  | | Autor: Val McDermid Titel: Echo einer Winternacht Originaltitel, Jahr: The Distant Echo, 2003 Verlag: Knaur ISBN: 3-426-63158-X Ausgabe: Taschenbuch Seiten: 553 |
Inhalt1978, in der kleinen schottischen Universitätsstadt St. Andrews: Die vier befreundeten Studenten Alex, Mondo, Ziggy und Weird stolpern nach einer Party über eine im Schnee liegende schwerverletzte junge Frau, welche kurz darauf verstirbt. Aus Mangel an anderen Verdächtigen geraten die vier ins Visier der Ermittler. Jedoch fehlen handfeste Beweise um sie als Täter zu überführen. Nichtsdestotrotz bleiben die vier jungen Männer gebrandmarkt und nichts ist mehr wie es vorher war.
25 Jahre später: Der Fall wird von der Polizei wieder aufgenommen um vielleicht mithilfe der neuen Ermittlungsmethoden zu einem Ergebnis zu kommen. Inzwischen sind die vier Freunde quer über den Globus verteilt und haben eigene Familien. Kurz darauf kommt Ziggy, inzwischen erfolgreicher Arzt, ums Leben. Nur wenige Wochen später trifft es den nächsten. Zufall? Wohl kaum, irgendjemand will nach solanger Zeit Rache für den Mord an der jungen Frau nehmen und stellt damit das Leben der (noch lebenden) Freunde erneut auf den Kopf.....
Meine MeinungMan weiß ja schon von Anfang an, dass keiner der vier Freunde etwas mit dem Mord zu tun hat. Jedoch nimmt dies eigentlich gar nichts von der Spannung. Es ist nämlich genauso spannend zu lesen wie sich das Leben von unschuldigen Menschen durch einen blöden Zufall verändert, und zwar für immer. Wie sie gemieden werden von der Gesellschaft bzw. teilweise auch wie wirkliche Verbrecher behandelt werden. Die vier Freunde, unterschiedlicher könnten sie gar nicht sein, wachsen einem bald ans Herz, der eine mehr, der andere weniger. Vor allem mit Alex und Ziggy konnte ich gut mitfiebern.
Der erste Teil des Buches gefiel mir doch um einiges besser als der zweite, er hatte etwas mehr Tiefe und fuhr eher auf der psychologischen denn auf der Actionschiene.. Der Gegenwartsteil war mir dann doch zu sehr nach Vorbild eines klischeehaften amerikanischen Thrillers mit Showdown, klassisches Muster ohne etwas Neuem.
McDermid schreibt recht detailiert, für meinen Geschmack hätte das Buch ruhig ein paar Seiten weniger haben können. Ein paar Kleinigkeiten waren für mich auch nicht sehr überzeugend, ich denke dabei etwa an Weirds "Erleuchtungsprozess". Die Auflösung hat mich dann doch überrascht. Obwohl ich relativ viele Bücher dieses Genre lese, kriegen sie mich doch immer dran, weil ich mir zu solchen Büchern kaum Gedanken mache. Insgesamt durchaus nett zu lesen für zwischendurch, aber nichts besonderes... vor allem im Vergleich zu anderen Büchern von McDermid. Hill & Jordan fehlten mir einfach

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