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Autor Thema: John Irving  (Gelesen 2636 mal)

Jule18

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John Irving
« am: 03. November 2005, 23:13:30 »

Hallo,

ich hab jetzt schon öfter von John Irving gehört und auch ide Verfilmung von "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und "das Hotel New Hampshire" gesehen.
Ich würde jetzt gerne mal ein Buch von ihm lesen.

Sind die Bücher lesenswert/anspruchsvoll?
Könnt ihr mir ein bestimmtes Buch zum Anfang empfehlen?

Grüße
Jule
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Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.  Montesquieu

Twilight

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John Irving
« Antwort #1 am: 03. November 2005, 23:17:45 »

Die Bücher sind meiner Meinung nach durch die Bank sehr viel schräger als die Verfilmungen. Für den Einstieg ist vielleicht "Garp oder wie er die Welt sah" ganz gut geeignet - das war auf jeden Fall auch meine Irving-Einstiegsdroge. Mein persönlicher Favorit ist aber "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker".
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Viele Grüße aus dem Zwielicht
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booki

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John Irving
« Antwort #2 am: 03. November 2005, 23:31:00 »

ich kann dir meine beiden lieblinge von ihm empfehlen:

Das Hotel New Hampshire und Witwe für ein Jahr
aber Irving´s Romane sind nicht für ejdermann, wenn du auf schräge Sachen, etc stehst, kann ich dir aber seine bÜCHER uneingeschränkt empfehlen... :zwinker:
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Alfa_Romea

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Re: John Irving
« Antwort #3 am: 04. November 2005, 02:37:07 »

Hi Jule!

Zitat von: Jule18
Sind die Bücher lesenswert/anspruchsvoll?


Das ist, wie immer, Geschmackssache. Ich habe vor ein paar Monaten bie der Leserunde von "Das Hotel New Hampshire" mitgemacht und mochte das Buch überhaupt nicht. Es war mein erstes (und letztes) Buch von Iriving. Ich hatte etwas "Besseres" erwartet, nachdem mir der Film "The Cider House Rules" gar nicht schlecht gefallen hatte.

Vielleicht hast du ja Lust, dir den Thread zur Leserunde durchzulesen.

Mit einem lieben Gruss

Alfa Romea
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creative

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John Irving
« Antwort #4 am: 04. November 2005, 07:38:40 »

Meine absoluten LIeblingsbücher von John Irving sind "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und "Owen Meany".

Ich liebe Irvings Schreibstil, seinen Humor und seine Art traurige Themen zu bearbeiten, Sinn und Unsinn gegenüberzustellen  bzw. nachdenklich zu machen.
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:blume:  Herzliche Grüße!  :blume:
creative

illy

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John Irving
« Antwort #5 am: 04. November 2005, 08:03:18 »

OWEN MEANY  :klatschen:  :klatschen:  :klatschen:

hat alles vom totlachen bis zum heulen.

 :winken: illy
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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Gigi

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John Irving
« Antwort #6 am: 04. November 2005, 14:35:04 »

The Cider House Rules habe ich geliebt. Das Buch ist natürlich viel umfangreicher als der Film.
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Papyrus

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John Irving
« Antwort #7 am: 04. November 2005, 15:01:55 »

Zitat von: creative
Meine absoluten LIeblingsbücher von John Irving sind "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und "Owen Meany".
Das sind auch meine Lieblingsbücher von Irving.

 "Das Hotel New Hampshire" war mein erstes Buch, und hat mir auch sehr gut gefallen.
"Garp" hingegen gefiel mir gar nicht. Vielleicht sollte ich es nochmal lesen...
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Jule18

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John Irving
« Antwort #8 am: 04. November 2005, 16:06:13 »

Danke für ie vielen Tipps!

Ich les am besten lle Bücher!!! :zwinker:
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Doris

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John Irving
« Antwort #9 am: 04. November 2005, 23:01:43 »

Mein Lieblingsbuch ist ebenfalls Owen Meany. Es war auch mein erstes, das ich von Irving gelesen habe. Weniger gut gefiel mir Garp, das zwar auch humorvoll, aber nicht so tief gründig ist.

Liebe Grüße

Doris
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sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
Lucius Annaeus Seneca

Manjula

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John Irving
« Antwort #10 am: 04. November 2005, 23:12:21 »

Zitat von: Twilight
Für den Einstieg ist vielleicht "Garp oder wie er die Welt sah" ganz gut geeignet - das war auf jeden Fall auch meine Irving-Einstiegsdroge.


Hallo,

meine auch - und seither bin ich Irving-Fan :bang: Für den Einstieg vielleicht auch ganz gut geeignet sind "Zirkuskind" und "Witwe für ein Jahr". Aber

Zitat von: Jule18
Ich les am besten lle Bücher!!!


das ist in jedem Fall eine gute Idee  :zwinker:

Liebe Grüße
Manjula
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Bartlebooth

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Re: John Irving
« Antwort #11 am: 05. November 2005, 11:24:03 »

Zitat von: Jule18
Sind die Bücher lesenswert/anspruchsvoll?


