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Autor Thema: Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter  (Gelesen 2941 mal)

HoldenCaulfield

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Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #15 am: 10. Dezember 2005, 12:06:49 »

@Julius
Das Buch hat eine Fortsetzung in der auf Amerika eingegangen wird. ich persöhnlich finde aber die Asche meiner Mutter besser als Ein Rundherum Tolles Land (so der name der fortsetzung)irgendwie ist es nicht so gut geschrieben.

@parago naja wundern tut es mich nicht das sie das Buch nicht als gut empfinden . Aber man muss auch sehen das es  zu dieser Zeit so oder so ähnlichin vielen Teilen Irlands tatsächlich so war. Und die Wahrheit schmeckt eben nicht jedem...
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Seltsam im Nebel zu wandern.... H.Hesse

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Sonnenschirm

jenny

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Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #16 am: 10. Dezember 2005, 14:05:05 »

@Julius:
Zitat

zu 1. Ich dachte mir der Titel hat evt. damit zu tun, dass seine Mutter die ganze Zeit über die Familie irgendwie am Leben und somit auch zusammen zu halten.
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber am Ende bleibt ja nicht viel von der Familie übrig, oder?
Es sterben ja im Verlauf der Geschichte einige Geschwister und alles wird immer schlimmer, usw.
2. hat HoldenCaulfield schon beantwortet. Musste ja noch genug Stoff für das nächste Buch übrig bleiben :breitgrins:
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Juggalette

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Re: Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #17 am: 12. April 2007, 14:39:41 »

Hallo!  :smile:

Ich kenne bis jetzt nur den Film, weil wir ihn damals in der Schule in Englisch durchgenommen haben. Eigentlich wollte unsere Lehrerin mit uns gemeinsam das Buch lesen, aber da Maturazeit war wusste sie, dass das für uns nur noch mehr Stress werden würde.
Doch mir hat der Film sehr gut gefallen und ich hab mir auch gleich das Buch (natürlich in Englisch) besorgt, doch bis jetzt leider nicht gelesen - was ich aber nachholen werde!   :zwinker:

Und soweit ich weiß (obwohl das auch schon ziemlich lange her ist  :rollen:) heißt der Titel deswegen "Die Asche meiner Mutter", weil Angela eine ziemlich starke Raucherin ist und damit die herabfallende Asche der Zigaretten gemeint ist. Hab jetzt sogar in meinen alten Englischsachen herumgewühlt...bittesehr:
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nur ob es stimmt ist eine andere Frage...  :breitgrins:
« Letzte Änderung: 12. April 2007, 14:44:13 von Juggalette »
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SunshineSunny

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Re: Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #18 am: 19. August 2008, 20:52:59 »



Klappentext Amazon:
"Schlimmer als die gewöhnliche unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit", schreibt Frank McCourt in Die Asche meiner Mutter. "Schlimmer noch ist die unglückliche katholische irische Kindheit." Willkommen, also, zum Gipfel der unglücklichen katholischen irischen Kindheit. 1930 in Brooklyn als Kind der erst kurz zuvor eingewanderten Iren Malachy und Angela McCourt geboren, wuchs Frank in Limerick auf, nachdem seine Eltern wegen der schlechten Aussichten in Amerika nach Irland zurückgekehrt waren. Es stellte sich bald heraus, daß die Aussichten in der alten Heimat auch nicht besser waren -- nicht mit Malachy als Vater. Er ist ein chronisch arbeitsloser und nahezu arbeitsunfähiger Alkoholiker und erscheint wie die Vorlage vieler unserer beleidigenden Klischees vom betrunkenen irischen Mann. Fügen wir dem ganzen noch bittere Armut, häufige Todesfälle und Krankheit hinzu, haben wir alle Voraussetzungen für eine wahrhaft schwierige Kindheit.

Meinung:
Ich habe das Buch gerade für den SLW gelesen und ich habe meine Entscheidung dieses Buch zu lesen nicht eine Sekunde bereut. Es ist sehr flüssig zu lesen und man möchte es teilweise nicht mehr aus der Hand legen. Die Zeiten in denen Frank aufwuchs waren extrem hart. Von Krankheit und Armut geprägt, die die Familie oft an die äußerste Schmerzgrenze brachten. Doch sie gaben nie auf und ich glaube, dass an diesem eisernen Lebenswillen, auch ihr Glaube eine sehr wichtige Rolle gespielt hat. Ich fand es sehr interessant, dass die Menschen der Stadt Limerick nicht "nur" zu Gott, Jesus und der Jungfrau Maria gebetet haben, nein sie beten zu sämtlichen Heiligen. Mit der Beichte nehmen sie es vielleicht etwas ganz zu streng. Die Kinder werden sofort zur Beichte gebracht wenn sie etwas Dummes gemacht haben.
Frank schlägt sich schon bald ziemlich selbstständig durchs Leben, denn sein Vater kommt nicht mehr aus England zurück und somit ist er "der Mann" in der Familie. Er sucht sich einen guten Job und spart darauf nach Amerika auswandern zu können. Doch trotz all dem Elend und dem Leid ist er doch auch ein ganz normaler Junge der erst alles kennen lernen muss.

