44 »

Ich habe das Buch letztes Wochenende beendet und möchte meine Meinung noch kundtun, auch wenn ich sandi´s Beitrag auch einfach unterschreiben könnte.

Mein erster Krimi von Val McDermid konnte mich nicht überzeugen. Im ersten Teil, bei dem es vornehmlich um die 4 Studenten nach dem Auffinden des Mädchens geht, hatte mich zunächst gefesselt. Der Spannungsaufbau war für mich spürbar und die einzelnen Charaktere waren wirklich schön gezeichnet. Jeder der 4 wurde sehr lebhaft dargestellt, sodass ich einen Bezug aufbauen konnte. Das Rätsel, wie es denn nun zu dem Mord gekommen ist und wer der Täter war, stand im Raum und die Seiten flogen nur so dahin. Leider führte sich diese Spannung in Teil zwei überhaupt nicht weiter. Die Handlung springt von 1978 in das Jahr 2003. Das Leben von Alex Gilbey und seinen drei Freunden hat einen unterschiedlichen Verlauf genommen. Nun wird der ehemals ungelöste Fall wieder aufgerollt und von der Polizei untersucht. Die Beschreibungen waren mir viel zu Klischeehaft und erinnerten an einen Film, dessen Handlung man blind voraussagen kann. So kam es dann leider auch und auch wenn ich gehofft hatte, am Ende noch eine Überraschung zu erleben, quasi als Versöhnung, blieb diese aus.

Insofern kann ich diesem Buch leider nur das Prädikat "befriedigend" verleihen. Ich hoffe, dass Val McDermid ihre nächste Chance bei mir nutzen wird.

 3ratten


Viele Grüße,
Muertia
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:lesen: Rebecca Gablé - Der dunkle Thron
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