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Autor Thema: Handlungsfehler  (Gelesen 1650 mal)

Sandra

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Handlungsfehler
« am: 28. Oktober 2005, 10:56:47 »

Hallo!

Der "Übersetzungsböller"-Thread hat mich auf eine Idee gebracht. Seid ihr schon mal auf richtige Fehler in der Handlung oder im Ablauf der Geschichte eines Buches gestoßen?

Ich erinnere mich an eine Geschichte, in der einem Mann das linke Bein amputiert wurde, er aber eine Prothese für das rechte Bein bekam *wunder* zuerst dachte ich, ich hätte mich verlesen, aber nach mehrmaligem Zurückblättern war es tatsächlich ein Fehler. Leider weiß ich den Titel nicht mehr *grübel* - ist vielleicht auch besser so, will ja nichts verraten  :breitgrins:

Liebe Grüße
Sandra
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Thanquola

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Handlungsfehler
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2005, 12:21:02 »

Schönes Thema! :sonne:

Ich bin schon auf massig Fehler in der Handlung gestossen. Das sind dann meistens so Sachen wie "es war eine sternklare Nacht" und kurz darauf "strahlt die Sonne vom Himmel".  :rollen: Da fragt man sich schon, ob das keinem aufgefallen ist...

Bei sowas kann ich mich teilweise minutenlang festbeissen, weil ich dann unbedingt zurückblättern muss, um mich zu vergewissern, ob ich jetzt blöd bin oder der Autor. Und meistens muss man dann ewig nach der richtigen Stelle suchen... Ich habe da irgendwie einen Tick, aber ich MUSS das einfach nachprüfen. Sonst hab ich keine Ruhe.  :entsetzt:  :breitgrins:
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cerridwen

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Handlungsfehler
« Antwort #2 am: 28. Oktober 2005, 12:24:57 »

Zählen dazu auch Verdopplerungen, bei denen man das Gefühl hat, der Autor habe vergessen, dass er dieses schon einmal erzählt hat?

Ich habe das gerade bei Clive Cussler: Die Troja-Mission. Das Buch ist in drei (oder vier) Teile getrennt und im ersten erzählt er neben seinen tausend technischen Daten auch noch etwas über die Kelten und Troja und Ägypten. Dann im dritten Teil, erzählt er alles noch einmal, als hätte er es nicht schon lang und breit beschrieben.... Da habe ich mich doch glatt etwas gelangweilt. Naja, bei den ganzen "Wundern" und technischen Daten eigentlich auch... Und bei der wtas Vorhersehrbaren Story auch. Ich glaube, ich mag das Buch nicht..*lach*

Naja, ich glaube, da kamen auch ein paar Handlungsfehler vor..*grübel*
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Sandra

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Handlungsfehler
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2005, 13:11:07 »

Zitat von: Thanquola
Ich habe da irgendwie einen Tick, aber ich MUSS das einfach nachprüfen. Sonst hab ich keine Ruhe.  


Geht mir genauso :lachen:

@cerridwen
Hm, Verdoppelungen würde ich jetzt nicht unbedingt zu Handlungsfehlern zählen, aber nervig ist es trotzdem. Ich kann mich an eine Serie erinnern, es waren Jugendbücher, in der ein Mädchen in ein Internat kam. Zu Beginn jedes Buches wiederholte sie in Gedanken die ach so tiefschürfenden Worte, mit der sie von der Internatsleiterin begrüßt wurde  :rollen:  Das fand ich schrecklich.