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Annabas

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Antw:Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #19 am: 13. Dezember 2009, 20:28:10 »

Frank McCourt – Die Asche meiner Mutter



Inhaltsangabe:

Frank McCourt erinnert sich an seine Kindheit und Jugend in Irland.
Das Buch spielt in den Jahren 1934 bis 1949.

Der erste Satz:

„Mein Vater und meine Mutter hätten in New York bleiben sollen, wo sie sich kennengelernt und geheiratet haben und wo ich geboren wurde.“

Meine Meinung zum Buch:

Ich bin an dieses Buch mit sehr hohen Erwartungen heran gegangen – leider, denn obwohl mir das Buch gefallen hat, ist ein kleines Gefühl der Enttäuschung geblieben.

Was ich an dem Buch sehr gut fand, war die Sprache – sicher auch ein Ergebnis der hervorragenden Übersetzung. Man merkt nicht einmal, dass man eine Übersetzung liest, so flüssig kann man lesen, es gibt keine Stolperer und ungeschickte Redewendungen. Das war ganz große Klasse.

Obwohl McCourt ein für mich unvorstellbares Bild von Armut malt, hat mich der Humor beeindruckt, mit dem er seine Kindheit schildert. Er klagt nicht und macht damit deutlich, dass Kinder ein ganz anderes Lebensbild haben – für sie ist es einfach normal, dass man keine Schuhe hat oder die Kleider eben aus der Müllsammlung stammen, und es kümmert sie nicht.

Allerdings hatte ich mit der Zeit den Eindruck, dass McCourt mit seiner Armut prahlt bzw. sie sehr theatralisch darstellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man in Limerick nicht viel von ihm hält, wie ich hier im Thread gelesen habe. Mir kam die Schilderung des armen, katholisch drangsalierten Irlands irgendwann einmal übertrieben und unglaubwürdig vor, was mir den Spaß am Lesen dann doch genommen hat.

Meine Bewertung: 3ratten

Viele Grüße von Annabas    :winken:
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Erendis

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Re: Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #20 am: 21. April 2010, 15:24:46 »

Frank McCourt - Angela's Ashes



Meine Meinung:

Endlich habe ich es geschafft, dieses wunderbare Buch zu lesen und ich habe festgestellt, dass mir einiges entgangen wäre, hätte ich dies nicht getan.
Mit einer guten Portion Humor und dennoch berührend schildert McCourt seine harte Kindheit und Jugend im irischen Limerick.
Sehr plastisch konnte ich mir die zu einem großen Teil bitterarme Stadt vorstellen, die trostlosen Behausungen, in denen die Familie lebte und die Strenge in den Blicken der streng katholischen Lehrkräfte und Kirchenmänner, bei welchen körperliche Züchtigungen zur Bestrafung auf der Tagesordnung standen.

Man konnte die Hilflosigkeit des Kindes, das dieser bitteren Armut und den strengen Erziehungsmethoden der Erwachsenen ausgesetzt war, förmlich spüren. Selten fühlte ich mich derart in ein Buch hinein, wollte immer weiter lesen, hoffte stets darauf, dass es der Familie und Frank bald besser geht - und dennoch erfuhr die Familie mehr und mehr Leid. Leid in Form von Todesfällen in seiner Familie, in Form des Alkoholismus seines Vaters, dem oft der gesamte Arbeitslohn zum Opfer fiel sowie einer schweren Krankheit, die er überlebt.
Hinzu kommen noch die Vorurteile, welche einem Kind, das in Armut aufwächst, noch dazu mit einem Vater aus dem Norden Irlands, entgegen gebracht werden. So musste Frank immer wieder Zurückweisungen und Geringschätzung aufgrund seiner ärmlichen Kleidung erfahren, wenn er sich um kirchliche Posten und später auch Arbeitsstellen bewarb. Es schien kaum einen Ausweg aus der Armut zu geben.