Ersteres ist Geschmackssache, zweiteres ist glattweg zu verneinen. Irving ist nicht sehr voraussetzungsreich und nicht sehr kompliziert geschrieben. Ich mag ihn eigentlich nicht besonders, kenne aber nur drei Bücher: Garp. Hotel New Hampshire und - dazu habe ich mich überreden lassen - A Prayer for Owen Meany. Letzteres ist in meinen Augen tatsächlich das beste Buch von Irving (natürlich kann ich nur von den dreien sprechen), wenn ich auch mit dem Schluss massive Probleme habe.
Unterhaltsam ist Irving schon, wenn sich sein Witz auch für mein Empfinden etwas totläuft. Ich kann dir wesentlich schrägere Texte nennen. Irvings Schrägheit gehört zu den massenverträglichen.
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Arjuna

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John Irving
« Antwort #12 am: 06. November 2005, 21:19:10 »

Hallo Ihr!

Also ich mochte von Irving "Die 4. Hand" sehr gerne, muss aber auch gleich mal sagen dass das mein 1. Irving war, momentan bin ich grad bei "Witwe für ein Jahr" was mir auch gefällt, aber ich habe momentan noch keinen Plan wo er hin möchte mit seiner Geschichte..... "Das Hotel New Hampshire" habe ich begonnen aber wieder zur Seite gelegt.... vielleicht passt später mal besser..... und dann hab ich noch seine "Biographie" gelesen, "Vom Ringen und vom Schreiben" naja :rollen: ..

lg
Arjuna
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Pensiero

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Re: John Irving
« Antwort #13 am: 07. November 2005, 00:45:39 »

Hallo zusammen,

also ich würde Jule auch Witwe für ein Jahr empfehlen, Garp, Cider House Rules und Owen Meany fand ich alle drei ziemlich ähnlich. Als Einstieg ist wohl das Hotel New Hampshire auch nicht schlecht. Und ich merke grade, dass eine solche Aussage wie die letzten drei Zeilen nicht wirklich weiterhilft. Also lies mal die Witwe. Eindeutige Aussagen braucht dieses Land...

Zitat von: Bartlebooth
Ich kann dir wesentlich schrägere Texte nennen.

Hallo Bartlebooth,
in Deinen Postings habe ich Dich über viele Texte schreiben sehen, die mir auch gefallen haben, und schon mehrfach "Leseanregungen" daraus gezogen. Insofern wäre ich einer Liste mit Schrägem gar nicht abgeneigt, vielleicht kannst Du hier ja ein paar Titel posten?!

Viele Grüße, Konstantin
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La vérité, dit-on, sortait d'un puits.
La Muse, si vous le permettez, sortira d'un tonneau.

Bartlebooth

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Schräges
« Antwort #14 am: 07. November 2005, 20:49:29 »

Hallo Konstantin,

Zitat von: Pensiero
in Deinen Postings habe ich Dich über viele Texte schreiben sehen, die mir auch gefallen haben, und schon mehrfach "Leseanregungen" daraus gezogen.

:knuddel:
Das höre ich ja mehr als gern! Danke schön, und es sei dir gleich geholfen.

Schönere Schrägheiten und vor allem wirkliche Schrägheiten gibt es natürlich bei Maître Boris, also Boris Vian. Hier seine stellvertretend für viele nur meine beiden Lieblinge "L'écume des jours" (Der Schaum der Tage) und "Automne à Pékin" (Herbst in Peking). Bei Gefallen stehe ich für weiteren Austausch immer gerne zur Verfügung.
Sehr schön auch der von Saltanah und mir (Nevermore hat ihn im letzten Monat, wenn ich mich recht entsinne, auch gelesen) geschätzte "Krieg mit den Molchen" von Karel Capek, eine Kolonisationsgeschichte der etwas anderen Art.
Wunderbar auch die Österreicher: Heimito v. Doderer, hier vor allem anderen "Die Merowinger oder die totale Familie", einer meiner all-time-favorites. Oder, was ich in einem der Monatsrückblicke schon mal genannt hatte, Fritz v. Herzmanovsky-Orlandos "Der Gaulschreck im Rosennetz".
Richtig schräg sind auch solche klassisch modernen Vögel wie Paul Scheerbart, zB "Münchhausen und Clarissa", oder Oskar Panizza, leider kenne ich noch nicht das bekannte "Liebeskonzil", aber "Eine Mondgeschichte" kann ich dir schon aus eigener Anschauung wärmstens ans Herz legen.
Gerne empfehle ich auch die Kurzgeschichten von Donald Barthelme, die wichtigsten sind zusammengestellt in den beiden Sammelbänden "60 stories" bzw. "40 stories".
Schön schräg finde ich persönlich auch Thomas Pynchons "The Crying of Lot 49" (Die Versteigerung von No. 49) oder Flann O'Briens "The Third Policeman" (Der dritte Polizist), letzteres geht nach meinem Empfinden allerdings schon ganz stark in Richtung Kafka, ist also nicht so richtig lustig (wobei Kafka ja manchmal schon auch einen ziemlich schrägen Humor hat, ich denke vor allem an "Amerika/Der Verschollene").

Ich hoffe, das reicht fürs erste, gerne lasse ich mir auch umgekehrt schräge Texte empfehlen, nach denen bin ich stets auf der Suche. Nicht wirklich schräg finde ich Leute wie eben Irving oder Terry Pratchett oder auch Jasper Fforde, weil bei ihnen noch viel zu viel Bekanntes und Vertrautes bewahrt wird. Das meinte ich auch mit "massenverträglicher Schrägheit".

Herzlich, B.
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