Liebe Grüße
Sandra
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Wendy

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Handlungsfehler
« Antwort #4 am: 28. Oktober 2005, 13:57:58 »

Bei diesem Thema drängt sich mir förmlich Wolfgang Hohlbein auf. In den Handlungen seiner Bücher gibt es sehr oft Handlungsfehler oder einfach Dinge, die total unlogisch sind. Nichts allzu grobes, aber eben immer so Kleinigkeiten, wo ich mir am Ende denke - ja, und das passt aber nicht wirklich zusammen.  :rollen:
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Valentine

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Handlungsfehler
« Antwort #5 am: 28. Oktober 2005, 14:10:00 »

Zitat von: Sandra
Hm, Verdoppelungen würde ich jetzt nicht unbedingt zu Handlungsfehlern zählen, aber nervig ist es trotzdem. Ich kann mich an eine Serie erinnern, es waren Jugendbücher, in der ein Mädchen in ein Internat kam. Zu Beginn jedes Buches wiederholte sie in Gedanken die ach so tiefschürfenden Worte, mit der sie von der Internatsleiterin begrüßt wurde  :rollen:  Das fand ich schrecklich.


War das zufällig "Dolly"? :breitgrins:

Den Zurückblätter-Fimmel hab ich auch, so was macht mich ganz rappelig.

Mir fällt zwar gerade kein konkretes Beispiel ein, aber kleine Fehler dieser Art gibt es in vielen Büchern.
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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booki

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« Antwort #6 am: 28. Oktober 2005, 16:36:14 »

Zitat von: Valentine
Zitat von: Sandra
Hm, Verdoppelungen würde ich jetzt nicht unbedingt zu Handlungsfehlern zählen, aber nervig ist es trotzdem. Ich kann mich an eine Serie erinnern, es waren Jugendbücher, in der ein Mädchen in ein Internat kam. Zu Beginn jedes Buches wiederholte sie in Gedanken die ach so tiefschürfenden Worte, mit der sie von der Internatsleiterin begrüßt wurde  :rollen:  Das fand ich schrecklich.


War das zufällig "Dolly"? :breitgrins:

.


hehe, dachte ich auch grade, allerdings ist mir das früher nie aufgefallen :breitgrins:
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Thanquola

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« Antwort #7 am: 28. Oktober 2005, 16:36:20 »

Zitat von: Wendy
Bei diesem Thema drängt sich mir förmlich Wolfgang Hohlbein auf. In den Handlungen seiner Bücher gibt es sehr oft Handlungsfehler oder einfach Dinge, die total unlogisch sind. Nichts allzu grobes, aber eben immer so Kleinigkeiten, wo ich mir am Ende denke - ja, und das passt aber nicht wirklich zusammen.  :rollen:

Ja, ich glaube das "Nacht und die Sonne scheint"-Beispiel war auch von Wolfgang Hohlbein. :lachen: Seine Bücher strotzen nur so von Fehlern, deswegen würde ich auch so schnell kein Buch mehr von ihm zur Hand nehmen, obwohl ich ihn früher ganz gern mochte.

Als Autor arbeitet man mit dem Buch und müsste doch solche Details merken. Aber wahrscheinlich wird man dann mit der Zeit blind und sieht das dann grade nicht.
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Valentine

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« Antwort #8 am: 28. Oktober 2005, 16:37:55 »

Zitat von: booki
hehe, dachte ich auch grade, allerdings ist mir das früher nie aufgefallen :breitgrins:


Hat Dolly die Rede nicht sogar aufgegriffen, als sie später selbst dort Lehrerin war?
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booki

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« Antwort #9 am: 28. Oktober 2005, 16:39:45 »

oh sooo viele Bände von Dolly hab ich aber auch wieder nicht gelesen, um das sagen zu können. war eher der Hanni und Nanni- Leser :breitgrins:
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Manjula

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« Antwort #10 am: 28. Oktober 2005, 16:54:02 »

Zitat von: Valentine
Zitat von: booki
hehe, dachte ich auch grade, allerdings ist mir das früher nie aufgefallen :breitgrins:


Hat Dolly die Rede nicht sogar aufgegriffen, als sie später selbst dort Lehrerin war?


Hallo Valentine,

doch, hat sie. Und -achtung, Klugschiß- sie war nicht Lehrerin, sondern Direktorin.  :zwinker:

Liebe Grüße
Manjula
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Sandra

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Handlungsfehler
« Antwort #11 am: 28. Oktober 2005, 16:54:17 »

Zitat von: Valentine
Hat Dolly die Rede nicht sogar aufgegriffen, als sie später selbst dort Lehrerin war?