Und doch hat er es mit Willenskraft und Durchsetzungsvermögen trotz aller Widerstände immer irgendwie geschafft, zu überleben und den widrigen Umständen zu trotzen und nach und nach zu einer starken und immer selbstbewussteren Persönlichkeit zu werden. Was ihn am Leben hält, ist sein Glaube an eine bessere Zukunft, sein drängender Wunsch, nach Amerika auszuwandern, in sein Geburtsland, welches er bald in Gedanken glorifiziert.
Ich werde wohl auch die Fortsetzung des Buches lesen, denn das Ende lässt keinen Aufschluss auf die weitere Entwicklung von Frrank und seiner Familie zu - und dennoch möchte ich unbedingt wissen, wie es ihnen weiterhin ergangen ist.

Insgesamt handelte es sich bei "Angela's Ashes" um ein beeindruckendes autobiografisches Werk von einem sehr begabten Autor mit der Fähigkeit, sich trotz aller Traurigkeit der Geschichte dennoch seinen Humor zu bewahren und geschickt mit in sein Buch einzubinden. Das Buch ist flüssig zu lesen und es gab für mich auch keine langatmigen Stellen.

Ich vergebe daher guten Gewissens
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LG,
Erendis

:lesen: Tad Williams - Der Blumenkrieg / Christa Wolf - Der geteilte Himmel

nanu?!

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Re: Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #21 am: 08. Juli 2010, 16:24:04 »

Dies ist eine Geschichte wie sie nur das Leben schreiben kann. Der Vater Alkoholiker, die Mutter, die den Tod ihrer drei Kinder nur schwer verkraften kann und irgendwie versucht ihre übrigen Kinder satt zu kriegen und mittendrin ein Junge, der versucht das Leben zu verstehen.
Noch nie habe ich ein Buch gelesen das so traurig ist und gleichzeitig herzlich, witzig und so ergreifend. Während ich an manchen Stellen Tränen verdrückte, musste ich ein paar Moment wieder herzlich lachen.
Es ist schön Frank durch seine Kindheit zu begleiten. Heutzutage ist es schwer sich in die damalige Zeit hineinzuversetzen, bei unserem Luxus heute, aber Frank beschreibt alles sehr detailreich, so das man es sich zumindest sehr gut vorstellen kann, wie es war. Frank versucht das beste aus allem zu machen, er nimmt die damaligen Zustände selbstverständlich hin, wie es nur ein Kind tun kann, das es nicht besser weiß.
Meiner Mutter habe ich einige male aus dem Buch erzählt, und normalerweise hört sie mir nur mit einem Ohr zu, wenn ich über Bücher spreche. Diesmal aber erzählte sie mir dann selbst aus ihrer Kindheit und manchmal sagte sie dann:"Ja, das war bei uns ganz genauso so". Schon deshalb ist dieses Buch ein kleines Juwel für mich.
Das einzige das ich ein wenig vermisst hatte, waren weitere Schilderungen über Franks Vater. Gerne hätte ich gewusst ob er noch einmal zur Familie zurückkehrte, ob er sich überhaubt noch für seine Familie interessierte.
Aber das tut der Geschichte für mich keinen Abbruch und für mich ist dieses Buch ein ganz klarer   :tipp:
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Lesen ist die schönste Brücke zu meinen Wunschträumen.

SLW: 0/10

Kirsten

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Re: Frank McCourt - Die Asche meiner Mutter
« Antwort #22 am: 12. Januar 2012, 12:02:54 »

Hallo!

Nach einigen Jahren Pause habe ich Die Asche meiner Mutter noch einmal gelesen und habe festgestellt, dass von der Begeisterung von damals nicht mehr viel übrig ist. Schon der Stil hat mich gestört. Frank McCourt erzählt ohne große Höhen und Tiefen und große Emotionen. Das mag in Ordnung sein solange er ein Kind ist, aber bei späteren Erinnerungen hätte ich mir gewünscht, dass er tiefer geht. Der Vater, der als Familienoberhaupt völlig versagt und die Mutter, die sich meiner Meinung nach nicht genug für ihre Familie einsetzt konnte ich nicht akzeptieren. Gerade wenn ich sehe, wie leicht Frank Arbeit fand kann ich nicht verstehen, warum sich die Eltern nicht mehr für ihre Familie eingesetzt haben.

Vielleicht bin ich mit zu großen Erwartungen an das Buch heran gegangen, weil es mich bei der ersten Lektüre so stark beeindruckt hat. Jetzt kann ich nur 2ratten vergeben.

Liebe Grüße
Kirsten
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Now I have moved and I've kept on moving
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