Doch, ich glaube schon  :rollen:  nichtmal da wurde man dann verschont *ächtz*

Grüße
Sandra
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Doris

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« Antwort #12 am: 28. Oktober 2005, 21:12:10 »

Ich habe heute erst in meinem Frankenstein eine Stelle gelesen, über die ich gestolpert bin. Dort erzählt ein Nordpolreisender in einem Brief an seine Schwester, dass dort (am Nordpol) die Sonne niemals untergeht. Der Brief wurde im Dezember geschrieben, zu einer Zeit, als auf der Nordhalbkugel Winter ist und die Sonne somit nur ein paar Stunden am Tag halbwegs zum Vorschein kommt.

Liebe Grüße

Doris
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Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben,
sondern es ist viel, was wir nicht nützen.
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Rio

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« Antwort #13 am: 29. Oktober 2005, 17:40:09 »

Zitat von: Thanquola
Ja, ich glaube das "Nacht und die Sonne scheint"-Beispiel war auch von Wolfgang Hohlbein. :lachen: Seine Bücher strotzen nur so von Fehlern, deswegen würde ich auch so schnell kein Buch mehr von ihm zur Hand nehmen, obwohl ich ihn früher ganz gern mochte.

Als Autor arbeitet man mit dem Buch und müsste doch solche Details merken. Aber wahrscheinlich wird man dann mit der Zeit blind und sieht das dann grade nicht.


Ist Hohlbein nicht der Autor, der sich rühmt, seine Texte nicht mehr zu lesen, wenn er sie geschrieben hat? Der 200 Seiten pro Nacht schreibt, weil er nicht Korrektur liest? Oder so?  :breitgrins:

Ein Teil der Handlungsfehler in den "Hexer" Bücher rührt daher, daß die Dinger früher als Heftromane erschienen sind und erst später ohne weiteres Lektorat als Bücher herauskamen.
Allerdings finden sich darin auch einige Logikfehler, wie "Winkel, die mehr als 360 Grad haben".  :vogelzeigen: Selbst als Stilmittel, um zu zeigen, wie grauenvoll die Architektur ist, ist das für mich bloß lächerlicher Unsinn. (Aber es hat seinen Zweck erfüllt: mir stellten sich beim Lesen die Haare zu Berge und mir graute!)


Wenn ich jetzt noch den Titel dieses blöden Krimis wüßte, in dem der Mörder über 4/5 des Buches hinweg ein unumstößliches Alibi hatte, an das sich am Schluß bei der Auflösung niemand mehr erinnerte. Da fühlte ich mich auf den Arm genommen!

Rio
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Alfa_Romea

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Ganz schlimm
« Antwort #14 am: 30. Oktober 2005, 12:06:12 »

Hallo!

Ein furchtbares Buch mit ungezählten Logikfehlern war "Dämon" von Matthew Delaney. Da habe ich mich in der entsprechenden Leserunde schon gehörig aufgeregt, hier nochmal zwei Beispiele für Dinge, die schief gingen:

Zitat
Seite 260: «Eine freundlich blickende Blondine ... verlas die nachmittäglichen Nachrichten von Channel Ten.»

Seite 269: «..., sagte McKenna und schirmte die Augen vor der tief stehenden Sonne ab...»
(Wir erinnern uns: Es ist Juli, es muss also mindestens 20 Uhr sein.)

Seite 274: «Als sie die Untersuchung des Friedhofs beendeten, war es Nachmittag

Ach was? Wir sprechen hier wohlgemerkt vom selben Tag...


Das zweite Beispiel:

Zitat
Auf Seite 620:
«Er muss irgendwo hier im Gebäude sein... Aber wo?» Sieben Sätze später: «Am besten, ich komme nach oben und von Angesicht zu Angesicht mit Ihnen beiden.»

Aha, plötzlich weiss der Typ also, wo der andere steckt. Das «irgendwo» hat sich ja schnell aufgelöst...


Furchtbar.

Gruss

Alfa Romea
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